DaNilz Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 Wie ja inzwischen nun wirklich alle mitbekommen haben dürften, steht direkt nach meinem Sommerurlaub meine erste Solotour an. Ganz gesittet und unkompliziert mit Hüttenübernachtung, also auch wirklich mit wenig Kram. Im Endeffekt sind's immerhin knapp 2kg weniger. Dennoch möchte ich - zu meiner Beruhigung und der meiner Frau - dieses Mal ein paar Sicherheitsaspekte berücksichtigen, die ich sonst, angesichts meiner Ausrüstung und erfahrener Begleitung, außen vor gelassen habe: die Anschaffung eines Garmin Mini Reach 2 zur Kommunikation in Funklöchern ist beschlossene Sache, aber was macht sonst noch Sinn? Ich habe meine übliche "Hygiene/FirstAid"-Tüte mit Pflastern dabei, ansonsten hätte ich an ein Notfall-Bivakbag gedacht. Was wäre sonst noch wichtig? ich bin jetzt zwar nicht auf einer Touri-Autobahn unterwegs, aber auch nicht tief in den Rockies... sollte doch eigentlich reichen oder? Welches Bivybag habt ihr? Oder reicht eine Decathlon-Rettungsdecke? Meine UL Liste für's Gebirge 2024/2025: https://www.lighterpack.com/r/as5q0w
Ameisenigel Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 Ich habe sonst nix Spezielles dabei und brauchte es auch nie - auch nicht in der Sierra/ am Mount Hood/ Olympic National Park. https://lighterpack.com/r/bg32x0
kai Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 vor 31 Minuten schrieb DaNilz: Was wäre sonst noch wichtig? ich bin jetzt zwar nicht auf einer Touri-Autobahn unterwegs, aber auch nicht tief in den Rockies... sollte doch eigentlich reichen oder? Welches Bivybag habt ihr? Oder reicht eine Decathlon-Rettungsdecke? Ich glaube bei vielem, was du jetzt aus der Angst heraus anschaffst, es könnte irgendwas passieren, wirst du dich nach der Tour ärgern, dass du es dir überhaupt gekauft und die ganze Zeit mitgeschleppt hast... Du kannst ja mal gedanklich durchspielen, was im allerschlimmsten Fall passieren könnte und wie sich das mit dem Equipment, das du jetzt schon hast, lösen ließe. DaNilz, khyal und ma11hias reagierten darauf 3
zopiclon Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 (bearbeitet) Folgendes, neben der Kommunikation, sollte man bedenken: Navigation Sonnen / Kälte Schutz Licht Notverband Not Nahrung Rep kit Not Unterkunft (keine Rettungs Decke, Bivy ist ok) Bearbeitet 28. Juni 2024 von zopiclon https://lighterpack.com/r/uldntl Wandern ist eine Form des weiten Gehens, die Fortbewegung zu Fuß, über mindestens mehrere Stunden. Klettern ist die natürliche Fortbewegung, mit vertikaler Komponente, mit Händen und Füßen. Oder man fährt einfach Rad.
kai Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 vor 1 Minute schrieb zopiclon: Not Unterkunft (keine Rettungs Decke, Bivy ist ok) Hat @DaNilz kein Zelt dabei? In das könnte er sich doch zur Not einwickeln, wenn er nicht mehr in der Lage ist, es aufzubauen. Das Bivy halte ich somit für unnötig... 🤔
zopiclon Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 Gerade eben schrieb kai: Hat @DaNilz kein Zelt dabei? vor 43 Minuten schrieb DaNilz: Hüttenübernachtung, also auch wirklich mit wenig Kram. Im Endeffekt sind's immerhin knapp 2kg weniger. Ich denke also nicht, ansonsten hättest du recht https://lighterpack.com/r/uldntl Wandern ist eine Form des weiten Gehens, die Fortbewegung zu Fuß, über mindestens mehrere Stunden. Klettern ist die natürliche Fortbewegung, mit vertikaler Komponente, mit Händen und Füßen. Oder man fährt einfach Rad.
Patirou Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 (bearbeitet) Was hast Du genau vor ? Generell würde ich mir der @zopiclon Liste anschliessen, ein Not-Bivy kostent 20 € und wiegt 150 g. Wenn Du jedoch immer einfache Wege betrittst, immer einen Rückzug antreten kannst, dann kann man darauf verzichten. vor 11 Minuten schrieb kai: Hat @DaNilz kein Zelt dabei? In das könnte er sich doch zur Not einwickeln, wenn er nicht mehr in der Lage ist, es aufzubauen. Das Bivy halte ich somit für unnötig... 🤔 Da Hüttenwanderung glaube ich nicht. Und das ist schon nicht das gleiche. Ich musste es einmal benutzen weil ich das Wetter falsch eingeschätzt hatte bzw. es sich anders entwickelt hat, als es vorgesehen war, und das Zelt allein hätte es nicht gebracht (plötzlicher Temperatur-Sturz im Sommer, ich konnte auf einmal nicht mehr vor und zurück weil der Weg sich vereiste und musste mich "eingraben"). v.a. braucht man auch keinen Schlafsack mit dem Not Bivy (der ja wegen Hüttentour auch nicht vorhanden ist). DIe Zelt Lösung ist sicher besser als gar nichts (schon mal um nicht nass zu werden), aber es wird einen nicht warm halten (ausserdem will ich das Zelt nach einem Einsatz nicht sehen, und für eine einmalige Sache ist es ein bisschen Schade um das Geld). Aber wie gesagt, es hängt davon ab was man macht. Die meisten werden sicherlich ohne durchkommen und nie brauchen. Vor allem weil Sie auch nie in das Gelände gehen, wo man es brauchen könnte, da ein geordneter Rückzug immer möglich ist. EDIT : so eine Nacht im Bivy war kein Spass, seitdem agiere ich auch viel umsichtiger und verlasse mich mehr auf das Bauchgefühl als auf die Wettervorhersage. Bearbeitet 28. Juni 2024 von Patirou
khyal Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 vor 30 Minuten schrieb Patirou: seitdem agiere ich auch viel umsichtiger und verlasse mich mehr auf das Bauchgefühl als auf die Wettervorhersage. Yes, oder einfach mal ein bisschen Ausbildung im Bereich Wetterabschaetzung mit machen, war bei mir damals beim GL-Flugschein und noch davor beim Touren-Windsurfen / Segeln halt entsprechende Fachbuecher gelesen. Ich finde das immer wieder lustig, einfach mal in ner Gruppe das Thema anschneiden, wie am Tag spaeter das Wetter wird, jede Wette, dass min 3/4 der Leute ihr Smartphone zuecken, statt im Himmel sich die Wolken anzuschauen (es sei denn Du bist in ner Gruppe Segler oder GL / Drachenflieger). Trillerpfeife wie Tornado (extrem laut und funkt auch feucht), irgendeine Form von Not-Bivy (z.B. den Relags Rettungssack 90g), sollte man schon fuer Wintertouren nen VBL haben (z.B. den WM gut 90g), kann man auch ueberlegen, den zu nehmen, wenn nicht Zelt oder Tarp bei, sonst geht es damit prima. Terranonna.de
zopiclon Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 vor einer Stunde schrieb Patirou: da ein geordneter Rückzug immer möglich ist. Dennoch halte ich einen "geschlossenen Wetter Schutz" für sinnvoll im Gelände, denn es lässt sich zb schlecht mit gebrochenem Bein oä den Rückzug antreten. Poncho und Sitzkissen wäre noch ne Option (die nutze ich meist) Trinolho reagierte darauf 1 https://lighterpack.com/r/uldntl Wandern ist eine Form des weiten Gehens, die Fortbewegung zu Fuß, über mindestens mehrere Stunden. Klettern ist die natürliche Fortbewegung, mit vertikaler Komponente, mit Händen und Füßen. Oder man fährt einfach Rad.
Cullin Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 Bei solchen Touren besteht meine biwakausrüstung aus Poncho und rettungsdecke. Der Poncho ist auch gleichzeitig Regenbekleidung. So ein richtiger biwaksack (unten offen und oben Kapuze uä) funktioniert gut aber halt zu schwer. Diese zusammengeklebten rettungsdecken sind irgendwie Quatsch. Ich habe keine Ahnung wie man die sinnvoll einsetzen kann. Wenn man darin sitzt regnet es oben rein und zwischen Schuh und Boden entsteht nur noch mehr mikroplastik. Eine warme und weiche Unterlage um gemütlich zu schlafen wirst du am Berg leider selten finden.
reiber Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 Ein Notbiwaksack wiegt fast nichts und gehört immer mit im Hochgebirge. Darin die Nacht zu verbringen ist kein Spaß aber besser als erfrieren. Da geht es nicht um gemütlich schlafen, sondern ums überleben. schrenz reagierte darauf 1
zopiclon Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 vor 2 Stunden schrieb Cullin: Diese zusammengeklebten rettungsdecken sind irgendwie Quatsch. Ich habe keine Ahnung wie man die sinnvoll einsetzen kann. Wenn man darin sitzt regnet es oben rein und zwischen Schuh und Boden entsteht nur noch mehr mikroplastik. Eine warme und weiche Unterlage um gemütlich zu schlafen wirst du am Berg leider selten finden. Über den not Bivy die Regenjacke, dann regnet es auch nicht rein. Oder poncho, gibt's auch aus dem Rettungsdecken Material, und den Hintern auf ein Sitz kissen, sowie Rucksack hinterm Rücken zum anlehnen. Wer Angst vor Kälte hat macht Feuer, zb mit ner Kerze, zwischen den Beinen (Alter Höhlen erkunder Trick) https://lighterpack.com/r/uldntl Wandern ist eine Form des weiten Gehens, die Fortbewegung zu Fuß, über mindestens mehrere Stunden. Klettern ist die natürliche Fortbewegung, mit vertikaler Komponente, mit Händen und Füßen. Oder man fährt einfach Rad.
moyashi Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 Ich habe zu den genannten Sachen noch mit: - Micropur Tabletten (habe zwar einen Filter, aber die Dinger wiegen nichts und sind ein gutes Backup) - Schmerztabletten (Schmerz nimmt die Konzentration) - Durchfalltabletten (Dehydrierung ist auch unschön, normalerweise würde ich sagen, raus mit dem Sch..., aber in manchen Fällen wird es dann evt. zu viel) - Antiallergikum (ich bin selbst eigentlich ziemlich frei von Allergien, aber als ich mal von ner Amerikanischen Wespe gestochen wurde und das Bein so stark anschwoll, dass ich dachte, es würde platzen, nehme ich zumindest welche mit, wenn ich in fremde Gefilde mit anderer Fauna & Flora reise, weil ich ja gar nicht wissen kann, wie ich reagiere.) Von den Medikamenten jeweils nur 3 Stück oder so, und diese Varianten, die man ohne Wasser einnehmen kann, die wiegen ja so gut wie nichts. Bei mir kamen die Notfallkits (Erste Hilfe & Reparatur) bislang auf jedem Hike zum Einsatz. Nicht bei mir selbst, aber ich konnte andere versorgen. Sören reagierte darauf 1
wilbo Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 (bearbeitet) vor 8 Stunden schrieb DaNilz: ... die Anschaffung eines Garmin Mini Reach 2 zur Kommunikation in Funklöchern ist beschlossene Sache, aber was macht sonst noch Sinn? N´Abend! Der Worst Case bei Solo Touren wäre für mich eine Verletzung, die jegliche Mobilität unmöglich macht. Daher würde ich überlegen, was ich mir in solch einer Situation an Hilfsmitteln wünschen würde. Wie funktioniert denn beim Reach-2 die Peilung für die Rettungskräfte in der Praxis? Es wird zwar von einer metergenauen Positionsbestimmung via GPS gesprochen, aber wie wird das bei der Rettung umgesetzt, wenn es zum Beispiel keinen Sichtkontakt zum Boden gibt oder der Verletzte nicht sichtbar ist? VG. -wilbo- Bearbeitet 28. Juni 2024 von wilbo zopiclon reagierte darauf 1 - Signatur von mir gelöscht -
zopiclon Geschrieben 28. Juni 2024 Geschrieben 28. Juni 2024 vor 1 Stunde schrieb moyashi: Antiallergikum (ich bin selbst eigentlich ziemlich frei von Allergien, aber als ich mal von ner Amerikanischen Wespe gestochen wurde und das Bein so stark anschwoll, dass ich dachte, es würde platzen, nehme ich zumindest welche mit, wenn ich in fremde Gefilde mit anderer Fauna & Flora reise, weil ich ja gar nicht wissen kann, wie ich reagiere.) Da wäre Cortison aber effektiver https://lighterpack.com/r/uldntl Wandern ist eine Form des weiten Gehens, die Fortbewegung zu Fuß, über mindestens mehrere Stunden. Klettern ist die natürliche Fortbewegung, mit vertikaler Komponente, mit Händen und Füßen. Oder man fährt einfach Rad.
moyashi Geschrieben 2. Juli 2024 Geschrieben 2. Juli 2024 (bearbeitet) Am 28.6.2024 um 21:30 schrieb zopiclon: Da wäre Cortison aber effektiver Nein, denn das war nicht mit einem normalen Insektenstich zu vergleichen. Da hat Cortison nicht so schnell geholfen und mir wurde ein Antiallergikum verabreicht. Das war durchaus etwas heftiger und ich hatte 6 Monate damit meinen Spaß. Bearbeitet 2. Juli 2024 von moyashi
Trinolho Geschrieben 3. Juli 2024 Geschrieben 3. Juli 2024 @Jever hatte hier einmal die Israeli Bandage vorgeschlagen, und auch in einem kürzlichen Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs wurde die wärmstens empfohlen. Für mich eine äußerst universelle Wunderversorgung. Zudem deutlich weniger Gefrickel als mit separater Wundauflage und Mullbinde. Und hält wesentlich besser...
Sastom Geschrieben 3. Juli 2024 Geschrieben 3. Juli 2024 Am 28.6.2024 um 14:22 schrieb Cullin: Wenn man darin sitzt regnet es oben rein und zwischen Schuh und Boden entsteht nur noch mehr mikroplastik. Deswegen kann man die bei Regen auch falsch herum benutzen, in dem man oben ein Loch für den Kopf reinschneidet. Regenjacke und Kopfbedeckung hat man je eh mit, die schützen dann den Kopf. Eine kleine Auswahl an Medikamten sind auch sinnvoll, wie @moyashi schon erwähnt hat. Ansonsten noch Material um einfache Wunden zu versorgen.
zopiclon Geschrieben 3. Juli 2024 Geschrieben 3. Juli 2024 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Trinolho: Israeli Bandage Leichter und universell sind da noch folgende zu nennen: https://slishmanpressurewrap.com/ https://www.wero.de/p/tourniquet-swat-t-schwarz Mit beiden durfte ich schon üben. Ersteres ist etwas leichter, Letzteres wiegt glaube ich 120g Bearbeitet 3. Juli 2024 von zopiclon moyashi reagierte darauf 1 https://lighterpack.com/r/uldntl Wandern ist eine Form des weiten Gehens, die Fortbewegung zu Fuß, über mindestens mehrere Stunden. Klettern ist die natürliche Fortbewegung, mit vertikaler Komponente, mit Händen und Füßen. Oder man fährt einfach Rad.
moyashi Geschrieben 3. Juli 2024 Geschrieben 3. Juli 2024 Was ich auch noch mitnehme, sind 1-2 Packungen dieser Aktivkohle-Handwärmer (gibt's z.B. bei dm). Damit habe ich mich auch schon durch so manche unerwartet kalte Nacht gebracht. Einfach so ein Päckchen unter das Shirt auf den Rücken und man hat bis zum Morgen ne Mini-Wärmflasche. zopiclon reagierte darauf 1
Kay Geschrieben 3. Juli 2024 Geschrieben 3. Juli 2024 Zur Verwendung der Israeli Bandage gibt es auch ein informatives Video vom ÖAV aus der Sicher am Berg Reihe. Die Israeli Bandage in meinem 1.Hilfe Beutel wiegt übrigens 67g (in der Original Verpackung). bifi und moyashi reagierten darauf 2
Gibbon Geschrieben 3. Juli 2024 Geschrieben 3. Juli 2024 Noch was zur Sicherheit: Bunte Kleidung in Signalfarben. Du musst jetzt nicht in Regenbogenfarben durch die Gegend laufen. Jacke, Hose, Rucksack und/oder Mütze in Signalfarben wäre jedoch schon gut, damit man dich im Notfall gut finden kann. Signalpfeife wurde ja schon empfohlen, wäre auch meine Empfehlung, wiegt ja nix. Manchmal gibt es Ausrüstung, wo die schon integriert ist (z.B. Osprey Exos Rucksack Brustgurt und einigen Petzl Stirnlampen). Bist du da, wo du wandern willst, versichert für eine Rettung? Wenn dich der Helikopter irgendwo abholen muss, kann es sonst schnell teuer werden. Da reicht es manchmal schon nur zu stolpern und sich den Knöchel zu verstauchen. In diesem Faden gibt es jede Menge Infos dazu:
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