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Ultraleicht Trekking

Mia im Zelt

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Alle erstellten Inhalte von Mia im Zelt

  1. Hallo dreiStern, 4 Wochen Zeit für einen Teil vom Si klingt toll. Im September wäre es mir auf Sizilien tendenziell zu warm, aber ich weiß nicht, wie du bezüglich der Temperaturen tickst. Sizilien ist wunderschön, ein paar Abschnitte fand ich dort aber fad (siehe Bericht). Toll wäre in meinen Augen Toskana und Umbrien/Marken. Gerade in Umbrien und Marken sind die Wege auch mal anspruchsvoller mit vielen Höhenmetern. Was stellst du dir genau unter "anspruchsvoll" vor?
  2. Ich habe mir vor Jahren ohne große Kenntnisse einen Daunenschal genäht: ein Schlauch mit zwei Kammern (Trennung durch Moskitonetzstoff) und drei Klettpunkten. Gewicht liegt bei 29g. Funktioniert solo und auch in Kombination mit einem Schlafsack als Ersatz für den Wärmekragen. Brauchst aber eine Nähmaschine dafür.
  3. Ja, die Platte mit der Aluschiene kann man rausnehmen und auf den eigenen Rücken anpassen.
  4. Inzwischen habe ich auch zwei Paar Gaiters genäht. Einmal aus einer nie genutzten Shapewear Unterhose und ein Paar aus einem 2nd Hand Badeanzug. Das zweite Paar gefällt mir schon aufgrund des Blumenmusters sehr gut - Flowerpower Ging übrigens ganz ohne Obertransport-Fuß. Hab für den Saum stattdessen eine Overlooknaht mit der Haushaltsmaschine gemacht, hat super geklappt. Da ich keine Häckchen in großer Ausführung finden konnte, habe ich stattdessen Kam-Snaps verwendet. Gewicht: 32g
  5. Interessant. Meine Erfahrungen mit denen stammen nämlich bisher auch nur aus dem Wassersport. Ich bin in den letzten Tagen bezüglich der Handschuhe ständig hin- und hergerissen und packe ständig um. Nun bin ich wieder bei Fleece + wasserdichte Überzieher. @retox1 Ich trage abgesehen von Regenkleidung gar keine Oberteile mit Kapuze. Die nervt mich nämlich meist bloß. Aber abgesehen davon, haben mich Caps bisher nicht überzeugt. Schon der Sonnenschutz ist mir nicht ausreichend. Aber da hat eh jeder andere Vorlieben.
  6. OT: Oje, die Mengen sind echt groß. Um so viel zu essen brauche ich v.a. eines: Zeit! Dann läuft du wohl auch 5km/h und mehr. Bei mir bisher eher 2,5-4,5 km/h (je nach Gelände und HM) bei rund 10h Wanderstunden pro Tag. @retox1 Hast du eigentlich einen breitkrempigen Hut dabei? Den brauchst du nämlich um das Mückenkopfnetz effektiv nutzen zu können. Und einen Liner für den Rucksack habe ich auch nicht gefunden.
  7. Hängt aber auch mit dem Startdatum zusammen. Wer spät startet muss sich mehr beeilen. Da stimme ich dir vollkommen zu. Dann für mich immer ein Grund den Pausentag auf einen Nero zu kürzen oder ihn auf einen günstigeren Ort verlegen. OT: Das finde ich nicht. Wie man 50-60km wandern (nicht joggen!) kann, ist mir schleierhaft. Dazu bin ich wohl einfach zu langsam. Auf dem südlichen Kungsleden war ich für 30km auch oft 10h zuzügl. Pausen unterwegs. Im südl. Abschnitt vom AZT genauso, im nördlichen kam ich schneller voran. Aber Retox ist vielleicht schneller als ich. Bei meinem waren es rund 4000km. Durch Wochenendtrips eher etwas mehr. Da stimme ich dir im Prinzip zu. Wobei zumindest bei meiner Route die besonders langen Abschnitte ohne Einkaufsmöglichkeit weiter im Norden sind, wo die Hütten (wenn es welche gibt) kein Proviantlager mehr haben. Da nützt es einem nichts, wenn man bereit ist mehr Geld für die LM auszugeben. OT: Wie schaffst du es 5000kcal zu dir zu nehmen und trotzdem 50-60km am Tag zu wandern?
  8. Bei den Gaskartuschen kommt es ja auch darauf an, welche Größen man vor Ort kaufen kann. Packst du eigentlich Kartuschen in deine Versorgungspakete? Ich überlege eine 100er in mein Paket zu packen, aber eigentlich ist das ja verboten... Kopfhörer mit Kabel sind leichter. Nimm nur zwei Ohropax und packe sie einfach in eine winzige Plastiktüte. Es gibt da ja solche mit Zip. Der BRS funktionierte bei mir immer sehr zuverlässig, bis irgendwann auf Sizilien das Gewinde zu abgenutzt war. Habe aber auch noch nie einen anderen Kocher verwendet. Ja, zumindest wenn es sehr nass wird. Das Problem bei nassen Händen ist ja die Kälte, die dadurch entsteht. Habe selber noch nie wasserdichte Handschuhe im Einsatz gehabt, da sie bisher noch nicht nötig waren. Aber bei 5 Grad und Dauerregen wird es nicht nur ungemütlich, auch das Gefühl in den Fingern lässt nach.
  9. Mist, ich bin mal wieder zu spät! Viele Ausrüstungsgegenstände, die hier diskutiert werden, finde ich gar nicht mehr in deiner Liste. Finde den Thread besonders interessant, da ich ja auch NPL laufe. OT: Meine Packliste: https://lighterpack.com/r/9k92n3 nun deutlich schwerer wegen den Schneeschuhen (heuer extrem viel Schnee in Norge) Wieso wiegt denn deine Schlafmaske 24g? Meine wiegt 4g (die man im Flugzeug geschenkt bekommt). Ein Buff habe ich auch schon mal als Ersatz benutzt, aber wenn es richtig hell wurde, ließ es doch etwas licht durch. Wenn du nicht gerne liest, würde ich an deiner Stelle auch kein Kindle mitnehmen. Ich nehme eines mit, weil ich ein Bücherwurm bin und bisher an fast jedem abends oder in der Pause Tourtag gelesen habe. Toilettenpapier nehme ich genügend mit, dass es bis zur nächsten Auffüllmöglichkeit reicht? Haben die DNT-Hütten denn Klopapier? Bisher dachte ich, man muss es selbst mitbringen... Masssageball hatte ich früher auch einen dabei. Diesmal lasse ich ihn weg, weil für mich Dehnübungen genauso viel bringen. Dein Schlafsack wäre mir deutlich zu kalt. Leggins und Shorts wären mir schon aufgrund der Mücken zu ungemütlich. Und wenn die Leggins nass wird und auf der Haut klebt...brrr. Schlafsocken habe ich auch immer welche dabei, 60g und mega warm (müssten diese sein). Die nehme ich immer mit, wenn ich kalte Temperaturen erwarte, gefroren habe ich darin noch nie. Bezüglich der getragenen Kleidung orientiere ich mich an den Erfahrungen der bisherigen NPL-Wanderer. Meist sieht man die auf Fotos mit langer Kleidung, entweder wegen kühler Witterung oder Mückenalarm. Mückenspray fehlt mir übrigens in deiner Liste. Ansonsten finde ich genügend warme Kleidung wichtig in einem kalten Land wie Norge. Hab dafür schon zu oft gefroren. Deine Handschuhe sind echt schwer. Aktuell bin ich noch bei leichten Fleece Handschuhen (Decathlon) + MYOG DCF Überhandschuhe, bin aber auch am zweifeln, ob diese Kombi bei Mistwetter wirklich warm genug ist. Evtl. schwenke ich noch um auf Handschuhe aus Neopren (ca. 58g in Damengröße) + dünne Liner (ca. 24g). Die Wasserblase finde ich auch größer als nötig. Hab auch nur eine 2L Version dabei, weil ich keine 1 Liter-Version besitze. Der Vorteil ist das kleine Packmaß, wenn sie leer ist. Ist mit Ear Plugs Lärmschutz gemeint? Die kommen mir mit 18g erstaunlich schwer vor und daher die Nachfrage. Meine wiegen (wenn überhaupt) 1g. Auch deine Kopfhörer sind schwer. Ein Emergency Blanket finde ich auch unnötig. Du vergisst, dass die Versorgungsabstände lang sind? Retox hatte in einem anderen Thread zu seiner geplanten Tour u.a. nach einem Rucksack gesucht, mit dem er 2 Wochen autark unterwegs sein kann. Zudem startet er seine Tour ja bereits nächste Woche und ein Tausch ist da in der kürze der Zeit schwierig.
  10. Gaskartuschen habe ich auf dem SI nur in Sportgeschäften und im Decathlon gefunden. Decathlon hat in Italien glücklicherweise viele Filialen. Z.B. in Cosenza, welches sehr nah am Trail liegt. Hab aber auch nur 3 230er Kartuschen gebraucht, von denen ich die erste von Zuhause aus mitgenommen hatte.
  11. Tolle Fotos und toller Text. Macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Ich freue mich auf die Fortsetzung! Damals hatten mein Mann und ich ja auch die Südinsel geplant, doch Covid hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Irgendwann wollen wir den TA auch noch nachholen.
  12. Hey, ich werde zwar nicht auf dem Kungsleden laufen, aber zu einer ähnlichen Zeit trekkend in Norwegen unterwegs sein. Zelt vs. Tarp: Mir wäre es an deiner Stelle wichtig, dass ein geschlossenes Shelter zu haben, um von allen Seiten Schutz vor Regen und Wind zu haben. Kriegst du das mit deinem Tarp hin? Kleidung: Trägst du die Puffy-Jacke wirklich jeden Tag beim Wandern? Mir wäre das selbst in Nordskandinavien in dieser Jahreszeit meist zu warm. Stattdessen brauche ich eine Isojacke nur für Pausen und für die Abendstunden. Tagsüber finde ich eine Wind- oder dünne Regenjacke angenehmer. Aber du hast ja schon ein Fleece an, vielleicht reicht dies tagsüber? Bei den zu erwartenden Temperaturen würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall Mütze, Schal und Handschuhe einpacken. Mit Buff wäre mir das nachts definitiv zu kalt. Tagsüber kann man ja an kalten Tagen die Kapuze der Regenjacke nutzen. Ich nehme wasserdichte Socken mit, da meine Füße bei Nässe sehr zur Blasenbildung neigen und ich mir dadurch etwas mehr Schutz vor Nässe erhoffe. Andere wollen sie nicht missen, weil es mit den wasserdichten Socken wärmer ist, selbst wenn sie nicht mehr ganz dicht sind. Ebenfalls fehlt mir in deiner Packliste ein Liner als Regenschutz für den Inhalt.
  13. OT: Was ist denn eine Rockplatte? Habe den Begriff noch nie gehört.
  14. Das wäre mir für Norwegen zu luftig. Naja und ohne Moskitoschutz geht in Skandinavien sowieso nichts, aber daher würdest du wohl das S2S Pyranet mitnehmen... Das Bonfus hatte blöderweise einen Materialfehler, in Italien entstanden bereits anfangs immer wieder winzige Risse im DCF, aber nur auf einer Seite. Bonfus hat mir das Zelt zwar inzwischen ersetzt, aber das Vertrauen muss erst wachsen. Aufgrund der Nässe in Norwegen möchte ich diesmal ein doppelwandiges Zelt mitnehmen. In Italien im Herbst hatte ich an regnerischen Tagen immer wieder sehr viel Kondens im Zelt, welches mich schon gestört hat, wenn ich das Zelt tagsüber nicht trocknen konnte. In gemäßigten Klimazonen würde ich trotzdem weiterhin einwandige Zelte bevorzugen.
  15. Da hast du absolut recht! Leider.... Ich fürchte dies auch. Einen solch steifen Rucksack mit einem ebenso steifen Hüftgurt, der mir passt, hatte ich noch nicht. Aber ich vermute, wenn es so etwas gäbe, würde es ein bisschen helfen. Beim Atompacks ist dies nicht der Fall, v.a. der Hüftgurt (sowohl der originale als auch mein eigener) sowie deren Anbringung ist nicht steif genug dazu. Der zweite Aspekt trifft beim Atompacks hingegen schon zu. In der Hinsicht ist er ideal. Mit der Bepackung habe ich noch weiter ausprobiert und auch einen zusätzlichen Bauch- bzw. Unterbrustgurt angenäht. Dazu unten mehr. Das hast du gut erkennt. Eben wie beim originalen. Das muss ich demnächst noch ausprobieren. Ich werde berichten! All zuviel Hoffnung habe ich aber nicht, da beim Exped der Lastenkontrollriemen am Hüftgurt nur bewirkt hat, dass dieser mehr gerutscht ist. Beim Flex Cap hatte ich den gleichen Eindruck. Das habe ich genauso wahrgenommen. Bergab ist es immer besser. Die sind mit Absicht so straff, um die Last möglichst komplett von den Schultern weg zu bekommen. Deshalb ziehe ich die bei jedem Rucksack stark an. Vielen Dank! Bin schon fleißig am trainieren. Danke für deine Einschätzung! Mir selber ist das vorher noch nie aufgefallen und den Ärzten und Physios auch nicht. Deine Einschätzung ergibt aber Sinn. Nein, die sind fest. Ja, der ist in der Höhe verstellbar. Jedoch mag ich es gar nicht, wenn der Schultergurt nach innen rutscht, weil es dann am Nacken drückt. Deshalb funktionieren die Brustgurte bei mir wenig bis gar nicht. Das werde ich definitiv tun müssen. Ein Packsack, Zelt o. Ä. passt oben problemlos drauf. Ob ein Futterbeutel oben für die Lastübertragung funktioniert, habe ich noch nicht ausprobiert. Der Schlafsack bleibt in Norwegen lieber innen - Stichwort Regen... ___ In der Zwischenzeit habe ich meine Packtechnik verbessert: schweres noch gnadenloser rückennah oder ganz unten am Boden bzw. ein Mix aus beidem. Das Zelt kam zuletzt oben drauf und vorne in die Schultergurttaschen kam je eine kl. Wasserflasche. Zudem habe ich einen zusätzlichen Unterbrustgurt an jeder Seite an zwei Stellen angenäht, der sich mittels eines Blitzverschlusses schließen lässt. So kann ich die Schultergurte etwas lockern, ohne das der Rucksack dadurch nach hinten kippt. Bei einer 3 stündigen Probewanderung mit 14kg Gepäck trug sich der Rucksack tatsächlich angenehmer. Schmerzen, Druckstellen o.Ä. hatte ich weder an Schultern oder Hüften. Lediglich der Hüftgurt muss trotz der konischen Form sehr straff ziehen, damit er an Ort und Stelle bliebt.
  16. Grand Canyon South Rim - Grenze Utah Am Campingplatz am Grand Canyon legten wir einen Pausentag ein. Ein Verursacher von Nervenkitzel war die Beschaffung eines Permits für eine Übernachtung im Grand Canyon. Zwar soll es auch Leute geben, die darauf verzichten und an einem Tag durch den Canyon laufen, aber uns wurde schnell klar, dass dies außerhalb unserer Möglichkeiten liegt. Ein Permit war also zwingend notwendig! Dazu fuhren wir mit dem kostenlosen Shuttle-Bus bis zum Backcountry Information Center und bekamen eine Nummer. Am nächsten Morgen kehrte ich mit ein paar anderen AZT-Hikern zurück, die auch noch am Camp angekommen waren. Wir bekamen das begehrte Permit, jedoch nicht wie gewünscht für den Cottonwood Campground, sondern für den Bright Angel Campground. Dieser liegt direkt am Colorado River und zwang uns dazu, eine kürzere Etappe zu laufen. Am Tag des Aufbruchs stellte sich genau dies als ein Glücksgriff hervor. Für den Grund des Grand Canyon waren 90 ° Fahrenheit vorhergesagt, die ich schon am Vortag fürchtete. Anfangs war die Temperatur noch angenehm kühl, doch mit jedem Meter, den wir uns bergab bewegten, wurde es wärmer. Die Panorama-Aussicht teilten wir mit Massen an Tageswanderern. Nachdem wir mehrere Foto-Points hinter uns gelassen hatten, nahmen die Menschenmengen ab und wir brieten in der sengenden Sonne. Dennoch hielten wir immer wieder an, um die grandiose Schlucht zu genießen. An einem überdachten Shelter machten wir eine ausgiebige Pause, um uns im Schatten abzukühlen. Mehrere andere Wanderer, die auch im Canyon übernachten wollten, verweilten ebenfalls dort mit uns. Besonders gefallen haben mir die bunten Farben mit dem Kontrast zum strahlend blauen Himmel und dem türkisgrünen Colorado River. Für uns Europäer sieht diese Art von Landschaft einfach völlig fremdartig aus. Aufgrund der Hitze wanderten wir zwischenzeitlich mit Sonnenschirm, doch an manchen Serpentinen blies ein steifer Wind, der uns dazu zwang, die Schirme wieder abzubauen. Doch ohne Schirm war die Sonne noch anstrengender, trotz Cappi wurde mir sehr heiß am Kopf. Wir kämpften uns weiter herunter, bis wir einen Tunnel erreichten, der uns zu einer Brücke führte, die den Fluss überquert. Auf der anderen Seite vom Colorado River befand sich dann auch schon unser Camp, welches wir am frühen Nachmittag erreichten. Die wilden Tiere dort sind sehr frech und lassen nichts unversucht, an unsere Nahrung zu kommen. Die Metallboxen und die Stange zum Aufhängen vom Rucksack sind dort unerlässlich. Lässt man die offene Box nur ein paar Sekunden aus den Augen, steht schon ein Tier direkt daneben und will was klauen. Doch wir verschlossen alles rechtzeitig und konnten so unsere Vorräte beschützen. Trotz des Schattens am Camp war uns immer noch unerträglich heiß. Erst ein Bad im eiskalten Colorado River sorgte für die dringend nötige Abkühlung. Wir waren froh, an dem Tag nicht weiterlaufen zu müssen. Abgesehen von uns übernachtete noch Stir Crazy und eine junge Frau auf dem Gruppenplatz. Die junge Frau erschien erst, als es bereits dunkel war und hatte als Rucksack nur einen Hauch von nichts dabei. Da fragten wir uns schon, wo sie ihre Lebensmittel-Vorräte aufbewahrt. Sie erzählte dann aber, dass sie die gesamte Strecke vom Südrand bis zum Ende vom Trail in nur drei Tagen laufen will. Wir hatten dafür die doppelte Zeit eingeplant und entsprechend voll waren unsere geruchsdichten Taschen mit den Lebensmitteln. Als wir am nächsten Morgen aufwachten, lief sie gerade los. Zunächst ging es flach an einem Bach entlang durch die Schlucht. Selbst um acht Uhr war es sehr warm. Dann stieg der Trail sanft an, bis er nach rund zwei Stunden Gehzeit am Cottonwood Campground vorbeiführte, wo wir eine kleine Pause einlegten. Die Landschaft war im Aufstieg ganz anders als am Abstiegstag, die Schlucht war hier enger und man sah vereinzelt Sträucher. Beständig ging es bergauf, 1800hm sollten es insgesamt werden. Der Weg war zum Glück nie steil und insbesondere im unteren Teil oft im Schatten gelegen. Wasserquellen gab es auch mehrere, sodass wir davon nicht allzu viel schleppen mussten. Oben angelangt hatten wir noch mal eine ganz tolle Aussicht auf den Canyon, bevor wir dann über ein größeres Schneefeld zum North Rim Campground abbogen. Dieser ist im April eigentlich noch geschlossen, doch als Wanderer kann man ein Permit fürs Winter-Camp bekommen. Dies ist auch empfehlenswert, denn oben befindet man sich noch im Grand Canyon National Park, wo wildes zelten verboten ist. Erst viele Meilen später, verlässt man den NP. Am Campground begrüßte uns ein Fahrer eines Schneepflugs. Erstaunlicherweise war die abendliche Temperatur erstaunlich mild, sodass wir noch länger draußen sitzen konnten. Zurück am Trail erinnerte zunächst optisch nichts mehr an den Grand Canyon. Über Schneefelder durch den Wald führte uns der Trail kilometerweit entlang. Die Schneefelder waren zwar nicht sehr groß, doch manchmal so tief, dass wir bis zu den Knien im Schnee versanken. Die Pfade waren oft nass vom Schmelzwasser. Darüber waren wir ganz froh, denn laut den Kommentaren bei Farout waren wir einer der ersten Hiker, die den Trail in diesem Gebiet liefen. Kommentare zu den Wasserquellen gab es nur vereinzelt und somit orientierten wir uns an denen der Vorjahre. Die Mengen, die wir trugen, waren überschaubar. Am Abend erhaschten wir einen überraschenden Blick zurück auf den Canyon. Trotz des Ausblicks zog es uns rasch weiter, denn dort blies ein kalter Wind. Die nächsten zwei Tage führte der Trail erneut durch Nadelwald und über breite Wiesen. Das Wandern war angenehm, auch weil so weit oben kühle Temperaturen herrschten. Zwischendurch führte es uns durch ein sehr trostlos wirkendes Gebiet mit von von vergangenen Bränden verkohlte Baumstümpfe. Schatten suchten wir dort vergebens, ebenso wie Wasser. Dieses war dort ebenfalls rar. Am nächsten Tag führte uns der Trail erneut durch einen verbrannten Wald. Laut App sollte es eine Umleitung geben, die Kommentare waren aber nicht alle begeistert, da dadurch auch eine wichtige Wasserquelle umgangen wird. Aus dem Grund suchten wir uns einen Weg durch den verkohlten Wald. Der Trail war zwar größtenteils zerstört, wir konnten den Wegverlauf aber meistens erahnen. Trostlos war es trotzdem. Das Wasser dieser Viehtränke sieht zwar auf den ersten Blick nicht sonderlich lecker aus, doch es schmeckte hervorragend und war sogar erstaunlich klar. 10 Meilen standen uns noch bevor, als wir uns einen Zeltplatz nahe einer Dirtroad suchten. Drei Tage lang hatten wir keinen anderen Menschen mehr gesehen. Abends lief ein uns bis dato unbekannter Hiker vorbei, der angab an dem Tag bereits 40 Meilen gelaufen zu sein. Dabei hatten wir bei Etappen von 35km bereits wieder mit Blasen an den Füßen zu kämpfen... Bei den kürzeren Etappen von etwa 30km oder weniger waren wir in den letzten Wochen davon verschont geblieben. Die letzten Kilometer waren dann erstaunlich spektakulär. Zunächst ging es durch einen niedrigen Wacholderwald bis der Bewuchs sich zurückzog. Utah zeigte sich trotz wechselhaftem Wetter von seiner besten Seite. In der Ferne sahen wir den dort beginnenden Grand Staircase Escalente National Monument, ein riesiges Schutzgebiet im Süden Utahs. Nur noch wenige Meter trennten uns von der Grenze, bei der sich der Stateline Campground befindet. Wer abends hier ankommt, kann dort legal übernachten, sofern noch ein Platz frei ist. Geschafft! Zusammen mit einem anderen Hiker, der eine Stunde vor uns angekommen war, machten wir uns auf dem Weg zu einem Parkplatz, von wo aus wir einen Hitch ergattern wollten.
  17. Die Idee ist eines mittels Druckverschlüsse multifunktional einsetzbaren Kleidungsstücks ist genial. Eigentlich wollte ich für meine Tour in Norwegen sowohl eine Weste als auch eine Isolationsrock mitnehmen, da ich das von @Schwarzwaldine beschriebene Kälteloch an Hüfte und Oberschenkeln kenne. Stattdessen habe ich mir nun aus Resten ein solches 13 in 1 Kleidungsstück genäht, mit dem ich beides ersetzen kann. Dazu habe ich einen Rest Apex 200 genommen und diesen in zwei Teile zerlegt, sodass etwa Apex 100 rauskommt. Zusammen mit Argon49, je einem Kordelzug und duzenden Kam-Snaps komme ich auf 138g Gewicht. Die Kam-Snaps waren für mich völlig neu und da ich mit der richtigen Anordnung Probleme hatte, habe ich nun sehr viele befestigen müssen, um das gute Stück multifunktional einsetzen zu können. Immerhin wiegen die quasi nix.
  18. Ich kann zwar nur vom SI auf Sizilien berichten, aber da bin ich an keinem offiziellen Campingplatz vorbeigekommen.
  19. Etwa einen Monat. Ein Versuch ist es definitiv wert, denke ich. Wo finde ich entsprechende Übungen mit Anleitung? Hast du da einen Tipp? Leider nein. Der Brustgurt bewirkt sehr wenig. Meinst du die Lastenkontrollriemen? Die habe ich straff gezogen. Sind die locker, zieht der Rucksack massiv nach hinten. Mit straffen Lastenkontrollriemen ist es deutlich besser. Doch irgendwie sitzen die Schultergurte dann vorne auch etwas straffer. Dann lockere ich diese gerne noch etwas, was aber dazu führt, dass der Rucksack mehr Abstand zum Rücken bekommt.
  20. Da bin ich gerade dabei. Bisher habe ich zwei Varianten probiert: Variante 1: Unten Schlafsack quer rein, schweres Zeug (Nahrung etc.) rückennah oben drauf. Dahinter Kleidung und Isomatte. Oben noch Kleinzeugs drauf. Variante 2: Schweres (Nahrung) nach unten, Schlafsack und Isomatte oben drauf. Kleidung als Polstermaterial. Kleinzeug oben drauf. Beide Varianten entwickelten den Zug nach hinten, bei Variante zwei hatte ich den Eindruck, den Hüftgurt ein klein bisschen enger ziehen zu müssen. Die Variante 2 hatte ich bei der 2h "Probewanderung" mit 12,5kg genutzt. Auf dem Foto ist der Rucki mit 14,5kg beladen (Gewicht inkl. Rucki). Um dieses Gewicht zu erreichen habe ich mehrere Bierflaschen reingetan. 1x an der Seite (dooferweise tatsächlich zu weit hinten) und 3x unterhalb der Schulter direkt am Rücken. @Trinolho Pack auf jeden Fall genügend Gewicht rein, dann sitzen die Gurte etwas tiefer. Ohne Zuladung sitzen die Schultergurte auch bei mir deutlich höher. @Martin Das ist das TT Stratospire 1. Durch die Anbringung außen wird es weniger komprimiert als innen im Rucksack, sonst wäre es deutlich schmaler. Mein Bonfus Solus ist genauso groß (nur weniger lang, dafür breiter). Ein vollwertiges Zelt, welches nur so groß wie eine Wasserflasche ist, kenne ich nicht. OT: Zumindest würde ich keins der mir bekannten Zelte in einen solch kleinen Packsack reinkriegen.
  21. Ich möchte hier, nachdem ich einen MYOG Hüftgurt angefertigt habe, ein Update bringen: Mit dem konischen MYOG Hüftgurt sitzt der Atompacks deutlich stabiler auf dem Beckenkamm und rutscht nicht mehr herunter. Dazu muss ich ihn zwar auch ordentlich festzurren, aber durch die breiten Gurte drückt es nicht zu stark. Leider spüre ich (Testgewicht 12,5kg OT: , mehr als 13,5kg Zuladung kriege ich bisher nicht rein) trotzdem einen beständigen Zug vorne am Schlüsselbein-Knochen. Mit Unterbrustgurt wird es besser, ist aber immer noch störend. Dieses Problem hatte ich ja bisher bei jedem Rucki... Auch bin ich mir bezüglich des Volumens inzw. unsicher. Inzwischen habe ich die Ausrüstung komplett zusammen. Packe ich nur die Ausrüstung (ohne Wasser und Nahrung, aber mit kl. Kartusche) in den Rucksack, ist er bis zum Ansatz der Schultergurte gefüllt. Bis zum oberen Ende vom Rolltop bleiben dann noch etwa 30cm. Da ich den noch schließen muss, kann ich die 30cm natürlich nicht komplett ausnutzen. Das Zelt ist dabei in einer Seitentasche, die andere ist noch frei. Es müssen aber öfters noch 5kg Nahrung und einmal auch 7kg rein.
  22. @Namie Das wäre super. Je nach Last kann das Ergebnis ja sehr unterschiedlich ausfallen. Nun bin ich endlich dazugekommen, den Atompacks The Mo mit dem MYOG-Hüftgurt bei einem 2 stündigem Spaziergang zu testen. Das Gesamtgewicht betrug 12,5kg. OT: Ich würde ihn zwar gerne mit mehr Gewicht probetragen, doch irgendwie schaffe ich es nie auf mehr als 14,5kg Gesamtgewicht. Dann mit Bierflaschen für mehr Gewicht. Positiv: Der Hüftgurt sitzt viel besser als das Original und rutscht einfach nicht mehr runter. Dazu muss ich ihn zwar auch ordentlich festzurren, aber durch die breiten Gurte drückt es weniger als beim Original. Negativ: Dennoch spüre ich beständig einen leichten Zug vorne an der Schulter (Höhe Schlüsselbein-Knochen). Dieser Zug stört mich.
  23. Flagstaff bis Grand Canyon South Rim Wenig erholt machten wir uns nach dem Unruhetag in Flagstaff wieder auf dem Weg. Mit dem lokalen Bus fuhren wir zurück zum Trail. Sanft ging es durch dichten Kiefernwald immer weiter hinauf, wo uns mehrmals MTB-Fahrer begegneten. Die Temperaturen waren diesmal wieder sehr angenehm, ideales Wanderwetter. Gegen Abend erreichten wir die ersten Schneefelder und es wurde unangenehm kühl. Mit warmer Kleidung genossen wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang, bevor wir uns ins Zelt zurückzogen. Am nächsten Morgen führte uns der Trail erneut über Schneefelder, die diesmal deutlich ausgedehnter waren. Anfangs war der Schnee noch hart genug, um darauf bequem laufen zu können. Später wurde er weicher und wir sanken immer mal wieder ein. Auch wenn es erneut überwiegend durch Wälder ging, gab es ab und zu tolle Ausblicke zu genießen. Zwischendurch passierten wir ein Gebiet, wo der Trail durch Baumfällarbeiten völlig unkenntlich war. Doch orange Fähnchen wiesen uns einen Weg durch das zerstört aussehende Gebiet. Gegen Mittag wandelte sich die Landschaft und wir wanderten über weite Wiesen, auf denen die Bäume eher vereinzelt standen. Dadurch gab es tolle Ausblicke auf die schneebedeckten San Fracisco Peaks. Die Wasserquellen in diesem Gebiet waren überraschend rar, doch aufgrund der kühlen Temperaturen mussten wir nicht allzu viel tragen. Da die Wettervorhersage einen Schneesturm vorhersagte, achteten wir diesmal penibel auf die Zeltplatzwahl. Schon am Nachmittag hatte der Wind aufgefrischt und wir waren heilfroh über unseren geschützten Zeltplatz. In der Nacht schneite es ein wenig, blieb aber nicht wirklich liegen. Der darauffolgende Tag wurde sehr anstrengend, obwohl sich das Wetter besserte. Nach anfänglichem Schneetreiben bei eiskaltem Wind klarte es auf und die Sonne kam raus. Der Wind jedoch wurde gefühlt eher stärker und blies weiterhin eiskalt. Blöderweise kam er uns fast durchgängig entgegen. Im Rücken wäre er uns natürlich lieber gewesen! So liefen wir trotz Sonnenschein mit langer Kleidung und Handschuhen durch die High Desert, wie dieses Gebiet von den Einheimischen genannt wird. Blöderweise drückte der Wind auch gegen meinen Rucksack und ich bekam erneut starke Schulterschmerzen. Immerhin bestanden die Wege überwiegend aus einfachen Forststraßen, die zwar monoton, aber sehr einfach zu begehen waren. Kurz vor der Zeltplatzsuche steuerten wir einen der wenigen Wasserquellen an. In dieser lag ein Schädel von einem Tier. Lecker... naja das Wasser schmeckte trotzdem. Die Nacht wurde eiskalt, immerhin hörte der Wind auf. Die nächsten beiden Tage waren denkbar unspektakulär. Der Trail führte durch den monoton anmutenden Wald, in dem wir keine anderen Wanderer trafen. Erstaunlicherweise musste ich auf dieser Etappe die größte Wassermenge auf dem gesamten Trail schleppen, nämlich 4,5 Liter. Das lag daran, dass die Abstände zwischen den Teichen oder Viehtränken trotz der Höhe groß waren. Den ersten Blick auf den Grand Canyon hatten wir von einem Aussichtsturm mitten im Wald. Einen Tagesmarsch dauerte es von dort aus, bis wir den südlichen Rand des Grand Canyons erreicht hatten. Kurz vorher standen wir plötzlich vor einem Schild, dass auf einen kontrollierten Waldbrand hinwies, aber das Datum war unklar. Verwirrt waren wir unsicher, was wir tun sollten. Anzeichen für einen Brand konnten wir keine erkennen, daher entschieden wir uns dafür, den Weg fortzusetzen. Am Boden war verkohlte Erde zu sehen, die aber bereits abgekühlt war. Glück gehabt! Als wir am Campingplatz am South Rim ankamen, wurden wir sehr freundlich begrüßt und bekamen einen Zeltplatz auf dem Sammelplatz für Wanderer und Radler zugewiesen. Autofahrer hingegen müssen bis zu sechs Monate im Voraus einen Platz reservieren. Da fühlten wir als AZT-Hiker uns schon ein wenig bevorzugt. Der erste Blick auf den Canyon war überwältigend! Zuvor waren wir tagelang nur durch monotonen Wald gelaufen und dann stand man auf einmal vor einem der größten Naturwunder auf der ganzen Welt.
  24. Wow, klingt ja richtig toll! Ich kann mir auch vorstellen, dass sich ein dünnerer Hüftgurt etwas besser an die eigenen Proportionen anpasst als ein fester. Jedoch denke ich, dass es Grenzen geben wird. Wie viel kg hattest du denn an Zuladung? Meiner Erfahrung nach funktionieren die nicht ganz so gut passenden durchaus, aber halt nur bei unter 10kg Gesamtgewicht.
  25. Nachdem ich die Gurtbänder gekürzt habe, habe ich das gute Stück nun such gewogen: 197g Wobei ich das Gewicht in diesem Fall nachrangig finde.
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