Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Jever

Members
  • Gesamte Inhalte

    1.265
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    21

Alle erstellten Inhalte von Jever

  1. Viel Spass bei der Suche, Du wirst schnell feststellen, dass leider die Outdoorfirmen eben das produzieren, was die Kunden wollen - und das ist selten auffällig gelb oder orange. Da hilft nur auf gut Glück bei den Onlinehändlern nachzusehen und beim Farbregler entsprechend passendes einzustellen. Haglöfs und Norrona haben immerhin des Öfteren Zeugs in passenden Farben im Angebot. Alternativ schaut man bei Anbieter für Arbeitsklamotten von Waldarbeitern nach: Auf dem Bild fehlt noch ein T-Shirt, ebenfalls Pfanner. Synthetik, sehr luftg, auch in rot/neongelb. Die Softshell ist ein UL-Alptraum, aber ich habe keine andere, die ein ähnlich gutes Raumklima hat. Hält gnadenlos den Wind ab, lässt super Feuchtigkeit durch, und geht einfach nicht kaputt. Da kann man auch mal 100m auf dem Rücken Geröll runter surfen, die juckt das nicht. Wiegt eben 750g.
  2. Ich nutze: von Decathlon eine wasserdichte Jacke (orange, 10 Euro), aber eher selten und nur bei Starkregen. Meistens kommt die Frogg Toggs mit, denn die ist schön farbig, leicht, hält dicht und kann feldmässig mit Panzertape repariert werden. Bei Touren, bei denen ich nicht ständig die Hände am Fels habe und meine Füsse sehen muss, von 3F Ul einen Silnetponcho (15D). Der wiegt auch sehr wenig, ist - typisch Poncho - luftiger und weniger Schwitzwasseranfällig als eine Jacke, und ein Rucksack passt auch drunter. Bonus: kostet unter 40 Euro und ist knalleorange. Den Poncho gibt es bei Ali
  3. Jugendlicher Übermut, kombiniert mit schlechten Routenbedingungen wegen Neuschnee. Ende September 2004 über den Arbengrat auf das Obergabelhorn (bei uns 4+ oder mehr im Aufstieg dank Eis), unterwegs zigfach die Route verloren, im abstieg zur Wellenkuppe am Gendarm um 22 Uhr nachts im Grat gestrandet, am nächsten Tag im Schnee weiter, noch einmal falsch abgebogen, fast abgestürzt, 160Hm durch eine unbegangene Flanke abgeseilt, um 19 Uhr auf der Rothornhütte eingetrudelt, dann noch kurz nach Zermatt abgestiegen und am Ende in Bitsch am Strassenrand gestrandet. Wir haben für die Überschreitung 29 Stunden benötigt, und mein Kollege hat dabei 6% Körpergewicht verloren. Immerhin war er danach schwindelfrei. Hat schon was für sich, wenn man auf einem Grat im Whiteout steht und versucht, per GPS festzustellen, ob man den Wellenkuppengipfel erreicht hat, oder auch nicht.
  4. Das ist das Ding: Findet man bei Ali für etwa 20 Euro. Hält mehr aus als die Einwegrettungssäcke, ist aber garantiert ebenso lausig kalt. Mit dem gehe ich auch sonst zum Biwakieren (mit Schlafsack und VBL) in die Berge. In dem hier habe ich schon zwangsweise übernachtet: Der ist schwer, stabil, und kann im Gegensatz zu den Einwegsäcken oben rum bis auf ein Luftloch zugeschnürt werden, ohne dass man den Biwaksack festhalten muss. Trotzdem lautet mein Fazit nach 1 Nacht im Schneegestöber in solch einem Sack: ich gehe ab sofort lieber weiter, denn auch wenn einige Leute denken, die Dinger seien das Allheilmittel, in das man sich nur rein legen muss, und alles ist in Ordnung: eine Nacht im Biwaksack ist nass, sackekalt und ungemütlich, und man dämmert maximal etwas weg, schläft aber nicht drin. Ich hatte danach 6 Monate lang taub gefrorene Kniescheiben, meinem Kollegen sind fast die Zehen abgefroren. Besser als nichts ist es, aber mehr auch nicht. Zum Thema Biwaksäcke habe ich mich hier mal im Detail ausgelassen, falls da noch mehr Infos erwünscht sind.
  5. Und, ist doch schnuppe Er muss getragen werden.
  6. Da immer mal wieder die Frage nach einer Packliste für Mehrtagestouren in den Alpen (z.B. für den E5) auftaucht, kommt hier mal meine Grundliste. Und da eine Liste als Vorlage ohne Erläuterungen sinnlos ist, nun im Detail. Die Liste ist keine Theorie, sondern ist das Ergebnis von rund 1000 Hüttenübernachtungen. Kleidung oben: Ich setze auf vier Lagen, bestehend aus dem Unterhemd sowie je einer Windblocker- und Regenschutzschicht, und dazwischen noch eine Wärmeschicht. Zusammen genommen sind die Schichten warm genug für ein Worst Case Scenario (Abstieg bei Wettersturz im Schneefall, Sturm und bei unter Null Grad). Ich nutze nur langärmliges Material und rolle notfalls die Ärmel hoch. Unbedeckte Haut muss gegen Sonne geschützt werden und ist suboptimal im Firn, Fels, Geröll und Schutt (Verletzungsgefahr). Alle Schichten sind oben herum farblich so gewählt, dass ich im Gelände sichtbar bin (rot, orange, gelb, neongelb,. ..),bei Touren abseits der Touristenmassen setze ich durchgehend auf Neonfarben in allen Schichten. Die Meinung anderer bezüglich Aussehen ist mir da herzlich egal, es geht um meine Haut und darum, ob mich eine Suchtruppe möglichst gut auch bei suboptimalen Bedingungen (Regen, Nebel, Schneefall, Dämmerung) findet, oder nicht. Farbe funktioniert ohne Strom, ohne Knopfdruck und 24 Stunden pro Tag und ist der beste passive Schutz im Gebirge. Nebenbei hat noch kein einziges Mal jemand irgendwelche Bemerkungen fallen lassen, und die Regacrew, die mich 2016 mit kaputtem Bein vom Berg kratzen musste, war hocherfreut darüber, mich so einfach im Gelände auffinden zu können. Alle Klamotten sind aus Synthetik. Wolle saugt sich mit Wasser voll, Wasser muss verdampfen und führt zur Auskühlung, und Kälte tötet. Also lieber etwas mehr stinken und zum Ausgleich weniger frieren. Handschuhe: Pfanner Stretch Flex Ice Grip, oder wenn man die nicht bekommt, Gartenarbeitshandschuhe vom Obi. Dank der Gummischicht wasserunempfindlich und mit sagenhaftem Grip am Fels. Aufgrund der roten Farbe vergisst man die im Gras seltener, und der Klettverschluss ist ein hübscher Bonus für Handschuhe, die pro Paar etwa 8-9 Euro kosten. Am besten gleich mehrere Paare kaufen, zumindest mir fallen die gerne in steileren Kletterstellen gerne den Hang runter, wenn ich sie ablegen muss. passende Arbeitshandschuhe aus dem Baumarkt für unterwegs Kappe: winddicht in Helmform ohne dick auftragende Nähte an der Kopfseite, damit auch mal ein Helm drauf passt und die Kappe auch dann nicht stört, wenn man sie im Bett trägt. Kleidung unten: Neben einer 0815-Unterhose kommt entweder eine gefütterte Hochtourenhose zum Einsatz, ergänzt um eine Regenhose, oder in tieferen Lagen eine dünne Wanderhose (Decathlon) plus Regenhose, ergänzt um eine lange Unterhose auf längeren Touren mit unsicherer Wettervorhersage (Stichwort Wettersturz). Als Socken kommen Kompressionsstrümpfe (Blasenschutz), ergänzt um dünne Trekkingsocken /Falke TK2 o.ä.) bzw. Seal Skins bei Regen oder längeren Touren im Schnee im Hochsommer. Die Skinz halten hervorragend warm und die Füsse trocken. Kleidung generelle Anmerkungen: Aufgrund der zig Schichten ist es kein Problem, unterwegs mal ein Kleidungsstück durch einen Waschzuber o.ä. zu ziehen. Dann sitze ich eben einen Abend in der Regenhose in Hütte herum. Bei der Wetterschutzschicht setze ich auf leicht&billig, nachdem zig teure Gorejacken oft jahrelang ungenutzt im Rucksack mitgetragen wurden, nur um beim ersten oder zweiten Einsatz bereits undicht zu sein. Das ist mir das Geld nicht wert. Hüttenschuhe: lohnen sich vor allem bei An-/Abreise per ÖV, zumindest in CH sind überall ausreichend Hüttenschuhe vorhanden, eigene somit unnötig. Ich nutze billige Badelatschen (ca. 7 Euro) mit wasserdichter Gummisohle vom Ali. Leicht, brauchen kaum Platz, sind stabil Schuhe: passend zum Gelände. Auf touristischen Pfaden im Bereich T1-T3 Trailrunner, bei Touren abseits der Pfade und bei T4 und darüber leichte Bergstiefel, und wenn die Route unbekannt ist: Bergstiefel. Sonstige Ausrüstung : Der Rucksack hat grob 35L Volumen. Wer für eine hüttengestützte Tour mehr braucht, hat falsch gepackt. Beim Rucksack sind Aussenbefestigungen für Stöcke, ev. Eisbeile und Steigeisen wichtig. Netzttaschen und Täschchen am Hüftgurt sind imo Gimmicks, die habe ich nie vermisst. Wichtig ist eine schlanke Rucksackform, falls es unterwegs enger zugeht. Das Komfortlimit sollte bei mind. 10kg liegen, so dass man unterwegs auch mal frische Lebensmittel (Brot, Käse, Wurst etc.) oder eine Dose Bier einpacken und neben dem Rest (Trinkwasser,…) tragen kann, ohne dass das System gleich wegen Überladung zusammen klappt. Lohnenswert ist es, zumindest 3-5 Minikarabiner (so 2 cm lange Dinger) einzuklippen, um irgendwelche Dinge am und im Rucksack besser befestigt zu bekommen (Geldbeutel, Riemen der Stöcke, Handschuhe). Traditionelle, wandernde Schrankwände (Pfälzerhütte, 2h oberhalb des Talorts) - k.A. was die alles schleppen, aber es ist zu viel. Mein Rucksack sah trotz Hüttenübernachtung nicht wirklich annähernd so prall aus (nicht im Bild die Gehkrücken, die ich auch mittragen durfte, weil man mir 2.5 Wochen davor Schrauben aus dem Fussgelenk entfernt hatte). Stöcke: Alu, kein Carbon. Ich habe noch keinen Alustock abgebrochen bekommen (maximal verbogen) und mittlerweile grob 10 Paar Stöcke herunter genudelt. Ein Paar Leki Carbonstöcke, die ich zum Testen bekam, war nach ersten Tourentag bereits ein Fall für den Restmüll. Sonnenbrille: Gletscherbrille, Kat 4. Dann ist es egal, wo man entlang läuft und braucht keine zweite Brille. Sonnencreme: LSF 50, Daylong. Beste Creme am Markt, hält lange, fettet nicht, zieht schnell ein. Taschenlampe: bei touristischen Touren (Strom/Licht auf den Hütten) reicht eine kleine Lampe für das Schlaflager, wenn man morgens früh im Dunkeln am Berg unterwegs ist, sind 200 Lm dauerhaft und stundenlang Pflicht, bei Touren abseits der gepflegten Wege (Schutt mit Steinmännchen bei Dunkelheit) kann man höchstens ausreichend, nie aber zu viel Licht dabei haben. Beste Lichtfarbe, um andere z.B. im Schlaflager nicht zu stören, ist blau. Rotes und weisses Licht geht quasi ungefiltert durch geschlossene Augenlider und stört, blau wird gefiltert. Uhr/Höhenmesser: die wichtigsten Elemente sind absolute Höhe, Uhrzeit sowie Vertikalgeschwindigkeit, damit man abschätzen kann, wie gut man zeitlich unterwegs ist. GPS braucht es nicht in der Uhr, da reicht bei gutem Wetter entsprechende Software auf dem Handy aus. Im Winter ist ein dediziertes GPS Pflicht, Handy reicht nicht. Handysoftware: OSMAnd Vollversion mit Hill Shading und Höhenlinien Addon reicht in 90% der Fälle aus, denn für AT/CH/IT sind die relevanten Wege alle drin. Für CH ist noch die Swisstopo App wichtig (Karten daheim herunter laden, können dann offline genutzt werden). Wer CH Karten für die Feinnavigation braucht: auf https://map.geo.admin.ch/ kann man pdfs bis zu 1:10k Auflösung erstellen und mitnehmen. Wasserfilter: ich saufe aus jedem Bach, sofern dieser nicht eindeutig unterhalb einer dicht bestossenen Weide verläuft, und habe in 30 Jahren noch kein einziges Mal Probleme gehabt. Daher kein Wasserfilter. Erste Hilfe Set: enthält neben dem öfters benötigten Kram (Pflaster) auch eine Kompresse für stark blutende Wunden (Israeli-Verband), denn dies ist eine der wenigen Möglichkeiten, dass jemand trotz Heli ins Gras beisst, bevor die Profis da sind. Oben drauf noch eine Rettungsdecke sowie Panzertape, fertig. Als Biwaksack nutze ich ein leichtes Mehrwegteil (Aliexpress, 20 Euro). Ist stabiler als die PET/PE-Tüten, kann man oben herum halbwegs gut verschliessen und ist zudem als Biwakhülle für Schlafsäcke nutzbar. Elektronik: muss jeder selber wissen, ob er Kamera mitnimmt oder nicht. So eine Sony Alpha mit Zeiss Objektiv stellt jedes Handy qualitativ in den Schatten, mir ist das das Gewicht wert. Ladegerät: kein billiges und leichtes Teil aus China (Brandgefahr), sondern lieber ein qualitativ hochwertiges Schnellladegerät, damit der Ladevorgang schnell über die Bühne geht. Dazu eine 10000mAH Powerbank als Ergänzung reicht mir. Worst Case Szenario - Wettersturz /Kaltfront: Obwohl der Wetterbericht mittlerweile hervorragend ist und zudem quasi an jeder Ecke der Alpen abgerufen werden kann, kommt es ständig zu solchen Ereignisse: https://www.polizeinews.ch/nach-alarm-aus-israel-rega-crew-evakuiert-neun-wanderer-vom-corona-die-redorta-ti/ Wichtig:Wenn der Wetterbericht einen Wettersturz oder eine heranrückende Kaltfront ankündigt, dann nimmt man die Beine in die Hand und sucht sich entweder eine Hütte, auf der man notfalls auch mal 1-2 Tage verbleiben kann, oder man steigt ins Tal ab. Kaltfronten sind wie Schwangerschaften - das Kind kommt eventuell später als angekündigt, oder eben auch mal verfrüht, aber es kommt garantiert. Eine Kaltfrontbedeutet im Hochsommer Schnee bis tw. runter auf 1300m und in höheren Lagen 30-50cm Neuschnee, alles verbunden mit Gewitter und Stürmen. Man findet danach kein Wegzeichen mehr, Felsen sind überfroren und/oder mit Schnee bedeckt, und Grashänge werden zu Rutschbahnen. So sah es z.B. bei uns in der Greina im August aus, nachdem die Sonne schon das Meiste vom Vortag wieder weggebrannt hatte: Für so etwas muss(!) die Ausrüstung ausgelegt sein, sollte man trotz aller Informationsmöglichkeiten in so etwas hinein geraten. Jap, es ist "unnötiger Ballast" (Handschuhe, Kappe, lange Unterhose), und mit Glück schleppt man es das ganze Leben lang umsonst auf Tour herum, aber wenn man es braucht, dann rettet es einem den Hintern.
  7. Zu meiner "Behauptung", auch hier wäre die Situation ganz ähnlich, wie bei den Heavies: wandernde Schrankwände in grau, dunkelblau und schwarz Hier der UL-Regenjackentipp für die Pyrenäen, ein Thread weiter unten. Tolle Farbgebung
  8. Naja, dann glaub eben weiter, dass nicht sicherheitsrelevant ist, ob einen ein Suchheli sieht, oder eben nicht, und träum weiter davon, dass Leute, die eine hüttengestützte Tour unternehmen, für solche Situationen einen Schlafsack einen Biwaksack und dann noch ein Zelt dabei haben sollten, und dann ein Zeltlager für 9 Personen im Bereich der roten Kringel aufgebaut zu bekommen. Abgesehen von diesen so ganz und gar nicht UL-Tips ("nimm ein Zelt mit auf eine Hüttentour"), welche ich sehr faszinierend finde, wenn sie jemand äussert, der erklärt, er bräuche keine Sicherheitsausrüstung, weil er gar nicht in die Situation käme, bin ich bin jetzt auf deine professionelle Aussagen gespannt, was die Gruppe am nächsten Tag denn gemacht hätte, wenn der Wettersturz (weswegen sie blockiert waren) in die dortige T4-Route 20-40cm Neuschnee reingeworfen hätte. Das ist die durchaus übliche bei einen Wettersturz im Gebirge auf 2500m. Die Gruppe hatte schon an dem Tag, an dem sie den Notruf abgesetzt hat, Schwierigkeiten mit der nassen Route, denn sonst wären sie um 17 Uhr nicht grob in der Wegmitte zwischen den beiden Hütten dort gestrandet. Mit Neuschnee, nicht erkennbarem Pfad, vom Schnee verdeckten Wegzeichen wären sie am Folgetag sicherlich sicherer ans Ziel gekommen.
  9. Thx. Genau deswegen trage ich Sicherheitsgurt im Auto, habe das Handy auf Tour dabei, und andere packen einen Notsender in die Tasche. Die Tatsache, dass ein Fehler passiert ist, ändert nichts daran, dass so etwas eben passieren kann - egal wie gut man sich vorbereitet. Der einzige Fehler besteht lediglich darin, einen Unfall/Fehler als nicht realistisch einzuschätzen, und deswegen auf Vorsichtsmassnahmen zu verzichten. Dies ist eventuell nachvollziehbar, wenn die Vorsichtsmassnahme aus einem aufwendigen, schweren und/oder teuren Gegenstand besteht (GPS Sender), nicht jedoch, wenn man lediglich bei den Klamotten eine andere Farbe wählt. Die einzige Frage, die man sich jedoch in dem Israelifall stellen sollte, ist: was sucht die Truppe um die Uhrzeit auf der Etappe 05E des Via alta della Valle Maggia? Um die Uhrzeit sollten die - je nach Gehrichtung - längst an der Tomeoe oder Barone-Hütte sein.
  10. Trägst Du Sicherheitsgurt im Auto? Nach deiner Aussage nach: nein.
  11. Wir können gerne eine auf physikalischen Grundlagen basierende Diskussion zum Thema Sichtbarkeit von Farben starten, wenn du es spekulativ findest, ob dies einen Einfluss darauf hat, ob man bei einem Suchflug gesehen wird, oder eben auch nicht. Wir brauchen dagegen nicht darüber spekulieren, ob die Positionsangaben und -genauigkeiten eines GPS davon abhängen, wie viele Satelliten durch die Umgebung abgeschattet werden, einem völlig normalen Vorgang in den Bergen (Stichwort Berg, Hang und so).
  12. Ich finde es ja lustig, wie hier über technische Details spekuliert wird. Fakt ist und bleibt: Technik hat Grenzen, mit einem netten Knopfdruck hat man nicht sofort einen hübschen Bergretter nebst Heli geordert und zeitnah geliefert, und wenn dann die Sicht eben - wie meist bei Unfällen, da diese eben vorrangig bei suboptimalen Wetterbedingungen passieren - nicht stimmig ist, dann hat man in Tarnfarben die Arschkarte gezogen. Die Lösung: anstelle sich über Technik das Hirn zu zerbrechen, und nur dann herunter zu fallen, wenn triangulares GPS hoppedei und andere Faktoren stimmig sind, einfach Warn- anstelle Tarnfarben nutzen. Ist sogar XUL, weil der Gewichtsunterschied 0g zwischen einer grauen und einer neongelben Jacke ist.
  13. Nö. Mir reicht die Grundaussage, dass die Ortung eventuell nicht genau ist, und eben das Grundübel, dass es Trend ist, in modischen Stadtfarben in die Berge zu ziehen. Dazu brauche ich auch keinen Link, da reicht ein einziger Blick in die Regalreihen eines x-beliebigen Schuppens für Outdoorklamotten sowie die Selfies hier im Forum aus.
  14. Binn - Devero See - Alpe Devero - Alpe Veglia - Lago Avinio - Gondo Lago Devero Alpe Devero (alles zu) Rückblick beim Weg zur Veglia Camping Veglia (geschlossen im Oktober) Avino See Kurz vorm Abstieg R. Balmelle Pfad Richtung Alpe Balmelle Pianezzoni Passo Gialit Bei den Alpen in Richtung Gondo (mit Lagginhorn) Abstieg zur Simplonpassstrasse
  15. Cristallina (Gipfel) - Abstieg zur Cap. Cristallina - Boccha Valle Maggia (und in meinem Fall weiter nach All Acqua): Cap. Cristallina, gesehen vom Abstieg vom Piz Cristallina nach etwas Neuschnee Lago Sfundau Lago Cavagnöö Nähe Arzo (mit Basodino hinten) Bocchetta Valle Maggia Lago Toggia, dahinter ist irgendwo die Rif. Maria Luisa
  16. Bilder Route Nufenenpass - Nefelgiu - Devero - Geisspfad - Binn: Griesspass Nefelgiu Lago Vannino, Rif. Margaroli Biwak Scatta Minoia CAI Hütte Devero Schlüsselstelle Geisspfad Geisspfad / Geisspfadsee Binn
  17. Grüne Linie: Lago Devero - Alpe Devero (Hütte, zu, Campingplatz, wahrscheinlich zu) - Alpe Veglia (Campingplatz und Hütte, beide ziemlich sicher geschlossen) - Lago Avino - ... Blaue Linie: Binn (hier Bus) - Geisspfad - Alpe Devero (eine paar Meter Stahlsprossen als Schlüsselstelle, harmlos) Gelbe Linie - Alternativabstieg über Grampielpass zum Deverosee und dann Alpe Devero oranger Kreis ohne Weglinie - Binntalhütte (ev. Winterraum) ... und weil kaum sichtbar nun im Detail: Alpe Valle - Le Balmelle - Alpe Camoscella - Alpe Vallescia - Presa d'Angelo - Presa Pioda und zur Strasse nach Gondo runter. Hier Bushaltestelle bzw. Bushaltestelle in Gondo
  18. Teil 1 - mögliche Startpunkte sind Airolo und Nufenenpass (wenn Bus dann noch fährt). Grüne Linie: Airolo - Cristallinahütte (oranger Kreis) - Stauseen südlich davon - Bochchetta Val Maggia - Rif. Maria Luisa (CAI, ev. zu) sowie nördlich davon ohne markierter Route die Corno Gries Hütte (Winterraum). Dann weiter Lago Morasco - Alpe Nefelgiu (unbewartet, einfacher Unterstand) - Nefelgiupass - Scatta Minoia (hier Biwakschachtel) und runter zum Lago Devero gelbe Linie - Quereinstieg Nufenenpass - Griesspass - Alpe Nefelgiu, Rest identisch.
  19. Aktueller Vorfall, für alle die, die auf die Kombi mausgraue Klamotten und Satellitentelefon/Spot setzen: https://www.polizeinews.ch/nach-alarm-aus-israel-rega-crew-evakuiert-neun-wanderer-vom-corona-die-redorta-ti/
  20. Dann sind die T4-Abschnitte nicht sinnvoll, weder Nädliger Grat, noch Elm - Vorab, und unter gar keinen Umständen der Direktabstieg Val Frisal sowie die Alpinroute Val Frisal - Val Punteglias. Das packt ihr nicht, ausgeschlossen.
  21. Pro Beitrag sind das Bilder aus: - Ecke Alpe Devero/Veglia/Gondo - Val Grande - Bergell/Engadin
  22. Zu den Schwierigkeiten: ich habe keinerlei Hemmungen, offizielle Angaben (wie am Steinbockpfad) zu ignorieren und selbst zu beurteilen. Wenn da T4 (oder T5) drin steht, dann ist das kein "Touri-T4" (Leute etwas vorgaukeln, was nicht real ist), sondern T4 nach SAC. Wenn dann zu Abschnitten drin steht: "bei Nässe meiden", dann ist dem so, denn dann läuft man z.B. wie hier beim Direktabstieg Val Frisal weglos in grasigen Rinnen und Flanken herum, und bei einem Rutscher geht es schnell mal 50Hm über eine Steilstufe runter: Für so etwas ist der GPX-Track da, aber ohne grundsolides Bergwissen und Orientierungsvermögen ist zumindest das hier ungeniessbar. Und yep, mit Trailrunner ist so etwas noch extra spannend, da man keinen Halt im Gras über die Sohlenkanten aufbauen kann. Die beiden leichtschuhtauglichen T4-Abschnitte sind die im Alpstein (Nädliger Grat) und bei Elm (über die Vorabs). Nädliger bedeutet etwas Balancieren auf kleineren Simsen/Tritten im Hang, und Elm Knackpunkte sind: An Ketten über plattiegs Gelände hoch zum Vorabfirn... ... über den Firn (Steinmännchen) hoch auf die Vorabs... ... und eine ordentliche luftige Stelle am Grat, wo es zwar massive Ketten hat, aber wo man eben auch mal auf einer Felsplatte mit 50cm steht/sitzt, bei der es links und rechts weit runter geht. Dafür hat man dann auch hochalpines Ambiente am Weg:
  23. Zur Routenumlegung: die erste Version kam komplett ohne Bergbahn aus, aber da lief dann eine Etappe am Ende (vor Murg) entlang der Hauptstrasse am See. Den Abschnitt fand ich nicht prickelnd, und habe daher die Route über den Chäserrugg und die Südrinne dort gelegt, denn die ist bei weitem schöner. Allerdings ergab sich dann ein Höhenmeterproblem, denn es geht vom Gipfel auf 2300m bis runter auf Seehöhe (knapp 400m). Genug Schinderrei (wirste merken), da braucht es keine 1300m Aufstieg noch oben druff. Man kann natürlich die harte Version ziehen, indem man am ersten Tag durch Wildhaus durch wandert und Richtung Obersesshüttli/Unter Schlachtböden beim Chäserrugg aufsteigt, dort biwakiert und dann am Folgetag nur 200Hm rauf muss, aber das ist dann etwas konditionsaufwendiger. Imo die schönste (wenn das Wetter passt) Variante ist es, anstelle in Wildhaus direkt auf dem Hinderrugg zu schlafen, also vom Alpstein kommend nach Wildhaus zu gehen, dort Vorräte besorgen und dann nachmittags mit der Bahn hoch zu fahren. Dazu braucht es aber zwingend gutes Wetter, denn man liegt oben auf dem Präsentierteller für Starkwind und Blitze. Ich würde dort wohl oben dann auch einfach ohne Zelt pennen, denn so kann man bei unerwarteten Problemen schnell sich zur Bergbahn retten und dort unters Dach liegen.
  24. Hoi, die GPX-Datei(en) sind im Zip File drin. Diese decken jedoch nicht die Route insgesamt ab, sondern nur zwei Abschnitte - Abstieg ins Val Frisal, sowie Ausstieg Val Gliems. In beiden Fällen hat es keinerlei Markierungen und zudem kaum/keine Wegspuren. Der Rest geht ohne GPS, es sind offizielle Wanderwege. Dank Swisstopo App mit Downloadfunktion/Offlinespeicherung ist das kein Problem. Also Karten ansehen und lesen, es gibt keinen Leit-GPX, dem man am Startpunkt aufruft und einfach so hinterher läuft. Die falschen X-Links schau ich mir an. Bilder: Wenn ich Zeit habe, dann bastel ich eventuell noch welche ein, und zwar als extra Kapitel am PDF-Ende, damit man unterwegs sich auf das Wichtigste konzentrieren kann - Wegfindung. Die Zeitangaben sind nach bestem Wissen und Gewissen gebastelt und sollten halbwegs stimmen und sind auf Leute mit normaler Gehgeschwindigkeit und (leichtem) Mehrtagesgepäck gerechnet. Die Terri - Bovarina ist tatsächlich etwas zeitaufwendiger. Als ich mich telefonisch auf der Bovarina angemeldet habe und erwähnte, ich würde auf der Terri starten, hat mich der Hüttenwirt noch extra gefragt, ob ich mir da sicher sei. Von 10000 Leuten pro Jahr auf der Bovarina gehen max. 10 diese Route - eben weil sie sich zieht. Bei ODS hat sich diesbezüglich auch einer nach der Tour gemeldet und erklärt, dass die Etappen machbar sind, aber keine Sonntagsspaziergänge, bei denen man morgens um 9Uhr so langsam mal sich aus den Federn rollt, gegen 10 Uhr los schlappt und man nch 3 Stunden bereits am Ziel ist. Aus dem Grund sind auch immer wieder alternative Biwakplätze erwähnt, falls man die Etappen sich anders einteilen will. Biferten - Trun: Bei Abstieg Rubi Sura -> Val Frisal T3, über Alp Quader länger, dafür eher T2. Streckenlänge muss ich noch raussuchen, aber geh mal von einer mittellangen Tagesetappe aus. Wenn ihr Zeit und Energie habt, dann würde ich wohl vom Val Frisal nicht nach Breil gehen (Tal entlang), sondern auf der westlichen Seite die 300Hm rauf und über Alp Nora Sura zu Tscheggn Dado, dann die höchstgelegenen Pfade dem Hang nach Westen folgen (Tschegn Dadens, Alp da Schlans Sut) und bei Tiraun nach Süden nach Trun absteigen. Da umgeht man etwas die Dörfer, und bei guter Sicht ist der Weg mit Blick auf die Greina toll. Wegpunkte wie P1998 beziehen sich auf Höhenangaben in der Swisstopokarte. Wenn im Text also steht "man steigt von der Scharte aus in Richtung P2652 ab - dann ist mit Blick auf die Karte (Swisstopo, die darf man frei kopieren und nutzen) klar, dass es keinen Pfad gibt: dann muss man eben etwas im Gelände arbeiten: Ohne genaues Wissen ist dann ev. die rote Linie ein sinnvoller Weg. Wenn man aber weiss, dass entlang der blauen Linie ein Trampelpfad verläuft (Pfad in Richtung Tödi), dann folgt man den am besten, bis man den Schutthang quasi gequert hat, und geht dann dort, wo es am geschicktesten ist(grüne Linie) zum nächsten Wegpunkt, P2652, und orientiert sich von dort weiter. Wasser: es gibt keine Garantie dafür, dass Bäche nicht austrocknen. Ich würde immer - ausser es sind wirklich wasserreiche Abschnitte wie die Greina, wo auch noch die Hüttendichte hoch ist, oder zwischen Panixerpass und Bifertenhütte (viele grosse Bäche) zur Sicherheit auf 1.5L Wasser im Gepäck setzen. Speziell oben an den Gratabschnitten (Alpstein) hat es unterwegs eben nichts, und wenn keine Hütte unterwegs erwähnt ist, kann man auch nichts nachfüllen.
  25. Noch eine Idee wäre Engadin/Bergell. auch da hatten wir im Oktober schon mal Schnee, aber so entlang der Hänge, knapp auf/über Dorfhöhe, da isses dann ganz nett. Da liesse sich auch was finden.
×
×
  • Neu erstellen...