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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben

Hallo zusammen, 

dieses Forum hat mich vor 2 Jahren so dermaßen von Trailrunningschuhen überzeugt, dass ich die inzwischen eigentlich fast immer trage. Auch mein Sohn hat welche und zieht diese auch sehr gerne an.  Wanderstiefel gibt es in diesem unserem Haushalt gar nicht mehr.... 

Jetzt ist es so, dass mein 16 jähriger Sohn im Sommer bei einer geführten Mehrtageswanderung zusammen mit anderen Jugendlichen mitmachen wird. Diese geht größtenteils über den Westweg. Heute kam die Packliste und da stand dann das beim Thema Schuhe: "Wanderstiefel, die die Knöchel bedecken vgl. Meindl Klasse AB, Hanwag Kategorie B, Lowa Index 3".

Hmpf und nu?  Soll ich mich mit dem Veranstalter anlegen, der vermutlich davon überzeugt ist, mit den "ordentlichen Wanderstiefeln" den Kids Gutes zu tun? Oder gibt es vielleicht  gescheite halbhohe Trailrunningschuhe,?

Habt ihr eine Idee? 

 

 

Geschrieben

Hi Tini,

ich halte Wanderstiefel auf dem Westweg nicht für notwendig. Wir haben das komplett mit Trailrunnern gemacht: La Sportiva Ultra Raptor. BTW: Die gibt es m.W. inzwischen auch mit hohem Schaft ...

LG Stefan / bitblaster.de

HappyHiker.de - Wandertouren • Ausrüstung • Tipps

Geschrieben

Hi,

ich würde den Veranstalter einfach mal Fragen, ob das mit Trailrunnern geht. Es gibt ja durchaus Gründe, keine Wanderstiefel zu tragen. Ich zumindest habe mir in meinen Stiefeln öfters mal ne Blase gelaufen und hatte nach mehreren Tagen immer Schmerzen am Fuß. Mit Trailrunnern waren die Probleme dann weg. Hat dein Sohn vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich denke die eingelaufenen Trailrunner sind für das Mittelgebirge, was Fußprobleme angeht, sehr viel unproblematischer als neue Wanderstiefel. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb bitblaster:

ich halte Wanderstiefel auf dem Westweg nicht für notwendig

+1

Zu deiner Frage nach halbhohen Trailrunningschuhen - es gibt z.B. auch die Altra Lone Peak in einer halbhohen Version, die heißen dann "All Weather Mid" oder so ähnlich ...

Geschrieben

Ich sehe das genauso, dass Wanderstiefel nicht notwendig sind und er mit den Trailrunnern besser bedient wäre. Es ging mir bei meiner Fragestellung eher um den Umgang mit der Situation. Nicht dass die olle Mutter wieder peinliche Fragen beim Veranstalter stellt und es wäre gar nicht nötig gewesen. :eek: 

Danke an fool und bitblaster für die Kauftipps, wir werden uns die Schuhe mal ansehen. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 14 Stunden schrieb Tini:

Es ging mir bei meiner Fragestellung eher um den Umgang mit der Situation. Nicht dass die olle Mutter wieder peinliche Fragen beim Veranstalter stellt und es wäre gar nicht nötig gewesen.

Da ist m.E. eine Ferndiagnose schwierig. Knöchelhohe Schuhe sind nun mal "Standard" in Ausrüstungslisten diverser Schulen und Alpinvereine. Worst case für die Organisatoren sind ja oft unerfahrene "Stadtkinder", die mit Stöckelschuhen, Espandrillos und ohne Regenschutz antanzen. Da ist ein knöchenhoher Hanwag & Co schon anzuraten, wenn die das erste mal unebenes Gelände betreten. Deren Muskeln und Bänder sind nicht darauf vorbereitet.

Vielleicht magst Du das 1) mit deinem Kind absprechen, welche Schuhe es tragen möchte und ob es eine Intervention deinerseits wünscht. 2) Einschätzen wie die Organsatoren darauf reagieren. Von "die Haftung ist das Problem" über  "schon wieder so eine besserwisserische Mutter" bis "ui  Profis, die sind perfekt gerüstet" ist ja alles drinnen.

just my2cents

Bearbeitet von ma-al-k
  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Als Komprimiss gibt es Speed Hiking Schuhe mit höherem Schnitt, aber noch nah an den Trailrunnern dran:

FH500 (mein Schuh für milden Winter/Übergang)

Der Speed Hiking Schuh FH900 hat optisch eine noch höhere „Gamasche“, ist sogar etwas leichter. Damit wäre „knöchelhoch“ formal erfüllt. Selber kenne ich den FH900 nicht.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
Am 4.5.2022 um 18:15 schrieb Gibbon:

Hi,

ich würde den Veranstalter einfach mal Fragen, ob das mit Trailrunnern geht.

Mir wurde in einem Hotel mit geführten Wanderungen Folgendes erklärt:

Versicherungsbedingungen.

Da ist jemand mit Halbschuhen gewandert, erfahrene Teilnehmerin, ist gestürzt. Versicherung hat 2/3 der Kosten vom Hotel zurückgefordert. Die Teilnehmerin hat versucht, die Versicherung umzustimmen, gelang nicht. Seither nehmen sie nur noch Leute mit knöchelhohen Schuhen mit, auch wenn man mit Halbschuhen oder Trailrunnern sicher ist.

Das ist halt was anderes, wenn du selbstorganisiert wanderst.

Wahrscheinlich hast du inzwischen schon nachgefragt.

Ich bin auf einer Wanderreise mal ab dem 3. Tag mit halbhohen Hoka-Speedgoats gewandert, weil ich mit den AB-Stiefeln und den aus dem Weg herausragenden faustgroßen Steinen schlecht klarkam. Auf einer anderen geführten Wanderung bin ich einen Tag (leichteste Etappe) in Halbschuhen gelaufen wegen massiver Blasen in den teuren Hanwag-"SUVs". Wurde auch toleriert, habe aber beide Male vorher gefragt.

Geschrieben

Wir haben nach dem Vortreffen aufgegeben, den Veranstalter überzeugen zu wollen. Zitat: "gescheite Wanderstiefel sind das Wichtigste"  etwas später ging es dann um die ähnlich wichtigen Blasenpflaster :roll: ....

Na ja, wir sind jetzt momentan auf der Suche nach halbhohen Schuhen, mit denen er gut klar kommt. Danke für all die guten Tipps! Ihr seid super :wub:

Geschrieben (bearbeitet)

Wenn ein Veranstalter etwas vorschreibt, dann ist die Suche nach Alternativen sinnlos, aber Wanderschuhe Kat AB sind nicht wirklich stabiler als gute Trailrunner, und beim Punkt Sohle und Haftung auf Wegen im Flachland sind Wanderschuhe im Nachteil.

Für sowas hab ich den La Sportiva Uragano. Der haftet gut, ist bequem und auch ohne Einlegesohle gut gedämpft. 

Für die Alpen nutze ich ihn aber nicht. Zu wenig Seitenhalt, die Knöchel sind nur ungenügend geschützt, die Sohle nutzt sich viel zu schnell ab und die Sohle ist viel zu weich, um damit z.B. auf Leisten und Kanten antreten zu können.

Bearbeitet von Jever

If there's anything more important than my ego around, I want it caught and shot now.

  • 4 Wochen später...

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