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UL Summit 2012- Da waren's nur noch drei....
heilaender antwortete auf heilaender's Thema in Reiseberichte
Und hier der nächste Teil, der sich mit dem zweiten Tag befasst! Und wie erwartet: Um vier Uhr das harte Erwachen, meine NeoAir ist erneut flach....Mist. Also, von der Matte runter, wieder fünf, sechs Lungenzüge reingepustet und wiederdraufgelegt. Mental musste ich mich schonmal damit abfinden die Woche über auf hartem Boden zu pennen. Um etwa halb acht wache ich auf. Sofort merke ich, dass die Ibu, die ich vorweißlich eingeworfen habe, ganz offentsichlich ihre Wirkung getan haben. Es tut zwar alles etwas weh und ist verhärtet, ist aber nichts, wo man nicht durchpowern könnte. Bin ja schließlich nicht zum Spaß hier (Merke grade, dass ich die Zeitformen gewechselt habe, egal, weiter gehts im Präsens...) Leider sieht es bei Philipp ganz anders aus. Er sagt, dass er die Knie doch immernoch deutlich merkt und will sich die Schmerzen nicht weiter antun, insbesondere, wenn heute der vollgeladene Pack noch obendrauf käme. Für ihn ist nach nur einem Tag Schluss, was einerseits schade ist, andererseits sicherlich die richtige Entscheidung war. Hier, in Bohinjska, hat er noch die Möglichkeit relativ einfach mit den Öffentlichen zurück nach Hause zu kommen. Zwei, drei Tage später im Triglav-Massiv hätte das ganz anders ausgesehen. Auch Traci muss dem gestrigen Tag Tribut zollen und kann nicht mehr weitermachen. Aus Solidarität bleibt verständlicherweise auch Steven im Basecamp. So sind wir bereits am zweiten Tag unserer Reise nur noch fünf Leute; glücklicherweise tauchen da auch schon Jotaro und Tatsuya auf, die am vorherigen Abend noch einen Flug nach Ljubljana erwischt, die Nacht in einer Pension und morgens den Bus zu uns genommen haben. So steigert sich unsere Zahl zumindest wieder auf sieben Leute. Nachdem wir noch schnell ein, zwei Gruppenfotos geschossen haben, trennen sich hier unsere Wege. Wir lassen Steven, Traci und Philip zurück und wir sieben machen uns auf den Weg Richtung Triglav-Massiv. Entgegen unseres eigentlichen Plans wollten wir dem Tal weiter folgen und uns auf dem Weg einige schön gelegene Hochalmen anschauen. Einfach um der einsetzenden Hitze und der Langeweile vorzubeugen, entschließen wir uns den direkt hinter dem Campingplatz gelegenen Fluss zu durchqueren. Glücklicherweise bin ich groß genug, so bleibt alles wichtige trocken...... Vor uns liegt das sich weit öffnende Tal, das wir auf einer gut ausgebauten Radwanderstrecke folgen. Der Nachteil: Es ist nicht sonderlich angenehm auf Asphalt zu gehen, der Vorteil: wir kriegen des öfteren die Gelegenheit uns im Schatten oder an kleineren Brunnen abzukühlen. In dem kleinen Ort Stara Fuzina machen wir gegen Mittag eine kleine Rast im Schatten einer Kapelle. Tatsuya und ich springen bereitwillig in den kalten Fluss um uns etwas zu erfrischen. Die anderen sind da etwas zurückhaltender und tauchen nur ihre Tücher und Kappen ins kalte Nass. Als wir im Schatten dasitzen, merke ich doch deutlich den gestrigen Tag und bin deswegen sehr froh, als die Gruppe sich dazu entschließt ein Taxi zu unserem eigentlichen Trailhead zu nehmen. Der liegt nämlich knapp 12km und 800Hm weiter und würde uns einiges an Zeit und Kraft rauben; da wir aber noch eine ganze Woche im Hochgebirge vor uns haben, wollen wir unsere Kräfte sparen und wählen die schnelle, wenn auch etwas unehrliche Methode. Velimir kann uns ein Taxi besorgen, auch wenn wir erfahren, dass wir kein Trinkgeld geben sollen, da: „this guy's an asshole, don't tip him.“ Gesagt, getan! Und nach 10min Fahrt sind wir bereits auf einem kleinen Parkplatz, hinter dem direkt ein Jägerweg anfängt, der uns höher den Berg hinauf bringen soll. Auf der Fahrt unterhält sich Velimir die ganze Zeit mit dem Taxifahrer und er erzählt uns später, dass der Typ etwas neugierig war und sich gefragt hat, wo wir sieben Leute mit unseren Rucksäcken noch unterwegs sind und wir übernachten wollen, etc. Velimir musste diesen Fragen teilweise ausweichend, teilweise lügend Antwort stehen. Man weiß ja nie, wer hier mit wem Kontakt hat.... Immernoch bei schönstem Wetter geht es nun für uns den Berg hinauf zu unserer ersten Hochalm. Währenddessen können wir den Blick auf herrlich waldbedeckte Hügel (oder sind es schon Berge?), steile Klippen und verlassene Almen bewundern. Durch einen Kiefernwald steigen wir immer höher und nach kurzer Rast erreichen wir knapp über der Baumgrenze eine große Alm auf der sich mehrere Hütten befinden. Noch ist es recht voll mit anderen Wanderern und wir kommen ins Gespräch mit einem älteren Ehepaar, das erstaunlich gut Englisch sprechen kann. Die zwei waren im Nationalpark um Steinpilze zu sammeln (erzählt es niemanden!) und ihre Ausbeute ist recht ansehnlich, muss ich neidlos anerkennen. Auf dieser Alm legen wir nun eine längere Pause ein, in der wir es uns vor einer kleinen Hütte gemütlich machen, die Füsse hochlegen, etwas essen und die Gelegenheit zum „socializing“ wie es Neudeutsch heißt nutzen. Gegen sechs Uhr abends sind wir die einzig noch Verbliebenen hier oben und nach einer kurzen gemeinsamen Fotosession machen wir uns auf zu unserem letzten Ziel für heute, einer weiteren Alm auf der wir übernachten wollen. Nach nur etwa 45min kommen wir auch schon dort an und ich muss sagen, dass mich diese Kulisse als Schlafplatz erstmal völlig umhaut. Unser Lager schlagen wir auf einer kreisrunden, freien Fläche von etwa 300m Durchmesser auf, umgeben sind wir dabei an drei Seiten von Bergen die sich über uns auf knapp 2000m Höhe erstrecken, immernoch etwa 300Hm mehr, als wir im Moment liegen. Absolut beeindruckend, allerdings hat dies auch zur Folge, dass die Sonne sich schnell verzieht und in diesem Kessel wird es sehr schnell feucht und kalt. Kurz nachdem unser Lager aufgeschlagen ist, sehen wir zwei Personen von einem nahe gelegenen Pass heruntersteigen. Hoffentlich sind dies keine Ranger, die uns wieder vertreiben wollen... Wie sich aber herrausstellt ist es ein schwules Pärchen auf dem Weg runter ins Tal, die uns freundlich begrüßen und mit Velimir ein wenig auf Slovenisch quatschen. Ich kann zwar nichts verstehen, allerdings dreht es sich wohl teilweise um Velimirs Solomid, da er einiges dazu erklärt und den beiden zeigt. Als wir dann noch beim Abendessen die Steinböcke hoch über uns Gröhlen hören und der (annähernde) Vollmond über uns aufgeht, ist die Idylle perfekt. Genau so habe ich mir das vorgestellt! Die Fotografen unter uns schießen noch fleißig Fotos bei dieser tollen Kulisse und dem schönen Mondlicht und kurze Zeit später ziehen wir uns alle in unsere jeweiligen Behausungen zurück. Schon jetzt ist deutlich die vom Temperaturgefälle herrührende Kondensation zu merken und ich versuche bestmöglich alles loftige unter meine schützende Bivydecke zu quetschen bevor ich zufrieden einschlafe. Ein toller Tag! Der nächste Teil folgt sobald wie möglich! -
Hi Sabi! Hoffe, die Gelenkschmerzen sind nun schon wieder deutlich besser geworden, wo du etwas Zeit zum Ausruhen gehabt hast... Wo hier doch so eine muntere "Frage-Antwort Stunde" abgehalten wird....was hattest du ungefähr für eine Dollar/Miles Rate? Carsten schrieb ja schon von etwa 1,5 Dollar pro Meile, allerdings ist das ja jetzt auch schon eine Weile her und ich wollte nur mal wissen, ob sich das irgendwie signifikant verändert hat. (Der PCT ist ja nunmal auch so ein kleines "Long-Term Goal" von mir und Geld ist ein großer Teil, der mich davon abhält.....)
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OT: Grrrrrrrrr....warum musst du immer Zeit haben, wenn ich keine habe?! Hast du denn schon einen etwas genaueren Ablaufplan? Vielleicht kann ich dann Samstagnachmittag dazustoßen, wenn du in der Nähe eines Bahnhofs vorbeikommst.
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Hallo liebe UL-Gemeinde! Lange hat es gedauert, aber nun möchte ich euch meinen Trip Report zum UL-Summit 2012 vorstellen, der Anfang August in Slovenien stattgefunden hat. Für alle Ungeduldigen: Fantastisch wars! Ich wollte gar nicht wirklich nach Hause, vermisse die Leute doch ganz schön und freue mich schon riesig auf das nächste Jahr. Aber nun, für alle, die etwas mehr Zeit haben hier der ausführliche Bericht. Ich werde diesen in mehreren Teilen veröffentlichen, da ich einerseits viel zu viel vermutlich zu schreiben habe, aber auch nicht Zeit habe, einen großen Bericht zu verfassen. Daher jetzt der erste Teil, der sich mit dem Vorbereitungen und dem ersten Tag befassen soll! Im letzten Jahr hatte Hendrik von hikinginfinland.com (auch hier bekannt unter dem Namen "Skullmonkey") die tolle Idee Ultraleicht-Wanderer aus aller Welt an einem Ort zu versammeln und gemeinsam auf Wanderschaft zu gehen. So sollte man erstens neue Leute, die dasselbe Interesse teilen kennenlernen, als auch Erfahrungen, Tips und allerlei Wissen austauschen können. Sofort hat mir die Idee gefallen und ich habe alles mögliche dafür getan zu diesem Treffen gehen zu können. Ein Termin war auch schnell gefunden, doch wohin sollte es gehen? Europa wurde als erster Kontinent ausgewählt, doch jeder weiß, dass Europas Landschaften nicht abwechslungsreicher sein könnten. Vier Länder standen dabei zur Auswahl. So konnten die zukünftigen Teilnehmer wählen zwischen Lapland, Schottland, Island und Slovenien. Für mich waren alle vier Neuland, allerdings war Slovenien für mich ein vollkommen leeres Blatt, sodass ich mir dafür entschied. Und tatsächlich! Die Community entschied sich für dieses Land als Austragungsort des ersten Summits. Eingetragen hatten sich etwa 25 Mann für den Summit, zu guter letzt wurden es nur 10. Wie sich später herausstellen sollte, sicherlich gut so.... Nach den üblichen Vorbereitungen machte ich mich schließlich am frühen Sonntagmorgen (um 03:00 Uhr um genau zu sein!) in Aachen auf den Weg um meinen Zug nach Villach zu kriegen. In Köln durfte ich Stunde warten; ab in den ICE nach München (das schreiende Baby, das mit seiner Mutter in Mannheim dazustieg und bis München blieb, konnte ich dank meiner mitgebrachten Ohropax sogar einigermaßen ausblenden). In München zwei Stunden warten auf den völlig überfüllten Anschlusszug nach Villach. Erstaunlicherweise kam ich dort ohne jede Verspätung um 16:13 Uhr an, ein Wunder bei knapp 12h Zugfahrt... In Villach wurde ich abgeholt von Philip, der in der Nähe wohnte und sich freundlicherweise dazu bereit erklärt hatte mein unnötiges Reisegepäck für die Woche aufzunehmen. Nach kurzem Aufenthalt bei ihm und seinen Eltern (vielen Dank nochmal für die leckeren Spaghetti!) machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Bahnhof wo ein Zug uns nach Lesce Bled in Slovenien führen würde. Im Zug nach Ljubljana trifft man so manchen Weltenreisenden und Abenteurer, so auch hier, wo wir ein nettes Gespräch mit einem Mann führten, der doch tatsächlich für zwei Jahre in Tibet wohnte, weil er dort an seiner Diplomarbeit schrieb. Der gute Mann plante dort als Architekt eine Grundschule zu bauen, da er tibetische Architektur studiert hatte. Sachen gibt’s.... Um ca. 19 Uhr kamen wir schließlich in Lesce an. Uns begrüßte ein Bahnhof der eindeutig bessere (sozialistischere) Zeiten gesehen hatte. Musterarchitektur wie sie Tito sich gewünscht hätte (hatte?!?)... Da erreichte uns auch schon die erste schlechte Nachricht des Abends: Unsere Mitfahrgelegenheit, die uns in Lesce abholen und mitnehmen sollte nach Bohinsjka Bistrica verspätete sich etwa um eine halbe Stunde, da ein gewisser Flug aus Finnland in Polen einem Sturm ausweichen musste^^ Naja, nicht weiter schlimm. In der Abendsonne machten wir es uns gemütlich und saßen die Zeit ab, bis Velimir mit seinem Auto erschien. Velimir war ortsansässig und ohne ihn wäre diese ganze Woche nicht möglich gewesen. Er plante nicht nur unsere Route, versorgte uns mit Treibstoff, sondern hatte immer ein offenes Ohr und wichtige Informationen parat. Eine enorme Verantwortung, die nicht ohne ihre Spuren zu hinterlassen auf ihm lastete... Herzlichst begrüßt wurden wir von Velimir, Hendrik, Benjamin aus den USA, sowie Thomas aus Norwegen, mit denen wir die nächste Woche wandernd verbringen wollten. Die Rucksäcke verstaut, zu viert auf die Rückbank gequetscht („Wenn die Polizei kommt, muss sich einer von euch ducken!) und ab zum Campingplatz, wo uns bereits Steven und Freundin Traci erwarteten. Doch im Auto die nächste Hiobsbotschaft: Tatsuya und Jotaro aus Japan hatten ihren Anschlussflug in Paris verpasst und mussten eine weitere Nach dort verbringen, sodass wir leider nicht wie geplant starten konnten. Außerdem hatte Benjamin zu diesem Zeitpunkt weder Häringe, noch Trekkingstöcke oder seinen Proviant, da dieser auch in Paris zurückgeblieben war. Ging ja schonmal gut los. Um 22 Uhr kamen wir schließlich an und nach kurzem Aufbau begaben wir uns noch für ein kurzes Bier zum gemeinsamen kennenlernen in die kleine Bar am Campingplatz. Schnell wurde ein alternativer Plan gefunden. Anstatt wie geplant vom Campingplatz aufzusteigen zur Crna Prst Hütte und dem dort nach Westen verlaufenden Grat zu folgen um dann gegen Abend auf diesem zu zelten, entschlossen wir uns einen Teil des Grates als Tageswanderung mit leichtem Gepäck auf uns zu nehmen und noch eine weitere Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen, um auf die beiden Teilnehmer aus Japan und Bens Gepäck zu warten. Alle noch ziemlich erschöpft von unseren Anreisen, schliefen wir auch recht schnell ein. Am nächsten Tag wurden wir von einem bedeckten Himmel begrüßt, der zwar kein Regen versprach aber eine unangenehme, drückende Hitze, die umso stärker wurde, je mehr es gegen Mittag wurde. Nach kurzem Einkauf im lokalen Supermarkt in dem wir uns mit Obst, Wurst, Käse, Tortillas und allerlei weiteren Leckereien versorgten machten wir uns auf zum Grat. Das Tempo war sofort sehr hoch und ich bereute recht schnell nicht mehr Zeit zum Training vorher gehabt zu haben. Besonders die Hitze, die um so stärker wurde je näher wir uns der tief hängenden Wolkendecke näherten, machte uns zu schaffen. Nach knapp anderthalb Stunden und etwa 800 Hm hielten wir die erste Rast an einer kleinen Berghütte auf einer gemütlichen Freifläche. Frischwasser aus der Pumpe, hochgeholt von der Kuhweide, wo hat man sowas sonst noch? Gestärkt mit Tee, etwas Wurst, geräuchertem Käse und Brot machten wir uns anschließend auf die letzten 500 Höhenmeter zu überwinden. Nach kurzer Zeit verließen wir den dichten Mischwald und gelangten über den wunderschön wild verlaufenden Pfad über die Baumgrenze. Erst jetzt wurde uns so recht die Dimension bewusst in der wir uns hier bewegten. Einfach eine tolle Landschaft, die mich in ihrer Schroffheit ein wenig an Mallorca erinnerte. Dazu trug auch sicherlich bei, dass durch die tief hängenden Wolken kaum ein Lüftchen wehte. So war es annähernd vollkommen still auf unserem Weg, was eine fast beklemmende Atmosphäre erzeugte. Je näher wir dem Grat kamen, umso dichter wurde auch der Nebel, der uns schließlich vollends auf 1800m Höhe einhüllte. Na toll, nichts mit Aussicht, oder dergleichen. Stattdessen eine rauhe Briese, die uns den Schweiß, den wir ausgestoßen hatten jetzt unangenehm auf der Haut spüren ließ. Also nur ein kurzes Gipfelfoto auf dem Crna Prst (übersetzt „schwarze Erde“, da im oberen Bereich ein ungewöhnlich schwarz verfärbter Bereich des Berges freilag) und dann ab in die Hütte, in der wir uns erneut mit Tee und ähnlichem stärkten. Erstmal beraten, was denn nun unser weiteres Vorgehen sein würde. 1300Hm in knapp vier Stunden steckten uns jetzt doch etwas in den Knochen und drei von uns entschließen sich denselben Weg wieder abzusteigen und im Camp auf die anderen fünf zu warten. Diese fünf, darunter Steven, Traci, Philipp, Hendrik und ich, spekulierten auf aufklarendes Wetter und wollten dem Grad etwa noch 12km bis knapp hinter den Gipfel des Rodica folgen und anschließend etwas querfeldein absteigen in Richtung Ribcev Laz, das direkt am Bohinjsko See liegt. Um etwa 15 Uhr trennten wir uns und wir fünf machten uns zügig auf den Weg, jetzt sehr viel exponierter dem Grat Richtung Rodica folgend. Die Luft war nun deutlich angenehmer und bereits nach kurzer Zeit hatten wir tatsächlich Glück und es klarte nun in nördlicher Richtung (in Richtung des Sees) nun genauso auf, wie es bereits im Süden aufgeklart war. Bei schönster Aussicht uns nachmittäglicher, milder Sonne folgtem wir dem Kammweg, der ab jetzt nur noch geringfügige Höhenunterschiede überwand. Stattdessen mussten wir an einigen Stellen gut gesichert und nicht zu exponiert auch mal Hände beim wandern verwenden, was zumindest mir einen höllischen Spaß bereitete. So gefällt mir das! Zwischendurch immer wieder kleinere Gipfel, die uns genügend Möglichkeiten zum Fotografieren und Genießen der tollen Aussicht gaben. Einziger Wermutstropfen war, dass das Triglav-Massiv zu diesem Zeitpunkt immernoch in dichte Wolken verhüllt war. Trotzdem konnten wir hier schonmal einen kleinen Vorgeschmack davon kriegen, was uns die nächsten Tage erwarten sollte. Nach etwa zweieinhalb Stunden erreichten wir auch schließlich den Gipfel des Rodica (1964m), der einen markanten Punkt auf dem Grat darstellte und für uns der höchste Punkt an diesem Tag werden sollte. Die Orientierung war zu diesem Zeitpunkt doch schon etwas schwieriger und nachdem Steven einen kurzen, scharf abfallenden Vorsprung ausgekundschaftet und diesen für uns als zu gefährlich eingestuft hatte, mussten wir nochmal einen kleinen Umweg nehmen, der uns aber über herrlich rollende Hügelketten führte, die vor grün nur so strotzten. Hier war es auch, kur hinter dem Rodica, das uns wildes Edelweiß begrüsste. Toll anzusehen, insbesondere, wenn man, wie ich, es noch nie zuvor in „freier Wildbahn“ gesehen hatte. Es war mittlerweile 18:30 Uhr, also waren wir knapp achteinhalb Stunden unterwegs und zumindest ich, merkte es zu diesem Zeitpunkt doch deutlich. Was half dagegen? Eine kleine Portion gerösteter Erdnüsse, die ich in weiser Vorraussicht noch eingepackt hatte, weckte wieder ungeahnte Kräfte und gemeinsam ging es an die insgesamt etwa 1400 Hm abstieg, die wir noch zu bewältigen hatten. Unser ursprünglicher Plan war, in etwa hier Lager aufzuschlagen und zu übernachten und ich merkte schnell, dass dieses Ziel vermutlich etwas zu hoch gesteckt gewesen sein könnte. Etwas querfeldein stiegen wir von einem kleinen Pass ab und nach kurzer Zeit erreichten wir eine alte, verlassene Alm. Blöderweise auch hier wieder kein Wasser zu finden. Dieses war nämlich etwas unbeachtet von uns allen schleichend weniger geworden und wir alle waren schon gehörig durstig als es wieder unterhalb der Baumgrenze weiterging. Auch machte uns die einbrechende Dunkelheit zu schaffen und wir legten nochmal alles rein, um noch einigermaßen heil im Tal anzukommen. Zu diesem Zeitpunkt machten sich dann Philipps Knie bemerkbar, der sichtlich Schmerzen hatte beim Abstieg. Er hatte erst vor kurzem Probleme gehabt und anscheinend war es leider nicht besser geworden. Mit etwas Gefluche und Zähnezusammenbeißen ging es dann aber doch noch weiter. Als nächstes verletzte sich auch noch Traci, als sie ausrutschte und mit ihrem Knöchel an einem Felsen anschlug. Sichtlich geschwollen machte sie notgedrungenerweise auch weiter. Man merkte, dass die ganze Gruppe doch ganz schön erschöpft war, da zu diesem Zeitpunkt auch Hendrik das fotografieren einstellte und nur noch unten ankommen wollte Kurz vor dem Talort dann endlich ein erlösendes Rauschen in der Ferne...könnte das fließend Wasser sein? Und tatsächlich! Ein schön reißender Gebirgsbach ergoß sich in Richtung Tal und wir konnten endlich wieder Wasser schöpfen und uns etwas abkühlen. Nach nur einer weiteren halben Stunde erreichten wir dann schließlich Ribcev Laz. Hier erwarteten uns warme Pfannkuchen mit Nutella und Marmelade, sowie kühle Getränke, als auch Velimir, der sich dankenswerterweise dazu bereit erklärt hatte uns die weiteren 10km zurück zum Campingplatz zu ersparen. Als wir schließlich dort wieder ankamen, vollkommen erschöpft und sonnenverbrannt, wusste ich, dass der morgige Tag auch hart werden würde. In weiser Vorraussicht nahm ich noch zwei Ibuprofen gegen die einsetzenden Knieschmerzen. Dann eine weitere schlechte Nachricht: Meine selbstgekürzte Neo-Air war undicht! Wie konnte das denn sein? Ich hatte doch schon eine Nacht auf ihr in Slovenien und drei zu Hause zu Testzwecken verbracht!? Schnell war die undichte Stelle gefunden. Wie sich herrausstellte war eine Stelle meiner selbstgemachten Versiegelung aufgegangen, ich schob es mal auf die schwüle Hitze die den Tag über im Tal und insbesondere unter meinem Tarp geherrscht haben musste. Na toll...provisorisch mit Gorilla-Tape geflickt, aufgeblasen und dann doch daraufgelegt; das konnte ja noch was geben.... Ende des ersten Teiles, die anderen werden sukzessive veröffentlicht. Stay tuned!
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Jepp, wird noch kommen, zusammen mit einem auführlichen Tourbericht! (Hoffe gegen Ende der Woche...)
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Ganz vergessen Bescheid zu sagen, für mich gehts ja auch zum Summit!! Sitze auch schon auf halbem Weg in München am Hbf und warte auf meinen Anschlusszug...(direkt mal ein kleines User-Bild^^)
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Du weißt, was ich davon halte
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Hallöchen, ich hab mir jetzt mit dem Stück Fahrradschlauch beholfen. Das klemme ich, wenn ich es nicht brauche einfach unter die Kontermutter. Da geht der Streifen nicht verloren. Und dann im Gebrauch vorher in die Öffnung des StickPic stecken und dann den Fizan reindrehen. Hält Bombe und hat mir bisher mit meinen 600g GF2+Objektiv keine Probleme bereitet, sogar beim einhändigen Gehen. Natürlich solltest du immer, wie von StickPic empfohlen den Riemen der Kamera über dem Stock lassen, damit nichts passiert; ist halt ne Bastellösung. Hier noch zwei Bilder:
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So, lang lang ists her, dass ich den Beitrag gepostet habe; die liebe Zeit verfliegt. In der Zwischenzeit will ich euch nicht das (vorläufige) Ergebnis vorenthalten. Ich war heute im Aachener Park und habe bei bestem Wetter die Sonne genossen und mein Poncho Tarp aufgebaut, wobei es bisher nur ein Tarp ist. (Ich trau mich nicht so recht an die Kapuze ) Hab nur Fotos in der Half-Pyramid gemacht, weil das mein liebstes Set-Up ist. Sei nur soviel gesagt: Man muss sich einschränken können, rein platztechnisch...Wenn alles nach Plan läuft, sollte ich das gute Stück auf dem Herbsttreffen präsentieren können, für alle Interessierten! Aso, fast das Beste vergessen: Das Gewicht (im Moment noch) liegt bei genau 112g!!
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Na dann viel Spaß im sonnigen Norden!
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Hm, habe gerade mit dem Virtuosen aus Köln geklönt und bin zu dem Entschluss gekommen mein Glück mal mit einem solchen "Stasi"-Mantel, wie Mateusz es genannt hat, zu versuchen. Er soll als Regenmantel und gleichzeitig als Bivy-Blanket dienen, muss also unbedingt die Regenmantel Maße haben. Leider ist froggtoggs.de nicht mehr existent, wäre also toll, wenn mir jemand damit aushelfen könnte. Angebote gerne hier, oder per PN. Dankeschön im Vorraus!
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Wow! Das kannte ich noch gar nicht; danke für den Link! Wieder was für die stetig wachsende Bastel-Liste...
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OT: Wie findet man denn heraus, woher die Pfaff stammt? Würde mich mal bei meiner interessieren...
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Ne, das war schon klar. Meinte nur, dass ich dir gerne kurze Matten zum ausprobieren geben könnte, wenn wir denn mal in die Eifel ziehen sollten.
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Da wär ich auch dabei! Hast du eine lange Microlite? Ich könnte dir eine Kurze anbieten und seit kurzem sogar eine selbstgekürzte NeoAir in 80cm Länge
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Puh. Schwer zu sagen, ich habe sie damals gebraucht für 120€ erstanden, also eher günstig? Ich möchte dir da keineswegs falsche Tips geben, da gibt es sicherlich andere hier, die da wesentlich mehr Erfahrung haben! Hab allerdings, fällt mir grade so auf, nicht die Flash, sondern ein Paar ältere Lightning Ascent 22" (das Frauenmodell) erstanden. Gewicht (kurz auf die Waage geworfen): 1284g pro Paar. Gelaufen bin ich damit noch nicht wirklich. Als mal etwas mehr Schnee lag hier in Aachen im Park (bin trotzdem bis zum Gras durchgesunken....) Hat aber definitv Lust auf mehr gemacht! Die Bindung fand ich allerdings mit Trailrunnern nicht gut, bzw. umgekehrt; da müssen andere Schuhe ran. (Hoffentlich nicht meine alten, sauschweren Stiefel!) Was ich damit sagen möchte, ist, dass es in den seltensten Fällen nur mit den Schneeschuhen getan ist, ich muss auch noch über alternative Schuhe nachdenken, die erschwinglich sind. Muss man sicherlich auch noch Bedenken die Investition...
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Dann kann man ja nochmal den Inov8 BareGrip 200 reinwerfen (kennst du ja aber bestimmt schon!) An den traue ich mich bisher noch nicht ran, ein bisschen "Stöckelschuhe" muss ich immernoch haben leider. Interessant finde ich ihn dennoch. Laut der Herstellerseite diesselbe Gummimischung wie der Roclite 295, allerdings eine aggressivere Sohle. Wenn du den ausprobieren würdest, würde ich mich sehr über einen Erfahrungsbericht freuen, da alle Berichte, die ich bisher gefunden habe nur von Läufern sind und nicht von Wanderern.
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OT: Hab genau die letztes Jahr gebraucht im Forum erstanden. Der Winter war ja aber etwas schwach dieses Jahr *hust*hust* Wär also durchaus mal für ne kurze Tour in heimischen Gefilden zu haben
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Moin! Mein Schuh der Wahl ist der Roclite 295. Ist für mich die perfekte Mischung aus Grip, Komfort und Haltbarkeit. Damit habe ich auch dieses Jahr den GR221 gemacht bei sehr nassen und nebligen Bedingungen Vom Grip her hatte ich damit null Probleme, allerdings war der Abrieb gefühlt so enorm, dass ich abends die liegengelassenen Millimeter fast schon zählen konnte. Da sehe ich auch das größte Problem mit dem GR; du bist fast ausschließlich auf alten Steinpfaden unterwegs, die allzu weiche Sohlen regelrecht abschmirgeln. Ich weiß leider nicht, wie das mit Barfußschuhen dann aussehen würde. Der liebe Grip.....tja, da muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich es dir nicht empfehlen würde, solange nicht ein gewisses Mindestmaß vorhanden ist. Ich denke der Neo Trail sollte noch ausreichend sein. Den Standard Neo (o.ä.) würde ich nicht mehr wagen wollen. Ein weiteres Problem war sicherlich auch das ständige Umknicken auf den Steinen, was sich einfach nicht immer vermeiden lässt. Ich hatte zum Glück einigermaßen trainierte Bänder etc. dass es nicht so schlimm war, allerdings habe ich auch abends an den Hütten Leute mit Eispaketen auf den Knöcheln gesehen. (Wobei man fairerweise sagen muss, dass diese Leute mit schweren Bergstiefeln unterwegs waren.) Wenn du also noch nicht lange mit Barfußschuhen (was ja nochmal eine gesonderte Belastung auf Bänder und Muskel erzeugt) bzw. Halbschuhen unterwegs warst, würde ich dir nicht empfehlen direkt zu starten. Am besten wäre ein ausführliches Training vorher!
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Hi Basti, mir ist leider für das Wochenende was dazwischen gekommen. Ich kann dann leider also doch nicht Aber wenn du noch losziehst wünsche ich eine schöne Kurztour!
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OT: Wow! Sehr cooles, innovatives System. Da werd ich bestimmt auch mal zugreifen. Wäre toll wenn du dann ggf. mal Bericht erstatten könntest auf deinem Blog, oder hier.
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grelle Windjacke mit Kapuze gesucht
heilaender antwortete auf Knilch's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Mh, jetzt wo ich so recht nachdenke eigentlich nicht. Muss mal meine Vorurteile auf Grund anderer Leuts Meinung loswerden, hatte nämlich noch nie selber ein Quechua Produkt... -
grelle Windjacke mit Kapuze gesucht
heilaender antwortete auf Knilch's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Tach auch! Wurde mal in einem anderen Thread angesprochen: Quechua Helium Wind Habe ich bei dem Decathlon in meiner Nähe auch in Neongrün und Bauarbeiter Orange gefunden. Gewicht lag in S bei 90g. (die Größe brauchst du ja vermutlich nicht ) Packmaß lag in etwa bei 8cm Durchmesser. Preislich halt sehr interessant, aber ich steh nicht so auf Quechua -
Hi Seb! Gut dass das mit dem Bivy geklappt hat; jetzt von Tyvek überzeugt? Das mit der Größe hatte ich ja angesprochen. Wenn sich nichts weiter ergibt, wäre ich deinem Silshelter nicht abgeneigt...auch weil wir das ohne Versand oder dergleichen direkt in Aachen regeln könnten. P.S.: Für den Drink wär ich zu haben!