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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben

Na dann wollen wir mal.

Es geht für mich den kompletten Juni 2014 auf die GR11 durch die Pyrenäen. Alleine und mit dem Ziel, möglichst wenig Nächte in Herbergen zu verbringen.

Ich habe noch keinen wirklichen Plan, wie kalt es werden wird, Andorra (also wenigstens einer der Punkt auf dem Weg) sagt für Juni 7 Regentage und Tiefsttemperaturen von 10°. Ich werde auf der Strecke maximal 1,5 Tage ohne Wasser und 3 Tage ohne Nahrungsmittelversorgung sein.

Generell bin ich durchaus fit und im Flachland in der Lage, auch längere Zeit 14 Kilo auf dem Rücken zu tragen, ohne, dass es mich groß belastet (Kleinkind in Kindertrage)

Größte Probleme beim Equipment:

- Unsicherheit, was das Wetter anbelangt. Wie kalt wirds nachts wirklich?

- Das Budget. Für die gesamte Ausrüstung habe ich maximal 400€ zur Verfügung, einiges ist aber schon vorhanden, nur eben nicht wirklich leicht.

- Die Frage, was ich mich traue, was funktioniert und ohne was ich nicht leben kann/mag

Zum Anfang das, was vorhanden ist und eher nicht zur Disposition steht:

-Schuhe: heißgeliebte, eingelaufene Keen irgendwas, wiegen 900g, dabei wirds bleiben, denk ich.

-Rucksack: Ein ebenso heißgeliebter Deuter mit 40+10 Litern und 1600g, einen neuen kaufen werd ich mir nicht können, wenn überhaupt selbst machen, ob ich mir das auf Anhieb zutraue und ob sich das lohnt, ist die andere Frage.

-BH 50g

-Schlüppi & Ersatzschlüppi je 50g

-abgeschnittene Feinstrumpfhose für unters Kleid, wenns zu warm für die Hose ist oder ähnliches ca. 10g (funktioniert erfahrungsgemäß prima als notfallmoskitonetz, wenn man bis aufs Gesicht im Schlafsack verbuddelt ist)

Wanderstöcke, nicht ultraleicht, aber funktionstüchtig, stabil und verstellbar

Mehr oder weniger fest geplant und vom Material her vorhanden, aber noch nicht genäht:

-Kurzärmeliges Kleid aus Funktionsjersey, ca. 160g (ist ein wenig schwerer, aber entschieden angezogener für mich als ein T-Shirt)

-3/4-Hose aus Funktionsjersey, ca. 120g

-Fleecejacke, ca. 350g

-dünnes Kleidchen, nur damit ich auch was anzuziehen habe, während ich das andere Kleid wasche: ca. 50g

- Fleecehose, zum einen zum im Schlafsack anziehen, wenns kalt ist, weil ne Fleecejacke hab ich schon, klingt mir sinnvoll, weil ich dann nur einen dünneren Schlafsack brauche, zum anderen zum damit laufen, wenn es unter 15°C wird tagsüber: ca. 250g

- Armwärmer-Halstuch-Kopftuch-Universalding: 100g

Das wars dann mit dem, was kostenlos zu haben ist und bis auf die Regenkleidung hab ich meine Kleidung damit vollständig

Jetzt kommt das, was ich zu kaufen relativ sicher auf der Liste habe

-MYOG Tarp-Zelt-Hybrid aus SilNylon: 350g inkl. Heringe, Materialkosten 50€

-Kocher http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Kueche/Trail-Designs-Caldera-Keg-F-Stove-System::241.html, 200g, 50€

- Luma http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Isomatten/Nordisk-Ultraleicht-Luftmatratze::655.html 450g, 35€

-MYOG Regen"pulli" (dank kluger Konstruktion ohne Reißverschluss) 100g, Materialkosten 10€,

- Rucksackhülle aus Tarpstoffrest: 20g

Noch gaaar keinen Plan habe ich, was den Schlafsack anbelangt. Wie warm soll der halten? Und woher krieg ich dann einen, der so leicht wie möglich ist und unter 100€ kostet?

Natürlich fehlen auch noch die ganzen Kleinigkeiten, die man so für Hygiene, zum kochen und ähnliches braucht, aber für die hab ich noch ein halbes Jahr Zeit, da kann ich mir noch genug nen Kopf drum machen.

Bisher sieht es gewichtsmäßig so aus:

Beim Standard-Laufsetup sind am Körper 1280g und Rucksack mit Inhalt, ohne Brennstoff & Wasser & Essen sind 3430g

Jetzt folgende Fragen:

- Haltet ihr es für machbar und sinnvoll, den Rucksack durch nen selbstgemachten zu ersetzen? Schneiderische Fähigkeiten sind vorhanden, aber nicht das Geld, zig Proberucksäcke nähen zu müssen, bis alles passt. Trägt sich ein Kilo weniger (das ich durch den Rucksackeigenbau einsparen will) in einem Rucksack ohne Tragegestell besser als ein Kilo mehr in einem mit guten Tragegestell, das perfekt passt?

- Was zum Henker brauch ich für nen Schlafsack?

- Läuft einem, wenn man Regenjacke und Rucksackabdeckung getrennt hat, nicht der komplette Regen zwischen Rucksack und Rücken lang und macht einem den Hintern nass und den Rucksack von hinten auch gleich mit?

- was haltet ihr generell von dem groben Plan?

Ich dank euch fürs Lesen und mitdenken

Geschrieben

Hallo, du stellst viele gute Fragen und warst schon fleißig. Was Temperatur angeht soll Dani dir sagen können, er war da dieses Jahr lange unterwegs.

Wäre ein poncho kein Idee, so hat du regenschutz, Rucksack bleibt trocken vom Gewicht her gut und zum schlafen.

Schlafsack, da wurde ich für ein guten gebrauchen schauen, die wird es bestimmt mal wieder geben hier oder da....

Viel Erfolg und Spaß bei deine arbeiten.

Gesendet von meinem GT-N8020 mit Tapatalk

Geschrieben

Schlafsack? MYOG-Kufa-Quilt. Sollte locker für <100,- zu machen sein. Material gibt's bei http://www.extremtextil.de. Eine Lage des dickeren Kufa-Materials sollte m.E. ausreichen. Zielgewicht <750g.

Rucksack? Ich würde den vorhandenen" trimmen", d.h. alles überflüssige entfernen, z.B. RV des sog. Schlafsackfachs, Trennung desselben vom Hauptfach, zu lange Gurte, usw. - Wenn er passt und bequem ist der billigste Weg.

Küche? Hast Du schon einen Topf? Wenn ja, bastele Dir einen 33ct Supercat nach http://www.jwbasecamp.com, oder schick' mir eine PN. Ich habe noch div. MYOG-Kocher übrig, und schließlich ist bald Weihnachten ;) .

Isomatte? Schau mal beim Laufburschen unter http://www.laufbursche-gear.de nach der UL-Mat. Bequem ist vielleicht anders, aber warm, leicht und günstiger ist sie. Für den Komfort vielleicht ein paar (gebrauchte?) Z-Lite-Elemente. Einfach hier mal fragen.

Ein Tip noch zum Schluss: Komm' zu den Forumstreffen. Dort gibt's jedesmal einen Flohmarkt, bei dem man sich als Ein- oder Umsteiger günstig mit leichtem Zeug eindecken kann.

Noch was: Du denkst auch an " Nebensächlichkeiten" wie z.B. Wasserentkeimung, Licht, usw.? Deine Packliste wird shon noch etwas wachsen (müssen).

der Norweger

Das WESEN des Ultraleicht-Trekking:

Wissen schaffen

Erfahrungen machen

Sicherheit gewinnen

Erlebnisse genießen

Nochmal von vorn!

Geschrieben

Hallo, nette Gegend hast Du dir da rausgesucht, bin letztes Jahr den HRP gelaufen und würde am liebsten gleich wieder los....

Anfang Juni können in höheren Lagen noch ziemlich große Altschneefelder sein, bei hohen Pässen vielleicht paar Alternativen einplanen!

Temperaturen können Nachts deutlich tiefer als 10 °C gehen, meine kälteste Nacht war am Col Bagargui auf 1300m

um die 2°C Mitte-Ende juli (Strassenpass mit Thermometer an der Info am GR10), also Schlafsack nicht zu knapp planen.

Richtung Baskenland kanns mitunter auch mal recht feucht werden, teilweise tagelang dichter Nebel

Wasser ist auf jeden Fall max die ersten Tage ab Mittelmeer problematisch (ich denke mal du wirst dort starten?), jedoch auch dort mind. ein mal am Tag, achso, hatte zwar Micropur mit aber nicht einmal benötigt (Leitungswasser in Spanien allerdings teilweise extremer Chlorgeschmack)

Falls du noch Fragen hast...frag! ;)

Geschrieben
Hallo, du stellst viele gute Fragen und warst schon fleißig. Was Temperatur angeht soll Dani dir sagen können, er war da dieses Jahr lange unterwegs.

Wäre ein poncho kein Idee, so hat du regenschutz, Rucksack bleibt trocken vom Gewicht her gut und zum schlafen.

Schlafsack, da wurde ich für ein guten gebrauchen schauen, die wird es bestimmt mal wieder geben hier oder da....

Viel Erfolg und Spaß bei deine arbeiten.

Gesendet von meinem GT-N8020 mit Tapatalk

Ich hatte auch über nen Poncho nachgedacht, hat für mich aber zwei Nachteile:

Wenn der Poncho auch mein Tarp ist, wie bau ich es im Regen auf, ohne pladdernass zu werden? Klar, ne Fleecejacke wärmt auch, wenn sie nass ist, aber lange Haare wärmen nass ganz und gar nicht ;-)

Und: ich hab außer dem heimischen Flachlandgarten keine Chance, vorher groß zu testen und auf Anhieb einen funktionstüchtigen Gebirgswetterschutz zu bauen mit Stoff in der Größe eines Ponchos trau ich mir noch nicht zu. Nächstes Mal vielleicht, diesmal noch nicht. 4 Wochen unterwegs sein mit Ausrüstung, der ich nicht vertraue, mag ich nicht wirklich

Und ein Poncho, unter dem ich nicht auch schlafe, hat sicher mehr Gewicht (weil mehr Fläche) als ne Regenjacke oder was vergleichbares.

Nach gebrauchten Schlafsäcken werd ich schauen, die Idee ist wahrscheinlich zu einfach, als dass ich allein hätte drauf kommen können ;-)

Geschrieben
Schlafsack? MYOG-Kufa-Quilt. Sollte locker für <100,- zu machen sein. Material gibt's bei http://www.extremtextil.de. Eine Lage des dickeren Kufa-Materials sollte m.E. ausreichen. Zielgewicht <750g.

Schlafsack selbst bauen. Uff, da werd ich noch hundert Fragen haben, aber ne Idee ist es natürlich. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie viel größer mein Schlafsack sein muss als ich, wie viel mehr Weite ich brauche etc. aber das sind Probleme, die ich beim kaufen ja auch hätte.

Rucksack? Ich würde den vorhandenen" trimmen", d.h. alles überflüssige entfernen, z.B. RV des sog. Schlafsackfachs, Trennung desselben vom Hauptfach, zu lange Gurte, usw. - Wenn er passt und bequem ist der billigste Weg.

Recht hast du. Da muss ich dann einfach mein inneres "das macht man nicht" besiegen.

Küche? Hast Du schon einen Topf? Wenn ja, bastele Dir einen 33ct Supercat nach http://www.jwbasecamp.com, oder schick' mir eine PN. Ich habe noch div. MYOG-Kocher übrig, und schließlich ist bald Weihnachten ;) .

Ich hab keinen Topf, aber ein, zwei Tuborg-Liter-Dosen hab ich hier noch rumfliegen. Das müsste doch auch gehen, oder? Mit Metall selbst bauen ist was, wo ich mich noch gar nicht rantraue, deswegen hatte ich in die Richtung noch gar nicht gedacht, aber ich werd dir auf jeden Fall ne Pn schreiben gleich. Zumal man so ein Setup ja ziemlich problemlos testen kann. Was bräuchte ich denn noch als Windschutz?

Isomatte? Schau mal beim Laufburschen unter http://www.laufbursche-gear.de nach der UL-Mat. Bequem ist vielleicht anders, aber warm, leicht und günstiger ist sie. Für den Komfort vielleicht ein paar (gebrauchte?) Z-Lite-Elemente. Einfach hier mal fragen.

Ja, das mit der Bequemlichkeit... Früher hab ich sogar zuhause freiwillig auf der Isomatte geschlafen, aber ob ich das noch haben muss, ist die andere Frage. Die Wärme ist sicher ein Argument. Das Packmaß scheint mir ein wenig sehr unpraktisch, wobei ich ja eigentlich mehr als genug Platz im Rucksack hab.

Noch was: Du denkst auch an " Nebensächlichkeiten" wie z.B. Wasserentkeimung, Licht, usw.? Deine Packliste wird shon noch etwas wachsen (müssen).

Jepp. Hab da auch schon einen mehr oder weniger anständigen Plan für die meisten Dinge. Der thread dazu kommt sicherlich auch noch

Geschrieben
Hallo, nette Gegend hast Du dir da rausgesucht, bin letztes Jahr den HRP gelaufen und würde am liebsten gleich wieder los....

Anfang Juni können in höheren Lagen noch ziemlich große Altschneefelder sein, bei hohen Pässen vielleicht paar Alternativen einplanen!

Temperaturen können Nachts deutlich tiefer als 10 °C gehen, meine kälteste Nacht war am Col Bagargui auf 1300m

um die 2°C Mitte-Ende juli (Strassenpass mit Thermometer an der Info am GR10), also Schlafsack nicht zu knapp planen.

Richtung Baskenland kanns mitunter auch mal recht feucht werden, teilweise tagelang dichter Nebel

Wasser ist auf jeden Fall max die ersten Tage ab Mittelmeer problematisch (ich denke mal du wirst dort starten?), jedoch auch dort mind. ein mal am Tag, achso, hatte zwar Micropur mit aber nicht einmal benötigt (Leitungswasser in Spanien allerdings teilweise extremer Chlorgeschmack)

Falls du noch Fragen hast...frag! ;)

Ich hab mich auch sehr in die Pyrenäen verliebt. Ich lauf am Mittelmeer los. Bis ins Baskenland werd ich wohl gar nicht wirklich kommen, ich hab "nur" 4 Wochen Zeit, wobei ich schon darauf spekuliere, dass ich mit guter Kondition und leichtem Gepäck weiter komme, als der Reiseführer sich das so denkt.

Das spanische Trinkwasser kenn ich, ist immer wieder ein Genuss ;-) Ich werd auch eher Notfallmengen Micropur mitnehmen, ich denk nicht, dass ich es oft brauchen werde.

2°C ist natürlich garstig kalt, da muss ich echt schauen. Aber das ist immerhin was, was man gut ausprobieren kann, wenn ich in den nächsten Monaten bei offener Tür im Wintergarten schlafe, sollte das den Bedingungen recht nahe kommen.

Geschrieben
OT: Billige, schwere Schlafsäcke gibt's m.E. immer und überall :( , dafür braucht's keinen Globi-Sale :roll:

der Norweger

Das WESEN des Ultraleicht-Trekking:

Wissen schaffen

Erfahrungen machen

Sicherheit gewinnen

Erlebnisse genießen

Nochmal von vorn!

Geschrieben
OT: Billige, schwere Schlafsäcke gibt's m.E. immer und überall :( , dafür braucht's keinen Globi-Sale :roll:

Ich hab eh schon entschieden, dass ich selbst nähe. Irgendwie find ichs grad total spannend, in die tiefere Kunst der Schlafsack-Wärme-Rechnerei einzusteigen.

Und Äh.... nächste ulrtadoofe Frage: Dreht man sich eigentlich IM Schlafsack um oder dreht man sich MIT dem Schlafsack um? bei allen, die ich kenne, funktioniert weder das eine noch das andere wirklich, was Mist ist.

Und heute abend gibts mit plüschigem Wohnzimmerteppich und vorhandenem, aber nicht Tourtauglichen Schlafsack (komfortbereich 15°C, 800g) den Test, ob ich ohne LuMa glücklich werden bzw. gut schlafen kann.

Geschrieben

hey lotte,

ich bin gerade in den vorbereitungen ein winterlining für meinen quilt zu nähen.

ich denke ein quilt wäre sogar noch einfacher zu nähen.

hier bei den nachbarn kannst du dich auf dem laufenden halten:

http://www.outdoorseiten.net/forum/show ... limashield

wenn es bei mir ans nähen geht, könnte ich ja mal den stand durchgeben, oder bei interesse die nähschritte dokumentieren.

lg. -wilbert-

- Signatur von mir gelöscht -

Geschrieben
hey lotte,

ich bin gerade in den vorbereitungen mit ein winterlining für meinen quilt zu nähen.

ich denke ein quilt wäre sogar noch einfacher zu nähen.

hier bei den nachbarn kannst du dich auf dem laufenden halten:

http://www.outdoorseiten.net/forum/show ... limashield

wenn es bei mir ans nähen geht, könnte ich ja mal den stand durchgeben, oder bei interesse die nähschritte dokumentieren.

lg. -wilbert-

*g* genau das hab ich grad quergelesen und mir da den Mut geholt, es selbst hinzukriegen. Ich kann ja eigentlich nähen, ich mach das beruflich, ich hatte mich nur noch nie mit Schlafsäcken auseinandergesetzt. Aber wenn ichs schon mache, dann auch "richtig". Ich will endlich einen Schlafsack mit wirklich funktionierender, passender Kapuze. Das ist das Ziel

Geschrieben

Und Äh.... nächste ulrtadoofe Frage: Dreht man sich eigentlich IM Schlafsack um oder dreht man sich MIT dem Schlafsack um? bei allen, die ich kenne, funktioniert weder das eine noch das andere wirklich, was Mist ist.

Ich will endlich einen Schlafsack mit wirklich funktionierender, passender Kapuze. Das ist das Ziel

Dann drehst du dich mit dem Schlafsack, sonst funktioniert die Kapuze nicht :)

Beim Konzept „Quilt†drehst du dich im Schlafsack bzw. Quilt

Mikroskope gibt's auch in UL: https://www.jot-entdecken.de/ul-mikroskope/

Geschrieben

...und um beim Quilt die Kapuze zu ersetzen greift man zur Mütze, der Kapuze der warmen Jacke, oder man fertigt sich eine isolierte Balaclava an! (Also quasi 'ne separate, passgenaue Schlafsackkapuze die man aber auch einzeln nutzen kann)

"Man überhäufe mich mit Luxus! Auf alles Notwendige kann ich verzichten." Oscar Wilde

Geschrieben

Und Äh.... nächste ulrtadoofe Frage: Dreht man sich eigentlich IM Schlafsack um oder dreht man sich MIT dem Schlafsack um? bei allen, die ich kenne, funktioniert weder das eine noch das andere wirklich, was Mist ist.

Ich will endlich einen Schlafsack mit wirklich funktionierender, passender Kapuze. Das ist das Ziel

Dann drehst du dich mit dem Schlafsack, sonst funktioniert die Kapuze nicht :)

Beim Konzept „Quilt†drehst du dich im Schlafsack bzw. Quilt

Ha! Dacht ichs mir doch, das da bisher irgendwas falsch gelaufen ist. Ich hab heut nacht mal getestet und wenn ich meinen eigenen Schlafsack viel, viel kleiner mache, dann klappt das auch mit dem Umdrehen MIT Schlafsack. Total prima und bequem. Mich IM Schlafsack umdrehen fand ich schon als Kind im Urlaub mit den riesigen Deckenschlafsäcken doof, die es damals gab. Es wird also ein "echter" Schlafsack. Allein schon, weil man bei zwei Teilen (Quilt&Kapuze) entschieden mehr aufpassen muss, dass es keine Kältebrücken gibt, als wenn ich überhaupt nur ein Teil habe

Geschrieben

für mich war entscheidend, das ich als bauchschläfer immer die kapuze im gesicht hatte.

beim quilt ist mir das ohne, viel angenehmer.

das gesparte gewicht von kapuze und reissverschluss investiere ich lieber in füllmaterial.

damit habe ich es bei gleichem gewicht, wärmer in der nacht.

nicht ul, sondern ultra-kuschelig.

-wilbert-

- Signatur von mir gelöscht -

Geschrieben

Ihr habt ja schon wieder "gewonnen". Ich beschäftige mich grad noch mal neu intensiv mit Quilts und damit, wie ich das alles anstelle am cleversten. Also Material sparts schon.... Und ich kann meinen Arm rauswuseln und meinen Arm unterm Kopf verbuddeln. Ich werd jetzt mal weiter schauen, wie zum Henker ich denn rausfinde, wie groß das Ding für mich optimalerweise sein muss. Na mal sehen, was sich da noch ergibt.

Was sich schon ergeben hat, ist die Entscheidung, ob ich Isomatte oder LuMa will: Isomatte allein geht für mich gar nicht. Egal, wie ich liege, es tut weh. Und wenn ich das dann nach einem Wander-Tag habe (und ich kenn mich gut genug, um zu wissen, dass ich meine Grenzen dabei bis ans äußerste ausreize an den ersten Tagen), dann geht das gar nicht. ne herkömmliche LuMa isoliert nicht gut genug, beides zu nehmen, ist irgendwie bedeppert, weil entweder blöd schwer oder irre teuer und dann kann ich auch gleich so was nehmen, oder? http://www.bergfreunde.de/exped-synmat- ... rfuellung/ Spricht da irgendwas gegen?

Geschrieben

Wenn man es beim Schlafen warm haben möchte ist die Isolationsfähigkeit der Isomatte wichtiger als die des Schlafsacks (http://www.exped.com/germany/de/mats-general-information) und vor allem bei langen Touren ist ein guter gemütlicher Schlaf wirklich wichtig!

Ich möchte an dieser Stelle mal noch die Therm a Rest Prolite Plus empfehlen.

Zu erwerben z.B. hier:

http://www.funktionelles.de/Camping-Biwak/Schlafen-Liegen/Iso-Matten/Schnell-Leicht/Thermarest-ProLite-Plus-Regular-burnt-orange-gray.htm?shop=life&SessionId=&a=article&ProdNr=97051&t=31111&c=48863&p=48863

Mit einem R-Wert von 3,8 bis zu einer Bodentemperatur von -10°C warm genug und dazu sehr gemütlich und schön robust.

Mit 620g natürlich etwas schwerer als die Synmat Basic UltraLight 7.5 M mit 420g.

Am leichtesten wäre wohl die NeoAir XLite und das beste "Wärme/Gewichts-Verhältnis" hat wohl die NeoAir XTherm. Sind aber beide sehr teuer.

Dafür ist die Prolite Plus bedeutend robuster. In guter UL Manie kann man hier auch zu einer Torso Matte greifen und die Füße auf eine dünne EVA Matte betten.

Hier wird auch die Prolite Plus empfohlen:

http://christine-on-big-trip.blogspot.de/p/gear-thoughts.html

Ja mit Regenjacke und Rucksack Hülle läuft das Regenwasser den Rücken entlang nach unten und drückt sich mit der Zeit durch die Rucksackwand.

Wenn man keinen Poncho tragen möchte schaffen hier Rucksackliner abhilfe, z.B.

http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Rucksaecke/Sea-To-Summit-Ultra-Sil-Pack-Liner::624.html

Deine gesamte Ausrüstung ist dann im Rucksack wasserdicht verpackt.

Für zusatzliche Sicherheit kannst du die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände (z.B. Schlafsack und Wechselbekleidung) dann nochmal zusätzlich in Drybags verpacken:

http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Rucksaecke/Sea-To-Summit-Ultra-Sil-Nano-Dry-Sack::478.html

So als Anregung mit wie wenig Geld man doch eine ordentliche UL Ausrüstung zusammen stellen kann:

http://www.ausgeruestet.com/2011/01/ultraleicht-trekking-ausrustung-unter.html

Geschrieben

Danke dir für die Aufstellung, Erik.

Ein Gedanke dazu: Wird einem nicht zu warm, wenn man bei sagen wir mal 20°C auf einer Unterlage schläft, die so einen hohen R-Wert hat, dass man mit ihr bis -10° rauskönnte? Ich mein, ich fahr zwar in die Berge, aber es ist trotz allem Juni und eher Südeuropa. Und ich glaub nicht mal, dass ich den R-Wert der Synmat wirklich "ausreizen" werde. Ich glaub, ich werd mir ein geschäft suchen, das ein paar verschiedene Sachen im Angebot hat und einfach mal testen.

Geschrieben

Ich denke eigentlich nicht, dass einem da zu warm wird. Bevor ich UL entdeckt habe, habe ich ganzjährig auf einer Exped DownMat 7 geschlafen, die immerhin bis -24°C ausgelegt ist. Auch sollte dein Bett zu Hause ja einen ziemlich hohen R-Wert haben bedenkt man die durchschnittliche Höhe einer Matratze und da schläft man im Sommer ja auch gut drauf. Und auf einer Matte die einen kleinen R-Wert hat, so dass man im Sommer darüber einer gewisse Menge Wärme abgeben kann ist dann halt auch wieder dünner und damit nicht so gemütlich ;)

Die SynMat ist bestimmt keine schlechte Matte aber auch die kostet immerhin noch 80€ und ich persönlich fände es dann sinnvoller entweder für fast das gleiche Geld die Prolite Plus zu nehmen oder noch ein paar € drauf zu legen und die XLite (~110€, 370g, R=3,2) oder gleich die XTherm (~140€, 498g, R=5,7) zu kaufen, welche momentan (soweit ich weis) vom Wärme/Gewichts-Verhältnis die besten Matten sind die man kaufen kann. :D

Geschrieben

In Juni dieses Jahr lag viel Schnee in die Pyrenäen und Italien.

Wenn du ein Monat unterwegs bist is Schlaf schon wichtig, das hat du sollst schon erkannt. Eine komfortabler Matte ist dann schon schön. Ich war von dir Prolite nie überzeugt, obwohl sie vielleicht robust ist. Ich bin immer davon gerutscht...

Einfache Tuten gehen auch als Liner. Sind auch billig ;-)

Gesendet von meinem GT-N8020 mit Tapatalk

Geschrieben

Ich glaub, das mit den Isomatten ist so ein Problem, das man nur praktisch lösen kann. Ich geh zum örtlichen Matten-Dealer und liege Probe und teste so lang, bis ich ne Entscheidung habe. Irgendwie muss das ja gehen ;-)

Geschrieben

Isomattentechnisch kann ich die "Artiach Skin-Micro-Lite" empfehlen.

Habe bisher auf keiner anderen "LeichtMatte" besser gelegen.

Geschrieben

hi Lotte,

ich hab für mich mal mögliche Matten rausgesucht. vielleicht kannst du davon profitieren.

Thermarest xlite small 1,19 x 51 R 3,2 260g

Thermarest xlite womens 1,68 x 51 R 3,9 348g

Thermarest neoair xtherm S 1,19 x 51 R 5,7 264g

Thermarest neoair xtherm M 1,68 x 51 R 5,7 402g

Exped synmat UL 7 S 1,63 x 52 R 3,1 408g (mit packsack und flickzeug 435g) <= meine Matte

Exped downmat UL 7 XS 1,20 x 52 R 5,9 400g

Exped downmat UL 7 S 1,63 x 52 R 5,9 500g

Kosten aber alle über 100 €, vielleicht gebraucht erwerben? Problem der thermarest: sollen zum Delaminieren neigen. Exped-Matten sind schwerer, aber offensichtlich deutlich robuster. ich nutze n Tyvek-Groundsheet als Durchstechschutz und alles ist fein.

lg micca

ps: ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall ne luftgefüllte Matte nehmen. die sind m.E. einfach am bequemsten!

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