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Ultraleicht Trekking

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo zusammen, 

ich möchte in einem aktuellen, thematisch verwandten Thread nicht von der eigentlichen Fragestellung ablenken und öffne daher nun lieber diesen separaten Beitrag.

Trailrunner mit Null Sprengung sind zwar nicht jedermanns Sache, werden hier aber immerhin von vielen empfohlen. Ich würde mir gerne ein eigenes Bild machen und es einfach mal ausprobieren. Natürlich ist mir klar, dass man diesen Wechsel sehr behutsam angehen sollte. 

Vorab jedoch bitte zwei - vermeintlich naive - Fragen:

1.) Ist es ratsam, diesen Umstieg nur bei den Wanderschuhen (Trailrunnern) vorzunehmen? Oder sollte man nach erfolgreichem Test, um die Muskulatur nicht zu "verwirren", GRUNDSÄTZLICH auf Null Sprengung umstellen, also idealerweise auch bei Alltags- und sonstigen Schuhen, damit man nicht mal mit, mal ohne Sprengung unterwegs ist? Oder ist ein friedliches Nebeneinander verschiedener Sprengungen je nach Einsatzzweck einer gesunden Muskulatur durchaus zuzumuten bzw. möglicherweise sogar förderlich? 

2.) Ist ein solcher Umstieg auf Null Sprengung trotz eher empfindlicher Wadenmuskulatur überhaupt ratsam? Oder evtl. sogar gerade deswegen? 

Ultraleichte Grüße 

UL-MUC 

Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb UL-MUC:

1.) Ist es ratsam, diesen Umstieg nur bei den Wanderschuhen (Trailrunnern) vorzunehmen? Oder sollte man nach erfolgreichem Test, um die Muskulatur nicht zu "verwirren", GRUNDSÄTZLICH auf Null Sprengung umstellen, also idealerweise auch bei Alltags- und sonstigen Schuhen, damit man nicht mal mit, mal ohne Sprengung unterwegs ist? Oder ist ein friedliches Nebeneinander verschiedener Sprengungen je nach Einsatzzweck einer gesunden Muskulatur durchaus zuzumuten bzw. möglicherweise sogar förderlich? 

2.) Ist ein solcher Umstieg auf Null Sprengung trotz eher empfindlicher Wadenmuskulatur überhaupt ratsam? Oder evtl. sogar gerade deswegen? 

Wie so häufig ist das im Grunde eine sehr individuelle Frage. :)

Meiner Erfahrung nach, fühlst du dich irgendwann in "klassischen" Schuhen tatsächlich auch einfach nicht mehr wohl. Oder anders gesagt: Alles über ±3mm fühlt sich für mich z.B. nach inzwischen 10 Jahren in Minimal-/Barfußschuhen irgendwie erst mal komisch an.

Ob es deshalb schlimm ist, hier zu mixen? Sicher nicht. Zumindest habe ich dahingehend auch keine Probleme, wenn ich jetzt z.B. im Winter / auf Hochtour doch mal zu Schuhen mit deutlich mehr Drop greifen musste.

Dennoch nutze ich im Alltag zu 99% minimalistische Schuhe, weil ich sie schlicht nicht missen will.

Was die Muskulatur und noch viel wichtiger Sehnen & Bänder betrifft, hast du sonst ja bereits die Info, dass ein langsamer Einstieg wichtig ist. Solange du es also nicht übertreibst und einfach gesagt auf deinen Körper hörst, wird auch da alles gut gelingen.

Und mit genug Geduld, stehen die Chancen für deutlich belastbarere, besser trainierte Waden- und vor allem Fußmuskeln sehr gut. ;)

SUL Wandern / Trekking - <4.6lb / 2.08kg: https://lighterpack.com/r/um0g9u

Geschrieben

Die Frage, ob etwas ratsam ist oder nicht, lässt sich pauschal nur schwer beantworten. Es kommt zum einen auf deine persönliche Konstitution an (chronische Verletzungen, Fitnesszustand etc.), zum anderen auf deine Zielsetzung (Trailrun, Spaziergang, Ultrarun, Hochtour etc.). Dann braucht es noch immer einen Experten, der dir zu irgendetwas raten kann. Das Forum kann größtenteils "nur" Erfahrungen weitergeben. Die sind aber so individuell wie sie nur sein können.

Meine Erfahrung mit Barfußschuhen ist super. Ich trage sie täglich und kann keine anderen Schuhe mehr tragen, da sich Sprengung für mich jetzt sehr komisch anfühlt und die meisten Schuhe im Vorderbereich zu eng sind. Auf dem Trail bin ich derzeit zwiegespalten. In meinen Barfuß-Trailrunnern ohne Innensohle wurde es ab 25km höchst unangenehm. Ich vermute das liegt an den "Stollen" unter der Sohle. Je nach Boden (z.B. Steine/Schotter/Fels) bin ich teils nur mit wenigen Stollen aufgetreten, wodurch die Belastung punktuell sehr groß war, was zur Überlastung führte. Die Erklärung macht für mich Sinn und deckt sich mit dem, was ich im sportwissenschaftlichen Studium so gelernt habe. Trotzdem bin ich bei weitem kein Experte. Also probiere ich als nächstes entweder ein wenig mehr Dämpfung durch eine Innensohle oder ein weniger aggressives Profil aus. Wenn beides nicht zündet, dann muss ich entweder die Fußmuskulatur weiter stärken oder das Kapitel "Barfußschuhe" beim Wandern für mich beenden oder einschränken.

Und jetzt möchte ich doch einen Rat geben: Setze dich mit deinem Körper auseinander und probier vieles aus. So ein Körper ist i.d.R. zäh und verzeiht so einiges, gibt aber auch Rückmeldung, wenn etwas nicht passt.

Geschrieben

Ich senfe auch mal dazu: Bei mir war die Umstellung absolut ohne Probleme. Ich habe einige Wochen vor der Wanderung einfach meinen Freizeitschuh gegen den Trailrunner getauscht und bin meine Gassi-Gänge damit gelaufen sowie die vorbereitenden Wanderungen. Man muss aber auch sagen: Ich war vorher schon jahrelang in Chucks unterwegs, keine Ahnung, ob die überhaupt Sprengung haben. Ich wäre gerne auf einen normalen Schuh zurückgewechselt in meiner Freizeit, aber leider haben sich meine Zehen an die weite Zehenbox gewöhnt und ich passe in nichts mehr rein, ohne wirklich Krämpfe in den Füßen zu bekommen, weil sie so eingequetscht sind. Ich habe aber mindestens eine YTerin, die genau das macht (läuft mit zwei verschiedenen Schuhen, einmal ein Adidas, einmal ein Altra) und damit keine Probleme hat.

Was ich dir jedoch empfehlen würde: Nach ca 100km haben meine Füße angefangen mit Foot-Fatigue. Das liegt zum Teil an den Einlagen. Seit ich hier welche von Superfeet drine habe, ist das Problem nicht mehr aufgetreten. Aber Plan das ggf mit ein. Die Sohlen, die bei z.B. Altras mitkommen sind schnell durch und haben kein orthopädisches Fußbett.

Ansonten schließe ich mich Capere an - die Wahrscheinlichkeit, dass du drauf hängen bleibst ist relativ groß :D Wahrscheinlich wirst du deine Fußgaderobe also irgendwann austauschen ;) 

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