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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben

Das besitzer-pärchen von http://www.backpackinglight.co.uk war einige wochen in Australien; nach deren bericht (post vom 20.4.12) sind "unsere" üblichen UL-rucksäcke dort eher unbekannt!

Eine outdoor-firma im benachbarten Neuseeland hat einen anderen rucksack-stil entwickelt: kleiner rucksack auf dem rücken und zwei längliche taschen ("body packs/ pockets" oder "balance packs/ pockets") vorne an den schultergurten befestigt!!! (Hier ist das prinzip übersichtlich dargestellt: http://www.aarnpacks.com/principles/index.html ; auch die schultergurte sind offenbar etwas anders gestaltet - U-Flow, Free-Flow, Omni-Flow, U-Flow...)

Ich finde die idee ziemlich ungewöhnlich, aber durchaus bedenkenswert: zum einen ist das gewicht gleichmäßiger verteilt (der schwerpunkt wird mehr nach vorne verlagert), zum anderen ist der inhalt in solchen taschen vorne leichter zugänglich als hinten im rucksack! Und immerhin fassen zwei solche pockets/ packs zusammen bis zu 15 l inhalt...

Im original wiegen die taschen bis zu 500 g, aber es spricht nichts grundsätzliches dagegen, sie aus leichterem material zu nähen; bei silnylon oder DxG müßte man eigentlich unter 100 g pro stück bleiben...

Was meint ihr dazu?

Hat jemand so etwas ähnliches auch schon ausprobiert?

Gibt es einen user in Australien/Neuseeland etc., der näheres berichten kann?

Geschrieben

Hallo,

du scheinst ja wirklich sehr backpackinglight.co.uk-affin zu sein. Wenn du dort soviel bestellst und sogar den Blog liest :mrgreen:

Ich habe selber keine Erfahrung mit dieser Art von Rucksäcken gemacht, habe aber im Nicht-Ul Bereich schon öfter einen kleineren Rucksack vorne und einen größeren schwereren Rucksack hinten getragen. Ingesamt wird die Last dadurch angenehmer, allerdings neigt man dazu sich zu überladen bzw ein viel zu hohes Gesamtgewicht mit sich herumzuschleppen. Auch verliert man an Beweglichkeit, man kann sich nicht so gut drehen (die Trägheit ändert sich ja mit veränderter Massenverteilung). Auch der Blick nach unten (bei steilen Stellen wichtig) wird dadurch erschwert. Wirklich toll ist das nicht und nur praktikabel wenn man nur unterwegs ist um eine Menge schwerer Sachen von A nach B zu transportieren.

Deswegen hört sich die Idee der Australier sehr interessant an, die länglichen Taschen an den Schultergurten behindern nicht so sehr wie ein angeschnallter Daypack. Die Sicht nach unten ist auch gegeben, es wäre interessant zu experimentieren wie beweglich man damit ist. Auch ist das Volumen relativ begrenzt, so dass man keine Probleme mit "Überladung" bekommt. Einen Versuch wäre es ja mal wert!

Ich frage mich, woher die Idee der Australier stammt bzw welchen Ursprung diese Rucksackform hat Es muß ja einen Grund haben, dass sich diese Rucksackform dort so durchgesetzt hat. Würde mich wirklich interessieren. Kennt denn jemand ein australisches UL Forum?

Grüße

Freie Radios hören sich einfach besser: http://www.rdl.de

Geschrieben

Ich habe den Aarn Load Limo (aber noch nicht lange und kann deshalb nur sagen, dass der erste Eindruck sehr positiv ist und ungefähr dem entspricht, was auf der Hersteller-Webseite versprochen wird).

Hinsichtlich UL Version habe ich folgende Anmerkungen/Bedenken:

1.

Das Konzept wirkt sich m.E. insbesondere bei Schwerlasten aus. Ich habe mir den Load Limo für mehrwöchige Trips abseits der Zivilisation gekauft, um ausreichend Nahrung transportieren zu können. Wer UL mit <= 10kg unterwegs ist, braucht dieses komplizierte Konzept nicht. Für solche Fliegengewichte braucht man nicht mal ein Tragegestell, sondern kann auch mit einen ULA Ohm oder Huckepack glücklich werden.

2.

Man kann die Rucksäcke abspecken, wenn man den Deckel und den wasserdichten (Packrafter aufgepasst!) Liner entfernt.

3.

Es gibt bereits leichtere Versionen (mit dünnerem Stoff und instabilerem Tragegestell).

4.

An dem Gestänge sollte man (inbesondere bei den Frontpockets) nur mit Vorsicht Gewicht einsparen. Die Stangen müssen biegbar sein (damit man den Abstand vom Körper "einstellen" kann; also kein Carbon oder GFK möglich) und das Gewicht der Fronttaschen von den Schultern auf den Hüftgurt verlagern, da sonst das gesamte Konzept nicht funktioniert.

5.

Das System ist relativ kompliziert und ich möchte insbesondere an bestimmten Verbindungspunkten bzw. an Schlaufen o.ä. keine UL-Stoffe, die dann sofort kaputt gehen.

Im Ergebnis erscheint mir das Gewichtseinsparpotential somit relativ begrenzt.

Geschrieben

Roger von Nielsen Brown Outdoors (Australier der in Dänemark lebt) hat einen Aarn Pack, schon seit Jahren, und hat auch schon oft über Ihn geschrieben. Habe den Pack auf unserm Meet in Schweden vor zwei Jahren gesehen, und er macht einen guten Eindruck. Ein bißchen fiddelig beim anziehen, aber wenn er auf dem Rücken/ Brust ist, sehr gut. Ich selbst benutzte einen ZPacks Multipack, den ich vor der Brust trage. Der hat zwar nur so 4l, ist aber für meine Bedürfnisse groß genug; und kann an jeden Rucksack befestig werden - vielleicht nicht so ausgefeilt wie die Aarn Sachen, aber leichter :D Und ich habe Aarn Tate, den Gründer & Eigentümer von Aarn Designs, auch schon interviewt.

Geschrieben

Ich schleiche schon ewig um einen Aarn-Pack herum, den Featherlight Freedom. Aber das orange, und das Gewicht, und die Berichte á la "super, aber komplex" und die Tatsache, dass ich in absehbarer Zeit keine Unternehmung mache, wo ein Aarn-Pack deutlich von Vorteil wäre, werden mich wohl auch weiterhin von einem Kauf abhalten.

Das Prinzip "Fronttasche" ist aber auf jeden Fall interessant. Entscheidend bei Aarn, gegenüber vielen anderen Packs, ist, dass die Taschen auf den Hüftgurt gestützt sind. Das heißt das Gewicht ist zumindest zu einem großen Teil weg von der Schulter. Taschen einfach nur an die Schultergurte hängen kann ja jeder, das ist aber nicht ganz das gleiche, bzw. bietet nicht die gleichen Möglichkeiten für die Zuladung. Das alles meine 50 cents aus der Theorie ;)

Geschrieben
Ich habe den Aarn Load Limo ...

...

4.

An dem Gestänge sollte man (inbesondere bei den Frontpockets) nur mit Vorsicht Gewicht einsparen. Die Stangen müssen biegbar sein (damit man den Abstand vom Körper "einstellen" kann; also kein Carbon oder GFK möglich) und das Gewicht der Fronttaschen von den Schultern auf den Hüftgurt verlagern, da sonst das gesamte Konzept nicht funktioniert.

...

Wie kann man sich dieses "gestänge" vorstellen? Wie eine leicht gekrümmte stange mit ösen?

Geschrieben

Genauer suchen *g*

Ungefähr in der Mitte (etwas näher zum Ende) der Seite sind Links zu den Pockets. Wenn Du da drauf klickst, erscheint der Link zum Video ...

Geschrieben

Unsere schweren Brüder hatten die Diskussion auch letztens: http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?61494-Erfahrungen-mit-Fronttaschen-%28Rucksacksysteme%29

Olivier aus randonner-leger hat auf seiner Island-Querung eine Hüfttasche am Golite Jam befestigt und fand es wohl sehr gut. http://randonner-leger.org/perso/doku.php?id=liste_equipement_islande#portage

Ich hab damit mal 3 Tage rumgespielt und fand es auch angenehm zu tragen, v.a. weil es vom Gefühl her wirklich nicht zusätzlich die Schulter(gurte) belastet, sondern nur den Rucksack enger an den Rücken holt und das Gewicht der Vordertasche durch den tiefen Ansatzpunkt komplett auf der Hüfte / dem Lumbalbereich liegt.

Jens

Geschrieben

DANKE! :)

Ich bin richtig überwältigt: was da innerhalb von wenigen stunden an tollen informationen zusammenkommt!!

Natürlich hat es keinen sinn, das original-Aarn-system zu kopieren (das gibt es ja schließlich schon und ist tendenziell für schwerere lasten ausgelegt); aber diese idee, ein bisschen vom volumen und vom gewicht nach vorne zu verlagern, finde ich nachdenkenswert und werde irgendetwas dazu ausprobieren...

Geschrieben

Für echte UL Aktionen wäre es vielleicht interessant, folgende relativ schweren Teile irgendwie vorne auf dem Hüftgurt abzustützen (und nicht etwa unten am Hüftgurt dranzuhängen, da sonst die Bewegungsfreiheit der Beine eingeschränkt wird):

(1) Wasserflaschenhalter

(2) Kamerataschenhalter

Beide jeweils auf dem Hüftgurt abstützt (also kein Gewicht an den Schultergurten) und per nach oben/unten (= vertikal) beweglicher Schlaufe am Schultergurt nur in Horizontalrichtung (so dass in dieser Richtung kein "Umkippen" möglich ist) fixiert

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
sigi the kid läuft auch mit dem Australischen Rucksack:

http://lockerblogger.wordpress.com/2012 ... ar-saddle/

jetzt muss er nur noch seine Erfahrungen posten!

Geduld, Geduld! Artikel ist in Arbeit, soll ein wenig professioneller ausfallen als das, was Herr Arthur Konze von Odoo.tv vor einigen Jahren schonmal präsentiert hat. http://www.odoo.tv/Aarn-Featherlite-Freedom.258.0.html

Nur soviel vorweg: wer einmal einen Aarn Bodypack benutzt hat, zieht nichts anderes mehr an!

Und je nach Tourencharakter ist so ein Rucksack sinnvoller als jede UL-Tüte!

Mehr davon später auf lockerblogger.wordpress.com

sigi the kid

Geschrieben

schönes konzept, unterliegt jedoch dem selben fundamentalen fehler wie alle hüftgurte: die hüfte ist nach den beinen und armen, der denkbar ungeeignetste ort, um - in bewegung - gewicht zu tragen. denn im gegensatz zu schultern und kopf rotiert sie bei jedem schritt leicht hin und her. das gesamte darauf lastende gewicht muss also bei jedem schritt bewegt und wieder abgebremst werden. dazu kommt, um einen optimalen kraftschluss zu gewährleisten müssen die gurte eng an- und aufliegen, was wiederum die bewegung der hüfte einengt. man braucht also mehr kraft, um sich zu bewegen, nicht weniger.

aber eben, rufer in der wüste.

für den körpernahen gewichtstransport wären sogenannte "tactical vests" ideal, nur leider sieht man darin aus wie rambo. zudem sind sie durchwegs aus schwerem robustem material gefertigt.

hab mir mal ein tragsystem aus leichten breiten gurtbändern gebastelt. obwohl ich u.a. rote und orange gurte verwendete, erinnerte das ganze immer noch stark ans militär. der tragkomfort und die bewegungs-freiheit waren hingegen sehr gut.

... und tschüss.

Geschrieben
schönes konzept, unterliegt jedoch dem selben fundamentalen fehler wie alle hüftgurte: die hüfte ist nach den beinen und armen, der denkbar ungeeignetste ort, um - in bewegung - gewicht zu tragen. denn im gegensatz zu schultern und kopf rotiert sie bei jedem schritt leicht hin und her. das gesamte darauf lastende gewicht muss also bei jedem schritt bewegt und wieder abgebremst werden. dazu kommt, um einen optimalen kraftschluss zu gewährleisten müssen die gurte eng an- und aufliegen, was wiederum die bewegung der hüfte einengt. man braucht also mehr kraft, um sich zu bewegen, nicht weniger.

klingt schwer interessant, woher hast du das?

grüße, sigi the kid

Geschrieben
...

klingt schwer interessant, woher hast du das?

grüße, sigi the kid

ging mal in einem andern forum darum. da hab ich mich ein wenig interessiert woher die schnapsidee mit den hüftflossen kam.

ein untrainierter amerikanischer ingenieur hatte schmerzende schultern nach einer wanderung. da verglich er die konstruktion einer brücke mit der eines rucksackträgers und befand, dass man das ganze verstreben musste. als untrainierter wanderer vergass er den offensichtlichen unterschied zwischen einer feststehend stahlkonstruktion und einem mobilen wanderer.

wie alle erfinder versuchte er seine weisheit zu vermarkten und fast wäre alles gut gegangen, denn er hatte null erfolg und seine firma machte pleite. aber dann kam ein amerikanischer rucksackhersteller, der unbedingt einen marketing-gag brauchte für seine neue kollektion. sie kaufte ihm das patent für ein butterbrot und machte danach den grossen reibach.

schaut man sich die grossen lastenträger dieser welt an, so ist kein volk in seiner hundert- bis tausendjährigen geschichte auch nur annähernd auf diese idee gekommen, stattdessen wird gewicht dort getragen, wo es am effizientisten ist, auf dem kopf oder in einer verbindung von kopf und rücken.

dass hüftgurte die schultern entlasten ist unbestritten, nur sind sie keine lösung, sondern eine verschlimmbesserung. es käme ja auch niemand auf die idee, das gewicht an den waden zu tragen, obwohl es die schultern ebenso entlasten würde!. die lösung ist eigentlich banal und simpel: mehr training, dann schmerzen die schultern auch nicht mehr.

zudem gibts auch wissenschaftliche studien, welcher erforschten, wo der kraftaufwand für's gewichttragen am höchsten/geringsten ist. die hüften, brust und bauch schliessen gar nicht gut ab.

wenn ich wieder weiss, in welchem forum das war, werde ich die links hier reinstellen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 20,00.html

... und tschüss.

Geschrieben

Hallo Dani!

Ich nehme an du beziehst dich auf diesen Artikel:

A Failure Success Story: John Fabel

The story of John Fabel teaches us that when it comes to entrepreneurial endeavors, failure isn’t always a bad thing: new opportunities arise, lessons are learned, people move forward. In this profile we take you through John’s story, from invention to incorporation to bankruptcy to eventual success, and find out what he learned along the way.

Suspension bridges and backpacks

After long hours of cross-country skiing, Fabel, an outdoor enthusiast, noticed that his backpack bruised his shoulders. A lifelong designer and inventor with a knack for looking at things differently, Fabel began to wonder if he could create a better, less taxing backpack.

While marveling at the suspension bridges on a trip to New York City, he found the answer.

“When I used a hip belt to transfer the backpack’s weight to my hips, I still got sore shoulders. So the problem wasn’t the shoulder straps. The problem was how the weight wanted to fall back, away from your body. So I started thinking, ‘What if I could design a backpack that would get the weight to pull toward your back rather than away from it?’â€

“After I saw the Brooklyn Bridge, I started thinking about how to build a hip pack that would distribute the weight evenly, like a suspension bridge.â€

In a suspension bridge, huge main cables extending from one end to the other hold up the roadway. The cables rest on top of towers and are secured at each end by anchorages. Instead of relying on shoulder straps to carry the load, Fabel designed a backpack that transfers much of the weight to the hips. When wearing it, your hips act like a tower on a suspension bridge, the backpack is similar to the roadway, and the triangular flap between the backpack and the hip belt—like the cables on the bridge—distributes the weight evenly.

Fabel called the invention BioSpan, patented it, and in 1993 began work in earnest on a company built around the technology, EcoTrek.

I don’t care if it’s made from uranium, I want one

Fabel went through the standard steps in creating EcoTrek: he performed a feasibility study, formed a management team, put together a business plan, did research and development, created a core line of products, found a manufacturing partner, and secured seed financing. By the time he was starting EcoTrek, Fabel had for years been interested in environmental sustainability, and he designed EcoTrek’s product line accordingly: the equipment was made from 85% recycled materials (the fabric was made from soda bottles, the buckles from recycled industrial nylon, etc.), and the products were made to be recycled themselves, designed for disassembly in such a way that everything could be broken down into individual parts in about three steps. This “green†approach, Fabel reasoned, would surely resonate with backpackers and outdoor enthusiasts. “The products were designed for use in the environment by people who love being in the environment,†said Fabel. “So our idea was, ‘Let’s make our products both fun and coherent within that larger notion.’â€

Fabel received plenty of positive feedback. EcoTrek was featured in several prominent publications, environmentalists were happy there was a green alternative in outdoor equipment, and people truly enjoyed wearing the BioSpan backpack. Once, when Fabel was hiking with Everest IMAX film creator David Breashears, he asked David how he liked the backpack and if he appreciated that it was made from 85% recycled materials. “I don’t care if it’s made from uranium,†Breashears said. “I want one.â€

Because Fabel put the green aspect of EcoTrek first, he decided to go forward with an unusual marketing strategy for outdoor equipment: direct marketing. “It’s very difficult to market green products in that, in the retail environment where most outdoor equipment is sold, it’s very hard to communicate the green attributes,†said Fabel. “More customer education than usual needs to take place, and the retail environment doesn’t lend itself very well to that. So we made the decision to concentrate on direct marketing because we thought we would be able to much more powerfully communicate our green values to our target customers.â€

“But unless you hit your target, it’s very expensive.â€

Misfiring

EcoTrek’s sales flopped the first time out. According to Fabel, this happened for several reasons: “Number one, people don’t buy backpacks through the mail. Oops! Second, we misjudged the greenness of the outdoor market. It’s no greener than any other market. Although they may appreciate the green values more, it’s still a tertiary value: performance comes first. We had our message exactly wrong.â€

The team shifted to a retail strategy and immediately started gaining traction, going through three rounds of manufacturing with still more orders to fill. “We couldn’t make them fast enough,†said Fabel. But by that time they were out of money. “We had so much debt load, we didn’t have the resources to adequately pull off the retail marketing strategy even though we were getting signs that everything was turning around. We were constantly scrabbling behind. Combined with insufficient startup capital, our failed initial marketing strategy cost us the company. The initial marketing strategy was fundamentally flawed because when you put on the BioSpan backpack, you ‘get it’ in a very visceral way: people almost inevitably smile when they put it on. Yet we initially had a marketing strategy that took that experience totally out of the loop.â€

“When we closed the company down we had orders we couldn’t fill because we didn’t have the money to manufacture them.â€

The quick rebound

Despite EcoTrek’s failure it was clear Fabel had something in BioSpan. About a month after he put the company down Fabel got a phone call from Marmot, a leader in the outdoor equipment industry. Said Fabel, “Every time Marmot introduces a new product line they want a flagship innovation that strengthens their brand image of being innovators. They saw BioSpan as a technology that fit within their brand image.†Marmot hired Fabel to build a backpack line around BioSpan, and because he had developed the technology and still owned the patent rights, he licensed the patent to the company. The line of products exceeded Marmot’s expectations, with one of the backpacks earnings the highest ratings in its category.

So EcoTrek certainly wasn’t a total loss. “A lot of the value of the BioSpan product concept was developed through the work of EcoTrek,†said Fabel. “Even though EcoTrek itself wasn’t successful, the idea was. It had some very successful outcomes.â€

Quelle: http://nciia.org/archive/200912

Es geht wenn man genau liest NICHT um den Hüftgurt an sich sondern um eine Art dreieckige Verspannung vom Packsack zum Hüftgurt, der Hüftgurt wurde deutlich vor '93 eingeführt. Die Schultern bewegen sich beim gehen auch, darum gibt es ja einen Armpendel beim normalen Gang. Wenn der Tragekorb am Rücken aufliegt rotiert er dort zwangsläufig auch mit und wird ständig beschleunigt/gebremst. Becken und Schultergürtel rotieren allerdings gegenläufig was wiederum Basis für diverse Rucksackkonstruktionen und deren Vermarktung darstellt, ob man die allerdings braucht....

Hast du eine Quelle für die Originalstudie aus dem Spiegelbeitrag? Es geht zum Beispiel nicht daraus hervor wie trainiert die europäische Vergleichsgruppe war (bei gleicher Tätigkeit verbraucht der trainierte weniger Energie als der untrainierte Ausübende), auf welcher Meereshöhe fand der Test statt (Stichwort Höhenanpassung) etc. ; entweder die Studie ist mangelaft oder deren Wiedergabe im "Spiegel".

Sorry das es so lange geworden ist, aber ich fand die Originalquelle wichtig (und hoffe es ist die die Dani meinte).

Schöne Grüße

Alex

Geschrieben

Guten Morgen und herzlichen Dank für die vielen wissenschaftlichen Beiträge. Als Gegenargument könnte ich jetzt auf die ebenfalls wissenschaftlichen Studien hinweisen, die Mr Aarn Tate nutzt um seinen Bodypack zu konstruieren: http://www.aarnpacks.com/sports_science/index.html

Es geht mir hier aber auch um einen anderen Aspekt, der im Artikel über "Biospan" sehr gut verdeutlicht, dass Wissenschaft eben nicht alles erklären kann:

The initial marketing strategy was fundamentally flawed because when you put on the BioSpan backpack, you ‘get it’ in a very visceral way: people almost inevitably smile when they put it on. Yet we initially had a marketing strategy that took that experience totally out of the loop.

Das Gleiche gilt für die Aarn Bodypacks, nur eben mit dem diametral entgegengesetzten Ansatz der Beweglichkeit an Stelle der steifen Verbindung! Alles bei den Bodypacks ist beweglich, jede Körperbewegung kann ohne Einschränkung ausgeführt werden. Und die Last sitzt bis zu 100% auf der Hüfte, der flexible Hüftgurt bildet eine Einheit mit dem Hüftknochen, ohne die Bewegung der Beine zu beeinträchtigen. (Ich könnte jetzt stundenlang weiter dozieren, aber:)

Da man (berechtigte) Zweifel nur mit eigener Erfahrung ausräumen kann, biete ich jedem Interessierten an, sich von mir den Bodypack einmal auszuleihen. (mail an lockerblocker@gmx.de)

Erfahrung geht eben doch über graue Theorie. Seit 2008 trage ich einen Aarn Featherlite freedom, und auch wenn diese Rucksäcke gewichtsmäßig niemals UL Standards erreichen werden, werde ich bei bestimmten Touren immer den Komfort eines Bodypacks dem ultraleichtesten Backpack vorziehen. Da mein Modell ein Gesamtvolumen von 60 Litern hat (50 hinten, 10 vorne) eignet er sich für Touren von 7-12 Tagen und einem Gewicht von bis zu 15kg. Auf meinen 8-10 tägigen Touren in Neuseeland hatte ich 5-6kg BW plus 6kg Verpflegung dabei - und nie Schulter- oder Rückenschmerzen.

So, genug für heute, ein ausfürlicher Bericht ist für meinen Blog in Arbeit - und nein, ich bekomme keine Provision von Mr.Tate!

sigi the kid

Geschrieben
...

der Hüftgurt wurde deutlich vor '93 eingeführt

...

erst mal besten dank für's raussuchen des artikels. genau den meinte ich.

das stimmt, aber er diente nicht dazu gewicht vom rucksack auf die hüfte zu übertragen, was er auch gar nicht gekonnt hätten, denn es waren meist nicht mehr als schmale stoff- oder lederriemen. ihr zweck war einzig den rucksack zu stabilisieren, sodass er z.b. beim klettern oder bergabskifahren den träger bei einer unachtsamen bewegung nicht aus dem gleichgewicht werfen konnte.

...

Auf meinen 8-10 tägigen Touren in Neuseeland hatte ich 5-6kg BW plus 6kg Verpflegung dabei - und nie Schulter- oder Rückenschmerzen.

...

was dafür spricht, dass du gut trainiert bist. ;)

passiert mir, seit ich UL unterwegs bin, auch nur noch höchst selten. schulter- und rückenschmerzen bekomme ich vorallem vom am computer arbeiten.

ps: hier mal ein link zu ein paar studien (englisch) zu diesem gebiet. die von mir gesuchte, scheint aber nicht dabei zu sein, da sie auf deutsch war:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entre ... id=9318326

... und tschüss.

Geschrieben

Hallo Dani!

Die Studie Nr. 12 auf deiner Liste dürfte die Quelle zum Spiegel Artikel darstellen, allerdings wird dort im vorletzten Absatz vor "acknowledgements" auch dargestellt das die Trageart (Korb vs. Rucksack) keinen Einfluss auf den Energieverbrauch hatte (allerdings auf das Atemzugvolumen).

Gepolsterte Hüftgurte zur Lastübertragung kamen spätestens in den frühen '70 er Jahren auf (Lowe). Das besondere an Biospan war das Stoffdreieck das mit Spanngurt zum Hüftgurt führt, der Hüftgurt selbst ist relativ dünn (ähnlich ~3mm Spacermesh) zumindest bei den Modellen die ich kenne (Eiger, Himalayan).

Photos vom System:

http://www.sierratradingpost.com/marmot ... -~p~85285/

http://www.sierratradingpost.com/marmot ... n~p~85279/

Schöne Grüße

Alex

Geschrieben

Klassische Laufrucksäcke setzen ja auch nicht auf die Lastverlagerung auf die Hüfte. Der Hüftgurt ist hier vielmehr ein Bauchgurt und stabilisiert das Gepäck am Oberkörper. Im Gegensatz zu anderen Rucksäcken ist hier auch die Rückenlänge deutlich kürzer, so dass der Pack tatsächlich nur um den Oberkörper geschnallt wird. Der Lendenwirbel-, bzw. Hüftbereich bleibt dabei frei und beweglich.

Auf die Spitze hat es damit Salomon mit seinen S-Lab Modellen getrieben, die mehr kurze Weste als Rucksack sind. (Also quasi das wie es Dani propagiert)

Zusätzlich verfügen Laufpacks, insb. für größere Distanzen noch über Verstaumöglichkeiten an der Vorderseite die gleichzeitig eine Lastverteilung ermöglichen.

Nachteil bei den Teilen: Das Volumen spielt mit wenigen Ausnahmen zwischen 14-30 Litern und in Relation zum Volumen gibt es deutlich leichtere Packs.

"Man überhäufe mich mit Luxus! Auf alles Notwendige kann ich verzichten." Oscar Wilde

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