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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben

Hallo zusammen,

ich habe mich heute mit dem Thema Daunenquilts beschäftigt, weil mich eure Vorfreude auf die Quilts von Cumulus neugierig gemacht hat.

Was ist der Vorteil von so einem Quilt? Sehe ich das richtig, dass das quasi ein unten offener Schlafsack ist? Wird es dann nicht kalt von unten?

Fragen über Fragen.... :)

Grüße Kenny

Geschrieben

Moin Kenny,

kann dein Interesse verstehen. Ich habe mir auch einen Quilt bestellt und warte momentan auf die Lieferung.

http://www.hikinginfinland.com/2010/11/quilt-101.html ... dort gibt Hendrik einen ganz netten Überblick über das Thema

Deine Frage obs kalt von unten wird könnte auf Isolation abzielen oder aber ob da der Wind reinpfeift?

Beides sollte nicht der Fall sein. Die Daune würdest du bei einem Schlafsack ja plattdrücken und somit ist die Isolation nach unten futsch (sonst bräuchte man ja keine Isomatte).

Einen Quilt kann man mit Bändern so befestigen, dass da keine warme Luft entweicht.

Mein Problem bei Schlafsäcken ist, dass ich gerne auf der Seite schlafe und mich auch drehe (im Schlafsack). Kalter Rücken und die Kaputze im Gesicht sind die Folge. Ich hoffe, dass der Quilt da abhilfe schafft. Außerdem ist die Gewichtsersparnis natürlich prickelnd.

Gruß

Hendrik

Geschrieben
...

Sehe ich das richtig, dass das quasi ein unten offener Schlafsack ist? Wird es dann nicht kalt von unten?

Fragen über Fragen.... :)

Grüße Kenny

mein "quilt" ist genau das: ein yeti v.i.b. daunenschlafsack (ca. 500g) bei dem ich den reissverschluss rausgetrennt, die kapuze entfernt, die fussbox ein wenig mehr zu- und zwei gurten mit blitzverschlüssen drangenäht habe.

da die kammern rundum offen sind, schüttle ich die daunen nun einfach dorthin, wo zuvor die, dem reissverschluss gegenüberliegende, seite des schlafsacks war. da ich seitenschläfer bin, haben die daunen leider die tendenz während der nacht auf die seiten runterzurutschen, was aber nur in arg kalten nächten unangenehm wird. habe mir deshalb überlegt, 10-20cm von jeder seite eine durchgehende naht anzubringen.

ein quilt benötigt eigentlich zwingend eine isolierende unterlage. dies kann aber z.b. auch ein laub- oder heu-haufen sein, wobei ich eine iso-matte klar bevorzuge.

... und tschüss.

Geschrieben

Meine Sorge (als rotierender und gleichzeitig in Quiltfragen absolut unbedarfter Seitenschläfer) wäre auch vielmehr, ob die Kälte nicht eher von den Seiten reinkriecht.

Daher meine Frage an die "Quilterianer": Wie verhindert ihr den Kältezug von den Seiten? Oder ist die Frage obsolet, weil eh ein Biwaksack (s. Blog) verwendet wird und das Problem sich damit relativiert bzw. auflöst?

P.s.: Der Tip im Blog, den Quilt durch eine geöffneten und "umgedrehten" Schlafsack zu simulieren, wird Anfang April gleich mal ausprobiert - eigentlich ja naheliegend. Probieren geht ja auch bekanntlich über Studieren ;)

Geschrieben
...

Wie verhindert ihr den Kältezug von den Seiten?

...

durch ein, zwei oder mehr gurten, schnüre oder bänder, welche von der einen zur anderen seite der hinteren öffnung gezogen werden. und so das seitliche eindringen von kälte und wind verhindert.

die bänder können entweder nur unter dem körper oder unter der iso-matte durch gezogen werden.

ein biwaksack erhöht den windschutz natürlich noch einmal signifikant, ist aber bei gemässigten temperaturen und windverhältnissen nicht unbedingt nötig. ray jardine hatte z.b. auch darauf verzichtet. aber er war wohl auch eher rückenschläfer.

... und tschüss.

Geschrieben

Dani hat ein ziemlich nerviges Problem von Daunenquilts angesprochen. Beim Gebrauch von Quilts oder Schlafsäcken als Quilt rutscht die Daune an die Seiten und hinterlässt oben leider Kältelöcher. Theoretisch kann das zwar auch beim Schlafsackgebrauch passieren, ist dort aber nicht so signifikant, weil es sich nur um die halbe Fläche handelt. Für mich ist das ein wichtiger Grund, um auf Synthetik zu wechseln.

Ich habe mit meinem BPL 240 Synthetikquilt Nächte mit unter 0 Grad sehr gut überstanden. Man braucht dann halt eine gute Mütze und muss den Quilt unter der Isomatte befestigen, damit es keine Kältelöcher gibt.

Dennoch frage ich mich, bis zu welchem Temperaturbereich Quilts praktisch tauglich sind, denn ich finde schon, dass man mit einem Quilt mehr offene Stellen für den Kälteeinzug hat als bei einem geschlossenen Schlafsack. Bis zum gerade genannten Temperaturbereich bis ca. - 5 C konnte ich das noch gut überbrücken, aber ab wann wird das unpraktibel?

Vielleicht könnten sich mal die Winterquiltbenutzer dazu äussern?

Geschrieben

Laut eigener Angabe war Ray Jardine mit nem Quilt am Südpol und fand es außerordentlich flauschig. Sollte also kein Problem sein. ;)

Geschrieben

Hallo

Da ich auch Seitenschläfer bin bzw. ich wälze mich eher hin und her habe ich bisher meine Schlafsäcke offen (als Quilt) genutzt oder ich nehme den GoLite RS1+Season Quilt (Regular).

Ich benutze dabei keine Bänder, sondern ich lege mich mit der Seite(Rücken) auf den Rand des Quilts, den anderen Rand ziehe ich gegen meine Brust.

Um den Hals ist es dicht da ich den vorhandenen Drucknopf schließe der sich am oberen Ende des Quilts befindet.

Wenn sich Löcher bilden werde ich im allgemeinen Wach und ändere meine Schlafstellung.

Um meinen Cumulus X-Lite 200 ähnlich zu nutzen habe ich mir einen Reißverschluss einnähen lassen.

Desweiteren habe ich noch einen Myog-Sommerquilt aus einer 2,50€ Ikea Decke

Letztes Wochenende war ich auf dem Rennsteig unterwegs... bei Nachttemperaturen zwischen 4 bis 8 Grad........ mit langer Merinounterwäsche und einem Fleecepulli habe ich im GoLite RS1+Season Quilt gut und warm genächtigt. :)

(Dabei hat mein Myog Bivy den Materialtest nicht bestanden - Reißverschluss defekt und im Schulterbereich zu eng)

Wallfahrer

"Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen..."

"Ein  Leben ohne Facebook ist möglich und auch sinnvoll"

Geschrieben

Vielen Dank für die vielen Antworten, jetzt kann ich mir mehr darunter vorstellen. Da ich morgen zu einer Wochenendtour aufbreche, werde ich das gleich mal mit meinen Schlafsack ausprobieren! Ich bin zwar noch skeptisch, ob es durch den offenen RV nicht reinzieht bzw. kalt wird, aber das sehe ich ja dann morgen Nacht. :)

Grüße Kenny

Geschrieben

2 Fragen an dani: 1) Beim Reißverschluss-Raustrennen, hast du da nur die Plastikzähne abgeschnitten oder auch das ganze Reißverschlussband mit rausgetrennt? 2) Zu der Kapuze: Hast du da im ursprünglichen Zustand gewissermaßen "einmal quer genäht" und die Kapuze dann einfach abgeschnitten?

Geschrieben

Hallo

soweit ich mich erinnere hatte glaube ich Knilch :?: seinen X-Lite zum Quilt umgebaut.

Auf Knilchs Blog müsste was zu finden sein......

Wallfahrer

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Geschrieben
2 Fragen an dani: 1) Beim Reißverschluss-Raustrennen, hast du da nur die Plastikzähne abgeschnitten oder auch das ganze Reißverschlussband mit rausgetrennt? 2) Zu der Kapuze: Hast du da im ursprünglichen Zustand gewissermaßen "einmal quer genäht" und die Kapuze dann einfach abgeschnitten?

a) das ganze band. ging wesentlich einfacher.

B) ja. zuerst ein paar mal parallell quergenäht, damit die daunen so gut es geht drinnbleiben. ein paar geraten trotzdem in die naht und nach draussen. danach zwischen den nähten abgeschnitten.

... und tschüss.

Geschrieben

Mein selbstgenähter Quilt hat einen daunengefüllten Draftstopper und ist jetzt so bemessen, dass ich ihn auch ohne Bänder rundherum dicht bekomme und auch bis über den Kopf ziehen kann - bin vorwiegend seiten-, bauch- und gelegentlich rückenschlafend.

Daunen verrutschen nur in der obersten Kammer und im Draftstopper (erwünscht), die etwas geringer gefüllt sind, die restlichen Kammern sind voll mit Daune, da rutscht nix.

2012_03040005small.jpg

Der Quilt hat insgesamt 830g bei 515g Daune - Grenze noch nicht ausgereizt, aber die Quilts von Katabatic oder mein MH Phantom sind mit rund 400g auf 15°F (-9°C) geratet.

Geschrieben
http://www.schlafsacke-cumulus.de/Quilt-450,schlafsacke,9.html

Nun ist er da der Quilt von Cumulus.

Ich muss schon sagen, dass ich mir da mehr erhofft hatte.

Ist im Prinzip ja nur ein rechteckiger Schlafsack ohne Gewichtsvorteil gegenueber einer normalen Penntuete.

Aber wer weiss, was die Modder unter euch da raus holen....

Da kann man wohl lieber selber nähen oder einen richtigen quilt kaufen. Einzig der Preis von 143€ ist da OK, sonst finde ich den eher bescheiden - bin aber auch mehr allein unterwegs, für ein Paar könnte es ganz in Ordnung sein.

  • 2 Monate später...
Geschrieben

Kann man eigentlich einen Quilt in einem Biwaksack nutzen? Auf der einen Seite will man ja das (teure) Daunenteil vor Nässe schützen, auf der anderen Seite macht die Enge im Bivy den Vorteil der Bewegungsfreiheit mit Quilt ja wieder zunichte. Oder verstehe ich da etwas falsch?

Grüße Kenny

Geschrieben

Das ist mir schon klar! ;)

Die Frage, die ich mir stelle ist, ob ich meinen "normalen" 1-Personen Bivy mit einem Singlequilt nutzen kann bzw. ob das sinnvoll ist.

Geschrieben

Habs bis jetzt erst zweimal gemacht, insofern nicht gerade aussagekräftig. Aber ich fands gut.

Mein Bivy ist aber auch relativ weit.

Large sized girth is 78" at the shoulders and 64" at the foot. This is for larger side sleepers who use inflatables, or for use with winter bags and inflatables, where maintaining maximum loft is critical.

Aber das trifft ja auch auf nochmale Schlafsäcke zu.

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