Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

GR 12- Sendero de Euskal Herria,
ich bin ja jedes Jahr in den Pyrenäen unterwegs. In den letzten Jahren auf niedrigeren Pfaden - GR 15 - GR 107.
Der GR 12 scheint nicht so bekannt zu sein, ich hatte ihn schon seit Jahren auf meiner Liste.
Letztes Jahr Ende September war ich dort auf Tour - auf dem GR 12 - dem Sendero de Euskal Herria. 14 Etappen + eine nach Leskun. 
Aus Clips für Freunde und Familie - hab ich ein kl. Video erstellt .... und ein paar Infos im Block 

Video - link zu YouTube

Packliste - nicht so richtig UL

mmmm - wie klappt das mit dem Einbetten ?:-)

<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/TgGZHBPXIpE?si=j_-9MoNJM-l15PiZ" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>

 

Ein paar likes / Kommentare bei YT und im Block - freuen mich - und hier natürlich auch 

Ein paar Infos zum Sendero de Euskal Herria GR 12 - ganz toll bei Komoot - von Peaknik zusammengestellt- sehr gut und mit vielen Informationen! -- Link Komoot “(GR 12)” und hier  
Mir hat der GR 12 richtig gut gefallen- abwechslungsreich, spannend und landschaftlich schön. Dabei Ende Sept. /Anfang Oktober - ziemlich einsam. Und nicht so viel Arbeit wie bei Touren in den hohen Pyrenäen. 

Anreise
Vom Flughafen Bilbao - der Bus Nr. A 3247– fährt alle 20 Minuten- zum Bilbao Busbahnhof Intermodal.  Vom Busbahnhof Intermodal nach Artziniega - Linie A3342. 

Der GR 12 beginnt- nach dem Vorschlag von Peaknik an der Refugio de Belagua endet in Quincoces de Yuso. Ich drehe die Tour um und beginne in Artziniega, nach Artziniega habe ich eine Busverbindung gefunden. Vorgeschlagen sind so 14 Etappen bis zur Refugio Belagua. Ich halte mich nicht an die vorgeschlagenen Etappen, gehe/ übernachte “frei”, wie ich gerade Lust habe.  Anspruch, der GR 12 führt viel durch Wälder, über runde Bergrücken, durch Täler. Die Wege sind abwechslungsreich- nie Langweilig, oft Singltrails.  Wirklich steile An/ Abstiege sind selten. In den ersten Tagen sind keine GR12 Markierungen vorhanden, die erste bemerkte ich nach 3 1/2 Tagen. Insgesamt eher mäßig als gut Markiert. Ein GPX Track ist meiner Meinung nach nötig. Der Track von Komoot/Peaknik ist sehr gut.  

Ein GR 12 Wanderer ist mir -  Ende September - auf der ganzen Strecke nicht begegnet. Nahe der wenigen Straßen Überquerungen, begegnete ich wenigen Menschen mit ihren Hunden oder Pilz suchende. Dazu einen Haufen Pilger auf dem Weg  von Roncesvalles bis zur Roland Quelle. Und Tageswanderer beim Berg Gorbeia und bei Urkiola. Insgesamt eine ziemlich einsame Wanderung.

Übernachten,  Bewirtschaftete Refuges- gibt es nur eine am Weg die Refugio Gorbea, mitten in der vierten Etappe bei mir. Am Weg befinden sich immer wieder unbewirtschaftete Cabanes / Schutzhütten. Einige davon waren jedoch abgeschlossen. Auf diese Schutzhütten würde ich mich nicht verlassen und so ein leichtes Zelt einpacken. 

Einkaufen/ Essen: es gibt nur zwei Orte mit Lebensmittgeschäften im Verlauf des GR 12. das sind eher kleine Läden.
- In der zweiten Etappe in Lizarra (kleiner Umweg nötig)  
- und in der achten Etappe in Lekunberri. 
- Eine Tankstelle während der vierten Etappe - an der Autobahn N240- Cola etc. und Snacks, Riegel etc.  
- Fünfte Etappe Straße am Puerto de Arlaban- dort hatte ein Restaurant offen. Zu Essen bekam ich nichts - aber Cola / Kaffee / Wasser. 
- Siebte Etappe - bei Otsaurte (ein paar Häuser ... )- ein Restaurant.- ich konnte dort Essen und Trinken. Dann Straße A1, mit großer, recht moderner  Tankstelle- Cola, Snacks. Daneben auch ein Restaurant und wohl ein Hotel.
- Zwölfte Etappe - Abstieg/ Umweg nach Roncesvalles - Übernachten möglich/ Restaurants- also Essen und Trinken möglich. Evtl. Belegte Baguette zum mitnehmen. Aber es ist kein Laden dort. 
- 14te Etappe - Refugio de Belagua- eine moderne, gute, und bewirtschaftete Berghütte, an einer Straße gelegen.  
Wasser- Quellen , Bäche …, man ist viel auf Bergrücken unterwegs- da gibt es kaum ne Quelle / einen Bach. Dort also darauf achten, dass reichlich Wasser mitgenommen wird. Sonst habe nicht so sher darauf geachtet, wenn es nötig wurde, war immer Wasser in der Nähe. Meist hatte ich so 1 1/2 L mit, bei Bergrücken ca. 2L. Aber es war Herbst, milde Temperaturen. 
Das Wetter, für die Jahreszeit passend- viel Wolken, ein paar Regentage, Nebel, mal kräftiger Wind. Sonne gab es auch - aber nichts für Sonnenbadende. Die Temperaturen, ich habe mit niedrigeren Temp. gerechnet. In der kältesten Nacht waren es ca. 6°, die meisten Nächte waren über 10°. Mein Schlafsack war viel zu dick und schwer. Tagsüber war es meist angenehm- nicht zu warm zum Wandern   

Von mir gelaufen: 373 km / 16950 m bergauf / 16081 m bergab.  
Von Artziniega bis Lescun in 15 Etappen, plus ein Tag Pause in Lekunberri.  
Ich war vom 18.9. bis 3.10.24 Unterwegs.  

 Meine Etappen:
1. Etappe  - Artziniega bis Refugio El Nido  Erst gegen 17 Uhr in Artziniega angekommen. Daher recht lange im Dunkeln gegangen- im Aufstieg zur Portillo de Aro war es überall zu steil, um das Tarp aufzustellen. Die Refugio El Nido war abgesperrt, also das Zelt aufgebaut.         
16,5km -  1090m / rauf / 255m bergab /4 Std. .

2. Etappe - Refugio El Nido - bis Bivac nahe “Berg Inobaltza” auf einer schönen Wiese. Zwischendurch  war ein Abstieg nötig, um Wasser Nachzufüllen (Zum Glück ist die Fuente de Santiago Ausgeschildert). Überraschend eindrucksvolle Klippen und Aussichten- tolle Etappe    ca. 30 km/ 639m bergauf / 887m runter/ 10 Std. 

3. Etappe - Bivac - bis Bivac  auf einer Wiese, ca. 2km vor dem Berg Gorbeia  (1482m) Zwischendurch Abstieg/ Umweg  nach Lizarra- Kaffeepause und Einkaufen. Ich wollte eigentlich noch weiter, das Wetter wurde jedoch immer schlechter (Wind, Regen, Donner und Nebel/ Wolken). Und so bivacierte ich auf der Wiese. Die Nacht war ungemütlich, eine Leine ging los, das Tarp machte so noch mehr Lärm und der Wind trieb den Regen rein. Aber ich war zu faul aufzustehen und das Zelt abzuspannen. 
ca. 28,5 km, ca. 1250 bergauf und 940m bergrunter/ fast 12 Std. 

4. Etappe  Bivac - bis Bivac bei Urkiola unter einem Vordach, ein paar Meter vor Urkiola. Zwischendrin-  die Refugio Gorbea! Die hatte zum Glück offen - also gab es etwas warmes zu Essen und etwas zu Trinken. Der Weg zwischendurch mal steiler und steinig und ein steiler Abstieg am Paso de Atxuri. Nochmal Zwischendrin-der Puerto de Barazar, Straßenüberquerung mit einer Tankstelle. Dort gibt es Getränke und Snacks. In der Nacht ein kräftiges Gewitter, ich war echt froh unter dem Dach zu Schlafen! 
ca. 25,7 km - 1100m rauf- 1430 bergab/ 11Std. 

5. Etappe - Bivac -bis Bivac unterhalb des Berges Albituri  
Am folgenden Morgen bei Urkiola waren schon einige Besucher /Trail Läufer/ Wanderer unterwegs. Außer einem Wagen - der Donuts verkauft - ist noch alles geschlossen….. (An der Straße - die Kirche, dabei ein Hotel / Bar)
Straße am Puerto de Arlaban- dort hatte ein Restaurant offen - zu Essen gab es jetzt nichts- aber Kaffee und Cola/ Toilette und Wasser Nachschub.                    
ca. 29,7 km/ 1390m rauf/ 1275 m bergab /10 1/2 Std. 

6. Etappe -  Bivac -  bis zum Bivac bei der Refugio San Adrián 
Das Refugio San Adrián war verschlossen. Wasser gab es ca. 500m entfernt im Wald. Ca. 9km führt der GR 12 über einen Bergrücken, entlang vielen 
Windrädern. Eine Quelle hab ich dort nicht gesehen- bei warmen Wetter also reichlich Wasser mitnehmen.  
28,5km/ 1320m rauf/ 1250m bergab / 10Std. 

7. Etappe - Bivac  - bis Bivac bei Lizarrusti. Ich habe am Spielplatz etwas 
oberhalb übernachtet. Lizarrusti - das Informationszentrum war geschlossen (Baustelle - wird renoviert/ umgebaut). Parkplatz, Spielplatz, Picknick, wichtig-  eine Wasserstelle ist vorhanden.  Zwischendurch - ein paar Häuser bei Otsaurte - mit Restaurant. Sehr gut - ich esse ein Sandwich, trinke Kaffee und Cola. An der Straße A1, große Tankstelle- Cola, Snacks ……  25 km/ 1240m bergauf/ 1500 m bergab/  9Std.

8. Etappe - Bivac Lizarrusti - bis Lekunberri  
Vorbei an der ARALARKO ADISKIDEAK - Hütte- dort wurde ich zum Essen eingeladen. Eine Gruppe Bergfreunde, die dort an ihren Hütten arbeitet, gaben mir eine frisch gekochte Tortilla aus, toll! Am Ende der Etappe - ein ganzer Tag Pause in Lekunberri! Dort im Hostal Rural Elosta übernachtet. Der Kontakt per Telefon war zuerst nicht einfach, da der Inhaber kein Englisch spricht und ich kein Spanisch. Er hat sich dann per Whatsapp gemeldet und nun klappte die Verständigung sehr gut. Eine einfache, preiswerte Unterkunft. Empfehlenswert. In Lekunberri den Proviant aufgestockt. Geduscht, Klamotten gewaschen. Schlafen. Und am Abend Essen gehen.  25 km / 960 bergauf / 1010m runter/ 8Std. 

9. Etappe - Lekunberri -  bis Bivac nahe des Putzuetako Gaina 1062m. Auf einer Wiese neben einem Haus (verschlossen) übernachtet. Ein ungemütlicher Abend und Morgen. Nebel, feucht , später Regen. Aber ein paar neugierige Pferde besuchten mich. Ein paar Schäfer schauten nach ihren Tieren. 
28km / 1400m bergauf / 1030m bergab/ 10Std. 

10. Etappe - Bivac - bis Bivac unterhalb des Enekori - 1188m. Die Hütte nicht weit entfernt- war abgeschlossen. Das Tarp aufgebaut und wieder einen schönen Abend erlebt. 
24km / 1014m bergauf / 900 bergab 

11. Etappe - Bivac bis zur Refugio de Trona, 1213m. Eine unbewirtschaftete, gute Hütte. Es gibt kein Bettenlager. Entweder auf dem Boden - oder auf dem Tisch schlafen. 
18,2 km/  bergauf 960m / 890 runter / 7Std. 

12.Etappe - Refugio de Trona - bis Bivac auf einer Wiese nahe des Escanda. Das Wetter ist gut - also ein toller Tag. Am Abend viel Schaf “mäh” und ein schöner Sonnenuntergang. Zwischendurch ein Abzweig nach Roncesvalles. Zuerst ist es dort verschlafen, etwas später lebendig. Pilger trafen ein oder gingen los und auch Touristen, die mal schauen wollten. Dort gibt es keinen Laden - aber Übernachten ist möglich und Essen/ Trinken. Gutes Wetter, die Sonne wärmt. Ich esse dort und trinke mir ein Bier! 
25 km / 1000m bergauf / 1000m runter/ 10Std. 

13.Etappe - Bivac - bis Bivac unterhalb des Muxumurru/ Pic d’ Ohry- Ich bin 
nicht auf den Pic d’ Ohry - das Wetter war mir zu unbeständig. In der Nacht kräftiger Wind und ordentlich Regen. Daher etwas ungemütlich, vor allem weil ich zu faul war, das Zelt nach zu spannen. So war es laut und der Schlafsack wurde etwas nass. 
23km / 1550m bergauf / 1160 runter/ 10Std. 

14. Etappe - Bivac - bis zur Refugio de Belagua. Den ganzen Tag Wind und 
Nebel. Am Morgen Regen und am Nachmittag, eben so richtig ungemütlich. Ich habe mich daher richtig auf die Refuge de Belagua gefreut - hoffe auf wärme und warmes Essen und eine heiße Dusche. Kein Licht brannte, als ich dort ankam. Doch die Refuge war offen. Und ich bin erstmal der einzige Gast. Zum Aufwärmen hausgemachte Brownies und Kaffee bestellt- sehr gut!
Dann erreichten noch zwei nasse HRP Wanderer die Refuge, die auch richtig froh sind - warm und  trocken, Duschen , Essen.

20km / 740m bergauf / 875 m runter/ 7Std. 

15. Etappe – Refuge de Belagua – bis fast Lescun (Gîte d'Étape d’ Lauzart/ + Camping)
Wieder ein ungemütlicher Tag, Nebel und  Feucht. Teils schlecht markiert und bei diesem Wetter sind auch die Pfade nicht 
gut zu erkennen. Recht steiler Abstieg vom vom Collado de Petrechema, 2070m 
25km / 1170 bergauf / 1710 bergrunter/9 Std. 

Am nächsten Tag Abstieg in das Tal (sehr toll- ein Auto hielt an und nahm mich bis nach Bedous mit), von dort mit der Bahn nach Pau und weiter nach Hendaye- die Füße hochlegen!

 

Bearbeitet von Folko
Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb Folko:

Packliste - nicht so richtig UL

OT: Ich bin jetzt zwar sicher kein UL Silberrücken, aber mir kommen unter 7kg für die Berge und unter 0°C tatsächlich sehr leicht vor, besonders wenn man noch eine Kamera und ein Navigationsgerät dabei hat (was ich mir UL mäßig dann wohl am ehesten geschenkt hätte)

Con Calma Y Con Alma

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Epiphanie:

OT: Ich bin jetzt zwar sicher kein UL Silberrücken, aber mir kommen unter 7kg für die Berge und unter 0°C tatsächlich sehr leicht vor, besonders wenn man noch eine Kamera und ein Navigationsgerät dabei hat (was ich mir UL mäßig dann wohl am ehesten geschenkt hätte)

Ich finde das nicht OT - hört zu jeder Tour dazu .... Da ist schon einiges recht "schwer" .... Rucksack mit Gestell und fettem Hüftgurt, oder nen DCF Zelt, der Schlafsack ging auch deutlich leichter. 

Ein Garmin GPX und ein Inreach ist für mich gesetzt. Grade im Herbst. In den Pyrenäen schneit es gerne mal im September und es sind wenige Menschen unterwegs. - ich weiß von 2 Vorfällen bei denen Wanderer  Unterkühlt / gestorben sind. Im Schnee vom Weg abgekommen/ verirrt. Nacht kam. Nicht die nötigen warmen Sachen mit - da Hüttentour. Weiß nicht ob ein Garmin geholfen hätte- ein Inreach auf alle Fälle. 

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...