Carsten Geschrieben 31. Mai 2015 Geschrieben 31. Mai 2015 Eine Frage an die Experten im Forum. Wann startet man am besten southbound auf die beiden Trails?LG Carsten LG Carsten
Carsten Geschrieben 31. Mai 2015 Autor Geschrieben 31. Mai 2015 Ich rechne mit 4,5 bis maximal 5 Monaten. LG Carsten
bansaim Geschrieben 31. Mai 2015 Geschrieben 31. Mai 2015 Google sagtPCT: 15. Juni oder später (http://planyourhike.com/planning/southbound.php) AT: genauso, (http://www.appalachiantrail.org/hiking/thru-section-hiking/when-where-to-start) Für Sobo musst du aber fitter sein. Ist meines Erachtens auch riskanter, weil nur wenige mit dir laufen.Gruß Carsten reagierte darauf 1
heilaender Geschrieben 31. Mai 2015 Geschrieben 31. Mai 2015 Francis Tapon hat das ganz gut zusammengefasst in diesem Post (zumindest für den PCT), allerdings kann man ähnliche Argumente auch für den AT anführen. Für beide gilt wohl ein ungefähres Startdatum von frühestens Mitte Juni, eher Ende Juni. Ansonsten sind die Schneebedingungen in Washington noch zu abwegig. Viel später sollte man allerdings auch nicht starten, sonst kriegt man hinten raus in der Wüste (natürlich nur PCT ) Probleme mit der Wasserversorgung, wenn man sich wirklich gar nicht mehr auf Caches verlassen kann und grundsätzlich der Wasserspiegel sehr niedrig ist. Wie schon oben geschrieben, grundsätzlich sollte man für beide Trails schon ausreichend fit zu Anfang sein, wenn man SOBO geht, einerseits wegen des etwas kleineren Fensters, aber vor allem wegen des Terrains, das auf beiden Trails im Norden nochmal richtig knackig wird, bzw. am Anfang direkt Einiges abverlangt. Carsten reagierte darauf 1 P.S.: Hab da auch son Twitter-Gedöns
Carsten Geschrieben 31. Mai 2015 Autor Geschrieben 31. Mai 2015 Danke für die schnelle Antwort. Ist für mich zeitlich besser zu organisieren wegen der Arbeit.LG Carsten LG Carsten
heilaender Geschrieben 31. Mai 2015 Geschrieben 31. Mai 2015 OT: Nur so als Anmerkung: Wäre vllt. ganz interessant für mehr Leute hier, wenn du ein bisschen ausführlicher über deine Pläne berichtest. AT oder PCT? Warum überhaupt? Warum SOBO? Wann? (Nächstes Jahr, darauf das Jahr, etc.)Denn so hättest du deine Frage auch einfach im "Kurze Frage-kurze Antwort-Thread stellen können... P.S.: Hab da auch son Twitter-Gedöns
Carsten Geschrieben 31. Mai 2015 Autor Geschrieben 31. Mai 2015 Ich bin mit der Planung noch am Anfang. Von der Jahreszeit passt es für mich SOBO besser, weil ich jedes Jahr bis Mitte/Ende Juni arbeiten muss. Laufen möchte ich beide Trails, in welcher Reihenfolge weiß ich im Moment noch nicht. Aber ich habe noch genug Zeit für eine Entscheidung. Ich peile 2018 für den ersten Trail an. LG Carsten
Matthias Geschrieben 31. Mai 2015 Geschrieben 31. Mai 2015 Ich würde wohl einen PCT SOBO im Mitte Julie starten, fix ist das du für den Trail in WA gleich mal fit sein musst weil es ständig rauf und runter geht. Würde so Planen das ich Anfang/Mitte September in den Sierras bin, die letzten 700mi in SoCal kannst du locker bis November laufen. Einen AT SOBO würde ich sogar noch später ansetzen, mit dem Ziel bei 90-100 Tage zu bleiben. http://www.happytrails.at -Carry less, enjoy more!-
German Tourist Geschrieben 31. Mai 2015 Geschrieben 31. Mai 2015 Ich bin sowohl den AT als auch den PCT gelaufen, den AT sogar SOBO. Wenn das Dein erster amerikanischer Langstreckentrail ist, dann würde ich Dir vom PCT SOBO abraten. Je nach Wetterlage kannst Du dann in der Sierra hängenbleiben - und da auf dem PCT kaum jemand SOBO geht, würdest Du dann ziemlich alleine in der Klemme stecken. Hier wäre mir das Risiko zu groß. Der AT SOBO ist da viel einfacher. Obwohl nur ca. 10 % der AT thruhiker SOBO laufen, sind das dann immer noch genug und das südliche Ende des AT ist relativ einfach. Ich bin Mitte Juni auf dem AT gestartet und würde das auch anderen empfehlen. Bei diesem Startdatum kann es dann zwar am Ende schon etwas kalt werden, aber das ganze ist noch mit einer normalen thruhiker-Ausrüstung machbar. Der AT ist ein social trail. Wenn Du diesen Aspekt mitnehmen möchtest, dann würde ich die üblichen 5 Monate für den AT einplanen. Beim AT SOBO ist Du die technisch schwierigsten Stellen gleich am Anfang, was sich ziemlich auf die Motiviation schlagen kann. Hier mein Bericht über den AT thruhike SOBO. Ich bin den südlichen Teil des AT auch noch mal im Winter gelaufen. Das ist zwar relativ unproblematisch machbar, allerdings brauchst Du dann schon eher eine Winterausrüstung. Ich würde daher einen SOBO thruhike nicht allzu spät, d.h. nicht nach Anfang Juli starten. Hier der entsprechende Bericht. Freierfall und Carsten reagierten darauf 2 https://facebook.com/ChristineThuermer
micha90 Geschrieben 31. Mai 2015 Geschrieben 31. Mai 2015 Von allem was ich von PCT-SoBos gehört habe, würde ich dir auch stark davon abraten, diesen als deinen ersten Thru-hike zu machen. (Die die mir entgegenkamen hatten ganz schöne Horrorstories zu erzählen.. Viele hatten nach den ersten 30 Meilen an der ersten Straße abgebrochen und sind in den Süden gereist um es doch wenigstens NoBo machen zu können) Der AT ist SoBo wohl nicht wirklich schwieriger als NoBo, aber nicht ganz so überlaufen (bis auf die paar Tage/Wochen in denen einem die "Horde" entgegenkommt). Man kann gegen Ende sogar wesentlich entspannter laufen, da man sich nicht darum sorgen muss, dass Springer Mountain geschlossen ist, bis man dort ankommt (ganz im Gegensatz zu Mt Kathadin, der bei starkem Schneefall von den Rangern geschlossen wird) schöne GrüßeMicha 14212km
mafioso Geschrieben 1. Juni 2015 Geschrieben 1. Juni 2015 Für den AT gibt es ansonsten noch die Möglichkeit eines Flipflops (Harpers Ferry nach Norden und dann Harpers Ferry nach Süden). Und auch noch unzählige andere Möglichkeiten je nach Belieben. Nähere Infos und empfohlene Startdaten kannst du hier finden.
milkmonsta Geschrieben 2. Juni 2015 Geschrieben 2. Juni 2015 Wie schon oben geschrieben, grundsätzlich sollte man für beide Trails schon ausreichend fit zu Anfang sein, wenn man SOBO geht, einerseits wegen des etwas kleineren Fensters, aber vor allem wegen des Terrains, das auf beiden Trails im Norden nochmal richtig knackig wird, bzw. am Anfang direkt Einiges abverlangt. Ich sehe das etwas anders bezüglich des AT (PCT kann ich nicht kommentieren). Dass der AT im Norden "richtig knackig" ist, kann ich so nicht bestätigen. Natürlich ist Mt. Kathadin "aus der Kalten heraus" eine Herausforderung, aber auf jeden Fall schaffbar. Man kann sein Gepäck ja auch im Tal lassen. Danach wird es aber erst mal für mindestens 100 km recht eben und entspannt. Die 100 Mile Wilderness ist einfacher, als viele denken (und auch sehr schön!). "Richtig knackig" wird es erst kurz vor den White Mountains, aber da liegen schon mehr als 200 Meilen hinter einem und man sollte da bereits ein bisschen "Wanderbeine" aufgebaut haben. Starten würde ich einen SoBo-Thru-Hike auf dem AT auch Mitte-Ende Juni. Vielleicht sogar etwas eher, wenn das Wetter absehbar gut ist und es kein schneereiches Jahr war. Ich habe 2014 Leute getroffen, die auch Mitte Mai losgelaufen sind und weder erfroren sind, noch sonstige Härten über sich haben ergehen lassen müssen. Ich bin den AT allerdings NoBo gelaufen, so dass meine Aussagen zu einem SoBo-Thru-Hike mit etwas Vorsicht zu genießen sind. Sinnvoller ist es sicher, sich hier an German Tourist zu halten. Außerdem empfindet auch jeder anders. Ich fand zum Beispiel den Norden des AT nicht "technisch schwieriger" als andere Stellen (mit Ausnahme der White Mountains und dem Abschnitt zwischen Gorham und Andover). Letztlich entscheidet weder der Startzeitpunkt noch Deine Ausrüstung, ob Du es schaffst, sondern Dein Kopf. http://www.frischluftgeschichten.de
Carsten Geschrieben 2. Juni 2015 Autor Geschrieben 2. Juni 2015 Vielen Dank für eure Antworten. Ich werde heute Abend ausführlicher darauf eingehen. Muß vorher noch ein bißchen arbeiten.LG Carsten LG Carsten
Jo Geschrieben 9. Juni 2015 Geschrieben 9. Juni 2015 hm ist wohl leider bisher nichts draus geworden. Ich denke auch das der AT und PCT hier getrennt betrachtet werden sollten, sind einfach unterschiedlich. Danke, das bringt mich auf die Idee, den PCT auch SoBo zu gehen. Hatte den PCT schon lange vor und auch schon mini Abschnitte davon gelaufen. Ein großer Nachteil wäre für mich wohl das fehlende Socializing SoBo passt allerdings ansonsten sehr gut. PCT-SoBo: Von was für 'Risiken' sprechen wir hier eigentlich? So eine Art von Wird-Verdammt-Ungemütlich-und-kalt-bringt-dich-an-die-Grenzen (Wär nicht das erste mal), oder Lawinen-Eis-Einsturz-Tod-Blizzard-bei-Minus-40-Grad-Risiko (auch nicht das erste mal aber nie freiwillig)?
micha90 Geschrieben 10. Juni 2015 Geschrieben 10. Juni 2015 Ich bin den PCT selbst "nur" NoBo gelaufen, habe aber entsprechend die SoBos natürlich getroffen. Vergangenes Jahr war der Schnee so übel, dass die Leute für die erste Tages Etappe fast 5 Tage gebraucht haben und an der erst besten Straße abbrechen und raus trampen mussten.Unterwegs hatte ich noch BlackHawkDown getroffen, der mit seinem Grüppchen einen verschneiten und vereisten Berghang entlang gelaufen ist, als er abrutschte und wohl um die 100m den Hang runter gerutscht ist, wo er sich mehrere Rippen brach und dort mit dem Rucksack fest hing, bis seine Freunde absteigen und ihn befreien konnten. Da wegen des vielen Schnees kein Heli landen konnte, musste er in dem Zustand noch ~5 Meilen (8km) weiterlaufen bis er von der Bergwacht mit dem Heli aufgesammelt werden konnte. Die meisten SoBos berichteten von brutalen Mosquitoschwärmen, die scheinbar direkt aus dem Schmelzwasser zu schlüpfen schienen (und nein, Mosquitos sind nicht so harmlos wie man meinen könnte, die können einen SEHR schnell in den Wahnsinn treiben!). Also zumindest auf dem PCT ist es je nach Schneelage doch sehr gefährlich SoBo zu gehen. Navigation im Schnee ist absolute Grundvorraussetzung, da man keine Wege sieht und auch keinen Fußspuren folgen kann, wie wenn man NoBo geht. Das ganze alleine zu machen ist schon fast ein Himmelfahrtskommando.. Falls du das tatsächlich vor hast, such dir einige zuverlässige und erfahrene Leute, die mit kommen! schöne grüßeMicha 14212km
Carsten010 Geschrieben 10. Juni 2015 Geschrieben 10. Juni 2015 Hallo zusammen, beim PCT kommt es was die Schwierigkeit angeht generell darauf an was fürein Schneejahr es war. Da Trauma und Pepper ja gezeigt haben, dass auch ein Winter-PCT möglich ist,bleibt als Zünglein an der Wagge das eigene Können. Und da sollte man sich dann generell auch Gedanken machen. Wenn man ein bisschen mehr Budget einplant, dann ist ja auch ein Flip-Flop neganz brauchbare Lösung. CU Carsten010 micha90 reagierte darauf 1
micha90 Geschrieben 10. Juni 2015 Geschrieben 10. Juni 2015 beim PCT kommt es was die Schwierigkeit angeht generell darauf an was fürein Schneejahr es war. 2014 war definitiv ein Low-Snow-Year, nicht ohne Grund konnten wir bereits Ende Mai in die Sierras starten! (wobei ich nicht weiß, ob das Low-Snow nur in den Sierras war, oder ob die North Cascades trotzdem mehr als üblich hatten) 14212km
Haeppchen1981 Geschrieben 22. Juli 2015 Geschrieben 22. Juli 2015 Wie schwer ist die Navigation durch den PCT...welche Grundvorkenntnisse sind zu empfehlen
micha90 Geschrieben 22. Juli 2015 Geschrieben 22. Juli 2015 Wie schwer ist die Navigation durch den PCT...welche Grundvorkenntnisse sind zu empfehlen SoBo ist es ziemlich brutal, GPS und gute Navigationskenntnisse sind absolute Vorraussetzung. Nobo dagegen völlig stressfrei - wie gesagt reichen hier die normalen HalfMile Karten aus. Evtl noch ein kleine simpler Kompass, wenn man sich nicht ohne traut! 14212km
Haeppchen1981 Geschrieben 22. Juli 2015 Geschrieben 22. Juli 2015 Wie schwer ist die Navigation durch den PCT...welche Grundvorkenntnisse sind zu empfehlen
milkmonsta Geschrieben 23. Juli 2015 Geschrieben 23. Juli 2015 SoBo ist es ziemlich brutal, GPS und gute Navigationskenntnisse sind absolute Vorraussetzung. Nobo dagegen völlig stressfrei - wie gesagt reichen hier die normalen HalfMile Karten aus. Evtl noch ein kleine simpler Kompass, wenn man sich nicht ohne traut! @Micha: Kannst Du das bitte noch etwas begründen? Für denselben Wanderweg für die eine Richtung die Einschätzung "ziemlich brutal" und für die andere "völlig stressfrei" anzugeben - da liegen ja Welten dazwischen! Worauf fusst denn Deine Aussage? Und was ist eine HalfMile Karte? http://www.frischluftgeschichten.de
hbfire Geschrieben 24. Juli 2015 Geschrieben 24. Juli 2015 Damit sind die TopoKarten des kompletten PCT von Halfmile gemeint. Diese stehen als Download im Format PDF zur Verfügung. http://www.pctmap.net GrußHolger HB_fire
micha90 Geschrieben 24. Juli 2015 Geschrieben 24. Juli 2015 @Micha: Kannst Du das bitte noch etwas begründen? Für denselben Wanderweg für die eine Richtung die Einschätzung "ziemlich brutal" und für die andere "völlig stressfrei" anzugeben - da liegen ja Welten dazwischen! Worauf fusst denn Deine Aussage? Und was ist eine HalfMile Karte? Sorry, klar. Der Grund liegt schlicht an den Wetterverhältnissen. Geht man NoBo startet man im Frühjar in der Wüste, so dass die paar Quellen noch Wasser führen und das Wetter dort noch mäßig ist. In den Sierras liegt unter Umständen noch etwas Schnee, aber das ist nicht weiter wild, denn dafür sind die North Cascades bis man dort ankommt Schneefrei (es sei denn man trödelt solange bis der Schnee des neuen Jahres wieder fällt). Beim SoBo sieht die Sache anders aus: Man ist gezwungen die North Cascades in der Regel noch mehr oder minder komplett im Schnee zu machen. Das bedeutet man sieht wahrscheinlich kaum oder garkeinen Weg, muss sich also auf andere Navigation verlassen (GPS) und sollte definitiv mit Schneetouren kein Problem haben und wissen was man tut. durch die Sierras ist es zwar dann ein bisschen leichter durchzukommen, da dort dann kein Schnee mehr liegt, allerdings muss man dich danach dann durch 1000km Wüste arbeiten, in der nahezu alle Quellen versiegt sind und es auch nicht mehr möglich ist sich auch Wasser Caches zu verlassen, da man aus der Hauptsaison schon längst raus ist. Bedeutet man schleppt etliche Kilos mehr mit sich herum. Natürlich hängt das alles von der Wettterlage und der Schneemenge ab, was jedes Jahr verschieden ist, aber im groben sind die Probleme immer die selben. HalfMile ist ein (inzwischen) ThruHiker, der hobbymäßig den gesamten PCT kartografiert hat, in dem er GPS Tranks gesammelt hat. Seine Karten bekommt man gratis und muss lediglich den Druck derer bezhahlen, siehe hbfires link. schöne GrüßeMicha 14212km
milkmonsta Geschrieben 24. Juli 2015 Geschrieben 24. Juli 2015 Danke, so was in der Art habe ich mir schon gedacht. Und danke auch für die Halfmile-Aufklärung. http://www.frischluftgeschichten.de
Carsten Geschrieben 12. August 2015 Autor Geschrieben 12. August 2015 Vielen Dank für eure Antworten. Ich werde heute Abend ausführlicher darauf eingehen. Muß vorher noch ein bißchen arbeiten.LG CarstenSorry, dass es mit meiner Antwort erheblich länger gedauert hat. Habe im Moment einfach zu viel zu tun. Mit meinen Planungen bin ich aber schon etwas vorangekommen. Ich werde, wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, mir ab Juli 2018 eine Auszeit von 1,5 Jahren gönnen. LG Carsten
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