Magic Geschrieben 26. Januar 2015 Autor Geschrieben 26. Januar 2015 Ich habe mir einen Kreidestift im Baumarkt gekauft. Funktioniert auf Silnylon ziemlich gut - mal sehen wie es auf Chikara hält. Noch ein paar Fragen zur Kappnaht. Bis jetzt habe ich meine Tarps so genäht, dass der "Wulst" der Kappnaht nach Innen zeigt. Abgedichtet habe ich die Außenseite (laut Anleitung von Ray Jardine). Ich habe jedoch festgellt, dass wenn ordentlich seitlicher Zug an der Kappnaht anliegt, also entgegen der Naht, sich die erste Naht etwas dehnt und dies für die Dichtigkeit ja nicht von Vorteil ist. Würde es nicht mehr Sinn machen den ""Wulst" Kappnaht nach Außen zu machen oder spricht da was dagegen ? Wo dichte ich die Naht dann ab ? Außen oder Innen ? Grüße,Magic
Andreas K. Geschrieben 26. Januar 2015 Geschrieben 26. Januar 2015 Das macht keinen Unterschied. Manchmal mache ich den Wulst nach Außen, mal nach innen, je nachdem wie es ästhetischer aussieht. “Wer ans Ziel kommen will, kann mit der Postkutsche fahren, aber wer richtig reisen will, soll zu Fuß gehen." (Jean-Jacques Rousseau) Waldschneider auf Flickr
Gast Geschrieben 26. Januar 2015 Geschrieben 26. Januar 2015 Also so wie auf der Skizze von magic mache ich die Kappnaht nicht, ne "richtige" Kappnaht habe ich auch anders gelernt. Eben nicht mit dem "Umknicken über die Naht", sondern die beiden Stoffteile werden so zusammengefügt, dass gar kein Wulst entsteht, da beide Seiten gleichwertig sind.Das ist natürlich mehr Gefuzzel, bei Silnylon klappt das nur mit Büroklammern und/oder Klebefixierungen. Mit Chikara ist es leicht, da dieses umgeknickt fast exakt in der geknickten Position verbleibt und die beiden Seiten quasi fast von selbst "zusammengesteckt" liegen bleiben.
Magic Geschrieben 27. Januar 2015 Autor Geschrieben 27. Januar 2015 Also so wie auf der Skizze von magic mache ich die Kappnaht nicht, ne "richtige" Kappnaht habe ich auch anders gelernt. Eben nicht mit dem "Umknicken über die Naht", sondern die beiden Stoffteile werden so zusammengefügt, dass gar kein Wulst entsteht, da beide Seiten gleichwertig sind.Das ist natürlich mehr Gefuzzel, bei Silnylon klappt das nur mit Büroklammern und/oder Klebefixierungen. Mit Chikara ist es leicht, da dieses umgeknickt fast exakt in der geknickten Position verbleibt und die beiden Seiten quasi fast von selbst "zusammengesteckt" liegen bleiben.kappnaht.jpg"Deine" Kappnaht müsste ja noch stabiler sein als "meine", da immer 3 Lagen zusammen sind. Nimmst du dann auch gleich solche Doppelnadeln, damit du nur einmal nähen musst ? Hab' mal nach Anleitungen im Netz geschaut, aber immer nur "meine" Version gefunden. Hast du was dazu ? Für Silnylon stelle ich mir das zwar extrem schwierig vor - war heute schon mit der einfacheren Kappnaht mehrmals kurz davor alles hinzuschmeissen - aber vielleicht werde ich mit Chikara sie mal so ausprobieren. Grüße Magic,der immer wieder erstaunt ist wie toll die Nähte bei anderen aussehen (nur nicht bei bei ihm )
Gast Geschrieben 27. Januar 2015 Geschrieben 27. Januar 2015 Deine" Kappnaht müsste ja noch stabiler sein als "meine", da immer 3 Lagen zusammen sind. Nimmst du dann auch gleich solche Doppelnadeln, damit du nur einmal nähen musst ?Es sind immer 4 Lagen zusammen, so wie bei Dir die linke Naht. Deine rechte Naht geht jedoch nur durch 2 Lagen. Nach meiner Erfahrung ist dadurch die Zugfestigkeit quer zur Naht schlechter als wenn beide Nähte durch 4 Lagen gehen. Deine rechte Naht (auf der Skizze) wird bei querem Zug viel schneller aufgerissen.Keine Ahnung ob mir da die Nähprofis Recht geben, ich stütze mich nur auf eigene Näh- und Zug-Versuche und diese meine Erfahrungen kamen dabei rum.Meine Variante ist halt mit viel Geduld zusammen zu fuzzeln, eine Anleitung kann es da nicht wirklich geben, außer Stück für Stück mit Büroklammern, Prittstift, doppelseitigen Klebepunkten fixieren. Da die Nähte eh abgedichtet werden, sind ein paar wenige ganz dünne Stecknadeln auf der Nahtlinie auch nicht wirklich ein Problem. Als Stecknadeln eignen sich diese ganz kleinen, mit denen verpackte Hemden zusammengesteckt sind gut. So eine Version wie die Deine (und ähnliche Varianten) sind natürlich einfacher zu nähen. Ich meine aber, dass sich die 3fache Geduld im Endprodukt lohnt. Ich habe eine ganz einfache, mehr als 30 Jahre alte Nähmaschine von Mami, die kann nur geraden Stich und ZickZack. Es gibt keine austauschbaren Füßchen, Doppelnadeln oder so ... zumindest nicht das ichs wüßte. PS: leider kann ich nicht behaupten, dass meine Nähte immer alle perfekt gerade und parallel aussehen ... wen juckts ... es ist noch nie etwas ausgerissen. PPS: was würde ich mich freuen eine Maschine zu haben, die diesen speziellen Fuß aufsetzen kann (Kapper), die beide Stofflagen automatisch falten, führen und beide Nähte der doppelten Kappnaht gleichzeitig nähen (Bild ganz unten).
yoggoyo Geschrieben 28. Januar 2015 Geschrieben 28. Januar 2015 Ich glaube, dass fast alle hier die einfachere Methode der Kappnaht nähen. Irgendwo gab es eine Diskussion dazu, bei der raus kam, dass die einfache Kappnaht fast genauso stabil ist wie die echte doppelte Kappnaht. Falls das stimmt, spricht für die echte doppelte Kappnaht fast nur die bessere Optik.
wilbo Geschrieben 28. Januar 2015 Geschrieben 28. Januar 2015 ich nähe meine doppelkappnaht so:- 1 cm + 0,5 cm nahtzugabe aufzeichnen. - den 1 cm überlappend mit pritt aufkleben oder sonst wie fixieren. (bei ganz fiesen stoffen habe ich den überlapp sogar mal mit einem zickzackstich geheftet.) - ich lege die stoffbahn auf einen glatten untergrund und falte die kappnaht am anfang und am ende Z-förmig ein. eine ikea-bodenschutzmatte als unterlage ist hart genung, damit die dünnen nadeln beim fixieren der kappnaht gut unter dem stoff durchflutschen. - den anfang der kappnaht fixiere ich am teppich, ziehe den stoff stramm und stecke das ende ebenfalls am boden fest. jetzt schlägt sich die stoffkante schon von selbst ein. nun kann ich ikeamatte unter den stoff schieben und die naden setzen.- zum schluss nähe ich, je einmal von der vor- und rückseite, eine naht an der kante entlang.lg. -wilbert- C_! und mafioso reagierten darauf 2 - Signatur von mir gelöscht -
C_! Geschrieben 28. Januar 2015 Geschrieben 28. Januar 2015 Super Beitrag, Wilbert. Auch wenn du nicht mir geantwortet hast, gehst du auf ein paar Fragen ein, die ich erst noch für mein Tarp stellen wollte. Über Bilder würde ich mich natürlich auch freuen.
Nature-Base Geschrieben 28. Januar 2015 Geschrieben 28. Januar 2015 Das macht keinen Unterschied. Manchmal mache ich den Wulst nach Außen, mal nach innen, je nachdem wie es ästhetischer aussieht.Ob der Wulst oben oder unten ist macht wirklich keinen Unterschied, aber es macht einen gravierenden Unterschied ob man diese Kappnaht macht, wie du sie anscheint auch machst oder eben die richtige DoppelkappnahtIch habe auch Versuche gemacht und war erschrocken wie schlecht die Kappnaht bei Kunststoffmaterialien hält. Bei Baumwolle oder Baumwoll-MIschgeweben war es kein Problem. Gefühlt ist die Doppelkappnaht etwa 60% stabiler. Genaue Tests stehen bei mir aber noch aus.
Magic Geschrieben 25. Februar 2015 Autor Geschrieben 25. Februar 2015 So, mittlerweile ist es endlich fertig. Zumindest fast. Was noch fehlt sind eine "Stütze" für die Belüftungsöffnung, eine Schlaufe für die geöffnete Tür, zusätzliche Abspannpunkte und das abdichten mit Silnet. Hat jemand eine Ahnung ab welchen Temperaturen man das verarbeiten kann ? Annsonsten mit ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, vor allem da ich zwischenzeitlich so genervt von den vielen Kappnahten war, dass ich kurz davor war es in die Tonne zu kloppen.Zum Glück habe ich es zu Ende gebracht. Danke nochmal für die ganzen Tipps hier im Forum. Das hat mir sehr geholfen. Hier zwei Bilder: Grüße,Magic Andreas K., C_!, kra23 und 4 Weitere reagierten darauf 7
Magic Geschrieben 6. Mai 2015 Autor Geschrieben 6. Mai 2015 Nachdem sich mein Lavvu schon auf Malle bei einer sehr stürmischen Nacht bewährt hat, habe ich es gestern bei einem ca. 4er Wind an exponierter Stelle kurz aufgebaut. Böen waren so ca. 5-6 Beaufort. Leider hatte ich nicht viel Zeit und habe das Zelt nicht ganz perfekt aufgebaut. Es zeigte sich, dass die Heringe auf jeden Fall super verankert sein müssen, sonst werden sie einfach rausgezogen. Im Falle eines Einsatzes bei Sturm werde ich daher nur noch die MSR Groundhogs verwenden. Dünne Titan-Heringe sind dafür einfach zu schwach. Beim Nähen, dachte ich, dass ich es mit den Abspannungspunkten übertreibe. Nach den Sturmböen gestern bin ich eher am Überlegen, ob ich noch weitere Abspannpunkte hinzufüge. Der Wind hat teilweise schon ganz schön an meinem Lavvu gerüttelt (leider nicht auf dem Video drauf) Hier ein kurzes Video: Grüße,Magic mexl916 reagierte darauf 1
BohnenBub Geschrieben 6. Mai 2015 Geschrieben 6. Mai 2015 Hübsches Teil. Durch die recht ausgeprägte Kettenlinien am Boden wirkt es ungemein elegant. Ob mittlere Abspannpunkte bei einer Pyramide so sinnvoll sind scheint mir unter rein technischer Betrachtung zumindest zweifelhaft, da man eine Punktbelastung reinbringt. Bei ausreichend starkem Material scheint mir sinnvoller alles dran zu setzen, dass der untere Hering hält.Hast du die Abspannungen auf mittlerer Höhe spaßeshalber mal ganz weggelassen? OT: 4 Bft. mit Böen 5-6 ist allerdings weit, weit entfernt von "Sturmböen". Man spricht da von "mäßige Brise bis starker Wind" und ein Friese würde wahrscheinlich alles darunter als windstill bezeichnen Sturm beginnt erst bei ziemlich genau doppelt so hoher Windgeschwindigkeit...
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