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Ultraleicht Trekking

ChristianS

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Alle erstellten Inhalte von ChristianS

  1. OT: Ist eigentlich schonmal jemand darauf gekommen, Polyester-Gewebe mit Polyamid-Ripstopfäden zu kombinieren?
  2. Ach, hier gibts das gute Stück zum spottbilligem Schnapperpreis von 187,90€!
  3. Danke @all für die interessanten Rückmeldungen. Witzig, dass manche Übernachtungsplätze hier so bekannt sind Tja, wir sagen zwar immer "ultraleicht", aber mit Essen für mehrere Tage plus Wasser kommen doch einige Kilo zusammen. Und da ich gerade nicht gut trainiert bin, haut das ganz schön rein. Warscheinlich hätte ich auch ganz ohne Gepäck meine Mühe gehabt... Das mit ner Kamera haben wir schon recht erfolglos probiert. Aber an MYOG hat er viel Spaß, nur die Geduld und Ausdauer fehlt. Vielleicht sollten wir mal was Simples zusammen machen, z.B. einen KuFa-Quilt für ihn, gute Idee! Das wäre in der Tat das Beste, aber praktisch nicht zu finden. Wir kennen nur eine Familie, die sowas machen würde, die sind aber menschlich inkompatibel mit uns. Ja, schade, ich hatte auch gelesen, dass dieser Platz besonders schön sein soll. Ich hatte noch überlegt, ob wir einfach mit dem Auto in die Nähe fahren und dann dort noch nächtigen sollten, aber wir hatten dann mit dem Gejucke keinen Bock mehr. Das wird auf jeden Fall eine Herausforderung!
  4. Fortsetzung: Zähneputzen im Camp Nr. 5 Blick in die Küche Am nächsten Morgen geht’s uns wieder ganz gut, nach dem Frühstück sind wir recht fit. Der Blick auf die Karte verrät aber, dass die Strecke zu Platz Nr. 6 wieder nur mit vielen Höhenmetern, etwa so wie am vergangenen Tag, zu erreichen ist. Das trauen wir uns aber nicht so recht zu, hinzu kommt der schlechte Schlaf durch die juckenden Stiche und der Akku vom MP3-Player ist leer… Also beschließt der Familienrat die Tour abzukürzen und zum Auto nach Dernbach zu wandern. Hätten wir noch einen Ruhetag am Platz 5 verbringen können, wäre die Entscheidung anders ausgefallen. Aber leider muss man nach einer Nacht den Platz wechseln. Wir packen unseren Kram und gehen den Weg zurück runter nach Eußerthal. Bergabgehen ätzt echt mehr als bergauf. Morgens sieht die Welt anders aus Abkühlung im Bach - das tut gut! Zwischen Eußerthal und Dernbach liegt dann nur noch ein moderater Hügel, so dass wir ohne Zwischenfälle mittags das Auto erreichen. Genau die richtige Zeit, um die Pfälzer Gastronomie zu testen! Wir finden im Ort eine sympathische Gaststätte und lassen die Tour bei lecker Wildgulasch und Spätzle ausklingen. Die eheliche Unterhaltung besteht inzwischen zu etwa 40% aus „Na, juckts? Nicht kratzen!“ Erst die Recherche daheim klärt uns darüber auf, dass wir an diesen tollen Herbstgrasmilbenlarvenstichen leiden und dass das Jucken noch so 1-2 Wochen andauern wird. Na toll! Zurück nach Dernbach Lecker Pfälzer Essen Fazit: · Allen hat es eigentlich Spaß gemacht, meine Frau kann sich nun auch längere Touren vorstellen (z.B. den E6) · Nur Laufen ist für Kinder langweilig, besonders als Einzelkind. Stimmt die Motivation, z.B. durch einen MP3-Player, sind ungeahnte Leistungen möglich · Das Gewicht muss weiter reduziert werden, besonders an Zelt und Schlafsäcken, aber auch am eigenen Bauch · Herbstgrasmilbenlarven sind die Pest. Ein echter Spaßkiller. Unsere Hosen waren mit Nobite behandelt, die Haut mit Autan, hat alles nix gebracht. Und Azaron hilft nicht gegen das Jucken. So bald werde ich mich nicht wieder unüberlegt auf eine Wiese setzen… · Nur eine Handykamera dabei zu haben, ist auch irgendwie doof
  5. Fortsetzung: Trekking Camp Nr. 4 Outdoor-Küche Schöner Relaxen geht kaum... Die Quelle. Etwas gerädert machen wir uns am nächsten Tag auf die längste Etappe unserer Tour in Angriff zu nehmen. Es fängt schon schlecht an, wir starten in die falsche Richtung. Als der erwartete Abzweig lange nicht auftaucht, erkenne ich mit Blick auf die Handykarte den Fehler. Unter viel Gefluche und Geschimpfe kehren wir um, zurück berghoch, und schlagen dann den richtigen Weg ein. Aber der Weg bleibt schwierig, das Tal will uns nicht so recht auf die andere Seite queren lassen. Hohes verwachsenes Gras, versteckte Löcher, Bremsen und Mücken. Hier lernen wir die einzige Zecke der Tour auf B.s Rucksack kurz kennen, sie macht schnell den Abflug. Erst mittags erreichen wir dann Rinnthal, nur 25% der Strecke sind geschafft. Versteckter Abzweig in Rinnthal nach Eußerthal Türmchenbauen am Wegesrand Schweres Gerät im Wald Es ist wieder schwül warm, die Laune ist besonders bei M. am Boden und wir erheben dann doch keine Einwände, als er sich mit dem MP3-Player verstöpselt und irgendwas hört. Wohl irgendwas Lustiges, er lacht zwischendurch immer mal wieder. Weiter geht’s also nach Eußerthal, was viele Höhenmeter bergauf bedeutet. Ohne zu Murren und mit gelegentlichem Lachen lässt uns Junior am Berg stehen. Wir stapfen schwitzend und schnaufend hinterher, der Weg und die Landschaft sind echt schön. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir endlich in Eußerthal, machen am Orteingang erstmal auf einer Steinmauer an einem Bach Pause und überlegen, ob wir nicht lieber die nahe gelegene Pension aufsuchen wollen. Nicht lange und ein Anwohner, der seine Biomülltonne kurz am Bach ausspült, verköstigt uns kurzerhand mit Weißwein- und Traubenschorle. Das zischt!!! Das Gespräch ist super nett und nach den obligatorischen Fragen nach dem Vorher und Wohin bekommen wir die Auskunft: „Zum Trekkingplatz? Ach, das ist nicht mehr weit, nur so ein, zwei Kilometer.“ Das schaffen wir! Tolle Verköstigung in Eußerthal Also auf, M. ist mit MP3-Player nicht totzukriegen, wir suchen den Einstieg zum Aufstieg zum Trekkingplatz Nr. 5. Am Ortsende finden wir den auch recht einfach, es geht steil nach oben, bestimmt 200-300 Höhenmeter. Uff. Im Schneckentempo schleppen wir uns mit frisch gefüllten Wasservorräten den Berg hoch. Oben gibt’s kein Wasser. M. wartet immer mal wieder auf uns, hat sonst aber ein sagenhaftes Tempo drauf. Unser Kampfspruch lautet ab nun: „Lieber hoch als runter“ und wird mehrmals laut in den Wald gerufen. Mit der Zeit merke ich aber, wie ich über mein Limit gehen muss, bei B. ist es genauso. Schweigsam kämpfen wir uns hoch und werden schließlich mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Steiler Aufstieg mit Hindernissen Eußerthal von oben Schöner Blick auf den Pfälzer Wald Da gehts lang Wir Alten können kaum noch krauchen, versuchen uns mit M&Ms wieder zu reaktivieren. Hunger habe ich komischerweise aber nicht. Leider sinds ab dem Aussichtspunkt immer noch etwa 1000m bis zum Lagerplatz, natürlich weiter bergauf. Dort irren wir dann erstmal umher, offenbar passen die Koordinaten nicht. Schließlich folgen wir dann einem WC-Symbol auf der OSM-Karte und werden endlich fündig. Völlig fertig lässt sich B. in ihre kurzerhand hingehängte Hängematte fallen, ich auf meine Isomatte. Der Zeltaufbau wird auf später verschoben. Sogar das unerträgliche Jucken wird zur Nebensache. M. macht dankenswerter Weise wieder Feuer und nach einer halben Stunde raffen wir uns auf, die Tütennahrung zuzubereiten. Hunger oder Appetit habe ich immer noch nicht, aber das Feuer und das reingezwängte Essen bringen dann doch ein paar Lebensgeister wieder. So kriegen wir noch das Zelt aufgebaut und die Zähne geputzt und fallen dann auf die Isomatten. Der Juckreiz wird wieder stärker, neue Stiche sind hinzugekommen und die Nacht wird wieder dementsprechend unruhig.
  6. Anfang Juli war es nun soweit: Ich, meine Frau B. und mein Sohn M. (10 Jahre) brachen zu einer kurzen Trekkingtour im Pfälzer Wald auf. Meine Gelegenheit die beiden an meiner Begeisterung für UL-Trekking teilhaben zu lassen und vielleicht auch ebenfalls anzustecken. In den Vor-Eltern-Tagen hatte ich zusammen mit B. viele Urlaube mit Radreisen und Zelten verbracht und nun wollten wir uns als Familie an das Experiment Trekking wagen. Leider bin ich literarisch nicht sehr begabt, möchte mich aber dennoch an einem kleinen Reisebericht versuchen. Früh war schon klar: So UL wird die Aktion nicht. Für einige Tage Versuchswandern wollte und konnte ich nicht für alle drei eine komplette UL-Ausstattung anschaffen. Würde das Trekking bei Frau und Kind nicht auf Gegenliebe stoßen, wäre das eine große Fehlinvestition gewesen. So war erstmal das 3,2kg Zelt gesetzt, auch die schweren Schlafsäcke von Frau und Kind mussten mit. Daraus folgte, dass auch die MYOG-UL-Rucksäcke daheim bleiben würden und mein Exos58 sowie der alte Trekkingrucksack meiner Frau Dienst tun würden. Mein Sohn nahm einfach seinen 800g-Deuter-Rucksack mit 20l Fassungsvermögen. Soweit so Kompromiss. Beim Rest der Ausstattung versuchte ich aber die UL-Prinzipien anzuwenden und so wurde für jeden ein leichtes Kleidungsset mit Hilfe von Decathlon ergänzt. Die Küche wurde auf Freezerbag-Kochen reduziert und auch der Rest vom Ausstattungsgeraffel wie Isomatten, Badbeutel, etc. wurden im Vorfeld soweit möglich reduziert. Meine Gewichtsparbemühungen riefen bei meiner Frau unverständliches Kopfschütteln hervor und die am Ende beim Packen von ihr herbeigeholten Gegenstände kontakarierten meine Bemühungen etwas: Schwere Brillen-Cases, Ledergeldbörse, Hängematte, usw. Dabei müsste sie nach ihrem Bandscheibenvorfall und den kaputten Bändern rund um die Sprunggelenke besonders großes Interesse am Gewichtsparen haben... So kamen am Ende recht schwere, aber noch gut tragbare Packs zusammen. Gewogen habe ich sie lieber nicht Am 3.7. gings dann also los. Wir hatten uns vier der Trekkingplätze im Pfälzer Wald gebucht und eine grobe Route überlegt. Schön kurze Etappen, weil ich die Höhenmeter schwer einschätzen konnte und Junior nicht überfordern wollte. Mich natürlich auch nicht, mit dem schweren Rucksack plus 10kg Bürospeck zu viel auf den Rippen. Wir stellten das Auto am frühen Nachmittag in Dernbach ab und machten uns Richtung Annweiler zum Platz Nr. 3 auf. Los geht´s! Wanderer werden in dieser Gegend kritisch beäugt Die Höhenunterschiede waren für uns Flachlandtiroler nicht ohne und ich war froh, die Etappenlänge sehr kurz gewählt zu haben. Viele Wege waren Bach-artig ausgespült oder matschig, die vorangegangenen starken Regenfälle in Süddeutschland waren noch deutlich zu spüren. MATSCH! Und wegen der reichlich vorhandenen Mücken mussten wir nach wenigen Kilometern eine Autan-Pause einlegen. Praktischer Flaschenhalter, auch für Pausen. Burg Trifels ist in der Ferne schon erkennbar. Auf erstmal unspektakulären Wegen ging es dann nach und durch Annweiler. Dann eine kleine Futterpause im Gras, bevor es in den Anstieg zum Platz 3 ging. Das Essen war lecker, die Pause schön, aber vermutlich hier haben wir uns mit einer unheimlich unangenehmen Insektengattung „infiziert“, die in Norddeutschland nicht so verbreitet ist: Herbstgrasmilbenlarven. Sie blieben lange unentdeckt, doch später mehr dazu. Mampf. Schließlich fanden wir dank GPS im Handy den versteckten Platz ganz gut und so begann für M. nach dem langweiligen Rumgelatsche der spannende Teil des Tages: Lagerfeuer machen! B. und M. sammelten erstmal Holz im Wald, bevor es dazu zu dunkel wurde. Ich baute das Zelt auf und holte dann Wasser aus dem nahe gelegenen Bächlein. Der Platz ist schön am Rande eines länglichen Tales gelegen, großzügig bemessen und hat zwei Feuerstellen. Sobald dann das Feuer brannte, gab es Freezerbag-Fertignahrung. Das für den Abend gewählte Gulasch mit Kartoffelbrei war sogar recht lecker Das stille Örtchen. Am nächsten Morgen dann der erste Gruß von den Herbstgrasmilben. B.: „Reichst du mal den Azaronstift rüber, ich habe hier am Arm ganz viele Mückenstiche“. Merkwürdig, denn dank Autan, einem praktisch mückenfreien Lagerplatz und mückendichtem Innenzelt waren Mückenstiche sehr unwarscheinlich. Egal, Aufbruch nach Morgentoilette, Frühstück, Lager abbauen und Packen zum Platz Nr. 4. Wir kommen spät los, haben aber auch nicht viele Kilometer vor uns. Dafür viele Höhenmeter, wie sich bald rausstellt. Immer schön nach oben... Über einen Berg mit vielen Felsformationen, Ruinen und Burgen (u.a. Burg Trifels) ging es wieder runter nach Annweiler, wo wir noch Wasser eingekauft, die Pfälzer Sandsteinarchitektur bewundert haben und dann, wie kann es anders sein, Berg hoch zum nächsten Trekkingplatz liefen. Coole Sandsteinfelsen Burg Trifels, diesmal deutlich näher. Puh! Impression aus Annweiler. Weiter über Stock und Stein Es war dann etwa 18 Uhr, als wir k.o. bei schwüler Wärme den Platz gefunden haben. Diesmal recht steil am Waldhang gelegen, aber mit ebenen Bereichen für die Zelte. B. hängt erstmal ihre Hängematte in die Bäume und entspannt ihren schmerzenden Rücken, während M. sich ums Feuer kümmert. Ich darf mich mal wieder ums Zelt kümmern, dann gehen M. und ich die angeblich in der Nähe befindliche Quelle suchen. Hierfür haben wir leider keine Koordinaten und so suchen wir erstmal in der falschen Richtung. Dann in der anderen möglichen Richtung, auch nix. Mist. Aber dann schlägt sich M. am Rande einer Kuhweide in die Büsche und siehe da, er hatte den richtigen Riecher. Eine kleine Quelle zwischen großen Steinen am Berghang hinter dem Zaun der Kuhweide. Keinen Meter unterhalb der Quelle waren dann auch schon die Ausscheidungen der Kühe zu bewundern… Das Befüllen unserer Platypus war zwischen den Steinen recht schwierig, dann machten uns zurück bergauf zum Lagerplatz. Inzwischen hatte ich auch an mir diese komischen „Mückenstiche“ entdeckt, die besonders bei Wärme und Berührung furchtbar zu Jucken begannen. Die meisten rund um die Handgelenke, sogar auf den Handinnenflächen. DAS können also definitiv keine Mückenstiche sein. Hmm, Azaron drauf, warten, bringt gar nix! Die Nacht war dann die Hölle, dieses Jucken! B. und ich hatten Mühe Schlaf zu finden, nur M. hatte diese juckenden Stiche nicht.
  7. Schön zu hören, dass es geklappt hat. Leider ist Android 4.4 auch nicht mehr wirklich aktuell Danke für den Tip! Aber dass Motorola drauf steht und der Händler behauptet, es sei ein Originalakku, heisst leider nicht, dass es wirklich ein Originalakku ist. Fast immer sind das auch Fälschungen. Zumindest legen es aber die Kundenbewertungen nahe, dass der Akku was taugt. Für den Preis werde ich wohl mal zwei bestellen und die zwei Familien-Defys reaktivieren. Dann kann Sohnemann eins mit ins Ferienzeltlager mitnehmen... Edit: Ich sehe gerade, für das Defy+ braucht man den Akkutyp HF5X, nicht BF5X...
  8. Naja, "extreme Kälte" mit durchgesteppten Daunenkammern und nicht hinterlegtem Reissverschluss... Flopp-verdächtig.
  9. Das Defy+ hatte ich längere Zeit vor meinem Z3Compact. Die veraltete Software ist ein Mangel, der nur mit viel Auseinandersetzung mit Custom-ROM-Flashen behoben werden kann. Zweiter Mangel ist die Verfügbarkeit guter Ersatzakkus. Als damals nach zwei Jahren Nutzung der Akku die Biege gemacht hatte, gab es keine Original-Akkus mehr im Handel. Alle Akkus von alternativen Anbietern waren nicht ansatzweise so gut, so dass die originale Laufzeit von 2-3 Tagen mit neuem Alternativakku nur noch bei 1,5 Tagen lag. Ansonsten war das Defy+ ein solides und zuverlässiges Outdoorsmartphone, aber für mich überwiegen inzwischen die Nachteile.
  10. Das bezieht sich nicht auf den Stoff, sondern auf die Beschichtung. Und die Beschichtung sollte natürlich innen sein, da ist es meist ziemlich dunkel.
  11. Jepp, das stimmt. Ursprünglich wollte ich Junior ja mein GoLite-Ponchotarp vermachen, aber so ein Loch mit Kapuze im Tarp hat ihn nicht überzeugt Er trägt lieber Regenjacke oder Schirm, zu viel Multi-Use kommt bei ihm nicht so gut an...
  12. Kleines Update: Beim MYOG-Wochenende ist dann diese Kindertarpvariante entstanden: Es ist also eine per wasserabweisendem Zipper verschließbare Halbpyramide geworden. Als Material habe ich das robuste 55g-SilNylon gewählt, das verzeiht auch mal grobe Behandlung und kleinere Aufbaufehler. Gewicht ist mit ca. 460g incl. Schnüren, Heringen und Minikarabiner noch im Rahmen bei großzügigem Platzangebot.
  13. Vielen Dank @Barbarix für die Vorstellung dieser feinen Idee und ihrer Umsetzung! Ich denke, so ein Tarp wird eines meiner nächsten Projekte. Ich habe schon mal den Schnitt an die Breite von meinem Lieblings-SilPoly angepasst: Allerdings spiele ich noch mit dem Gedanken einen Lüfter einzubauen, denn mich stört Kondenz ziemlich Und einen wasserabweisenden Zipper finde ich auch praktischer, wenn man nicht gerade einen langen Thruhike machen und alle möglichen Fehlerquellen ausschließen möchte.
  14. Kurzes Update: Ich habe zwischenzeitlich noch die Nähte silikonisiert, die Abdeckleiste etwas versteift und zuletzt beim MYOG-Wochenende darin genächtigt. Ein Innenzelt werde ich nicht mehr machen, weil: Zwei Punkte haben mir in der Benutzung überhaupt nicht gefallen. Zum einen finde ich es unheimlich umständlich und unbequem über das Kopfende ein- und auszusteigen. Inzwischen favorisiere ich klar den Seiteneinstieg, aber das ist auch Geschmacksache und Gewohnheit und ja nicht nur beim Protrail so. Zum anderen ist das Reißverschlussende bei geschlossenem Zustand von Innen sehr schwer zu erreichen. Man muss schon ganz schön den Arm lang machen und dabei in die Ecke kriechen, um den Zipper zu erreichen. Das fand ich unter dem Strich nicht komfortabel genug, obwohl die Funktion in Ordnung war. Ich werde daher wieder mehr in Richtung Halbpyramide gehen.
  15. Ich hatte im Frühling auch mal eine Packung 60l-Bauschutt-Säcke bei Hagebau gekauft, aber hier hat ein Sack dann 100g gewogen. Muss ich wohl mal bei Toom vorbeischauen...
  16. Moin, das Thema passt wohl besser in den MYOG-Bereich Ich selbst habe Cuben noch nicht verarbeitet, aber du solltest das Nähen einer solchen Verbindung mittels Kappnaht in Betracht ziehen. Die Naht kannst du dann im Nachgang mit einem Streifen Cubentape+Cuben in 20mm Breite abdichten. Weiterhin gilt zu beachten, dass Cuben nur in einer nutzbaren Rollenbreite von ca. 1,38m daher kommt und sich somit 3x3m-Tarps nur mit viel Verschnitt oder Stückelei machen lassen.
  17. Danke für deine Hinweise auf Weitwanderwege in Europa (ok, der Kaukasus liegt fast in Asien), die noch einen hohen Wildnisfaktor bergen. Für solche Trails muss man aber schon eine große Abenteuerlust und besser noch viel Erfahrung mit solchen Ländern mitbringen, insbesondere wenn man als Vergleich die aktuell hippen USA-Trails heranzieht. Während man in den USA nach erfolgreicher Visa-Erteilung und Flug "in Ruhe" einfach den gewählten Trail laufen kann und dabei von der etablierten Wander-Infrastruktur wie Bounce-Box-Service und Trail-Angels sowie vielfältiger Literatur profitieren kann, hat man in Ost-Europa erstmal mit ganz anderen Hürden zu kämpfen. Das beginnt mit dem Wirrwarr an diversen Sprachen, die erstmal kein Westeuropäer in der Schule mit auf den Weg bekommen hat, geht weiter mit diversen Einreisebestimmungen, örtlichen Gesetzen (ist überall freies Campen erlaubt?) und evtl. Korruption, die einem das Trekker-Leben schwer machen können. Auch wird vermutlich der Nachschub an trekking-spezifischen Dingen wie Gaskartuschen, Trockennahrung, Ersatz für defekte/verschlissene Ausrüstung, etc. deutlich schwieriger sein. Das sind alles so Punkte, die mich zumindest erstmal abschrecken würden. Dabei würde ich mir sehr wünschen, dass es auch in Europa "coole" Wildnis-Trails ala AT, PCT, CDT, etc. gäbe, die nicht wie die ganzen E-Wege primär durch Ortschaften unserer dichtbesiedelten Kulturlandschaft führen.
  18. OT: @dani Klar warte ich gerne, bis du die Klamotten auch wirklich getestet hast. Bei den genannten Gewichten sollte dann ein gewisser Multiuse funktionieren, also Regen-, Windschutz und eine Isolierschicht in einem.
  19. @dani und @Dennis: Vielleicht könnt ihr ja bei ausreichender Testtiefe mal ein kleines Produkt-Review zu Paramo-Klamotten im Forum einstellen. Interessante Punkte wären für mich Gewicht, Packmaß, Wohlfühlbedingungen (wann funktioniert das Material am Besten, Klima unter der Jacke/Hose, wie lange fühlt man sich trocken bei Dauerregen), Haltbarkeit, Pflegeaufwand, Nachteile, usw. Oh, jetzt wirds wirklich OT...
  20. Berichte dann bitte nach den ersten Praxiserfahrungen mal, wie gut sich die Paramo-Theorie in der Praxis schlägt. Ich finde die Teile auch attraktiv, aber der Preis....
  21. Danke für die Rückmeldungen! @FlorianHomeier Das Mini-Tapyr kenne ich noch nicht, werde dann aber sicher bei Andreas K. aufgeschlaut. @Freierfall Soweit ich das Video kurz überfliegen konnte, scheint mir der Aufbau ein wenig zu kompliziert für Kinder... Bei quadratischen Tarps ist auch immer irgendwo Stoff über... @Nature-Base Die Größe 2,3x1,5m klingt interessant, hast du genauere Infos, z.B. einen Link, zu der genannten Aufbauart? Das Buch kenne ich nicht.
  22. Hallo zusammen! Mein Sohnemann, aktuell 10 Jahre alt, ist gerade vom "Bushcrafting" (also Schnitzen, Feuermachen, im Wald Lagern) begeistert und möchte noch ein Tarp haben. Das möchte ich natürlich unterstützen (ich versuche das noch Richtung Trekking zu drehen ) und plane ihm ein nettes Tarp zu nähen. Allerdings möchte mein Sohn eine Aufbauform haben, die man auch komplett geschlossen hinstellen kann. Dafür fehlt mir noch die zündende Idee, da ich das Tarp gerne simpel (z.B. möglichst rechteckig, wenig Verschnitt), kompakt/leicht und vielseitig haben würde. Hat vielleicht einer von euch "die" Idee? Danke und Gruß, Christian
  23. Ach du Kacke, das Leben kann so grausam ungerecht sein. Lass dich nicht kleinkriegen!
  24. Danke auch von meiner Seite an @Andreas K. für die Bereitstellung der Schnittmuster und der Nähanleitung! Ich hatte mich auch ans Projekt Rucksack gewagt und wollte hier kurz meine Ergebnisse zeigen. Als Versuchskaninchen habe ich den ersten Rucksack für mich genäht, die zweite Variante ohne die ganzen Anfängerfehler hat meine Frau zum Geburtstag bekommen . Dabei habe ich ein paar Kleinigkeiten abgeändert, z.B. ist wegen zusätzlicher Robustheit der Hauptsack komplett aus Zeltbodenstoff, die große Außentasche aus Netzstoff und es gibt Gummibänder für ein Isomatten-Rückenpolster. Das Gewicht je Sack kommt auf 250g ohne Zlite-Segmente. Variante 1: Variante 2: Der erste Trageeindruck mit einem Haufen Bücher als Gewicht, eingewickelt in einen Schlafsack, war schon mal sehr angenehm. Ein richtiger Tour-Test steht aber noch aus.
  25. So, kleine Rückmeldung zu meinen Versuchen mit Alterfil 80: Ich habe noch weitere, stärkere Nadeln (bis 110) ausprobiert, die Abspulrichtungen des Garns verdreht und nochmal viele Fadenspannungsvarianten ausprobiert: Das Endergebnis blieb mehr oder weniger das Gleiche, stets hat der Oberfaden auf der Unterseite verdrillte Schlaufen gebildet (Oberfadenspannung auf Maximum hat hier auch nur wenig bewirkt). Als Alternative zum Alterfil 80 hatte ich mir von ExTex zwischenzeitlich das 80er Nylbond-Garn kommen lassen und siehe da, es näht wie es soll! Auch mit dem Gütermann 100 hatte ich bei dünneren Stoffen kein Problem. Fazit: Meine Nähmaschinen kommen mit dem Alterfil 80 leider nicht zurecht. Danke für eure Tips!
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