LaMarmotte Geschrieben 28. März 2018 Geschrieben 28. März 2018 (bearbeitet) [Forenbereich... Tourvorbereitung, Einsteiger... ? Beides! ] Moin, ich habe im Sommer zwischen zwei Jobs mehrere Wochen Zeit und würde die gerne für eine erste längere (Weit-)Wandertour nutzen. Ganz entspannt ein "bißchen" durch die Gegend wandern und den Kopf frei bekommen - mal sehen, wie weit ich komme und Lust habe. Idee derzeit: Frankreich von Süd nach Nord über den GR9. Mitte / Ende Mai bei Nizza starten, durch die Provence und den Vercors nach Grenoble und weiter Richtung Genf, so weit wie es halt läuft. Quasi parallel zum GR5, nur eine Etage niedriger. Vorteile: etwas Bergpanorama, aber keine echte Hochgebirgstour; meist abgelegen genug, um ein Zelt aufzuschlagen, dennoch Zivilisation & Infrastruktur immer in Reichweite; und ein paar Worte Französisch schaff ich auch. Klingt gut für den Einstieg! (Kürzere Touren zum Ausprobieren sind natürlich erfolgt / noch geplant... generell mag ich sehr gern alleine reisen, mag das "unabhängig sein" nur mit leichtem Gepäck, von Ort zu Ort tingeln, wandern, draußen sein bei jedem Wetter - da hab ich keine Bedenken. Der größte Risikofaktor sind vermutlich die Knie. Mal schauen...) In die Routenplanung fuchse ich mich gerade ein, das läuft ganz gut. Fragen hab ich trotzdem noch ohne Ende. Ich hoffe, jemand mag kundiger Berater sein. Ausserdem dürft ihr natürlich meine Packliste zerpflücken. https://lighterpack.com/r/cdswue ROT: steht zur Disposition, kann noch ersetzt werdenGELB: muss noch angeschafft werden Baseweight, konservativ gepackt, z.Zt. 6,7kg - wenn ich SEHR mutig bin und die Problemfälle mit Geld bewerfe, komme ich auf 4,5kg - irgendwo dazwischen wird wohl die Wahrheit liegen. Also! Fragen: * Route - Für den südlich Teil des GR9 (Saint-Tropez bis Mont Ventoux) hab ich keinen Topoguide und kaum Berichte gefunden. Kennt sich da zufällig jemand aus? Normale Ausschilderung / Wegführung etc. oder liegt da was im Argen, das man wissen sollte? Alternativ würde ich von Nizza bis Manosque den GR4 durch die provenzalischen Pre-Alpes nehmen - landschaftlich vmtl. spannender, aber auch mehr Höhenmeter - zum Einlaufen tendiere ich daher eher zur flacheren Variante GR9. (Ausdauer hab ich, aber Berge + Gepäck bin ich einfach nicht gewohnt. ) - Navigation: Primär: Wegweiser. Sekundär: Locus Maps + IGN-Karten digital (+offline). Last and least: auf Papier höchstens 1:100000 oder selbstausgedruckte Übersichtskarte. Passt? * Wetter, Waldbrand & Co. - In weiten Teilen der Provence herrscht im Sommer erhebliche Waldbrandgefahr - ich habe von Betretungsverboten gelesen. Weiß jemand, wann & wo das genau gilt? Sind die GRs betroffen? - Ist die Gegend ein Mücken-Paradies oder kann das Autan zu Hause bleiben? * Kocher Leichter Gaskocher (EOE Titanium) oder Spiritus-Dosenkocher? Überlegungen: Gas finde ich weniger fummelig, besser kontrollierbar - ich koche lieber gelegentlich mal Gemüse als jeden Tag Fertignudeln - Gaskartuschen in Frankreich sind allerdings 'ne komplizierte Nummer (alles mit Campinggaz ist keine Alternative, zu schwer) - in Waldbrandgefahrengebieten bleibt die Küche eh kalt... Optionen: a ) Gaskocher, irgendein Topf ~ 900ml, große (oder 2 mittl.?) Kartuschen mitschleppen, wenn kein Nachschub vorhanden: ein Bier trinken, Dosenkocher bauen + Spiritus kaufen... b ) Dosenkocher, Toaks Titan ~ 650ml, fertich... (Derzeit hab ich noch nen Trangia-Mini-Topf, passt vom Volumen bequem, nervt aber - ich will Klappgriffe... und leichter darf es auch werden.) Bin für konstruktive Vorschläge dankbar, die Frage überfordert mich irgendwie. * Wasser - 2 x 1 Liter PET und eine 2 Liter Evernew Faltflasche als Reserve (lange Etappen ohne Quelle bzw. fürs Camp) - passt das? - Wasserfilter empfehlenswert? Führen die Quellen in der Provence im Juni noch Waser? Vercors ist eh weitgehend trocken, schätze ich... * Zelt & Isomatte & Co. Das SMD Trekker kommt mit (danke @SouthWest ! Das ist toll! ). Reicht der Zeltboden, um die TAR NeoAir zu behüten, oder besser noch eine Unterlage dazu? (Thermo-Windschutzscheiben-Alufolie oder 3mm EVA oder so? - Vllt. nehm ich einfach so ein Alu-Ding mit und werfe es weg, wenn es mir überflüssig scheint?) Mini-Groundhogs taugen? * Schlafsack - Mountain Equipment Classic Womens 500, 413g Daune, 0°C Comf. / 6° Lim., ~ 1000g... eigentlich zu schwer, jaja, würde mir die Investition aber erstmal gerne aufsparen. WENN eine Alternative her muss, würde ich zu gramXpert schauen, einen 200er Apex Quilt vielleicht? - separater Liner für Übernachtung im Gite d'Etape an Pausentagen nötig? * Kamera / Smartphone Das Samsung Galaxy S5 Mini ist Mist und eh kurz vor Ende seiner Lebensdauer. Bin insbesondere mit Kamera & GPS ziemlich unzufrieden... falls ich das noch vor der Tour ersetze, kann evtl. die Kamera zu Hause bleiben. Ich mache eh nur dilettantische Schnappschüsse. * Klamotten - Regenjacke ist leicht, sollte auch als Windjacke taugen. Regenhose eher (zu) schwer, ist aber vorhanden, erprobt und dient auch als (durchaus zivile!) lange Hose. Kann ich mit leben. Ersatz wäre evtl. Montane Minimus oder OR Helium Pants (hat jemand Erfahrung?) - Lieber das Fleece oder die dünne Daunejacke? Beides wäre "too much", nehme ich an? - ist ein Schirm zu empfehlen? Sonne / Regen? (Wenn ja, was lasse ich dafür zu Hause?) Apropos: wie fies wird eigentlich so ein Mistral im (Früh-) Sommer? Muss ich mir Sorgen um Zelt / Klamotten / sonst irgendwas machen? * Rucksack ... und wenn ich alle Fragen beantwortet habe, DANN muss noch ein Rucksack her. Der Deuter ACT Lite 45+10 SL ist deutlich zu groß und zu schwer und unpraktisch (obwohl ich ihn schon großzügig mit der Schere behandelt habe...), in den 30 Liter Osprey Tempest passt das Zeug ganz knapp rein, aber dann muss ich nach dem ersten Tag hungern, weil für Essen kein Platz mehr ist. 4-5 Tage Proviant sollten jedenfalls komfortabel reinpassen. Also: etwa 40 Liter, bis 1000g... Osprey Levity 45, GG Gorilla 2018? Das wäre derzeit die "sichere Wahl", ich trau dem "frameless"-Konzept noch nicht so richtig über den Weg. Oder lieber irgendwas gebraucht erstehen, weil ich spätestens NACH der Tour ganz sicher einen echten Ultraleicht-Sack will? Sowas wie der ÜLA CDT, HMG 2400, Atom Prospector oder Hyberg Attila lachen mich natürlich schon irgendwie an... soll ichs wagen, oder besser nicht? Hmmm.... und was davon kriege ich überhaupt noch in den nächsten 6 Wochen? Custom-made UK-Import wird ja schon knapp... Tendenziell würde ich beim Rucksack jedenfalls eher investieren als bei einigen anderen Dingen. Ich mag Rucksäcke. Weia, so viele Fragen. Ich freue mich über jede Anmerkung, schießt los! Bearbeitet 28. März 2018 von LaMarmotte http://nah-und-weit.de - eine wanderung
Kokanee Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Zitat Gaskartuschen in Frankreich sind allerdings 'ne komplizierte Nummer Wenn ich decathlon Nice suche und dann gas eingebe, ploppen drei Primusvarianten auf - mit gaz findet sich noch Coleman. An Orten mit Touristen - Wandertouristen - hat sich das doch schon längst entspannt - es wird nur immer weiter im Internet geschrieben, nur Campingaz! In Hütten in Parks würde ich auch mit Schraubkartuschen rechnen - sonst in Dörfern ist es vielleicht nicht anders als in Deutschland - wo kein Wanderer vorbeikommt und keine Outdoorindustrie ist, nicht allüberall. Umgekehrt lese ich immer, wie Leute durch 20 Läden rennen, weil sie Spiritus nicht finden und am Ende nur irgendwas so ähnlich. Aber im Internet wird weiter geschrieben, das ist doch allüberall kinderleicht erhältlich. Suche ich alcool à brûler supermarché, kommt Castorama - die haben aber nur 20 km von Nizza entfernt einen Laden und gerne gleich 5 l. (decathlon schlägt 1500 Artikel vor, da habe ich jetzt nicht durchgeklickt). Ganz bestimmt muss man einfach nur in eine Apotheke. Vielleicht ist die Bezeichnung auch verkehrt - da geht es dann weiter...
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Ich bin oft da unten. Ich hänge da Konzertplakate in Läden auf. Gaskartuschen mit Schraubventil gibt es in jedem Decathlon, Primus immer, alle drei Größen, billiger als CampingGaz. Decathlon gibt es fast überall, aber in Nizza ist der am Arsch der Welt. kommt man da mit dem Bus hin? Mir war das selbst mit dem Auto irgendwie immer zu weit. Ich kenne die Stadt so gut wie Berlin-Wilmersdorf und habe trotzdem keine Ahnung, wo man da Gaskartuschen kaufen kann. Vielleicht irgendwo in den großenbSupermärkten am Flughafen, die kenne ich nicht. Vielleicht im Military Laden, der östlich vom Bahnhof liegt, in einer der ersten Straßen oberhalb der Brücke, die auf Bahnhofshöhe über die Avenue Jean Medecin drüber geht. Das ist glaube ich die zweite oder dritte Straße rechts rein, etwa 200m. Aber vielleicht gibt es da auch keine Gaskartuschen, ich habe da keine gesehen, aber auch nicht gefragt. Nizza ist keine Gaskartuschenstadt! Googeln kann man übrigens auch Le vieux Campeur und Expé. Aber nicht in Nizza. (In Montpellier gibt's nen Flughafen, ne Jugendherberge, nen Expé, einen riesigen gut erreichbaren Decathlon. (Und ist cooler als Nizza.) Du könntest da anfangen, da gibt es alles, was man braucht!) Das Campinggaz Monopol da unten ist vorbei. Dafür herrscht jetzt Chaos, und keine Sorte bekommt man an jedem Campingplatz mit Sicherheit. Die Leute zelten ja auch nicht mehr. Die haben alle Wohnmobile. In den meisten großen Supermärkten außerhalb der großen Städte und quasi in allen Kleinstädten gibt es auch Schraubkartuschen. Kann aber sein, nur die ganz großen. Die sind für Camping ja auch billiger und praktischer. Ich hab immer zwei große dabei. So geht es bestens, wenn man mit dem Auto rumfährt. Machen ja alle, nur Du nicht! Dein Problem! Selber schuld, wenn Du nicht normal bist! Ich würde mich nicht trauen in Südfrankreich einen Bierdosen Spiritus Kocher an zu zünden. Die Franzosen sind ziemlich cool. Aber es gibt einen Punkt, an dem man feststellt, dass man vor einiger Zeit die Grenze überschritten hat. Und dann kann es richtig ungemütlich werden. Es könnte Dir auf einem Campingplatz passieren, dass man Dir sagt, Du sollst das sofort löschen. Vielleicht knallt man Dir eine. Vielleicht schmeißt man Dich vom Platz, vielleicht kommst Du aber auch in den Knast? Keine Ahnung. Ich koche da nur Kaffee. Natürlich auf Gas. Es ist viel zu heiß zum kochen. Kaffee gibt es aber an jeder Ecke für 1,30 den Espresso, 2,50 den grand café creme. Natürlich nicht in Nizza, da kostets 1,60 und 2,80. Du hast nicht genug Zeit, alle kalten Delikatessen zu kosten. Lass doch einfach den Kocher zu Hause! 650 g Decathlon Kufa Schlafsack genügt völlig. Selbst letztes Jahr, wo es extrem kalt war. 1kg Daune ist zuviel des Guten! Viel zu viel! Da ersäufst Du im eigenen Schweiß. Ab 1.Mai herrschen in Nizza 30*C. Ein Inlett würde genügen. Die Rote Luftmatratze von Decathlon oder ne Z-Lite höchstens. Ich hab da beim Wandern nie ne Isomatte oder Luftmatratze vermisst. Tyvek footprint oder Biwaksack mit RV müsste genügen. Ich würde mir nen Snugpack special Forces Biwaksack, am besten in beige, mit nehmen, vielleicht dazu ein Seideninlett, und nichts anderes außer kleinem Tarp Poncho, und ggf bei Kälte unterwegs bei Decathlon nen billigen UL Schlafsack holen, die kosten maximal 40 €. Die großen Supermärkte haben auch alle UL Schlafsäcke um 600g. Allerdings von weit geringerer Qualität. Isomatte würde ich weglassen. Bei der Hitze macht die Schlepperei doch keinen Spaß, erst recht nicht, wenn man das Zeug gar nicht braucht. An der schweizer Grenze sieht das allerdings anders aus. Da hängt Nebel in den Tälern und man spürt, dass der Gletscher nicht sehr weit sein kann. Grenoble ist ein überhitzter Talkessel. Aber nördlich davon wird es langsam ungemütlich. Das kann übrigens, wenn der Wind blöd steht, auch in Lyon vorkommen. Passiert da aber selten. Da ist es eigentlich immer recht warm. Ich würde nicht an dieser Grenze Wandern gehen, jedenfalls nicht in einem Rutsch und mit der selben Ausrüstung von der Küste kommend. Das kann nur auf die Psyche schlagen! Mücken habe ich in den letzten 7Jahren da unten keine gesehen. Es ist eben trocken. Diese großen Wasserflaschen aus dem Supermarkt sind leichter als bei uns. Allerdings nicht, wenn die voll sind. Rechne damit, dass Du da einiges mit zu nehmen hast. Ich hab da früher beim Wandern erstens nichts und zweitens oft 6Liter Wasser mit gehabt. Die Idee mit dem Wasserfilter funktioniert nur, wenn Du direkt an einem Fluss lang gehst. Ich hatte früher da beim Wandern mit: Bekleidung kurz, T-Shirt mit Langarm Hemd zum aufknöpfen, (nur die Garnitur am Mann, nix doppelt) Rucksack, NVA Zeltbahn, Taschenmesser Victorinox Climber, Waschzeug, Klopapier, Badehose, 6 Liter Wasser in Supermarktflaschen, Portemonnaie, Futter kalt für jeweils 2Tage. Trockensalami und baguette normalerweise, alles andere wurde vor dem Supermarkt bzw am Rande des Bauernmarktes gefüttert, die gibt es ja überall vormittags. Das war ne sehr gute Packliste. Schlafsack oder ähnliches hab ich etwa 5% der Nächte vermisst. Ging aber. Die Baumwollzeltbahn 180x180 reichte völlig als Schlafsack Letztes Jahr war kalt. Da wäre das deutlich zu wenig gewesen. Wenn Du französisch kannst, dann kannst Du auch Blizzard fragen. Blizzard weiß alles und war überall und ist pensioniert und hat darum Zeit. Bushcraft.fr ist im Kern identisch mit Blizzard. Super Typ, Vollprofi, Gentleman durch und durch. Dr der Medizin. Nur manchmal vergisst er zu antworten, dann muss man eben nach haken.
Kokanee Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Bus 59 fährt vom Flughafen direkt, es geht immer geradeaus, in 15 Min. quasi bis vor die Tür.
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Was? Ist das direkt nördlich vom Flughafen? Da haben die gerade ein riesiges Einkaufszentrum errichtet.
Kokanee Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 (bearbeitet) Wie gesagt, auch in Frankreich dreht sich die Welt weiter - Ich versuche übrigens immer, den Bedarf am Anfang einer Wandertour zu decken. Wenn die jetzt so wochenlang ist, je nachdem, mit was ich in ca. 4 Wochen rechne, würde ich glatt zwei mittlere oder gar eine große, wenn mir das alles zu teuer ist, nehmen. Das Thema ist dann eine Weile abgehakt, man ist sozusagen "autark". (mir reicht eine mittlere, wenn ich mir minimal Mühe gebe und es gibt nicht viel Tee, 3 Wochen - da man in Frankreich unterwegs ja vielleicht doch mal was anderes isst... könnte man öfters einen zweiten Kaffee kochen) Bearbeitet 29. März 2018 von Kokanee
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Bin irgendwie zu blöd zu googeln, mir zeigt der gar nix in Nizza an, sondern Deutsche Läden. Mir ist jetzt übrigens ein Laden eingefallen, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Stadkern von Nizza Gaskartuschen anbietet. Der befindet sich auf der Avenue Jean Medecin Ecke Rue Giofredo. Kurz vorm Meer liegt ein Park, auf den die Avenue Jean Medecin zuläuft, die vorletzte Straße ist Giofredo, dort auf der linken Seite auf der Mitte des Platzes, den die Medecin dort bildet, etwas versteckt unter den Arkaden, also mittig zwischen Giofredo und Park. Go Sport ist das glaub ich. Die führen im Keller Trekking Zeug.
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Na, wenn er gegen meinen Rat an der Schweizer Grenze lang geht, hat er mit Decathlon, Go Sport, Intersport, Expé, Le vieux Campeur dort viele googlebare Filialen von Firmen, die mit absoluter Sicherheit solche Kartuschen anbieten. Er kann ja sogar vorher anrufen, um sicher zu gehen, ob die das da führen. Grenoble ist Trekkingparadies. Go Sport plus Decathlon, plus den Globetrotter ähnlichen Vieux campeur, alle im Stadtkern neben ein ander. Nur die tolle Jugendherberge liegt am Arsch der Welt. Wenn er nur Kaffee kocht, hält die 100g Kartusche ewig.
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Dieser Laden in Nizza ist übrigens 2 Minuten von der Altstadt und 5 Minuten von der Jugendherberge entfernt. Wenn man da länger bleibt würde ich aber versuchen im Hotel/Hostel La belle meuniere unter zu kommen, 200 Meter südlich vom Office de Tourisme am Hauptbahnhof. Das ist äußerst charmant! Unweit von Saint Paul de Vence, das man sich ansehen sollte, ist der Campingplatz la riviere zu empfehlen, das ist in der Gegend vom Flughafen etwa. Aber alles schon eher was zum Busfahren da, Staubige laute Straßen in brütender Hitze sind da im Eck Standard. Und hübsch wird es erst zwischen dem Campingplatz und Saint Paul de Vence. Vence selbst ist auch nett. Kokanee reagierte darauf 1
Kokanee Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Sie, Erbswurst, sie, glaube ich. Der Rucksack ist dann natürlich falsch gewählt, muss der Lumina sein, sonst passt er nicht. (mir sieht die Modellreihe zu filigran aus - man muss zwischen den Zeilen lesen wenn man so Blogs findet - ich interpretiere da: das Ding ist auffällig unbequem mit mehr als sagen wir 8 kg und ziemlich empfindlich)
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 (bearbeitet) Decathlon Jagdrucksack 30 Liter, 1 kg würde ich da nehmen. (Zum Poncho Simond Reepschnur 2mm in orange und rot als Wäscheleine.) Ich hab den 50er und der hat ne Rückenplatte, was bei den Wasserpullen sinnvoll erscheint. Ich nehme an, der 30er hat die Platte auch. Wenn man sich an meinen Packlisten Vorschlägen orientiert, also fast nichts mit nimmt, dann is das Ding ja fast leer. Ich hab letztes Jahr in 9 Wochen ab 1. Mai da unten die Wechselwäsche nicht einmal ausgepackt. Wenn mein Zeug trocken war, habe ich es bei erster Gelegenheit wieder nass gemacht. Man könnte mal probieren, wie der Solognac Jagdponcho "Glenarm 100" 220x135 cm, 275g, sich als Tarpponcho macht. Reißen die Ecken aus , hat man ja notfalls noch den excellenten Biwaksack mit als Nässeschutz. Standardmäßig soll das Ding natürlich nur als Unterlage dienen, nur wenn's mal schüttet oder kühl wird, geht man da halt rein.. Und nicht nur den Biwaksack, sondern alle Klamotten in beige oder hellgrau! Die Sonne brennt gnadenlos und der Staub ist graubeige. Ich trage da unten nur d7nne Baumwolle und Baumwollmischgewebe 35 Poly 65%Cotton. Gibt es auch, wen wundert's, bei Decathlon in Jagd- und Trekking Abteilung. Die wissen halt, was da unten sinnvoll ist. Die UL Jagdkappe gleich mit bestellen, die braucht man! Bearbeitet 29. März 2018 von Erbswurst
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Nen aufblasbares Kopfkissen wäre dann ne Überlegung wert. Das von Decathlon ist ganz gut. Zwar schwer, aber ist dann ja völlig egal. Basisgewicht liegt ja trotzem bei etwa 2kg. Oder mit Decathlon 650 g Schlafsack bei 2,5 kg. Bei den Temperaturen muss man übrigens die Pullen regelmäßig wechseln. Sonst verkeimt das. Darum Supermarktflaschen.
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Sie? Seit wann sind Murmeltiere weiblich? Einigen wir uns auf"es", das Murmeltier! Das wirkt noch leichter, find ich: Das Murmeltierchen!
LaMarmotte Geschrieben 29. März 2018 Autor Geschrieben 29. März 2018 Hallo Erbswurst, vielen Dank für deine profunde Frankreichkenntnis, insbesondere die Einschätzung zu Wetterlagen in verschiedenen Regionen und dem Risiko, beim Gebrauch von Spirituskochern auf dem CP unverhofft eine geschallert zu kriegen. Vieles davon hilft mir schonmal sehr weiter! Das Kocherthema ist damit für mich geklärt - ich werde mir eine Gaskartusche am Start besorgen, wenn leer, dann nur noch Brot + Käse. Passt. Ladenempfehlungen hab ich dann jetzt auch reichlich, danke dafür. Wasserfilter bleibt zu Hause. Ad acta legen können wir hier erstmal die Diskussionen um das Sortiment aus der Jagdabteilung, 30l-Rucksäcke und Ponchotarps. Der 30l-Rucksack ist zu klein + schwer (hätte ich bei Bedarf in besser), Tarp, Bivy + Groundsheet ist auch nicht leichter als mein 745g-Zelt (das ist für die erste Tour erstmal gesetzt - gerne später mehr Experimente, wenn mehr Erfahrung da ist), Z-Lite ist auch schwerer, voluminöser und unbequemer als die NeoAir. Sonnenschutz fürs Haupt ist vorhanden. OT: Ob die Farbwahl in Zusammenhang mit handfesten Konflikten auf dem CP steht, weil die Franzosen glauben, die Deutschen würden SCHON WIEDER einmarschieren, lasse ich mal dahingestellt - tendenziell ist mir der Staub egal und ich halte es gerne ziviler. Generell: weder an der heißen Küste noch unten im Rhonetal will ich mich all zu lange aufhalten - es geht halt die meiste Zeit "auf halber Höhe" gen Norden. Anfangs zwischen 400 - 1200m, auf der zweiten Hälfte auch mal bis 1800m.. so grob über den GPS-Track gepeilt. Aber klar, warm wird es auch da sein... Sommer halt. Gerade den Aspekt, "auf die Berge zuzulaufen" und irgendwann zu merken, dass die Gletscher nicht mehr weit sind, finde ich reizvoll - viele Touren gehen ja von den Bergen ans Meer, aber ich mag nicht der Sonne entgegen laufen. Eher würde ich in die Höhe ausweichen, falls es mir unten zu warm wird. Daher brauche ich vermutlich auch ne (kleine) Reserve für rauheres Wetter - auch wenn ich vieles davon wohl die ersten 3 Wochen umsonst schleppe. @Kokanee, auchdir besten Dank für die SEHR hilfreichen Einschätzungen zu Material & Verbrauch. Ich stimme dir zu, Levity/Lumina scheint eine ziemlich fragile Nummer zu sein. Kleidung + Schlafsack (oder doch Quilt?) + Rucksack bleibt dann als großes Fragezeichen - vielleicht mag da nochmal jemand anders seinen Blickwinkel dazugeben. Ich glaube, da ist noch reichlich Luft nach unten... im kalten März fällt es mir offensichtlich schwer, für den Sommer zu planen. Grüße, Frl. Flachlandmurmeltier. http://nah-und-weit.de - eine wanderung
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 In Nizza tragen im Sommer alle weiß, hellblau, hellgrau oder beige. Und die sind akklimatisiert! Was in Hamburg elegantes ziviles marineblau ist, ist in Südfrankreich im wahrsten Sinne des Wortes untragbar. Als bunte Insektenfalle würde ich dort nicht rumlaufen. Ich empfehle Dir für Frankreich Bekleidung einer französischen Entwicklungsabteilung, die da unten alle tragen. Die Deutschen sind neben den Holländern und Schweizern in Frankreich die beliebtesten Gäste. Unser Volk gilt dort als außerordentlich zivilisiert und gebildet, weil fast ausschließlich die französisch sprechende deutsche Oberschicht dort Urlaub macht. Man braucht sich über die Geschichte und Naziverbrechen da keine allzu großen Gedanken zu machen. Es gibt in Frankreich keine negativen Vorurteile über Deutsche mehr. Das ist ein Land von Philosophen und Christen, die verzeihen können, wenn natürlich auch nichts vergessen wird. Alle großen Straßen sind ja nach Generälen des ersten Weltkrieges und Helden der Resistance benannt. Die haben aber im Gegenteil eine viel zu hohe Meinung von uns. Sie glauben fast, jeder Deutsche würde fließend fünf Sprachen sprechen, weil das der dort typische deutsche Kulturtourist eben tut. Jedenfalls würde ich solche Gedanken nicht zum Anlass nehmen, die Kleidung zum Wandern in anderen Farben zu wählen, als dem Wetter angemessen ist.
LaMarmotte Geschrieben 29. März 2018 Autor Geschrieben 29. März 2018 War nicht so ernst gemeint - helle Kleidung ist sicher sinnvoll. Ich bin sicher, dass mein Französisch perfekt dazu geeignet ist, das Bild vom gebildeten deutschen Upper-Class-Kulturtouristen nachhaltig zu zerstören. Danke abermals für deine Eindrücke! Abseits von der konkreten Produkt- und Herstellerwahl nehme ich mir das durchaus zu Herzen und werde die Packliste nochmal kräftig ausdünnen und auf "Sommermodus" umstellen. http://nah-und-weit.de - eine wanderung
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 (bearbeitet) So, also OK. Dann eben ein etwas anderer Material Vorschlag! Ich würde an Deiner Stelle folgendes machen: Du notierst Dir auf Papier alle Städte, in denen es auf Deiner Route Decathlonfilialen gibt, und Filialen der anderen genannten Sport und Trekking Ausstatter, und Du verinnerlichst, dass es Klamotten und 600 g Kufa Schlafsäcke (oder wenigstens ähnliche Decken in Stepp oder Fleece) für einen Appel und nen Ei in fast jedem großen Supermarkt am dritten Kreisverkehr vor jeder französischen Kleinstadt gibt. Du startest mit wenig Ausrüstung in Nizza, mit Zelt, Luftmatratze, aufblasbarem Kopfkissen, Zipp Off Hose in 35%Poly 65% Cotton, mitteldickem Baumwoll T-Shirt als Wärmelage und aufknöpfbarem, rückenbelüftetem dünnem Langarm Hemd aus Baumwolle oder ebenfalls 35%Poly65%Cotton, (alles In graubeige empfehle ich dringend) Waschzeug (ohne Handtuch)Ersatzsocken wie die an der Frau ganz dünne Baumwolle, Klopapier, 750 ml Titan Pott , UL Titankocher und 100g Gaskartusche, Instant Kaffee in Plastikflasche, Klopapier und Victorinox Compact, Bikini als "Wechselgarnitur", dazu noch ne Badeshorts in graubeige, Micropour Forte, Petzl e-lite, 1xReservebatterien dafür genügt, Eagle Creek Kopflampen Diffusorbeutel als Waschzeugbeutel, eckige französische Supermarkt Wasser Plastikflaschen von 6 Litern Kapazität, und ggf jetzt vergessenem Kleinkram, wenn Du magst und Kälte- bzw Zugluft empfindlich bist ein Seideninlett, ich würde bei Kälte einfach in den Klamotten schlafen und die vorm Frühstück waschen, in die Sonne hängen und dann nach dem Frühstück feucht anziehen, was angenehm kühlt. Und so ausgerüstet läufst Du nach Grenoble, wo Du nicht vergisst, Dir das Fort anzuschauen und das Gallo Romanische Museum. Dort kaufst Du Dir, nachdem Du die aktuelle Wettervorhersage zur Kenntnis genommen hast, bei Decathlon das Microfaser Handtuch S , ne neue 100 g Kartusche, ne ganz dünne Fleece oder Steppjacke, die voll auf mach bar sein muss, also keinen Pullover, und nen 600 g Kufa Schlafsack oder bei Au Vieux Campeur was besseres in Daune mit Komforttemperatur 10*C, falls Du sowas eh mal anschaffen wolltest. Wenn es mal kälter wird, ziehst Du die nun ja reichhaltigen Klamotten alle über einander an und steigst auch so in den Schlafsack. Das wird aber sehr sehr selten nötig werden. Das langärmelige Hemd muss als Windstopper über der Fleecejacke getragen werden können. Du nimmst es also ne Nummer größer, als sonst! Dann stopfst Du ggf das T-Shirt in die Hose, Fleece Jacke über der Hose, und Tropenhemd als leichte Jacke darüber. Wenn Du das Zeug bei Decathlon in Deutschland kaufst, prüfst Du, ob das passt, kaufst ggf auch die Fleece Jacke hier und trägst das mal zur Probe hier, lässt dann aber die Fleece Jacke in Deutschland und holst sie Dir halt nochmal in Grenoble. Auf diese Weise schließt Du Probleme aus. Die Fleecejacke kostet ja bei Decathlon fast nix. Ich würde die braune aus der Jagdabteilung nehmen. In bunt gibt's das aber auch in der Trekking Abteilung. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Decathlonfiliale in Grenoble eine Jagdabteilung hat. Die haben sicherlich einen Telefon Anschluss und erteilen gern Auskunft. Regenbekleidung brauchst Du noch, Du willst ja Zelt statt Ponchotarp mit nehmen. Rain Cut Zipp Jacke von Beginn an, die Rain Cut halte ich dort zum Wandern für ungeeignet, ab Grenoble zusätzlich Regenhose Rain Cut. Alles über einander gezogen bist Du dann in Bewegung bis 0*C gerüstet, was Du aber wohl kaum erleben wirst. (Wenn ich die Regenjacke dauerhaft an habe, ziehe ich das Hemd zwischen T-Shirt und Fleece Jacke an, und stecke es natürlich in die Hose.) Komm nicht auf die Idee, das Bikinihöschen durch die Badeshorts ersetzen zu wollen! In diesem Aufzug lässt Dich kein Franzose in seinen Pool! Das signalisiert ein großes Schild am Pool Eingang, da ist ja ein Zaun drum, und wer sich nicht dran hält, hat dann wieder das Risiko angeschnauzt zu werden, vom Campingplatz zu fliegen oder eine geknallt zu kriegen. Nur die Sache mit dem Knast droht dann vermutlich nicht. ;0) Die Badeshorts ist zusammen mit dem T-Shirt ne angemessene Bekleidung in der Jugendherberge und auf dem Campingplatz, wenn die Klamotten trocknen. Im Bikini rennt man nicht über den Campingplatz. Das ist Badekleidung. Und das wird eben getrennt in Frankreich. (Außerhalb des Zaunes um den Pool wäre der Bikini allein äußerst unzüchtig! Das ist nicht die nacktbadende DDR, sondern ein streng katholisches Land, in dem fast alle Atheisten sind.) Aber auf gar keinen Fall Badeshorts im Pool! Da versteht man keinen Spaß. Das ist vermutlich ein Gesetz, erlassen von Bonaparte oder Charles de Gaulle, wenn nicht bereits vom ollen Cäsar. ;0) Der Bikini reicht aber ansonsten als Wechselunterwäsche (sieht ja keiner, wird auch nicht kontrolliert, sondern vorausgesetzt, dass das anständige Leute nicht machen). Ne dünne, dort zu empfehlende Baumwoll Unterhose trocknet dort nach Handwäsche und leichtem Auswringen in der Sonne binnen 5 bis 10 Minuten. Ersatz mit zu nehmen wäre also völlig unsinnig. Auf nem Campingplatz wäscht man die schnell wenn man duscht, und lässt sie wie das andere Zeug während des Frühstücks trocknen. Es empfiehlt sich übrigens, sich erst zu duschen, dann mit dem Hemd ab zu trocknen und es dann am Waschtrog zu waschen und leicht aus zu wringen und dann während des Frühstücks auf der mit zu führenden ungekürzten orangen Decathlon 2 mm Simond Reepschnur in der prallen Morgensonne zu trocknen, wobei die Schnur erst an einem Baum fest gemacht wird, dann durch die vom Schneider gelassenen verschiedenen Löcher der Kleidung durch gefädelt und dann am anderen Baum befestigt wird, vermittels eines auf slip gesetzten Palsteks, womit keine Unterhose gemeint ist, sondern ein Quick Release Knoten! Macht man es anders rum, so ist das physikalisch eher schwieriger durchführbar. Darum ist die Ultra schnell trocknende ultraleichte Badeshorts da die Zweithose der Wahl. Ein extra Schlaf T-Shirt ist nicht notwendig. Denn das T-Shirt wirst Du am Tage weder unter dem Hemd noch solo tragen. Ohne Ventilation durch die Knopfleiste des meist über der Hose hängenden Hemdes ist es einem Germanen da unten einfach zu warm. Das Hemd sollte daher auch kein langrückiger Skandinavier sein, sondern ein kurzes französisches ganz dünnes Tropenhemd, wie es sie bei Decathlon in der Jagdabteilung gibt. Wer nicht befolgt, dass auf französischen Campingplätzen getrennte Becken für Fisch und Krustentiere, Geschirr, Körper und Bekleidungs Wäsche vorhanden sind, muss wie immer mit dem Schlimmsten rechnen! Auch da versteht man überhaupt keinen Spaß! Bearbeitet 29. März 2018 von Erbswurst nahundfern reagierte darauf 1
Erbswurst Geschrieben 29. März 2018 Geschrieben 29. März 2018 Ich will Dir das mit dem Zelt zwar nicht ausreden, gerade, da Du ja irgendwie in die Berge willst, denn das ist wie eben oben beschrieben ja keine schlechte Ausrüstung, und bei vor allem Campingplatznutzung macht das so auch Sinn. Aber ich wollte noch mal erklären, vielleicht für wild campende wilde Kerle, die das mal später lesen, warum mein erster Vorschlag anders war: Ein 275 g Ponchotarp und der 340g wiegende Snugpack Special Forces Biwaksack wiegen zusammen 605 g. Das ist natürlich leichter, als Zelt ggf mit Unterlage, und Regenanzug. Das Ponchotarp ist als Sonnenschutz da unten besser geeignet als ein Zelt, in dem es schon bald nach Sonnenaufgang selbst dann unerträglich heiß werden kann, wenn man sich in den Schatten eines Baumes gestellt hat. Unterm Ponchotarp zieht abends angenehm der Wind durch, was bei dieser Hitze da unten von mir bevorzugt wird. Südfrankreich ist teils sehr dicht besiedelt. Biwakieren wird im Gegensatz zum Wildcamping zwar auch sogar im Zelt für eine Nacht in aller Regel toleriert, sofern man sich nicht in einem Stadtgebiet, am Strand, auf Privatgelände, im Naturschutzgebiet, in Brandgefährdeten Wäldern oder in der Nähe von Campingplätzen oder seinem Fahrzeug befindet. In einem beigen Biwaksack oder auf einem beigen Biwaksack in graubeigen Klamotten liegend, ggf auf der coyote braunen Therm A Rest ZLite , die einen gut gegen den überall herum liegenden scharfkantigen Schotter schützt und selbst gegen diesen resistent ist, ist man in dieser Gegend bereits auf kurze Distanz betrachtet völlig unsichtbar. Der empfohlene Decathlon Jagdponcho fügt sich ebenfalls bestens in die Vegetation ein, genauso wie der von mir empfohlene Solognac Jagdrucksack 30(oder 50) Liter. So ausgestattet wird man nicht gesehen, und erspart sich dadurch eben Stress jeder Art. Wenn es in der Provence im Sommer regnet, dann entweder nur ein paar Tropfen, die beim Aufschlagen auf die Kleidung verdampfen, oder es kommt Wolkenbruch artig nieder, dass man gut daran tut, Niederungen und Gräben jeder Größe zu meiden, die sich binnen kürzester Zeit zu reißenden Bächen und Flüssen entwickeln. In solchen Situationen werden Tarps unterspült und wenn man Pech hat, auch Bodenwannen von Zelten überspült. Das einzige, was dann noch hilft, ist sich auf möglichst hoch gelegener Stelle in einem Biwaksack zu verkriechen, und den Kopf vor dem zuweilen auch mal eine Stunde lang niedergehenden Hagel mit dem Rucksack zu schützen. Die Hagelkörner haben dann durchaus die Dimensionen von den üblichen Eiswürfeln in Whiskey Gläsern. Und unter anderem deshalb haben die ansonsten sehr leicht gebauten Decathlon Jagdrucksäcke die ich empfahl eine leichte doch solide Rückenplatte verbaut. Und auch deshalb ist eine ThermARest Z-Lite durchaus eine sinnvolle Schutzausrüstung. Denn die ist schnell aus gepackt und über den Körper gelegt. Ich will nicht behaupten, dass so etwas da unten ständig passiert, und jeder, der da mal 14 Tage hin fährt, das erleben wird. Aber man kann es eben erleben, und dann plötzlich hat der Biwaksack auch die Aufgabe, vor Kälte zu Schützen, was er in solchem Wetter zu dieser Jahreszeit bei ansonsten minimalistischer Ausrüstung auch ausreichend kann. Ich fahre da unten sehr viel mit dem sicheren Auto rum, und benutze die im vorhergehenden Kommentar beschriebene Ausrüstung meist auf Campingplätze gehend in aller Regel ohne irgendwelche Probleme. Zum Wandern würde ich aber die jetzt hier beschriebene Ausrüstung bevorzugen, denn ich kenne die Witterungsbedingungen, die zuweilen ohne irgendwelche Vorankündigungen da unten eben auch auftreten können. Und wenn man dann nicht die Infrastruktur eines Campingplatzes im Rücken hat, sondern irgendwo auf freier Feldflur sitzt, macht die Kombination von Biwaksack, Therm a Rest Z-Lite, Solognac Jagdrucksack und Ponchotarp eben etwas mehr Sinn, als UL Zelt und leichter Regenanzug.
Kokanee Geschrieben 14. April 2018 Geschrieben 14. April 2018 (bearbeitet) Ich hab mir/uns jetzt mal den Gregory Optic geleistet. Probleme, die ich sehe: abwarten, wie lange das Netz der Seitentaschen ohne große Löcher bleibt. Sonst bin ich sehr angetan, hab mich aber auch an meinen uralten ersten Gregory erinnert, der immer oberhalb des Steißbeins eine Reibestelle bildete... der Hüftgurt ist da mittig etwas "knubbelig" - hier ist das natürlich alles abgespeckt, aber immer noch vorhanden. Also - mal sehen. Optic, weil ich 58 l den 55 vorziehe und außerdem fand ich die Rückenlänge Damen M zu kurz - lese aber, sie soll eigentlich identisch sein zu Herren M und dann wären es auch 58 l... vielleicht hatte ich auch doch einen kürzeren auf. Glaube, die Hüftflossen waren noch minimal anders geformt, tendenziell etwas kürzer. Sonst mochte ich wohl die Farbe nicht, ein Tintentblau mit Lilastich, was man alsbald nicht mehr sehen kann. Der Optic war nur in Grau vorhanden - ist aber immerhin wohl nicht so hell wie die Octal-Variante - Sonst macht er auf mich einen guten Eindruck. Die Schultergurte sind recht dick gepolstert, - mal sehen. Ich liebe schon mal den Kordelzug am Hauptfach, die Schnalle des Brustgurts ist etwas fricklig - auf der website beklagt sich einer über ne kaputte Schnalle - sie kommen mir eigentlich recht kräftig vor - Vgl. ist ein alter Lowe Alpine Nanon, bei dem sowieso auch gleich bei einer ersten Tour eine Schnalle fetzte - Ersatz kein Problem, ich gehe davon aus, auch von Gregory bekommt man Ersatz. Die Hüftgurttaschen sind etwas größer-länger - aber man hätte sie vielleicht etwas voluminöser-tiefer gestalten können - sind wohl Smartphone-geeignet. Allerdings habe ich ihn für 150 Euro bekommen - weiß nicht, ob ich über 200 Euro dafür ausgeben würde - aber ich gebe allgemein keine 200 für Rucksäcke aus. Bearbeitet 14. April 2018 von Kokanee
LaMarmotte Geschrieben 3. Mai 2018 Autor Geschrieben 3. Mai 2018 Moin moin, Update: Vorbereitung fast fertig! Danke euch nochmal für eure ausgiebige Beratung. Es war hilfreich, inspirierend und erheiternd - manchmal alles zugleich Packliste, 4,9kg, nach weiteren Investitionen & Streichungen: https://lighterpack.com/r/cdswue - Schlafsack ist durch einen GramXPert Quilt (200er Apex) ersetzt. Leichter wird es nicht: für Mitte Mai sind noch Temperaturen knapp über Gefrierpunkt vorhergesagt, brrr! Der ein oder andere Ratschlag diesbezüglich war doch eher fahrlässig. - der Rucksack ist überraschenderweise am Ende ein Hyberg Attila Cuben geworden. Hab viel gesucht und probiert; mit dem Hyberg war es dann (nach anfänglicher Skepsis und etwas Versand-Trouble) Liebe auf den 2. Blick: sitzt grandios und trägt sich federleicht! Bin super gespannt, wie er sich auf Tour macht und werde berichten. Die günstigeren Modelle kamen leider erst nach meiner Bestellung raus... - Beinbekleidung, experimentell: leichter Rock (wie Shorts - nur in praktisch!), lange Unterhose und Regenhose. Ich bin gespannt, wie das auf Dauer für mich funktioniert. Falls ich doch eine richtige Hose vermisse, werde ich den Shop-as-you-go-Tipp beherzigen. Etwas Kleinkram wie Groundsheet, Evernew-Wasserflasche, Packsäckchen, Rucksack-Liner, Karte, Kompass, etc. steht noch zur Disposition (200g wären damit wohl noch drin), aber im Großen und Ganzen steht die Liste jetzt und ich bin erstmal zufrieden, zuversichtlich und vorfreudig. Nächste Woche gehts los, und dann bin ich (hoffentlich!) erstmal 6-8 Wochen on the road. Yeah! zeank und SouthWest reagierten darauf 2 http://nah-und-weit.de - eine wanderung
SouthWest Geschrieben 3. Mai 2018 Geschrieben 3. Mai 2018 (bearbeitet) Am 28.3.2018 um 21:59 schrieb LaMarmotte: Navigation: Primär: Wegweiser. Sekundär: Locus Maps + IGN-Karten digital (+offline). Last and least: auf Papier höchstens 1:100000 oder selbstausgedruckte Übersichtskarte. Passt? Passt perfekt. IGN Karten mit Position auf dem Telefon sind genial! Compass weglassen dann? vor 52 Minuten schrieb LaMarmotte: Packliste, 4,9kg, nach weiteren Investitionen & Streichungen: https://lighterpack.com/r/cdswue Sieht gut aus. vor 52 Minuten schrieb LaMarmotte: Evernew-Wasserflasche Beim Camping abseits von Wasser habe ich ganz gerne 3 Liter dabei. Du hast im Moment Kapazität für 4 Liter. Man kommt aber auch mit 2 Litern aus. Je nachdem wie weit denn am abend vor (am morgen nach) der Nacht die letzte (die erste) Quelle war (sein wird). Bearbeitet 3. Mai 2018 von SouthWest LaMarmotte reagierte darauf 1
Berthe Geschrieben 5. Mai 2018 Geschrieben 5. Mai 2018 Hallo LaMarmotte, Tipps für die Reise kann ich dir leider keine geben, aber der GR9 führt fast direkt an meinem Haus vorbei Wenn du Lust hast kannst du dich ja melden wenn du in Culoz ankommst Liebe Grüsse und viel Spass LaMarmotte reagierte darauf 1
Erbswurst Geschrieben 17. Mai 2018 Geschrieben 17. Mai 2018 Wer sagt Frost für Nizza Mitte Mai voraus? Ich war eben in Cluny, Aix en Provence, Avignon etc. Habe in Avignon an einem Tag die Beine an die Hose gezippt und die Regenjacke angezogen. Ja, war kühl in Ruhe. In Bewegung ging es. Wofür da jetzt ne lange Unterhose gut sein könnte ist mir schleierhaft! Bonne route et bonne chance!
LaMarmotte Geschrieben 20. Mai 2018 Autor Geschrieben 20. Mai 2018 Am 17.5.2018 um 22:11 schrieb Erbswurst: Wer sagt Frost für Nizza Mitte Mai voraus? Ich war eben in Cluny, Aix en Provence, Avignon etc. Habe in Avignon an einem Tag die Beine an die Hose gezippt und die Regenjacke angezogen. Ja, war kühl in Ruhe. In Bewegung ging es. Wofür da jetzt ne lange Unterhose gut sein könnte ist mir schleierhaft! Bonne route et bonne chance! Ich bin seit 'ner Woche unterwegs, die ersten 100km sind geschafft, derzeit in Castellane, jeden Nachmittag Regen und recht kühl. Über die lange Unterhose bin ich zumindest nachts dankbar, ich könnte ausserdem eine Regenjacke brauchen, die ansatzweise wasserdicht ist und irgendwann will ich auch mal wieder trockene Füße haben. Das ist also dieser Sommer in Frankreich, pah! (Alles so grün! Toll!) Sonst passt alles prima und es läuft ganz gut; inklusive steiler Lernkurve, natürlich ;-) Bin auf jeden Fall froh über alles, was ich dank euch nicht dabei habe. Reisebericht folgt anschließend, wenn ich zurück bin. Merci beaucoup & bonne voyage! Freierfall, patrick und SouthWest reagierten darauf 3 http://nah-und-weit.de - eine wanderung
Kokanee Geschrieben 21. Mai 2018 Geschrieben 21. Mai 2018 (bearbeitet) Die Helium gehört zu den großen Rätseln der Outdoorgemeinde - sie ist halt leicht... aber gut, dass die Ghost Whisperer nicht weiter unangenehm auffällt. Mir ist übrigens sofort ne Schnalle gebrochen, von 1x zur Hütte und dort abstellen und zwei Tage später keine Ahnung warum kaputt, als wieder gepackt wird - keine wichtige, für den Riemen über das Hauptfach, aber: was für ein Schrotteil... Tausch bringt da wohl nichts, das ist sofort wieder kaputt, wenn sie da nicht upgraden... ich werd mal fragen, das Ding ist natürlich bombenfest angenäht statt eingefädelt - sonst aber: mit irgendwas vielleicht 14 kg (Rotweinflasche inkl.) keinerlei Beschwerden, sehr bequem! Stoff wirkt aber etwas filigran. Bearbeitet 21. Mai 2018 von Kokanee
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