
Outdoorfetischist
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Trekkingstöcke - Fizan Compact Alternative?
Outdoorfetischist antwortete auf Outdoorfetischist's Thema in Ausrüstung
Wie sieht denn dein Einsatzprofil aus und weshalb meinst du die Fizans würden das nicht mitmachen? Neben dem Preis passen mir bei den Black Diamond Z-Poles die Größen nicht. 105-125cm ist eigentlich zu kurz, 120-140 zu lang. Ich brauche 110-130cm. Allerdings hab ich lange überlegt, ob die 120er in fester Länge nicht ein Kompromiss wären. Probiere ich vielleicht in Zukunft mal aus. @danobaja: Danke für die Erfahrung mit den Pacer Poles! Das klingt (leider ) so gut, dass ich die echt gerne ausprobieren würde. Ich werd mal schauen, ob ich nach wie vor ein Vielnutzer bleibe, was Trekkingstöcke angeht, diese also kaum im/am Rucksack sind. Nur dann würde sich das Mehrgewicht für mich lohnen. Keine Schlaufen zu brauchen finde ich wirklich sehr attraktiv, gerade auch mit Hinblick auf einen Sturz wäre es echt super, einfach loslassen zu können. Welche Variante hast du (Alu/Carbon)? -
Trekkingstöcke - Fizan Compact Alternative?
Outdoorfetischist antwortete auf Outdoorfetischist's Thema in Ausrüstung
Ich hab mir jetzt erstmal das aktuelle Modell der Fizans geordert. Die Schlaufen sehen tatsächlich anders aus als die Neoprenschlaufen bei meinem Modell und in einer Produktbeschreibung, die ich gelesen habe ist von "seidigem Material" der (neuen) Schlaufen die Rede. Die Schlaufen der Lekis, die ich im Laden in der Hand hatte, fühlten sich ebenfalls seidig an und ich glaube das Material könnte mein Problem mit den Schlaufen lösen - ich bin mal gespannt! Zwar sind die Griffe anscheinend unverändert und auch eine schnellere Verstaubarkeit wäre nice-to-have gewesen, aber dafür bekomme ich das leichteste Gewicht bei bewährter Robustheit, die Unanfälligkeit von Alu und den sehr günstigen Preis (so die Schlaufen denn halten, was sie versprechen). Einzig auf gründliches Durchtrocknen vor dem Verstauen werde ich beim neuen Modell besser achten, meine alten Fizans hatten am Ende das Problem, dass der Schraubverschluss nicht mehr vollständig zuverlässig gegriffen hat, was anscheinend durch Verstauen in feuchtem Zustand kommt (nur um das hier nochmal erwähnt zu haben, damit andere den Fehler vielleicht vermeiden können ). Ich melde mich, sobald die Stöcke da sind und berichte über den Komfortgrad der Schlaufen! -
Trekkingstöcke - Fizan Compact Alternative?
Outdoorfetischist antwortete auf Outdoorfetischist's Thema in Ausrüstung
Ich nutze den Griffkopf ungerne. Ich will wirklich Gewicht auf die Stöcke bringen können. Beispielsweise im steinigen Abstieg, wenn ich da eine größere "Stufe" ist, die ich herunterhopsen möchte und den Hopser mit den Stöcken abbremsen will. Die Stöcke stecken das problemlos weg, aber den Griffkopf zu greifen ist imho um einiges instabiler als wenn ich die Stöcke - trotz meiner Körpergröße von nur 176cm - auf maximaler Länge (~132cm) habe und in den Schlaufen hänge. Mit instabil meine ich seitliches Wegknicken (doofe Umschreibung). In Worten: Wenn ich von oben auf den Griffkopf drücke, ist das ja ein instabiles Gleichgewicht. Sobald eine kleine seitliche Kraft wirkt, haut der Stock leicht in die Richtung ab, weil die Verbindung von Hand-auf-Griffkopf ja den Winkel zwischen Arm und Stock kaum fixiert. Bei längerem Stock und Händen in den Schlaufen ist das anders: Dadurch, dass ich in den Schlaufen hänge, die Kraft also nicht ganz oben auf den Stock bringe, ist das ganze stabiler. Auf den aktuellen Produktbildern im Internet sieht es fast so aus, als hätten die neueren Fizans andere Schlaufen, als meine (die sind glaub ich 3 Jahre alt). Kann das jemand bestätigen? Sind die bequemer (insbesondere im Daumenbereich)? -
Trekkingstöcke - Fizan Compact Alternative?
Outdoorfetischist antwortete auf Outdoorfetischist's Thema in Ausrüstung
Die Exped Stöcke klingen nicht übel, aber die scheinen nicht mehr hergestellt zu werden. Und: Sowas muss es doch auch in leichter geben. Ich bin ja mit der Robustheit der Fizans zufrieden und will eigentlich nur bequeme Schlaufen und Griffe. Wenn ich mir schwere Trekkingstöcke kaufe, dann würde ich glaub ich den Pacer Poles eine Chance geben. Kann jemand etwas zur Robustheit der Fizans im Vergleich zu gängigen Carbonstöcken sagen? Ich hatte im Laden neulich die Leki Micro Vario Carbon in der Hand und die machen auf mich rundum einen guten Eindruck (sind aber auch schwer. Ach menno...) -
Hallo zusammen, Ich habe zurzeit wie so viele hier im Forum die Fizan Compact und bin so halb zufrieden. Vorweg: Ich nutze Griffe UND Schlaufen bei Trekkingstöcken. Die Griffe der Fizans gefallen mir aber nicht gut: Zu schmal und gerade bergab (wo man ja die Stöcke leicht nach vorne neigt), gibts da einfach nicht genug zu greifen. Deshalb nutze ich die Schlaufen sehr intensiv, die aber auch nicht ideal sind: An beiden Daumen reibt das Gurtband auf der Innenseite (zwischen den beiden Gelenken) so sehr, dass ich mir auf dem GR10 fast Fahrradhandschuhe gekauft hätte - dann hatten sich aber bereits Schwielen entwickelt. Bis dahin taten die Schlaufen aber schon weh (falls für irgendwen relevant: Ich gehe mit der Hand von unten durch die Schlaufen, um mich einfach reinlehnen zu können). Keine Alternative sind für mich mit ziemlicher Sicherheit die Gossamer Gear Griffe: Ich brauche Schlaufen. Wenn ich diese nicht nutze, ist mir das für die Unterarme zu anstrengend. Vielleicht zur Erklärung: Mein Stockeinsatz ist gerade bergab recht rabiat: Ich lehne mich nach vorne und bremse nur noch mit den Stöcken. Hier also die Frage: Wer hat Erfahrung mit brauchbaren Alternativen? Ich hätte gerne: Verstellbarkeit von 110 bis 130cm, bequeme Griffe und bequeme Schlaufen. Schön, aber nicht zwingend, wäre schnelle Verpackbarkeit - also vielleicht in Richtung Faltstöcke - da ich die Stöcke viel on/off benutze und es mitunter nervt, sie in der Hand zu tragen, da ich zu faul bin, sie zu verstauen. Bei Carbon hab ich etwas Bedenken hinsichtlich meiner Einsatzart und der Robustheit. Gibt es hier weitere Trekkingstockbarbaren wie mich, die Erfahrung mit Carbon haben? Zusatzfrage: Hat jemand Erfahrung mit Pacer Poles? Ich weiß, die sind echt schwer, aber die wären die eine Lösung, bei der ich mir vorstellen könnte, keine Schlaufen zu brauchen, was mir aus Sicherheitsaspekten eigentlich ganz recht wäre. Ich danke im Voraus!
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Nur mal so gebrainstormt: Würde es dann nicht Sinn machen SoBo zu gehen? Klar, wäre ein anderes Zeitfenster, aber später Start hieße wenig Schnee im Norden, eine Moskito- und schneefreie High Sierra und eine nicht so brennend heiße Wüste (allerdings wohl mit erhöhtem Wasserfindenschwierigkeitsgrad). Übersehe ich irgendetwas? Weshalb hast du dich für NoBo entschieden? Und wenn ich gerade dabei bin: Wie machst du (oder alle anderen wie z.B. @Lightlix) das mit so einer dünnen Matte bei hohen Tagesdistanzen? Ich merke die Distanz immer ganz gut in Knien und Hüfte und muss mich nachts zwingend manchmal auf die Seite drehen, um die Beine anzuwinkeln. Dafür wiederum brauche ich mindestens eine Prolite, da die Hüfte nach einem langen Tag zu empfindlich ist für eine harte Matte (ich habs auf dem GR10 auch mal ne Nacht nur mit meiner 8mm EVA ausprobiert - ging nicht.). Ach und direkt noch was hinterher: Trainierst du irgendwie oder baust du darauf, unterwegs fit(ter) zu werden?
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Danke, bin schon fündig geworden! Erledigt
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Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung
Outdoorfetischist antwortete auf Stromfahrer's Thema in Ausrüstung
OT: Wird dazu einen kurzen Thread/Bericht (z.B. für potenzielle Nachahmer ) geben?- 446 Antworten
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- solarpanel
- powerbank
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Meine Packliste, die sich mithilfe dieses Forums über 5 Jahre entwickelt hat
Outdoorfetischist antwortete auf DonCamino's Thema in Einsteiger
Ich hab hier wenig beizutragen, außer: +1 für die Montane Sonic Shirts. Die Longsleeve-Variante war mein einziges Baselayer auf dem GR10 und ich war mehr als zufrieden! Leicht, trocknet schnell, Geruch völlig im Rahmen, vielleicht minimal schlechter als Merino. Insbesondere die im Vergleich zu Merino sehr deutlich kürzere Trocknungszeit ist für mich von Belang, da ich das Shirt eigentlich immer komplett durchgeschwitzt hatte, aber natürlich nicht in einem ewig pitschnassen Baselayer herumlaufen wollte. Bonus: Wenn es warm genug ist, ist eine Wäsche im Bach und anschließendes Trocknen auf der Haut (bei Bewegung) kein Problem. -
Ich suche ein MLD Trailstar. Keine Chinakopie, Farbe zweitrangig Nachtrag: Silnylon, kein Cuben.
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Die hab ich entfernt. Ich finde der Rucksack ist so schmal geschnitten (in der Tiefe, also vom Rücken weg), dass es die gar nicht braucht. Naja, unten was leichtes find ich schon gut. Ich hätte nur den schweren Krams gern einen Tick weiter unten. Aber bei der Packreihenfolge spielen ja auch andere Gesichtspunkte eine Rolle (insbesondere die Tatsache, dass man den Schlafsack eben erst abends wieder braucht, den Rest vorher...). Ich denke ein kleinerer Schlafsack wäre vielleicht angebracht gewesen, ich finds okay, wenn sich ein so leichter Rucksack nicht mehr ideal trägt. wenn die übrige Ausrüstung nicht ideal abgestimmt ist.
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Ich war mir nicht ganz sicher, ob die Kombination aus etwas sehr Voluminösem unten (genauer: Ein Schlafsack mit 600g Daune) und darüber direkt schwere Sachen (Essen etc.) vielleicht den Schwerpunkt etwas zu weit nach oben verschoben und das "der Rucksack zieht nach hinten"-Problem verstärkt hat.
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Ich hab die Ursprungsversion des Bandit (hauptsächlicher Unterschied zum aktuellen Modell ist soweit ich weiß der dickere, gepolsterte Hüftgurt) ~900km auf dem GR10 getragen. Ich mag den Rucksack an sich gerne. Er ist schön schmal geschnitten, sodass auch ohne Seitenkompression alles relativ rückennah liegt. Bei Rucksäcken wie dem G4 hat mich immer die sackartige Form gestört, die entweder Seitenkompression oder Burritostyle erzwingt, damit man eine halbwegs gute Lastverteilung hinbekommt. Die tiefen Seitentaschen fand ich klasse und waren für mich auch mit aufgesetztem Rucksack bedienbar. Die Frontmeshtasche ist wunderbar stretchy und fasst alles, was man tagsüber so brauchen könnte, sodass ich den Rucksack im Normalfall tagsüber gar nicht aufmachen muss - sehr nett, denn ich wollte eigentlich einfach nur die ganze Zeit laufen. Den Extension Collar finde ich absolut übertrieben. Er macht das Packen unnötig umständlich. Vor Allem finde ich den Rucksack aber unbequem, sobald man ihn leicht überpackt - der Extension Collar hat also nichtmal einen vernüntigen Zweck. Sobald man ihn mehr als 2-3cm über der obersten waagerechten Naht befüllt, tendiert er imho stark zum "nach hinten ziehen". Dazu sollte ich vielleicht sagen: Ich hatte einen recht voluminösen Schlafsack unten im Rucksack, der die Gewichtsverteilung vielleicht etwas negativ beeinflusst hat. Ich würde das Komfortgewicht schätzungsweise bei <8-9kg ansiedeln. Zwei Abschnitte mit ~4kg Essen waren (bei ~4.5kg Baseweight, 1L Wasser und ~500g Kleinkram Consumables) selbst mit dem "richtigen" Hüftgurt nicht mehr so richtig spaßig. Ohne Hüftgurt würde ich von der Schätzung nochmal locker 1-2kg abziehen. Wenn er leicht ist, trägt er sich aber echt toll. Ansonsten hat der Rucksack gut gehalten, meine Schaufel hat lediglich ein Loch in die Seitentasche gestochen, dass ich aber problemlos mit Zahnseide flicken konnte. Wasserdicht ist der Rucksack auf keinen Fall. Die Prolite XS, gleichzeitig Rückenpolster, habe ich jeden Abend schweissfeucht aus dem Rucksack gezogen und auch bei Regen kommt defintiv Wasser rein. Das Fehlen von Hüft- oder Schultergurttaschen ist schade, ebenfalls fänd ich eine Snacktasche unten a la Palante toll. Aber für den Preis kann man beim Badnit finde ich nicht allzu viel meckern.
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Spannend! Vielleicht ist das für die Minimalschuhfraktion eine andere Geschichte. Und zugegeben: In der Ebene nutze ich sie auch nicht so gern (eben weil sich die langen Schritte komisch anfühlen), dafür aber bergauf und vor Allem bergab. Meine Denke war auch immer: Wenn die Arme müde sind, pack ich halt die Stöcke weg, wenn die Beine müde sind, kannst du nix machen. Solange ich also beinmäßig nicht so fit bin, den gesamten Tag durch zu marschieren, sind Stöcke sinnvoll, um die Ermüdung der Beine hinauszögern.
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Kurze Frage: Wieso? Mich machen Trekkingpoles in fast allen Lebenslagen schneller - und sorgen für ein späteres Ermüden der Beinmuskulatur.
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Hat jemand zufälligerweise Erfahrungen mit dem Solid Inner in einem MLD Solomid (ich hab eins der allerersten Machart, die aktuelle Version ist meine ich etwas größer)?
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So, ich bin letzten Donnerstag nach 31 Tagen (inkl. 2 Ruhetage) auch in Banyuls angekommen und ergänze diesen Thread für die Nachwelt um meine Eindrücke auf dem GR 10. Ich war vom 21.8. bis 20.9. unterwegs und bin den GR 10 mit Ausnahme des Teilstücks Iraty-Lescun gelaufen, wo ich testweise auf den HRP gewechselt bin. Dieser Kurzeindruck des HRP hat mir gut gefallen, letztendlich hatte ich aber Zweifel, ob ich die erhöhten Anforderungen in dem entsprechend anspruchsvolleren Gelände körperlich für ~30 Tage durchalten würde (die Kraxelei ist einfach anstrengender für Knöchel usw.) und die längeren Distanzen zwischen den Resupplies machten mir Sorgen (Anmerkung dazu: Das war meine erste Tour "no cook" und ich hatte zu dem Zeitpunkt den Dreh noch nicht so ganz raus und zudem etwas Volumenprobleme im Rucksack, s.u.). Nicht zuletzt wollte ich aber auch gerne "einfach laufen" und das geht auf dem GR10 natürlich deutlich besser, als auf dem HRP, deshalb bin ich ab Lescun wieder dem GR10 gefolgt. Der GR10 ist nicht anspruchslos, man kann aber doch gut "Kilometer snacken", da der Weg meist ganz gut ausgebaut ist (also viele Abstiege mit Switchbacks versehen etc.), dies vielleicht im Unterschied zum GR11, wenn man sich @zeanks Beschreibung anhört. Was einem natürlich klar sein muss: Der Weg ist auf feste Unterkünfte ausgelegt, entsprechend steigt man ständig ab oder auf, was manche Leute unliebevoll aber treffend als "pointless ups and downs" (PUDS) bezeichnen. Ich konnte gut damit leben, da die An- und Abstiege (inkl. Erreichen der Gipfel/Täler) ein schönes Gefühl von Fortschritt vermitteln. Auf den wenigen flachen Stücken wurde ich hingegen manchmal ganz hibbelig, weil ich das Gefühl hatte, nicht voran zu kommen Aber: Wer Kilometer kloppen will, muss eben mit den Höhenmetern leben. Und ja: Wenn im Tal nicht mal ein schönes Bergdörflein mit Laden und Restaurant wartet, sondern ein ausgestorbenes Geisterdorf, dann kann das schonmal an der Motivation zerren. Landschaftlich hat der GR10 grob vier Motive zu bieten: Wald, grasige Hügel, Berg und graue Nebelwand in 30-50m Entfernung. In den ersten 2/3 hatte ich letztere leider so 40-50% der Zeit. Die Wald- und Berganteile haben mir außerodentlich gut gefallen, die grasigen Hügel fand ich langweilig. Geschmackssacke Navigation: Cicerone Führer als ebook auf dem Telefon, sowie Backcountry Navigator mit openandromaps (danke für die Empfehlung @Nucleus) und GPS-Tracks. Dazu eine Anker Powerbank mit 5Ah (anfangs noch mit Stromfahrer-Solarpanel, das dann aber nach Hause durfte, da ich ausreichend Gelegenheiten zum Laden hatte und ein sparsamer Stromkonsument zu sein scheine). GPS fand ich auch echt ganz nett, die Markierung ist manchmal wirklich missverständlich/schlecht und gerade im Nebel nicht ganz trivial. Geht auch ohne, aber ich hätte nicht den Nerv auf Rumprobiererei gehabt. Resupply: Fand ich nicht soooo easy wie erwartet. Vorweg: Ich hab mir keine Pakete geschickt und nur unterwegs einkauft. Weiterhin war ich zum ersten mal no-cook unterwegs. Die erste Hälfte (bis Bagneres-de-Luchon) ist einfach, danach kommen aber zwei Abschnitte, wo man für jeweils ca. 50 Wanderstunden (laut Cicerone-Führer) Essen tragen muss. Da zu diesem Zeitpunkt der Hikerhunger voll eingesetzt hat, ist das nicht gerade wenig Gewicht. In einem dieser Abschnitte gibt es auch kaum bewirtete Hütten. Und selbst wenn: Wenn man nicht dort übernachtet und zu Abend isst, hat man idR die Auswahl zwischen einem Sandwich (was mehr einem belegten Brot entspricht) oder einem Omelette. Das ist jetzt nichts, was einem signifikant Rucksackgewicht spart. Ende August/Anfang September kann man auch tageslichtbedingt nach einem Hüttenabendessen nicht mehr weiterlaufen, es sei denn man tut das im Schein der Stirnlampe. Will heißen: Wenn man in den Hütten schläft (oder, falls vorhanden, in der aire de bivouac campiert) und Halbpension+Picknicklunch in Anspruch nimmt, sind diese eine Hilfe, sonst eher nicht. Allerdings fand ich die 4 Hütten, in denen ich gegessen habe, sehr nett, das gute und üppige Essen hat mir merklich bei der Regeneration geholfen und auch der Kontakt zu anderen Wanderern hat mir nach einigen Wochen der Einsamkeit gut getan. Wohlgemerkt war das aber nach Ende der Hauptsaison, entsprechend waren die Hütten angenehm leer. Keine Ahnung, wie viel Spaß das macht, wenn alles belegt ist. Die Öffnungszeiten der kleinen Läden in den Dörfern sind mitunter auch problematisch. Mit Pech haben die 2 Tage die Woche geschlossen und dann steht man etwas doof da. Das mag in der Hauptsaison besser sein. Insgesamt: Versteht mich nicht falsch, der GR10 ist Resupplymäßig absolut machbar, aber eben doch kein no-brainer. Zelten: Ja, geht, aber eben mit Kompromissen. Ich hatte gerade anfangs oft die Situation, dass die geeigneten Zeltplätze weit auseinander liegen, ich also um 17 Uhr Schluss machen konnte und im Wald Däumchen drehe, im Dorf auf einen Campingplatz gehe (falls vorhanden) oder einen richtig langen Tag einlege. Das ist halt der Nachteil an der "Zivilisationsnähe" des GR10. Aber: Das Biwakieren wird echt toleriert. Ich hab einmal neben einer Straße 300m von einem Haus entfern gezeltet (mit einem Franzosen, alleine wäre ich auf die Idee wohl nicht gekommen) und es hat niemanden gestört. Social Trail: Ab September sind nicht mehr viele Leute unterwegs. Ich habe insgesamt vielleicht 6 Thruhiker getroffen. Gerade in der Ariege bin ich kaum auf Menschen gestoßen. Wer es social möchte, sollte im August oder früher gehen. Ausrüstung: Ein paar kurze Takte zu den relevanten Sachen, falls es wen interessiert. Vorweg: Geld und Lust auf intensive Vorbereitung vor der Tour waren beide etwas begrenzte Güter, daher hab ich einfach das genommen, was ich hatte, was nicht zwangsläufig ideal war. Schuhwerk: Ich hab den zu @zeank konträren Ansatz gewählt und war mit Scarpa Zen Pro Approachschuhen unterwegs. Das Gewicht ist natürlich indiskutabel, aber ich habe es geliebt, völlig sorgenlos bergab marschieren zu können. Nach vorne lehnen und nur noch mit den Trekkingstöcken bremsen. Da ist man echt flott und es macht riesigen Spaß! Bestes Feature: Zehen stoßen ohne, dass es schmerzt. Ich hab empfindliche Zehen und da immer Probleme mit auf Tour, dieses mal dank der tollen Zehenkappe nicht. Das war es aber auch an Vorteilen. Das Obermaterial atmet schlecht, ist nicht wasserdicht (aber wenn nass, dann dauert es ewig, bis trocken) und bietet keinen besseren Schutz als das Mesh von Trailrunnern (es geht eben nur nicht so schnell kaputt...). Ich hatte mich in der Hoffnung auf besseres Fußklima für die non-GTX-Variante entschieden, aber das kann man auch lassen. Nächstes mal die leichtere Version mit GTX oder (wahrscheinlicher) "beefy" Trailrunner mit anständiger Zehenkappe. Zelt: MLD Solomid. Natürlich etwas overkill, ein Gatewood Cape wäre toll gewesen. Ansonsten klasse Zelt. Tigoat Ptarmigan Bivy: Bester Bivy ever, da zwei Kapuzen (full mesh und winddicht). Als Moskitoschutz gedacht (wäre auch an 3 Abenden ohne den Bivy wahnsinnig geworden, sonst war Mückenschutz nicht notwendig), war aber auch hilfreich gegen die starke Luftfeuchtigkeit (schonmal in einer Wolke übernachtet...), Wind, Schnecken, usw. Geht ohne, war aber sehr nett. Schlafsack: Brooks Range Alpini 15 (600g Daune): Völliger Overkill, in dem z.T. äußerst feuchten Klima aber gar nicht verkehrt, etwas Reserve zu haben. Kufa wäre in jedem Fall besser gewesen. Hmmm probier ich doch nochmal ein Kufa Quilt aus ? Rucksack: Hyberg Bandit (alte Version mit anständigem Hüftgurt): Funktioniert gut, war leider in Anbetracht meiner hochvolumigen Ausrüstung etwas klein. Und sobald man ihn minimal überfüllt (also anfängt, den extension collar zu nutzen - will meinen: Ihn voller packt als 2-3cm oberhalb der obersten horizontalen Naht) trägt er sich beschissen (zieht nach hinten). Mit Essen für 4 Tage (ca. 1kg/Tag) und einem Liter Wasser war ich (bei 4,5kg Ausrüstung plus Kleinkrams wie Sonnencreme usw.) am Komfortlimit, das also irgendwo bei 9-10kg zu liegen scheint - wie gesagt, mit dem anständigen Hüftgurt, um den ich im Übrigen sehr froh war! Tolle, tiefe Seitentaschen (für mich auch mit Rucksack auf dem Rücken bedienbar), leider keine Hüft- und Schultergurttaschen. Auch eine Snack-bottom-pocket a la Palante wäre toll gewesen, aber hey, für den Preis ist der Rucksack echt super. Gossamer Gear Hipster als Hüftguttaschenersatz: Schränkt die Bewegungsfreiheit beim Wandern etwas ein. Aber in der Zivilisation toll um Kamera und Wertsachen immer am Mann zu haben. Patagonia R1 Half Zip (scheint ältere Version zu sein, wiegt "nur" 290g): Meine einzige warme Schicht (hatte auch keine Windjacke dabei dieses Mal). Perfekt! Unter der Regenjacke mollig warm, ohne die perfekte Ergänzung, wenns im Baselayer zu kalt wird. Ärmel hochschieben und Zip öffnen ermöglicht perfekte Temperaturregulierung. Und man kann ihn auch auf der Haut tragen, sodass man bei Hüttenbesuchen etwas anzuziehen hat, während das Baselayer trocknet. Montane Sonic Longsleeve: Einziges Baselayer. Absolut super, nie wieder Merino. Da ich das Teil bei meinem Tempo eigentlich dauerhaft durchgeschwitzt hatte, war ich sehr froh um die Kufa-bedingte schnelle Trocknungszeit. Mein Merinoshirt hatte ich die ersten 2 Tage an und es wäre mir wohl auf der Tour kein einziges mal durchgetrocknet, deshalb ist es recht flott nach Hause gewandert. Insbesondere trocknet das Sonic so schnell, dass man es auch mal mittags im Bach waschen und auf der Haut trocknen kann, riecht kaum und ist echt leicht (117g in M). So leicht, das nächstes mal die Kurzarmversion als Wechselshirt mitkommt, denke ich (am Ende war es oft etwas zu kalt für eine Bachwäsche alle 2-3 Tage, da war es dann manchmal mit nur einem Baselayer ein ganz bisserl eklig). Driducks Jacke: Leicht und tut was sie soll. Perfekt.
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Traildesign Sidewinder Titri, Toaks 900 ml, Zelph Starlyte
Outdoorfetischist antwortete auf pielinen's Thema in Küche
Ich liebe meinen Caldera Cone mit 900er Evernew Topf auch! Der breite Topf ist auch einfach netter zum Kochen als ein hoher. Ich habe auch das Inferno Inset, das super funktionert, ich bisher aber nur zwei mal verwendet habe. Nur einen Zelph Starlyte bräuchte ich noch (ich nutze aktuell noch den 12-10). Kennt da jemand eine europäische Bezugsquelle? (wobei ich momentan eher in Richtung Esbit schiele, aber da hat man eben ein Verfügbarkeitsproblem...) -
Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung
Outdoorfetischist antwortete auf Stromfahrer's Thema in Ausrüstung
Interessant, ich hätte irgendwie gedacht, dass am EINGANG der Powerbank Strom nur in eine Richtung fließen kann (mit einer Diode oder so). Ist schon irgendwie problematisch, wie man bei wechselhaftem Wetter/Bewölkung damit umgeht. Gut, in meinem Fall war es irgendwann 2-3 Stunden nur noch bewölkt.- 446 Antworten
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Um auch mal eine Gegenmeinung zu bringen: Ich bin nach diversen Versuchen wieder beim Schlafsack angekommen und bin heilfroh um vollständige Schließmöglichkeit und Wärmekragen. Als Decke nutzen kann man den auch.
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Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung
Outdoorfetischist antwortete auf Stromfahrer's Thema in Ausrüstung
Ist es euch schonmal passiert, dass das Panel die Powerbank entlädt? Ich habe seit gestern das Gefühl (könnte schwören, dass Powerbank noch auf 2/3 LEDs, abends leer). Hab sie allerdings angeschlossen gelassen, als am Nachmittag die Sonne weg war. Konfiguration: Stromfahrer-Panel samt Anker Powercore 5000. Bin gerade auf dem GR10 unterwegs und würde zu gern aufs Aufladen im Café unterwegs verzichten- 446 Antworten
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So, Montag gehts für mich los! Ich denke ich werde den GR 10 laufen, spiele den HRP-Track aber sicherheitshalber mal aufs Smartphone Ich plane, mit Smartphone und Backcountry Navigator zu navigieren. Kann jemand eine gute Karte empfehlen?
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Für mich gehts am 20.8. los! Ob HRP oder GR 10 hab ich noch nicht endgültig entschieden. Mal sehen
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Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung
Outdoorfetischist antwortete auf Stromfahrer's Thema in Ausrüstung
Hat jemand eine aktuelle Bezugsquelle für das "Lösung 5 Panel" (oder ein vergleichbares Modell)? Alles, was ich finde hat Lieferzeiten um einen Monat, das wird mit meinem Tourstart leider etwas eng.- 446 Antworten
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