Roldi Geschrieben 23. Februar 2016 Geschrieben 23. Februar 2016 (bearbeitet) Die meisten hier scheinen einen Plastik-(Müll-?)sack als Regenschutz im Rucksack zu verwenden. Was spricht eigentlich gegen ein MYOG Silnylon "Rain Cover"? Gewichtsmäßig dürfte das kaum ein Unterschied sein, und der Rucksack bliebe - bei gleichzeitiger Verwendung eines Regenschirms (Swing liteflex) - komplett trocken; das spart doch auch Gewicht! Gibt es Gegenargumente? Danke für eure Hilfe! Roldi Bearbeitet 23. Februar 2016 von Roldi Unser Blog/our blog: http://www.weltradreise.blogspot.de
HAL23562 Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 Weder noch.! Klamotten, technisches Zeugs und Quilt/Schlafsack stecken bei mir sowieso Sea-to-Summit Nanos und dem Exped-Snozzlebag und meine MYOG-Packs sind standarmäßig regendicht gearbeitet. Mir ging das Gefummel mit Müllsack/Liner einfach auf die Nerven und meine Cover schützten nicht sonderlich optimal. Zudem waren sie im Handling auch nicht sonderlich praktisch, wenn ich an die Außentaschen oder das Pack selbst wollte - vom Gewicht mal abgesehen. Mein Liteflex ist ein tolles Teil, reicht aber gerade aus, mich einigermaßen trocken zu halten. Das Pack wird schon nass. HAL Wenn du keine Ziele mehr hast, bist du tot - auch wenn du noch atmest. raus&weg-Blog und Plünnenkreuzer
roli Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 Meine Erfahrung ist: Packliner haltet dicht, Raincover nicht (da kommt das Wasser über die Öffnung am Rücken rein). Fazit: Packliner top, Raincover unbrauchbar Freierfall, dani und Trekkerling reagierten darauf 3 ultralight.guru - ultralight trekking gear reviews
Freierfall Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 Sehe das wie roli. Zudem das Argument von wanderrentner mit dem Zugriff auf die Aussentaschen. Gesendet von meinem MotoG3 mit Tapatalk
nats Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 (bearbeitet) Es kommt auch darauf an, wohin die Reise geht: In Neuseeland z. B. gehören regelmäßig auch mehr oder weniger heftige Flußdurchquerungen zum Wandern dazu; da nützen Dir weder Regenüberzüge noch regendichte Rucksäcke und Beutel. Ohne zuverlässig wirklich dichten Beutel innen stehst Du ggf. ziemlich blöd da; jedenfalls wasserempflindliche Gegenstände wie Schlafsäcke etc. MÜSSEN einfach entsprechend verpackt sein. Wenn man das nicht tut, ist das ein grober Fehler... weiß ich aus eigener Erfahrung: gar nicht lustig, den Daunenschlafsack wieder trocken zu bekommen, wenn er einmal baden gegangen ist. Regenüberzüge für den Rucksack haben aber in der Praxis eigentlich keine ernsthaften Vorteile. Theoretisch soll der Rucksack trocken bleiben – das ist aber wirklich bloße Theorie: Wenn es richtig schüttet, kommt das Wasser halt im Rücken durch. Das per Schirm zuverlässig zu verhindern dürfte kaum möglich sein, weil das Wasser vom Schirm auf der Rückseite ja auch auf den Rucksack läuft. (Wenn es nicht schüttet, sondern nur nieselt o. dgl., halten ordentliche Rucksäcke das heutzutage auch ohne irgendwelche besonderen Vorrichtungen aus.) Dagegen stehen reichlich Nachteile: Man kommt an nix dran; das Ding flattert grad dann blöd rum, wenn man's nicht gebrauchen kann; und trocken hält es wie gesagt eh nicht. Wozu also? Bearbeitet 24. Februar 2016 von nats Take what you need and leave the rest. wissenschaft-schreiben.de
Freierfall Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 Bei UH Rucksäcken können die den Vorteil haben dass der ganze Rucksack Stoff weniger Wasser aufnimmt. Bei UL Rucksäcken mit wenig Stoff die auch noch aus dünnem Nylon sind spielt das aber MMn keine Rolle. Gesendet von meinem MotoG3 mit Tapatalk
hbfire Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 Sehe es wie Roli und Freierfall Ich nutze auch einen Liner, hat sich bei mir bewährt und ist für meine Anforderungen am flexibelsten einzusetzen. Ich komme ohne grosses Gefummel an meine Seitentaschen/Fronttasche dran, muss nicht wenn es zu Regnen anfängt die Hülle ranmachen,.... Hatte früher auch mal das Aha Erlebnis das trotzt Regenhülle am Rucksack der Inhalt feucht war, da das Wasser zwischen Regenjacke und Rucksack langsam eingedrungen ist. HB_fire
dani Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 (bearbeitet) wie schon erwähnt, ist das hauptproblem des raincovers, dass er den bereich am rücken nicht wirklich schützt. da dringt immer irgendwie wasser ein. vorallem wenn es windet, hat der schirm keine chance mehr. benutzt man ein poncho/rain-cape ist der rucksack eh perfekt geschützt. da dient der liner nur noch dazu den inhalt vor eindringender bodennässe zu schützen, wenn man den rucksack mal wo abstellt oder aber, wie oben auch schon geschrieben, wenn der rucksack mal ins wasser fallen sollte. ein weiterer vorteil des liners, damit kann man feuchte/nasse sachen im rucksack (ausserhalb des liners) verstauen ohne, dass der rest nass wird. Bearbeitet 24. Februar 2016 von dani bieber1 reagierte darauf 1 ... und tschüss.
Ben Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 Nach längerem herumprobieren, werde ich heuer für kurze Touren erstmals ein Ponchotarp testen. Dies wird aber sicherheitshalber trotzdem mit einem rucksack liner kombiniert da meineAusrüstung bereits so minimalistisch ist das ich mir kein nass werden der Ausrüstung insbesondere Daunenschlafsack leisten kann. Der gesamte Rucksack Regenschutz wiegt 21 Gramm: dabei handelt es sich um einen in der Länge sehr großzügigen Polycryo Packliner: im Sinne des multi-use wird dieser in der Nacht als Schutz für die Beinisolation verwendet, das heißt alles übrige an Ausrüstung und Kleidung kommt in den Rucksack und dieser zum Schutz vor Schmutzund Bodennässe in den Pack Liner und dann unter die Beine. weitere Vorteile der Poncho Kombination sind der Rucksack bleibt trocken die Seitentaschen bleiben trotz Regenschutz im Trockenen zugänglich der Regenschutz kann ohne absetzen des Rucksacks an und ausgezogen werden sehr gut regulierbare Ventilation bei Poncho im Gegensatz zu einer Jacke die Nachteile welche ich dadurch in Kauf nehmen sind die eines kleinen Poncho Tarps als Shelter was Wetterschutz und comfort anbelangt daher bleibt diese Kombination vorerst noch bestimmten Touren vorbehalten. Lg, ben bieber1 reagierte darauf 1
dani Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 (bearbeitet) vor 46 Minuten schrieb Ben: das heißt alles übrige an Ausrüstung und Kleidung kommt in den Rucksack und dieser zum Schutz vor Schmutzund Bodennässe in den Pack Liner und dann unter die Beine. hat aber den nachteil, dass schmutz und feuchtigkeit die sich tagsüber aussen am rucksack sammeln, den liner von innen verdrecken, wenn du den rucksack da rein steckst. denn wenn du am nächsten morgen die kleidung und den schlafsack wieder in den liner steckst, werden sie auch schmutzig/feucht. ansonsten mach ich das wie du, nur dass ich den liner, mit den kleidern drin, auch nachts im rucksack lasse. Bearbeitet 24. Februar 2016 von dani bieber1 reagierte darauf 1 ... und tschüss.
Wallfahrer Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 Hallo @Ben Ponchotarp ist eine Tolle sache wenn es nicht regnet, oder hast Du eine gute Idee das Tarp bei starkem Regen aufzubauen....?? Ich benutze das Gatewoodcape und habe noch einen billigen Folienponcho mit... Wallfahrer nats reagierte darauf 1 "Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen..." "Ein Leben ohne Facebook ist möglich und auch sinnvoll"
JoSt Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 vor 2 Stunden schrieb Wallfahrer: Ponchotarp ist eine Tolle sache wenn es nicht regnet, oder hast Du eine gute Idee das Tarp bei starkem Regen aufzubauen....?? OT: @Wallfahrer Geht es darum, eine trockene Behausung aufzubauen, oder beim aufbauen trocken zu bleiben? Tatsächlich hatte ich mit dem Wetter bisher immer Glück wenn ich mit meinem Golite Poncho unterwegs war. Ich Frage mich aber jedes mal ob die ca 2,65 auf 1,45 m auch bei Regen reichen?
Freierfall Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 Zitat Ich Frage mich aber jedes mal ob die ca 2,65 auf 1,45 m auch bei Regen reichen? Das hängt von der Körpergröße und der gewählten Stelle ab. Gegen einen großen Baum / Felsen als schrägen A-Frame aufgestellt geht das schon. Oder wenn man max 165 oder so groß ist. Die Breite reicht, wenn auch ungemütlich.
dani Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 (bearbeitet) OT: das reicht auch bei 195cm. gibt einfach eine sehr niedrige dackelgarage. aber den regen hälts ab. tagelang darunter verbringen wäre aber auch nicht mein ding. während man beim aufbau im regen wohl nicht umhin kommt, ein wenig nass zu werden. bleibt beim abbau dafür alles trocken, denn man hat den regenschutz ja schon an. Bearbeitet 24. Februar 2016 von dani bieber1 reagierte darauf 1 ... und tschüss.
bieber1 Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 Habe manchmal einen dünnen 120 Liter Sack ca.20 gram dabei. Ist im Lager praktisch, um den Qillt / trocken "Loften " zu lassen. Oder Eqipment umzusortieren. Mit Poncho-tarp bei Regen ,hab ich kein Problem, nur mit Wind sollte mann eine geschützte Stelle nutzen. Du weißt nie was Du kannst, bevor du es versuchst.
Ben Geschrieben 24. Februar 2016 Geschrieben 24. Februar 2016 vor 6 Stunden schrieb Wallfahrer: Hallo @Ben Ponchotarp ist eine Tolle sache wenn es nicht regnet, oder hast Du eine gute Idee das Tarp bei starkem Regen aufzubauen....?? Ich benutze das Gatewoodcape und habe noch einen billigen Folienponcho mit... Wallfahrer Hi, da ich die situation noch nicht hatte, ist das rein hypothetisch, aber wenn das windshirt für die 10 minuten nicht reicht könnte man immer noch das Polycryo Groundsheet als Umhang tragen - ich denke aber nicht dass solche Situationen häufig vorkommen sollten. lg, Ben
Trekkerling Geschrieben 25. Februar 2016 Geschrieben 25. Februar 2016 Ich finde das Argument mit dem starken Regen auch immer sehr theoretisch. Bin auch schon mal vor dem Bezug der Unterkunft aus schierer Blödheit komplett nass geworden (der Regenhut hat in die nicht aufgesetzte Kapuze der Regenjacke entwässert, welche wiederum schwallweise den Rücken runter entwässert hat- bis ich das gemerkt habe, war ich bis auf die Unterhose nass). Dann einfach rein in die Schlafklamotten und den Schlafsack, am nächsten Morgen das nasse Zeugs anziehen und loslaufen, den Rest macht die Körperwärme. Die Angst vor nassen Klamotten ist ein typischer Fall von 'Schere im Kopf'. Ben und Freierfall reagierten darauf 2
Gast Geschrieben 25. Februar 2016 Geschrieben 25. Februar 2016 vor 6 Minuten schrieb Trekkerling: Dann einfach rein in die Schlafklamotten und den Schlafsack, am nächsten Morgen das nasse Zeugs anziehen und loslaufen, den Rest macht die Körperwärme. Das sehe ich genau so ! Ich denke mal es ist, wenn es um Regen und Nässe geht vor allem wichtig (und das vor allem für Outdoor-Ersttäter) die "Angst" vor dem "bösen, auskühlenden, unkomfortablen" Regen zu verlieren. Klar, regnet es auch mal, jedoch sind die "nassen Tage" in aller Regel deutlich weniger als die (fast) trockenen Tage. Ich bin ja jetzt schon "ein paar" Jahrzehnte draussen unterwegs und es gab in dieser Zeit nur eine Tour in Südnorwegen, wo gefühlt von 3 Monaten ganze 2 Monate Wolkenbruch herrschte, also EIN MAL ... und das ist halt Natur. Wie Trekkerling schon sagte ... rigoros NACHTS die trockenen Klamotten aus dem Rucksack und TAGS morgens die nassen wieder anziehen ... so ist es jeden Tag für ganze 2 Minuten ungemütlich, ab der 3. Morgenminute ist es schon wieder warm. Es ist wie mit den nassen Schuhen: wenn man in Skandinavien oft durch Bäche durch muss (ohne Brückchen!) sieht man die Ersttäter verzweifelt von Stein zu Stein hüpfen, egal wie klein die auch sein mögen und wie weit sie auch immer voneinander weg sind ... es ist doch eh klar, dass die Füsse nass werden (früher ohne Goretex sowiso) ... also lieber gleich den Profi raushängen lassen: einfach vergnügt durchs Wasser latschen, ist doch nur Wasser.
nats Geschrieben 25. Februar 2016 Geschrieben 25. Februar 2016 vor 17 Minuten schrieb Trekkerling: Die Angst vor nassen Klamotten ist ein typischer Fall von 'Schere im Kopf'. Oder von "stupid light": wenn man nämlich nichts Trockenes mehr hat für die Nacht... Take what you need and leave the rest. wissenschaft-schreiben.de
Trekkerling Geschrieben 25. Februar 2016 Geschrieben 25. Februar 2016 vor 1 Minute schrieb nats: Oder von "stupid light": wenn man nämlich nichts Trockenes mehr hat für die Nacht... Stimmt. Trockene Schlafklamotten oder etwas zum Abtrocknen sind meiner Meinung nach aber eh essentiell. Wer das nicht dabei hat, sollte noch mehr aufpassen, nicht nass zu werden. Da fände ich Ponchotarp auch nicht empfehlenswert. Da ich aber immer mit meiner eigenen Blödheit rechne, habe ich immer ein Schlafsetup dabei. Oft ein Fall von 'Schere im Kopf', hat mir aber eben das ein oder andere Mal einen geruhsamen Schlaf beschert.
khyal Geschrieben 22. März 2016 Geschrieben 22. März 2016 Am 24.2.2016 at 02:38 schrieb HAL23562: Weder noch.! Klamotten, technisches Zeugs und Quilt/Schlafsack stecken bei mir sowieso Sea-to-Summit Nanos und dem Exped-Snozzlebag und meine MYOG-Packs sind standarmäßig regendicht gearbeitet. Mir ging das Gefummel mit Müllsack/Liner einfach auf die Nerven und meine Cover schützten nicht sonderlich optimal. Zudem waren sie im Handling auch nicht sonderlich praktisch, wenn ich an die Außentaschen oder das Pack selbst wollte - vom Gewicht mal abgesehen. So aehnlich sehe ich das auch, der meiste Inhalt muss eh nicht geschuetzt werden bzw ist wasserdicht. Das Wenige was uebrig bleibt, wie Schlafsack, Klamotten, Elektronik usw ist in STS Si-Nylon-Beuteln (mit den Nanos habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht...) Terranonna.de
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