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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben (bearbeitet)

Hallo,

ich hab auch mal ne Frage an die Mathe-Genies ;) zur Berechnung der Daunenfüllung je Kammer evtl. mit Overfill:

Hier wurde, wie ich das verstanden habe, die theoretische Füllmenge pro Kammer für 750cuin-Daune errechnet, dieselbe Menge dann aber in 850 genommen PLUS noch ein paar Gramm drauf für einen mäßigen Overfill, verstehe ich das richtig?

Die Berechnung befindet sich unter der ersten Bilderreihe, nachdem hinterlegt die Gesamtfüllmenge berechnet wurde.
 

Ich habe vor in naher/ferner Zukunft einen eigenen Daunen-Comforter zu nähen, wenn ich noch etwas mehr Übung an der Maschine und mit den Stoffen gesammelt habe.

Geplante Maße angelehnt an den Cumulus Comforter L500 (Ich bin ca. 1,83 groß, 88kg, breitere Schultern, und ich würde sagen "mittel kälteresistent"):
LxBxH 225 x 140 x 6 / 7 /8cm

Welche Kammerhöhe macht denn beim Selbermachen Sinn für ein Comforter um den Gefrierpunkt?

6cm, 7cm oder eher 8cm?
Ich hatte iwo mal was gelesen von 6cm für um die Null grad?

Ich habe vor die Fläche in 15 "Querkammern" mit je 15cm Breite mit Moskitonetz zu unterteilen.
Somit hätte jede Kammer ein Volumen von ~140 x 15 x a/b/c cm

Bei obiger verlinkter Berechnung wird für 750cuin 2,3g Daune pro Liter errechnet.

Also Beispielhaft für eine 6cm hohe Kammer mit 12,6l Volumen für 750cuin-Daune:

12,6 x 2,3 = ~29g  -> +3g "Overfill-Aufschlag" sind dann in 850er Daune: 32g

Soweit richtig?


Durchgerechnet würden dann für die verschiedenen Kammerhöhen das herauskommen:

                                                    
a) Für 6cm Kammerhöhe:
- Kammervolumen: 12,6l
- Gesamtvolumen: Kammer x 15 = 189l
- 750er-Daunen pro Kammer: ~29g
- 850er-Daunen pro Kammer mit bisschen Aufschlag: 32g
- Gesamt: 480g 850er Daune  
                 
b ) Für 7cm Kammerhöhe:
- Kammervolumen: 14,7l
- Gesamtvolumen: 220,5l
- Daunen 750er pro Kammer: ~34g
- 850er-Daunen pro Kammer mit bisschen Aufschlag: 37g
- Gesamt: 555g 850er Daune            

c) Für 8cm Kammerhöhe:
- Kammervolumen: 16,8l
- Gesamtvolumen: 252l
- Daunen 750er pro Kammer: ~39g
- 850er-Daunen pro Kammer mit bisschen Aufschlag: 42g
- Gesamt: 630g 850er Daune


Kommt das hin für leichten Overfill?


Errechnet habe ich dann einen Temperaturbereich als Bereich zwischen den Temp.-Werten für Schlafsack (Loft:2) und ohne das ":2".
Also:
T Comfort= 23 - (3,5xLofthöhe:2 oder eben nicht)

T Limit = 17,5 - (3,5xLoft: 2 oder eben nicht)

...irgendwo dazwischen müsste ja ein Comforter/Quilt liegen, oder?


- für 6cm-Version: -> T-Comf: +13° bis +2,5°C             -> T-Limit: +6,8° bis -3,7°C

- für 7cm-Version: -> T-Comf: +10,8 bis -1,5°C             -> T-Limit: +5,25° bis -7°C

- für 8cm-Version: -> T-Comf: +9,5° bis -4,5°C              -> T-Limit: +3,3° bis -10,7°C

Ich kann die Kammerhöhe die durch die Stege innen festgelegt/begrenzt wird schon mit dem Loft gleichsetzen, oder?

Als Stoffe hatte ich mir als Oberstoff Pertex Quantum und entweder den auch als Innenstoff oder Taffeta, da ich von Taffeta schon ein paar mal gelesen habe er solle sich auf der Haut besser anfühlen. Ist minimal "schwerer" und kein (?) Ripstop.


Habe ich irgendwo einen Denkfehler? Kommt das alles so in etwa hin?
Und zu welcher Variante würdet ihr mir aus eurer Erfahrung heraus raten?

Danke schonmal

Grüße
Andy

 

P.s.: Bevor ich's vergesse, ich hab das Thema auch in anderen Foren mit etwas anderer Ausrichtung (UL) gepostet um eine Bandbreite an Meinungen zu hören....nicht das sich daran jemand stößt!

Bearbeitet von Boehminator
Geschrieben

Ich glaube dass du mit 480g daune locker 0 grad comfort schaffst......

Mein 0 grad quilt  hat weniger daune drin! Würde für einen quilt mit dem ich mit kleidung auch bei bis 3 grad minus noch gemütlich schlafen kann  ca 450g 850 daune einfüllen....

Lg ben

 

Geschrieben (bearbeitet)

Ok das hilft schonmal.

0° Comfort ohne Kleidung wäre nicht schlecht, denn ich will nicht zwingend mit einem "Klamottten-an-Komfortbereich" rechnen. Nacher sind die Klamotten nass / verschwitzt oder so und mit in den Sack anziehen ist nicht. Dann lieber ein solidere T-Comf und ich kann den mit Klamotten noch nach unten drücken...

 

Kannst du was zu meiner Overfillbrerechnung sagen? Passt das so? Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich das in dem verlinken Thread richtig gerafft hab..

Bearbeitet von Boehminator
Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Nature-Base:

deine TComf. entsprechen eher den TLimit Werten.

Also mit ~450g Daunen in einem Quilt wirst du auch bei ca. -10°C  hin kommen.

...du meinst es anders herum oder???

Das meine T-Limit Werte eher als Comfortwerte anzusehen sind...anders herum macht es keinen Sinn, oder? :)

Geschrieben (bearbeitet)

schau dir mal die füllung der cumulus quilts und deren T comf bereich nach EN Norm an dann bekommst du ein gefühl dafür. EN ist wahrscheinlich auch etwas zu optimistisch für einen müden Wanderer der nicht ganz aufgewärmt in den Quilt einsteigt.... aber zumindest eine orientierung. 

 

hier mit 450g Daune 850

http://schlafsacke-cumulus.de/de/kategorien/sleeping-systems/quilt-450?gid=37&vid=1

Bearbeitet von Ben
Geschrieben (bearbeitet)

Meine Berechnung der verschiedenen Dicken und Daunenfüllungen rühren daher, dass ich von einem Besitzer eines Cumulus Comforter L500 (mit 500g Daunenfüllung) gesagt bekommen habe (natürlich alles subjektiv), dass er ihn für um den Gefrierpunkt für zu kühl findet und bei MYOG oder Neukauf eher noch 50-100g Daune rein machen lassen würde...

Wie herum berechne ich denn überhaupt die ideale Kammerhöhe?

Lege ich mich vorher fest wie hoch die Kammer sein soll und errechne dafür dann die Kammerfüllung oder mus sich erst entscheiden wieviel Gesamtdaune ich rein will und danach dann die Kammerhöhe (=Loft?) anpassen?

Nicht das sich sage ich mach 6cm, will da 480g Daune errechnet rein quetschen und Loft und Kammerhöhe sind gar nicht das Gleiche. Dann könnte es ja dazu kommen, dass die errechnete Daunenmenge viel mehr Platz als zur Verfügung steht benötigt oder anders herum den Platz nicht ausfüllt und total in der Kammer herum rutscht...

Ich hoffe man versteht was ich meine :D

Bearbeitet von Boehminator
Geschrieben (bearbeitet)
Zitat

Aufgrund dieser Erfahrungen würde ich eher sagen, dass die richtigen Kammermaße entscheidend sind. Mit der Kammertrennwandhöhe an der Seite kann man die Daunen "steuern". Demzufolge würde ich in Zukunft so bauen, dass die Kammertrennwände an den Rändern der gewünschten Temperatur entsprechen und oben etwas höher sind, um der Daune Platz zu geben. Dadurch braucht man keinen Overfill, zum erreichen der gleichen Isolationsdicke zwischen Seite und Oben.

und

Zitat

Das es einzig auf pralle Kammern ankommt dachte ich auch, bevor ich meinen Quilt genäht habe. Pralle Kammern mögen einer guten Verteilung zu gute kommen und das Frustpotential senken. Kommt wie oben erwähnt auch noch auf die Konstruktion etc drauf an. Lässt sich also nicht so leicht beantworten, ob empfehlenswert oder nicht. Für Jacken z.B. ja, da es sonst an den Schultern kalt wird. Bei Schlafsäcken weniger wichtig(siehe Erklärung ...).
 

Das hab ich Hier in Beitrag 3 von oben gefunden....auch interessant...

Bearbeitet von Boehminator
Geschrieben

Ich habe ja kürzlich einen Karo-Quilt angefertigt.

Vielleicht sind diese Werte hilfreich:

Die Berechnung der Dauenmenge habe ich wie folgt vorgenommen:

Steghöhe 6cm. Mit Nahtzugabe gehen 10-15mm wieder weg, auf der anderen Seite "baucht" die Kammer zwischen den Stegen nach oben (Du siehst das gut im verlinkten Beitrag). Annahme: Diese Effekte gleichen sich wieder aus. Volumen also Fläche x 6cm.

Dann habe ich noch 25-30% Overfill dazugeschlagen. Bei einem Karo-Quilt ist das wohl wichtiger, aber ein wenig Overfill ist wohl eh gut da die Daune Loft verlieren kann und dann nicht zur Seite wandern soll.

Ich habe knapp 500g Daune verwendet (Gemisch von 860 und 700 cuin von extex), und bei um die Null Grad mit Wind war der noch angenehm warm. Zum Vergleich: Mein Apex-Quilt ist gefühlt wohl sogar etwas kühler, und hat 2 Schichten 133er Apex drin (also 266). Mit dem schaffe ich Null Grad ohne viel Kleidung gerade so. Ich bin also nicht jemand, der mit wenig Isolation auskommt.

Mit Kleidung kommt man bestimmt noch ein ganzes Stück runter, wobei es dann wichtiger wird, dass der Quilt gut gegen die Isomatte abschliesst. Das System mit den Druckknöpfen und dem Verschliessen "um den Hals" funktioniert übrigens hervorragend, da es die Seiten des Quilts an den Boden und unter den Körper zieht.

Wenn ich den Quilt nochmals machen würde, würde ich die Stege wahrscheinlich nur 5cm hoch machen.

 

Geschrieben

Super danke! Auch die Nähtipps von Gütermann aus dem Beitragslink sind gut! :) Wieder was gelernt

Fragen:

1.) Wofür die Mischung aus 700er und 850er?

2.) Warum von 6 auf 5cm Steghöhe runter?

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