Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Ich brauche eine neue Schlaflösung. Für drinnen (Hütten & Herbergen), also immer mit einer "echten" Matratze drunter (auch wenn viele dieser Matratzen ihre besten Zeiten schon lange hinter sich gelassen haben ;)). Bisher hatte ich da immer meinen "leichten" 850g-Schlafsack von Salewa bei, aber genau genommen ist der für die Innenraumschlaferei zu warm und zu sperrig, was sich im letzten Urlaub wieder überdeutlich bemerkbar gemacht hat.

 

Also habe ich mir jetzt als erstes mal sowas besorgt. Normalerweise gibt es in den Hütten ja immer Wolldecken, aber mich würde der Gedanke, auch selbst eine "kleine und leichte" Decke (die man sich auch abends mal über die Schultern ziehen oder als Strandhandtuch missbrauchen kann) dabeizuhaben, schon erst mal beruhigen, wenn ich das erste Mal ohne "richtigen" Schlafsack aufbreche...

 

Jedenfalls hab' ich mal ein wenig quergelesen und die Idee ist in etwa folgende: eine Decke mit den Maßen 1,45 x 90, gerade groß genug, um sie auf den Liner zu legen, die dann evtl. an 4 Punkten fixiert werden kann. Als Material dachte ich an Primaloft als Füllung und für außenrum ein daunendichtes Ripstop-Nylon oder Nylon-Taffeta. Da die Decke vom Format ja recht klein angedacht ist, hoffe ich, dass sie am Ende nicht mehr als 300g wiegt.

 

Kennt sich wer mit dem Material aus und kann mir sagen, ob das alles in etwa so hinkommen könnte? Und wie dick dürfte das Primaloft für ein solches Projekt wohl sein? Ich hatte das noch nie in der Hand (von den Ripstops hab' ich hier eine Tüte mit extex-Mustern) - kann ich mir das wie so 'ne Art Füllwatte vorstellen?

 

Danke für's Zulesen und Mitdenken :)

Geschrieben

ahoi, mit pertex quantum gl und 40 gr primaloft pro m2 wiegt deine decke ca. 130 gr.

mit etwas mehr isolation und etwas robusterem stoff immer noch unter 200 gr.

daunendicht muss der Stoff bei kunstfaserfüllung nicht sein, so hast du mehr gewebe zur auswahl.

soll die decke wirklich nur 90 x 145 groß werden?

Geschrieben

Lt. extex soll der Außenstoff bei der Verarbeitung von primaloft daunendicht sein - ich kenne das Material wie gesagt nicht. Auf meiner Suche nach Pertex bin ich jetzt noch auf Momentum 90 RS gestoßen - liest sich für mich, als wäre das auch geeignet, allerdings hab' ich dafür noch keine Bezugsquelle in D gefunden...

 

Die Decke darf auch größer sein, mir ist halt wichtig, dass sie am Ende nicht über 300g wiegt. Und brauchen tu ich sie wie gesagt nur als Decke, nicht als Schlafsack.

Geschrieben

Hey Misslon,

 

nicht wundern, dass hier in deinem Thread nicht so viele schreiben, deine Fragen wurden schön häufiger im MYOG-Bereich gestellt und ich denke ausführlich beantwortet, auch ich habe mein Wissen nur aus diesen Threads. 

 

Daher mein Rat, suche diesen Bereich durch, für dich ist nicht nur das Primoloft interessant sondern vor allem Climashield apex und schau dir ein paar unserer Projekte an, vor allem die Quilts, da wirst du einige nützliche Informationen finden, unteranderem auch einen Quilt von mir.

 

Um es dennoch kurz zu machen Apex vs. Primaloft:

Primaloft: etwas wärmer (clo wert höher), aber keine Endlosfaser ==> daunendichter Stoff, muss abgesteppt werden, folglich Kältebrücken

Apex: nicht so kompremierbar, Endlosfaser ==> eigentlich alle Gewebe möglich, etex empfiehlt aber daunendicht, muss vor allem nicht abgesteppt werden.

 

Und ganz wichtig bevor du Geld verbrennst, schnapp dir eine Mysa Gräs Decke vom Ikea und baue dir ein Muster, das kannst du dann einmal testen, denn auch ich meine das die Abmessungen viel zu klein sind, es wird unten am Übergang Matraze Decke eine Kältebrücke geben, dann hättest du dir die Oberdecke auch sparen können. Zu der Decke gibt es auch ein paar Threads mit Quilt, Tipps und Ideen.

 

Viele Grüße

Mathias

Geschrieben

So, habe jetzt, wie angeraten, erst mal viel zu dem Thema gelesen und denke mittlerweile auch, dass die ursprünglich angedachten Maße viel zu klein sind. Habe mal mit einer Decke rumexperimentiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mit einer Größe von 1,0 (unten) x 1,2 (oben) x 1,8 zurechtkommen werde. Damit käme ich auf eine Fläche von knapp 2 qm, also 4 qm für's Obermaterial. Dafür habe ich immer noch das Momentum 90 MR von Thru-Hiker auf dem Schirm, das dann bei dieser Größe ca. 120 g wiegen würde. Als einzigen Schnickschnack würde ich unten noch 'nen Tunnel zum Zuziehen drannähen plus 3 Kam-Snaps. So weit, so gut.

 

Aaaber die Füllung... Mittlerweile tendiere ich hier tatsächlich auch zu Daune. Nur: wie viel davon, um auf die 2 bis 3 cm Loft zu kommen? Die bisherigen Projekte, über die ich gelesen habe, waren i. d. R. für Temperaturen bis um die 0 Grad ausgelegt, so warm muss das bei mir ja nicht werden. Was ich ebenfalls noch nicht rausfinden konnte: braucht es auch bei weniger Füllung Moskitonetz-Kammern oder würde es auch reichen, die Decke in regelmäßigen Abständen zu punktieren?

 

Bin für jeden Tipp dankbar!

Geschrieben

Hofnar hatte dazu mal einen Faden eröffnet. Irgendwas mit dem wahnsinnig leichtesten Sommerquilt oder so. Da wurde dann drüber diskutiert wie man das Gewicht wirklich aufs Minimum runterbrechen könnte.

"Man überhäufe mich mit Luxus! Auf alles Notwendige kann ich verzichten." Oscar Wilde

Geschrieben

Danke für den Link :) und schade, dass du das Projekt nicht weiterverfolgt hast.

 

Mein Gehirn brütet weiter vor sich hin... Was ich leider immer noch nicht rausfinden konnte: woher weiß ich, wieviel Daune bei welcher Steghöhe in das fertige Teil reinpasst? Und wie hoch dürfen die Stege maximal sein, damit das gute Stück am Ende nicht viel zu warm wird? Bin zwar mitterweile irgendwo über diese "17,5 - (3,5 x loft : 2)-Formel" gestoßen - aber Loft ist ja nun nicht gleich Steghöhe, oder sehe ich das falsch?

Geschrieben

meine daunendecke ist durchgesteppt, ohne stege zwischen ober- und unterseite.

mit 100 gr 850er daune in 15 kammern auf 120 cm x 200 cm wärmt sie mich bis ca. 15°c, wenn ich lange kleidung trage oder einen biwaksack nutze.

Geschrieben

Du errechnest einfach das Volumen deiner Decke oder eines Segments (Laenge x Breite x Hoehe) und multiplizierst ihn mit dem Gewicht pro Liter deiner Daune.

 

Eine Beispielrechnung 1m x 2m x 0.03m = 0.06m^3 = 60l

Daunengewichte: 700cuin (cuin = zoll^3/unze) = 2.471g/l, 860cuin = 2.012g/l

 

60l * 2.012g = 120g 860cuin Daune

 

Du kannst leicht ueberfuellen und etwaige Daunenverluste damit ausgleichen.

Yeah buddy!

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...