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T5 anspruchsvolles Alpinwandern Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr. Falls markiert: weiss-blau-weiss. Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung im hochalpinen Gelände. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil. Bei T5 geht der Spass los, ich erkenne T5 zuverlässig immer daran, dass ich dann die Stöcke an den Rucksack packe, um die Hände frei zu haben. Ab dem Gelände können auch gestandene Kletterer arge psychische Probleme bekommen, weil der Untergrund selten anhand der technischen Felsschwierigkeit die T5 erhält, sondern weil es schlichtweg lebendiges und exponiertes Gelände ist, in dem man nicht sichern kann. Schuttrinne von unten und von oben. Fels hat es da nicht wirklich, dafür rutscht halt alles. Das ist ein Weg (es hat sogar ein Wegzeichen am Fels) ...inklusive 3m hoher Absätze mitten drin, wo man über nassen Fels runter rutschen darf Mies sicherbare Bruchrinne ohne technische Schwierigkeit - typisch T5 Typische T5-Stelle am Via Alta della Verzasca (eine "Hiking-Route"). Griffig, fester Fels aber ordentlich Frischluft drunter und nicht sicherbar, weil man ansonsten die Etappen zeitlich nicht packt. Der Bänderweg am Bifertenstock, auch klassisch T5. es geht horizontal durch den Kessel durch. Keine Kletterschwierigkeit, nicht sicherbar... ... vorne sieht der noch ganz ok aus ... aber hinten rird es übel. Der Pfad läuft an der hellgrauen Kante entlang und ist tw. nur 20-30cm breit und ohne Sicherungsmittel. ... und hinten (Bandende, die Kuppe in der Bildmitte) wird es dann noch etwas übler. Und der hier zum Schluss (Hüttenzustieg zur Puntegliashütte über Val Frisal) hat die T5 nur dank durchgehender Fixseilsicherung ... weil man unterwegs auch mal einen Hangelquergang hat, wo man 5m die senkrechte Wand raus muss, bevor man an einer Fixkette wieder in den Rinnenboden runter kommt.
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T4 Alpinwandern Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen. Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-blau-weiss. Hinweis: Ältere Wege mit dem Schwierigkeitsgrad T4 sind heute noch oft mit Rot-Weiss-Rot markiert. Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden. T4 kann ein exponierter, schmaler und steiler Pfad sein, oder auch mal eine Schotterpiste, in der die Orientierung nicht mehr ganz trivial ist, aber man bei einem Abflug nicht gleich grundlos ins Nichts segelt. Sollte man nicht glauben, aber der Kamm im Hintergrund ist eine T4, und zwar im Bereich der bewaldeten Kuppe im rechten Bilddrittel. Die könnte der eine oder andere kennen - da wurde die Schulklasse mit den 100 Kindern rausgeflogen. Typisch T4 - die Hände braucht es schon mal, absichern geht hier nicht oder nur ganz aufwendig. Hier ist die gesamte T4 Route in der Übersicht, die Aufnahme darüber stammt vom unteren gelben Kreis (wo man über ein Band weglos runter muss). Steilere Rinne, mit Pfad - aufgrund der Absturzgefahr oberhalb von T3 angesiedelt. Noch eine Schuttrinne, aber mit gröberem und lockerem Gelotter drin, deswegen auch T4 und nicht T3 Ausgesetzter Wanderpfad, der hier breiter erscheint als er ist Weglose Querung, loser Untergrund, kein Pfad aber noch halbwegs logische Wegführung - T4 Der Pfad geht tatsächlich mitten durch dir senkrechte Wand, ist schmal, exponiert aber durchgehend mit Seil, daher T4
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Nachdem ich jetzt einmal mehr jemandem per PN die offizielle Wander(!)-Schwierigkeitsskala des SAC erklären muss, und nach k.A. Anläufen immer noch versucht wird Unterkategorien dieser Wanderskala plötzlich zur Kletterskala zu erklären, klopfe ich jetzt einfach mal ein wildes Sortiment an Bilder zusammen... Oder als Text gleich vorne weg: der wesentliche Unterschied zwischen der Kletterskala und der Wanderskala ist, dass die Kletterskala dann greift, wenn man in stabilem Fels und am Seil gesichert klettert. Hier kann man basierend auf Anzahl und Grösse der Griffe und Tritte eine technisch orientierte Schwierigkeitsskala erstellen. Solch ein Ansatz versagt bei Wanderungen, wo man an schwierigeren Stellen und Passagen entweder gar nicht oder nur zeitaufwendigst mit einem Seil gesichert werden kann, und die Schwierigkeit beruht nicht wie beim Klettern auf eine rein technische Messlatte, sondern beinhaltet weitere Komponenten wie Exponiertheit, Absturzgefahr, Orientierung.... T1: Grad Weg/Gelände Anforderungen T1 Wandern Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalem Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden. Falls nach SWW-Normen markiert: gelb. Keine, auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich. Typischerweiwe breiter Weg, keine Absturzgefahr, teilweise so breit und flach, dass auch mit einem Kinderwagen "befahren" werden kann T2 Bergwandern Weg mit durchgehendem Trassee. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen. Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss. Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen. T2 ist ähnlich anspruchslos, lediglich wird der Pfad schmaler und man muss hin und wieder mal nachsehen, dass man nicht ganz falsch abgebogen ist. T3 anspruchsvolles Bergwandern Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen. Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss. Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung. Bei T3 wird es langsam interessanter. T3 kann ein etwas ausgesetzter und schmalerer Pfad sein, der auch schon mal eine Kette drin hat, aber auch ein fettes Geröllfeld ohne Weg, wo jedoch aufgrund der Geländeform eindeutig ist, wo man entlang muss (kein Orientierungsproblem). Auch einfache, tw. weglose Gipfelaufstiege fallen darunter. Ausgesetzter Weg aber gesichert. Ohne die Kette wäre es eher T3+, eventuell T4- Typischer Hüttenzustieg - nicht immer deutlich erkennbarer Pfad, etwas Orientierung notwendig (weswegen T3 und nicht T2) Typische Schotter-T3. Orientierung problemlos weil durch den Talboden vorgegeben, keine Absturzgefahr aber auch keine Wegspuren.
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Jetzt habe aber meine Liste doch einmal kurz umgestellt. Am Körper ist alles, was ich die ganze Zeit direkt trage und nutze - Schuhe, Hose, Hemd, Uhr, Handy, Stöcke. Und "Base weight" ist der Kram, der auf dem Rücken lastet. Zur Freude der Grammzähler jetzt sogar inklusive Rucksack. 5.4kg Rucksack ist ok für mich für den Einsatzbereich, für den die Ausrüstung gedacht ist.
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Wo trägst du denn den Rucksack ansonsten als auf dem Rücken, und wo ist der Unterschied zu Schuhen, die ich auch immer am Körper trage? Und warum rechne ich die Softshell oder Sonnenbrille auch in "am Körper getragen" rein, obwohl ich sie in etwa 50-70% der Zeit im Rucksack schleppe? Und warum ist die Isojacke nicht auch da drin, obwohl ich sie ähnlich oft trage wie die Winjacke? Ich schau bei der Grammzählerei lediglich auf das Gesamtgewicht und auf nichts anderes, weil es die einzig relevante Messgrösse ist. Dieses Baseweightgefummel überlasse ich den Exceltheoretikern, die sich daran hochziehen und gegenseitig unterbieten wollen.
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So sieht bei mir die Packliste aus: https://lighterpack.com/r/9uq706 Da kommt dann eventuell noch ein Lanshan 1 sowie anderes Getüdel rein (Helm, Steigeisen, Eisgerät) , der Rest ist ziemlich fix. Gedacht ist der Krams für Sachen wie
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Das wäre eine hübsche Überraschung und der Rucksack käme auf meine Einkaufsliste. Basierend auf den eventuell einem Dutzend Rucksäcken, die ich habe, war das Verhältnis Eigengewicht zu Maximalgewicht immer im Bereich 1:15. Mein "Standardschlepper" für Bergtouren (Millet Proliter 38+10) wiegt selber um die 1300g und bei 18 kg ist der am Ende. 18 kg erreicht man schnell mal, wenn man neben etwas Essen auch noch Biwakmaterial und Hartwaren für Fels&Eis drin hat. Ich würde daher einmal real 18kg in Form von Wasserflaschen rein packen und dann mal sehen, ob die Wunschzahl mit der Realität übereinstimmt, bevor ich unterwegs für 4 Tage Essen einkaufe, 1.5L Wasser zulade und dann etwas ernüchtert feststelle: jetzt tut es auf dem Rücken weh. Auch beim Volumen würde ich noch einmal über die Bücher. Selbst gut gepackt wird es mit 38L eng, wenn man für mehrere Tage Essen dabei hat und dann eventuell sich noch einen Luxus in Form einer Dose Bier gönnt. Ausprobieren. Zu den Klamotten: Die Kombi aus der Wander- und Regenhose könnte gut funktionieren, solange die Routen selber eher im gemässigten Gelände stattfinden (Typ "Mont Blanc Rundtour"), und mit langer Unterhose (etwas seltsame Kombi zu einer dünnen und leichten Somerhose) wärmetechnisch auch in den Herbst rein reichen. Wenn es höher raus geht, ist ev. ne Hochtourenhose praktischer, weil etwas wärmer und vor allem abriebfester. Das Set am Oberkörper taugt definitiv nix. Ich bin ein einziges Mal dummerweise mit einem dicken langärmligen Hemd als unterste Lage losgezogen (im Herbst), mit dem Ergebnis dass ich mich im Tal zu Tode geschwitzt habe, bei allen Anstiegen völlig überhitzte und so kaum vorwärts kam und oben im Winterraum erst einmal eine ganze Weile frieren durfte, bis das Wasser draussen war. Seitdem nutze ich konsequent ein dünnes KuFa-Hemd, und wenn ich unterwegs in den Wind rein komme oder es tatsächlich kälter wird, dann wird das um eine Windjacke und/oder Isojacke ergänzt. Langärmlig ist auch immer so ein Thema. Ich nutze nur langärmliges Material, egal ob Hose oder Hemd. Alles, was abgedeckt ist, muss nicht gepflegt werden (Sonnencreme) und ist gegen Abrieb geschützt, und Ärmel hoch-/runterrollen geht ohne Pause, während ein Wechsel von T-Shirt auf Hemd oder T-Shirt/Stulpen immer Zeit kostet. Sieht eventuell im Hochsommer und weiter unten anders aus, aber wo ich rum renne ist so etwas unpraktisch. Isomatte: Einzelmatte ist ok bei "Mont Blanc" Rundtouren, weiter oben hat es zu viel Fels. Da ist das Risiko eines Lochs in der Matte recht hoch, sofern man keine echte Unterlage (EVA-Matte) zusätzlich nutzt. Auch das würde ich noch einmal ansehen.
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Jetzt noch mal die Klamottenkiste mal mehr im Detail angesehen und so ein paar Dinger direkt gegoogelt: etwas wenig abgeglichen das Ganze. Auf der einen Seite ganz dünne Wanderhosen für Warmwetter (Houdini wadi), auf der anderen Seite dann wieder Daunenjacke, zwei Paar Handschuhe, lange Unterhosen, mittellange Unterhosen und kurze Unterhosen, und das ergänzt um seltsame Dinge wie die Devoid Hoodie und abgerundet um die Nutzung von Merinowolle. Unten rum wohl Fokus auf Zwiebelprinzip - dünne Hose, die man gegebenenfalls um lange Unterhose und/oder Regenhose ergänzt und so für tiefere Temps/Wind/Regen nutzbar macht. Obenrum dann ein dicker Klops (Devoid Hoodie) aber nichts für dazwischen. Für warme Gegenden/Touren würde ich konsequent den warmen Kram rauskegeln - also ein Paar Arbeitshandschuhe anstelle zwei Paar normale Handschuhe. Daunenjacke raus, die Dovoid auch raus und stattdessen ein dünnes, langärmliges Shirt als unterste Schicht, ergänzt um eine KuFa-Isolationsschicht (Rab xenon hoodie z.B.) nutzen. Die lange Unterhose käme auch raus. Oder ich setze auf Material für kälteres und windiges Wetter. Dann fliegt als erstes alles aus Merinowolle raus, rückstandslos. Merinowolle speichert Wasser, und das muss erst einmal verdampfen. Verdampfen kostet Energie und das merkt man am Kühleffekt, was oben an einem windigen Grat so ziemlich das allerletzte ist, was man gebrauchen kann. Die Wanderhose fliegt dann auch raus, die ist zu dünn und wird durch eine dickere Version ersetzt. Die Devoid fliegt auch raus, denn für einen aktiven Aufstieg ist sie zu dick, und wenn ich sie trotzdem anlasse, ist sie oben verschwitzt und kalt. Auch hier: ein dünnes, langärmliges Unterhemd, und wenn es zu windig/kalt ist, dieses durch eine Isolage KuFa und/oder eine Windbreakerjacke ergänzen. Für abends im Zelt dann ist die Daunenjacke gut, die bliebe drin. Die Taschenlampe ist solala. Ok, wenn man abends im Zelt sitzt und kocht, aber im Notfall unterdimensioniert, weil zu wenig Laufleistung bei der notwendigen Helligkeit (4h bei 200 Lumen). Das erste Hilfe Set ist nicht existent. Auf Paracetamol kann man verzichten, notfalls steigt man eben mit Kopfweh ab. Ist ungemütlich, überlebt man. Wenn man aber ohne Verbandsmaterial mit ungeschickter Wunde herum hockt, dann können die 15 Minuten bis zum Eintreffen der Rega extrem lange dauern... -> Verbandsset, Pflaster, Rettungsdecke und wenn man auf Nummer Sicher gehen will: Israeli Verbandspäckchen. Damit kann man eine stark blutende Wunde erstversorgen und die Zeit überbrücken, bis die Rettung da ist.
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So, und nachdem jetzt die üblichen Erklärungen einmal mehr durchgekaut sind, könnte der TO einfach noch ein paar weitere Details zu den geplanten Touren angeben, dann kann man besser abschätzen ob das mit der Ausrüstung passt oder eher nicht. Ich persönlich würde z.B. auf die Kombi Schlafsack/Inlet verzichten und durch Schlafsack/VBL ersetzen und dazu noch einen Mehrwegbiwaksack einpacken (eh sinnvoll im Gebirge). Eine einzelne aufblasbare Isomatte ohne Backup wäre mir auch zu heikel, weswegen ich da eine Kombi aus EVA und dünner Luftmatte nutze. Viel robuster und ausfallsicherer. Der Rucksack dürfte bei leichtem Gepäck ok sein, aber sobald man notgedrungen Essen für ne halbe Woche mitnehmen muss, ist er zu schwach. Ein Rucksack mit 500g-550g Eigengewicht stemmt eventuell 7-8kg, bei mehr Zuladung bricht das Tragesystem ein und die Schlepperei wird lästig. Am falschen Ende gespart, sieht man dann ein, wenn man mit schmerzenden Schultern einen Tag gewandert ist. Die Handschuhe (Sealskinz) sind hübsch aber mir zu teuer. Für 8 Euro bekomme ich Arbeitshandschuhe (Pfanner o.ä.), die halten ein Vielfaches des Skinz aus, gehen aufgrund der roten Farbe seltener verloren als die mausgrauen/schwarzen Dinger und haben dank Gummihandflächen auch ein Vielfaches an Grip am Fels. Im Sommer braucht es dann auch kein zweites Paar Handschuhe. Allgemein zur Liste: Entweder wirft man alle Gegenstände auf eine Feinwaage, die bis auf eine Nachkommastelle genau wiegt und gibt dann die Liste entsprechend durchgehend mit einer Nachkommastelle an, oder man verkneift sich das Getüdel im 100mg-Bereich komplett und rechnet nur mit vollen Grammzahlen. Wenn am Ende dann das Gepäck auf dem Excelsheet 2g mehr wiegt, dann ist das garantiert nicht der Grund, sollte eine Tour scheitern. Nebenbei ändert sich das Gewicht eh dauernd, die Trekkingstöcke werden nach der Tour garantiert keine 239.4g mehr wiegen und eine Kombination aus Zahlenwerten mit unterschiedlichen Fehlertoleranzen unter Beibehaltung der kleinsten Fehlertoleranz im Endergebnis ist wissenschaftlich falsch. Mein Prof hätte mir meine Diss kommentarlos um die Ohren gehauen bei so etwas.
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Solange der SAC nichts an seinen Regeln/Methoden/Skalen ändert, ist eine andere Meinung auch hinfällig, da eine persönliche Messlatte nicht für eine möglichst objektive Bewertung taugt. Nebenbei ist T5 recht üblich, die Alpinvariante des GTA wartet damit auch auf, z.B. am Coronette-Pass. Der GTA ist ein Fernwanderweg und keine ausgewiesene Hochtour. Auch der Sentiero Roma (Höhenweg Cavaglia - Promotogno, 8 Tage) ist T5
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Dass jemand aus Bochum bezüglich Alpen etwas unbedarft ist, liegt schon alleine an der Distanz vom Wohnort zu den Bergen. Ich habe auch recht wenig Ahnung von der Nordsee. Du darfst für dich persönlich natürlich die Obergrenze einer Wanderung dort setzen, wo immer du sie haben möchtest. Fakt ist, dass die angesprochene Wanderskala des SAC bis T6 und nicht T4 geht. Und so wie ich mich hinsichtlich der Schwierigkeit lieber an die offizielle Skala als an die Zopiclon-Wanderskala halte, so orientiere ich mich auch beim Rest lieber an dem, was der SAC z.B. zur Ausrüstung im jeweiligen Bereich für angebracht hält. Da sind die Ansprüche bei T1 deutlich abweichend von T5 und darüber - und welch Zufall - ist das bei mir auch der Fall. Sollte dich das stören, empfehle ich zunächst eine deutliche Protestnote beim SAC bezüglich der Einstufung als "schwieriges Alpinwandern" für T6, am besten gefolgt von einer Belehrung darüber, welche Ausrüstung in den Alpen denn tatsächlich sinnvoll ist. Ich halte schon einmal Popcorn bereit für die Antwort. Nebenbei ist dein letzter Kommentar nicht wirklich ein positives Zeichen für deine Auffassungsgabe. Im ersten Beitrag habe ich extra erklärt, dass der eine ein anderes Verständnis davon hat, was er/sie unter Wanderung versteht (Mont Blanc Runde vs. Val Frisal) als ein anderer, aber dass beide Recht haben und man daher genauer nachhaken muss, bevor man man Tipps zur Ausrüstung geben kann. Ist übrigens genau das, was auch Kyhal einen Beitrag drüber erklärte. Und bereits zwei Beiträge danach kommst du angelatscht und erklärst, "T4 is kein Wandern mehr", weil du dann die Hände aus den Taschen nehmen musst und das für dich keine Wanderung mehr sei. Tjo.
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Für eine Einschätzung müsste man wissen, was unter "Alpen, Frühling" gedacht ist. Das kann von einer Wanderautobahn irgendwo die vielen Täler entlang, bis hin zu einmal quer oben drüber reichen. Und dann kann der Schlafsack eben passen, das Zelt stabil genug und die Schuhe angemessen sein. Oder die ganzen Sachen sind zu dünn/zu leicht gebastelt. Mit den Salomon Tretern sind Wanderautobahnen kein Problem, aber abseits dieser Pisten muss man wissen, was man macht, und dazu gehört Erfahrung, die ich bei der Aussage: etwas vermisse. Für die einen bedeutet Alpenwandern das hier: (Tour Mont Blanc) (Alpe Devero) für andere das hier (Abstieg zur Cam. Punteglias aus dem Val Frisal heraus) ... und daraus ergeben sich komplett andere Anforderungen, auch an die Ausrüstung.
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[Kaufentscheidung] Winterschlafsack -10c Komfort
Jever antwortete auf PataGucci's Thema in Ausrüstung
Mit dem Antelope habe ich schon problemlos bei -18°C geschlafen, als er noch neu war. -11°C aber packt der auch nach über zehn Jahren noch problemlos. -
Ultraleicht Camping (max. 8kg Basisgewicht)
Jever antwortete auf ultraleichtflo's Thema in Schwerer als UL
Ganz vergessen: die zum Zelt passenden Schneeheringe. Alu, wir achten aufs Gewicht. Rechts daneben als Grössenvergleich einer den üblichen 18cm langen Y-Geringe, ebenfalls Alu. -
Ultraleicht Camping (max. 8kg Basisgewicht)
Jever antwortete auf ultraleichtflo's Thema in Schwerer als UL
Mein Liebling für UL Camping ist mein BVB. Er wird in einer zeitlos schlichten Kiste verpackt verkauft. Lohnenswert ist lediglich die Anschaffung eins 5L Spritkanisters (hier im Bild), der Rest ist dabei. Sollte man mehr warmes Wasser benötigen, gibt es den dazu passenden 10L fassende Kochtopf nebst Warmhalteschatulle (rechts im Bild) günstig dazu. Beim Anfeuern sollte man etwaige Zeltnachbarn vorwarnen da dies durchaus spektakulär ist, wenn man es gezielt falsch macht. Und so erhält man einen hübschen UL-Kocher, der bei -20°C problemlos Spiegeleier, Käse und Wurst an der Kontaktfläche in Asche verwandelt, während alles oben noch Raumtempereratur aufweist - und das auch bei Einsatz einer Schneeschaufel zum Umrühren Die Eckdaten: Doppelflammenkocher, der mit Benzin oder Super (bleifrei) betrieben wird. 3L Fassungsvermögen im Vorratstank, Betriebsdruck (den man per Pumpe herstellt): 2 Bar. Verbrauch vernachlässigbar, 20 kW Heizleistung, Gesamtgewicht ohne Sprit und Kanister: 16 kg. Echte Freude kommt auf, wenn man z.B. für 25 Leute Suppe kocht: Allerdings sollte man zur Sicherheit etwas Holz beiseite legen, damit man genügend Abstand zum Topf bekommt, und zudem einen Brenner stilllegen, denn sonst muss man die Suppenmenge auf 25L oder mehr ehöhen, um die Brennerenergie sicher auffangen zu können. und passend dazu: das luftig leichte Zelt für zwischendurch und mitten drin. 16 kg schwer (ohne extra Bodenplane), 3.6m Innendurchmesser, 2.1m Innenhöhe. Passend für bis zu 14 Leute plus mehrere Kocher und wärmende Getränke. Standfest bis über 80 km/h dank 6x 13mm Alugestänge. -
Funktioniert nur, wenn man Lagerfeuer hat, oder einen Trockenraum, und Zeit zum Trocknen hat. Einfacher ist VBL am Körper, dann Schlafsack, darüber Biwaksack. Wo kein Wasser hin kommt (dank VBL), wird kein Schlafsack nass.
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4 Monate auf dem Panorama-Fernwanderweg Sentiero Italia - Apennin-Halbinsel & Sizilien
Jever antwortete auf Mia im Zelt's Thema in Reiseberichte
Du musst nur in die Berge gehen. Dann hast du beim Hüttenzustieg schon stundenlang Zeit, jeden Gegenstand im Rucksack aufzuzählen und darüber nachzudenken, ob das wirklich drin sein muss - denn auf zu viel Gewicht haste am Berg so wirklich gar keine Lust. Im Flachland dagegen isses fast egal, da kratzt ein Kilo mehr nicht wirklich. Wenn du aber gewisse Touren angehst, kommste schlichtweg nicht runter von der Last. 3 Wochen autark GR20 bedeuten dann allein aufgrund der Lebensmittel 30kg oder mehr. Geht es auf expeditionsartige Hochtouren, sind 25-30kg auch normal. Da hat der Spass dann ein Loch, und die einzig vernünftige Weise, so etwas zu machen, ist eben doch mit einem "Schlepper", der selber was wiegt, aber der zuverlässig das Gewicht auf die Hüfte und nicht die Schultern verlagert. Auch das ist UL. Halt nicht UL Trekking. Zum Fall hier: bei 4 Monaten würde ich vorher schon wirklich peinlichst genau auf den Rucksack, Schlafsack, Schuhe und das Zelt achten. Da kann man sich viel Freude versauen, wenn die Latschen drücken, zu steif oder zu weich sind, oder man das entscheidende Gramm unten in der Sohle gespart hat, und die Dämpfung zu gering ist (mit der Quittung: schmerzende Füsse). Ein miesen Kocher oder nicht ganz passendes Kochgeschirr dagegen kann man eher ignorieren/akzeptieren. -
Erfahrungen Tatonka / langlebiger Rucksack gesucht
Jever antwortete auf Flux's Thema in Schwerer als UL
Millet Prolighter 38+10. Den Rucksack schinde ich derzeitig auf Mehrtagestouren runter. Bis jetzt hält er, hat notfalls viel Platz, wiegt recht wenig, hat gute Aussenlastpunkte und ein gutes Tragesystem. -
4 Monate auf dem Panorama-Fernwanderweg Sentiero Italia - Apennin-Halbinsel & Sizilien
Jever antwortete auf Mia im Zelt's Thema in Reiseberichte
Millet mit 25kg Zuladung: Der Vorteil von dem Ding ist das geringe Eigengewicht, kombiniert mit vielen Fixierpunkten für Aussenlasten und leichtem Zugriff auf den Kram innen, da er im oberen bereich dazu einen Reissverschluss hat: 60L sind für Langtouren praktisch, da kann man auch mal Dinge locker rein stopfen (Daunenkrams) und muss nicht ständig aufpassen, alles exakt in seine Ecke gequetscht zu bekommen, damit es halbwegs passt - nur um sich genervt zu fragen, wo man das unterwegs gekaufte Futter nun noch reinquetschen soll. Zur Sinnhaftigkeit können sich andere den Kopf zerbrechen und sich gerne darüber auslassen, dies sei nicht im UL-Sinne. Ich trag liebend gerne auch mal ein paar hundert Gramm zusätzlich gegenüber einem anderen Rucksackmodell, wenn ich dafür sicher weiss, dass ich mir damit Platz- und vor allem Rückenprobleme erspare. Wenn gar nix mehr hilft, man echte Probleme mit einem empfindlichen Rücken hat und trotzdem gezwungenermaßen auch mal viel tragen muss: Gregory. Ich habe vor Jahren mal testweise den Denali Pro ausprobiert. Der wiegt leer so viel wie das, was manche mit sich tragen: 3.5kg. Mit 25kg beladen habe ich den nicht einmal in Form von Druckstellen auf dem Rücken gespürt, während andere Modelle längst überlastet waren, der Hüftgurt unter der Last durchknickte und das Gewicht hinten auf den Schultern landete. Der Bursche hat aber auch extrabreite Hüftflossen, die mit Carbonfaserplatten verstärkt sind. So etwas ist die letzte Lösung, bevor man sich eine Tourenidee komplett aus dem Kopfschlagen muss. Man bekommt hier dann zwar eventuell Hiebe der Liebhaber der Hyalar, Hühott und wie die UL-Rucksäcke sonst noch so heissen mögen. aber das wär mir schnuppe, solange ich dafür losziehen könnte, ohne ab Tag 1 leiden zu müssen. -
Schon etwas her, aber schöne To(rto)ur: - Lischana Ebene mit Biwak. Tourdaten: 2 Tagestour, insgesamt 18h, 41km Strecke, 4100Hm rauf, 4100Hm runter, über längere Strecken T5, Schlüsselstelle T6 über insgesamt 14 3000er (Plazer, Sesvenna, Foratrida, Muntpitschen, Rims, Cristana, d'Immez, P3026, Cotschen, L'Aua, 3x San Jon, Lischana) und zwei weitere knapp darunter. Wem das nicht reicht, der kann mit Triazza und Madlain noch zwei oben drauf packen, aber dann wird es lang. Wasser ist am Grat Mangelware, meine 1.5L waren knapp bemessen. Start in S-Charl Ab hier weglos zu dem Gipfel rechts im Grat (Mot da L'Hom) Und ab jetzt immer dem Grat entlang Piz Sesvenna in Sicht Sesvenna weiter am Grat Abstieg nach Muntpitschen (T5) rettende Tankstelle unterwegs - die 1.5L waren längst aufgebraucht weiter am Grat (Rims, Cristana) Abstieg zum Lajet Lischana (hinterer See) und weiter Abendstimmung unterwegs ... und weiter am Grat Sonnenuntergang am Biwakplatz 6 Uhr - los geht's. Lagerplatz ohne Wasser, der See war weg. Einstieg in den Grat zu den drei San Jon, mit Piz San Jon Dadaint im Bild Verbindungsgrat, hinten die Felskanzel der zweite San Jon Blick zurück zum Dadaint San Son d'Immez, wird von hinten bestiegen Schlüsselstelle - die Kante runter (T6) Abstieg zur Lischanahütte, hier fliegen einem dauerhaft ein paar Kubikmeter Felsen um die Ohren beim Abstieg. Cap. Lischana Zahmer Weg zum Piz Lischana Piz Lischana (Gratende) Noch kurz über die Ebene runter ins Tal und dem Wald entlang bis S-Charl Bus Und weil man da den Überblick verliert - Karte. Rot Tag 1, orange Tag 2
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Man kann auch Leuten nahe legen, dass gewisse Dinge zwar hübsch in der Theorie sind und sich sicherlich toll in Excel machen, aber eigentlich kaum Praxisrelevanz besitzen. Die Feinwaage pack ich sehr selten aus, die Küchenwaage nutze ich immer dann, wenn ich mal wieder grob über die Ausrüstung gehe und etwas nachrechne. Auch das ist Erfahrung: nicht aus allem eine Erbsenzählerei zu machen, sondern einen möglichst gesund einzuschätzen, inwiefern sich Kosten/Nutzen die Waage halten. Bei 10m Schnur am Zelt rechne ich mit 2g Ersparnis basierend auf deinem Beispiel. Da diskutier ich nicht einmal drüber, ob 2g relevant sind. Da reicht einmal extra Nase putzen und ich habe mehr Gewicht gespart als du mit den Schnüren. Ich hoffe, du rasierst dir wenigstens vor Tourbeginn die Beine, denn da hängt sicher auch 2g Wolle dran.
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3000er-Sammlung erweitern - Trinserhorn. Von Nagens über den Trinserhorn Südgrat zum Sardonapass, dort dann eigentlich geplanterweise auf den Segnas (II in einer Rinne), dort aber im Schnee abgesoffen und letztendlich stattdessen nach Vättis gewandert. Eckdaten: T5, 8.5h, 27km horizontal, 1500Hm rauf, 2700Hm runter Bushaltestelle Nagens auf 2100m Atlas (rechts) und die Tschingelhörner (links) Trinserhorn Südgrat (T4) Am Grat Schuttflanke im oberen Bereich Das ganze Gemüse von oben - da geht es durch Trinserhorn Gipfel Folge der Erderwärmung - der Grat bricht auf 100m Strecke komplett ab, die Wege darunter sind gesperrt. Sardonapass - durch den Felsriegel wollte ich eigentlich durch Schlüsselstelle im Abstieg - ein 50cm breites Felsband (von rechts oben nach links unten), das ich auf dem Hintern runter gebremst bin. Der Weg übers Eis war zu dünn. Sardonahütte. Dort war ich um 15 Uhr und durfte mit Freude das Schild "Vättis 5h" erblicken. Am Gigerwaldsee Touchdown um 17:20 Uhr in Vättis. Anstelle der 5h habe ich mit etwas Gas 2h benötigt.
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Ich fand den sehr entspannend. Sind halt eine Menge Höhenmeter rauf. Die hier war z.B. weitaus anspruchsvoller, und selbst da erklären mir einige noch, Bergstiefel seien dafür völlig überbewertet. ich hatte da zumindest Abschnittsweise ordentlich was zu tun.
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Ich argumentiere lediglich aus der Praxis raus. Wenn ich für einen Abstecher den Rucksack erleichtere, dann merke ich das ebenso wie wenn ich unterwegs die Pulle wieder mit Wasser befülle. Aber ob ich nun 2 Euro mehr oder weniger in der Tasche spazieren schleppe, das spür ich nicht.
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Einmal quer durch den Alpstein. Brülisau - Bollenwees - Fählenalp - Fählenschafberg - Fählentürmnordflanke - Altmannsattel - Rotsteinpasshütte - Säntis als Tagestour (T5, 7:30h, 18km Strecke, 2300Hm rauf, 800Hm runter). Mörderwegli im Aufstieg zum Fählenschafberg Querung im Weg (mit Fählensee) Nadlenspitz Fählengrat, Fählentürme, Altmann Querung vor den Fählentürmen Fählenschafberg (erste Kanzel im Grat) und Hundstein Die üblichen Bergziegen dort Lisengrat, Säntis