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Ich beharre auf meiner Intoleranz gegenüber ungeeigneter Farben in den Bergen, und bei der Farbauswahl bei dem Unding fehlt nur noch Wintertarnung, um das,Übelste in einer einzigen Jacke an Wahlmöglichkeiten unterzubringen.
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Es ist nicht das Gewicht, sondern die Zeit, die hier relevant ist. Aus einem Bach trinken geht immer schneller als filtern. Ich kann (und tue das auch) im Vorbeigehen kurz einen Schluck Wasser trinken. Das geht ohne Zeitverlust.
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Angenommen, der Bach liefert 20L Wasser/Sekunde, ich brauche eine 1%ige Kuhurinlösung, um mir den Magen zu versauen, und eine Kuh pinkelt in 5 Sekunden 1 Liter und geht 1x pro Stunde aufs Klo. Für die 1%ige Lösung brauche ich 200ml Kuhurin (pro Sekunde), oder dauerhaft ständig eine Kuh, die in den Bach pinkelt. Nach 5 Sekunden ist die Kuh leer und ich muss wechseln. Ich brauche also 12 Kühe pro Minute oder 720 Kühe insgesamt, die nichts anderes tun, als im Fünfsekundentakt oben in den Bach zu pinkeln. Auf welcher Weide stehen 720 solche Kühe?
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Es kostet Zeit. Wenn ich jedes Mal einen Filter auspacken würde, wenn ich beim Vorbeigehen an einem Bachverlauf kurz mal draus trinke (was ich dauernd mache), dann wäre ich mehr mit Wasseraufbereitung als mit Bergtour beschäftigt. Wir nutzen einen Sawyer nur im (fernen) Ausland wie Peru oder Tadjikistan, oder dann, wenn wir stationär aus einem ruhenden Gewässer beziehen, aber sonst nicht. Eventuell müsst ihr einfach in den Alpen eine Etage höher gehen, und könnt dann Gewicht sparen. Und, realistisch betrachtet: Das ist solch ein typischer Bach. Da rauschen sicher 10-20L Wasser pro Sekunde runter und verdünnen alles, was darüber direkt im Bach sein Geschäft verrichtet. Alles, was 20m und mehr daneben Haufen setzt, interessiert nicht, denn das filtert der Boden. Preisfrage: wie viele Kühe müssen da drüber gleichzeitig und dauerhaft in den Bach pinkeln, damit ich 50 Hm darunter eine nennenswerte Konzentration an Fäkalbakterien abbekomme, um mir den Magen zu ruinieren?
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Wir haben einmal zwei Tage lang unterhalb der Rothornhütte biwakiert und uns aus dem Bach dort bedient, und zwei Wochen später beim Besuch auf der Hütte und Blick durch die Kloschüssel runter ins Freie festgestellt, wohin das Ganze fällt und woraus wir da zuvor getrunken haben. Lapidarer Kommentar von meinem Kollegen dazu damals: "nun ist es auch zu spät, sich darüber Gedanken zu machen". Ich warte weiter auf Durchputz, und nicht nur ich, sondern mein gesamter Kreis an Bergkollegen und -freunden. Da hat es noch keinen einzigen erwischt.
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Bei mir ist es exakt umgekehrt. In den Bergen trinke ich seit 30(?) Jahren aus jedem Bach, sofern er nicht eindeutig belastet ist (Schaum, Färbung, Algenbildung), und hatte noch kein einziges Mal Probleme.
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Noch ein Punkt: je mehr man das Ganze stückelt, und für einen gewissen Temperaturbereich eine extra Penntüte kauft, umso teurer wird das Ganze und um so mehr Platz braucht man daheim. Wir reden hier über eine ordentliche Stange Geld. Meine vier Tüten, mit denen ich von Sommer bis alpinem Hochwinter alles abdecke (Valandre und WM), dürften irgendwo im Bereich von fast 3000 Euro gekostet haben. Da will ich nicht durch weitere Schlafsäcke für die Bereiche dazwischen noch einmal einen vierstelligen Betrag oben drauf legen.
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Warum so kompliziert, nur um am Ende festzustellen, dass es entweder doch wärmer ist, oder man doch ein Kälteloch erwischt, welches im langzeitlichen Mittel rausgeworfen wurde, und dann zu frieren? In Deutschland würde ich im September 0°C Komfort anpeilen, in den Alpen je nach Höhenlage -5°C bis -7°C, und dann einpacken. Die paar Gramm Daune, die den Unterschied zw. 0°C und 3°C Komfort ausmachen, die kann man tragen.
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Piz D'Anarosa/Grauhörner - ziemlich selten begangener 3000er am südlichen Talende des Safientals Morgens um 8 Uhr los, bei 5°C auf 1700m - der Wissberg hat schon Sonne Grauhörner Gipfelstock, von hier aus noch 500Hm bzw. 2 Stunden Aufstieg Hier geht es zum Einstieg - in der Bildmitte den Schutt rauf und oben nach links in eine Rinne rein Leicht gesagt, aber das Geröll ist >40° steil und lose. Knapp unter der Rinne Ab hier einfach die Rinne rauf (T4). Leider endet der kompakte Fels schon nach wenigen Metern, dann geht es weiter im Schutt. Etwas weiter oben Blick den Weg runter Wenigstens gibt es eine hübsche Sicht auf das Älplerschällihorn Am oberen Ende der Rinne ist Schluss mit lustig, aus T4 wird T5 (und später T6). Hier am unteren Bildrand bis etwa 2/3 nach rechts, dann am dortigen Felskopf eine Steilstufe rauf (II) und anschliessend im Steilschutt bis zwischen das erste und zweite schwarze Band. und hier dann nach rechts in den seichten Graben, der heute netterweise Wassereis, überfrorene felsen und steinhart gefrorenen Sand aufweist. T6, übles Gewürge, und von den Griffen am seitlichen Rand der Rinne halten etwa 70% gar nicht. Am oberen Ende dann muss der Kessel nach links gequert und verlassen werden, was mich 2 Anläufe und 10 Minuten für 5m Strecke gekostet hat. Es folgen noch zwei weitere, recht steile Rinnen (keine Bilder im Aufstieg, ich war busy), und abschliessend kann man 30 Minuten auf dem Plateau und dem Weg zum Gipfel geniessen. Immerhin lohnt die Aussicht, aber geniessen kann man es kaum, denn... ... da geht es ab Plateau runter. Die oberste Rinne. Blick zurück, der Ausstieg erfolgt in der rechten, kaum ersichtlichen Rinne (und nicht links. bzw. gerade aus). Blick von dort in den seichten Graben bzw. die weitere Route. hier links um dem Felskopf rum, in eine Rinne rein und dann durch den Kessel des seichten Grabens Die Rinne plus der Kessel, nachdem ich da durch war, und den weiteren Weg ausknobeln konnte. Hier die Flanke irgendwie runter in den seichten Graben, und dann über Sand und Eis unten raus. Anschliessend dann hier weiter runter, und unten an der Felskante an der Steilstufe in der Verengung die II wieder runter. Ab hier dann ist Plaisirwandergelände angesagt. T4, Schutt, ein paar Bänder im Fels und noch etwas Schutt. Sowas in der Art. Endlich wieder normale Wanderweg unter den Füssen - hier mit den Grauhörner auf dem weg ins Tal. Letzter Blick auf ein paar Hörnerspitzen 1300Hm rauf und runter - 7 Stunden
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[Nicht zwangsläufig UL] Welche Bergstiefel für Wandereinsteigerin?
Jever antwortete auf Trinolho's Thema in Schwerer als UL
Solange T2 und T3: die Scarpas im ersten beitrag oder ähnlich. La Sportiva hat einen öhnlichen Fussschnitt, die könnten passen. Meine Frau nutzt die La Sportiva TX 4 GTX W für so etwas, das passt. Wenn es herber zugehen soll: Teste die La Sportiva Trango Tech Leather GTX an. Wenn die passen, dann haste eine saugute Kombi aus vergleichweise wenig Gewicht und viel Leistung. Damit gehen auch Hochtouren (vor allem im Fels) und wenn es nicht nur Eis/Schnee ist, auch 4000er. Die Treter halte ich persönlich für das Optimum in dem Bereich. Und jup, mit Bergtretern insb. von La Sportiva kenne ich mich so langsam aus. Da fehlen noch weitere 4 Paar durchgelatschte La Sportiva Nepal extrem Varianten. Die sind entweder entsorgt oder unterm Dach eingelagert. Das ist nur der Haufen, den wir derzeitig verheizen. -
Passend dazu, weil UL-Forum: https://www.allgaeuer-zeitung.de/oesterreich/hochvogel-in-tirol-trailrunner-aus-deutschland-verletzt_arid-603149 und für die übliche Kneipenschlägerei zu Schuhen am Berg: klick Zur B1-Verlängerung: Die geht von Airolo über Nufenenpass bzw. alternativ südlich davon, dann über Nefelgui-Pass, Alpe Devero, Alpe Veglia, südlich um den Leone herum nach Gondo und letztendlich über Zwischenbergtal und Varese- sowie Antigene-Biwak nach Saas oder weiter nacht Italien
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B1 : https://www.outdoorseiten.net/vb5/forum/tourenvorbereitung/tourenvorbereitung-d-a-ch/109868-der-b1-vom-alpstein-nach-airolo Den kann man bis nach Saas Fee verlängern, aber den Text habe ich noch nicht getippt.
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Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
Jever antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Gleich zu Beginn: man muss sich bei einer Strecke entscheiden, ob man wie hier möglichst eine weite Strecke zurücklegen will, oder ob der Weg das Ziel sein soll. Im ersten Fall sucht man sich möglichst einfache Übergänge, im zweiten Fall geht es links und rechts raus in die Pampa. Nehmen wir den Auftakt - von Liechtenstein nach Linthal - als Beispiel. Man geht, wenn man Strecke machen will, so wie hier beschrieben und folgt den Talverläufen. Die "spassigere" Route, die mir als erstes einfällt, startet nahe Gaflei in Malbun, geht über die Pfälzer Hütte nach Süden, dann nach Westen über die Falknis und Gir zur Enderlinhütte und dann ins Tal. Sollte es nass sein, dann muss man zwingend den gir auslassen, denn das ist T5 im Gras. Dann quert man das Rheintal, nimmt die Pizolbahn, und.... ... wandert am Pizol entlang, geht dann zwischen Weisstannen- und Calfeisental zur Sardonahütte, steigt über den ehemaligen Gletscher rüber auf die Flimser Seite, geht zur Segneshütte, dann auf die beiden Vorabs und folgt dem Grat zum Panixerpass. Dann zart aussen rum über dei Ebene südlich zur Biferten- und Muttseehütte, per Bahn runter nach Tierfehd und nach Linthal. Die "grobe" Route geht ab Panixer über Hausstock und Ruchi zur Muttseehütte (T6-) Linthal - Altdorf Von Linthal zur Claridenhütte und weiter zur Planurahütte. Dann über den Sandpass nach Süden ins Val Russein, zur Cavadirashütte, dann nach Norden in Richtung Bristen und entweder im Talboden oder nördlich davon um den Windgällen herum und nach Altdorf. Alternativ (blau) kann man vom Panixer kommend direkt nach der Bifertenhütte ins Val Frisal und über Puntegliashütte (Übergang T5) und Val Gliems ins Val Russein und weiter. Das ist dann eine recht einsame Strecke, soweit mir bekannt gehen pro Jahr weniger als 10 Leute vom Val Frisal ins Val Gliems. -
Via Alpina (grün) / Schweizer Nationale Route Nr. 01
Jever antwortete auf ma11hias's Thema in Reiseberichte
Hübsche Route. Ich glaube, ich hätte die etwas alpiner gestaltet, aber so von der Idee her gut. -
Wir können das Ganze auch abkürzen. WM Alpinlite, der reicht. Dazu packst Du VBL/Aussenhülle, dann kann man den von Frühling bis Herbst nutzen. Und wenn der nicht reicht oder VBL nicht gewünscht ist, die nächst dickere Variante von WM. Dann passt das :)
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Der Bloody Marry geht notfalls auch bis -9°C
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Vielleicht ist die Dame nur UL-geschädigt. Ihr (Ex)freund hat sich UL auf die Fahnen geschrieben und hätte ihr einen Kasten Mineralwasser in den dritten Stock tragen sollen. Nach drei Stufen ist er dann mit den Worten "5kg Baseweight max" auf den Lippen, einem Muskelfaserriss sowie zwei gequetschen Rückenwirbeln überlastet zusammengebrochen, worauf sich die Holde für den Nächsten schwor:" Kondition statt Carbon".
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Wenn ich Bilder von UL Typen in genitalbetonenden Spandex- oder Balletthöschen sehe, dann stimme ich der Aussage eindeutig zu.
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Lacht ruhig. Meine Kollegen sind sehr froh darüber, wenn sie mal einen Farbtupfer ins Bild bekommen.
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Finde die Verletzungen nicht relevant. Bei Prellungen kühlt man die Stelle und wandert weiter, bei Bänderriss ist die Tour rum und man ruft den Heli. Da muss ich nichts verbinden.
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Mir hat mein Vater vor 38 Jahren bereits eine auf Schreibmaschine getippte Liste in die Hand gedrückt, mit den Worten: "das kommt in den Rucksack. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn Du Dich da nicht daran hälst, bleibst Du daheim." . Handschuhe und Kappe waren schon damals auf der Liste. Ich frage mich eher weniger, wie Leute etwas vor x Jahren organisiert haben, sondern eher, wie Leute früher überhaupt losgehen konnten. Meinen ersten 4000er habe ich im Schein einer Fahrradglühbirne (mit 4.5V Block als Batterie) und in Jeanshosen bestiegen. Wenn ich hier die Kommentare zur Liste durchlese, beschleicht mich das Gefühl, dass man ohne maximal optimierte und auf wenig Gewicht getrimmte Ausrüstung gar nicht wandern kann, und wenn man 200-300g zu viel einpackt, die gesamte Tour entweder aus Lustverlust scheitert, oder man wegen Rücken- oder Konditionsproblemen umdrehen muss.
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Wenn du sichtbare Zelte suchst, dann sind Nemo (die 4-Jahreszeitendinger), MSR oder The North Face eventuell passend, aber die sind in dem Sektor nicht UL. Mountain Hardwear ist ja auch leider mit der Mode gegangen und verkauft nun seine Expeditionsklassiker in den tollen Farben blau/rot, wobei das rot nicht knallerot ist. Für mich ein No Go. Wenn meinm EV3 (in leuchtend orange) kaputt ist, dann schau ich bei Nemo nach. Manchmal sind diese schweren Burgen halt doch sinnvoll und sehen in leuchtenden Farben auch noch ganz hübsch aus.
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und fehleranfälliger bei der Anwendung, und man muss mehr nachdenken, was man denn nun genau wann machen muss. Und man muss mit mehreren Teilen herumfiddeln (Wundauflage, Druckkissen, Verbandsrollen). Keep it stupid simple - vor allem unter Stress und Zeitdruck.