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Einen Rucksack? Nein. Ich hab mir nur einen Drybag aus DCF bei denen gekauft. Den ich auch schon mal auf Tour genutzt habe und mit dem ich zufrieden bin.
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Alpin Loacker (die hab ich hier im Faden schon mal vorgestellt) haben seit ca. einer Woche einen Rucksack im Angebot. Nicht extrem leicht (z. B. 35l mit 468 g Minimalgewicht Werksangabe), aber wer was 'Made in Europe' sucht, könnte hier zuschlagen. Alpin Loacker Rucksäcke
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Westweg und ein wenig Mittelweg - August 2020
Trekkerling antwortete auf BitPoet's Thema in Reiseberichte
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung... -
Linkliste Trekking Lagerplätze Deutschland
Trekkerling antwortete auf Trekkerling's Thema in Tourvorbereitung
Auch nur noch mal zum besseren Verständnis: die Plätze von @Carsten K. sind in meinem Eingangs Post schon drin und sind eben solche Lagerplätze, um die es hier im Faden geht. Aber es sind keine neuen Plätze. Zu den Anmeldungen der Plätze kommt man, wenn man auf die links in meinem Eröffnungsbeitrag klickt.- 58 Antworten
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[Suche] Tarptent Polehandle Adapter bzw Mitbesteller
Trekkerling antwortete auf JoMira's Thema in Suche
Hey, super Idee! Ich hatte auch schon mal überlegt, so einen Faden aufzumachen, weil die Polehandle Adpter fänd ich auch super. Ich würde mich also bei einer Sammelbestellung anschließen bzw. mich an den Versandkosten beteiligen. -
@Jeha Kann sein, dass ich mich mit der Durchstichfestigkeit auch vertue, aber ich hatte das Video hier im Kopf, glaube ich: ZPacks Cuben Fiber Material Comparison. Da war ich von der Performance vom Cuben überrascht, aber da ging es tatsächlich eher um die Weiterreißfestigkeit nach dem Durchstoßen, nicht um die Durchstichfestigkeit. Würde auch Sinn ergeben, als weniger dehnbares Material stanzt da bei punktueller Last bei DCF eher was durch, andere Materialien dehnen sich eventuell erst einmal. Solche Vergleiche sind meines Erachtens aber auch immer etwas schwierig, man müsste da ja gleich schweres Material gegeneinander testen. Dass ein 0,55 oz DCF nicht so durchstichsicher ist, dürfte klar sein. 1.6 oz DCF wird von ZPacks aber hohe 'puncture resistance' attestiert.
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Hat der Aeon 35 eventuell das gleiche Tragesystem? Das sieht fast so aus. Ist nur ca. 100 g schwerer als der 27.
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Bin zwar keine Frau und hab keine spezifischen Tipps, aber kann noch Folgendes dazu beitragen: Mit dem Problem, einen passenden Rucksack zu finden, bist Du ganz und gar nicht alleine. Meine Frau findet so ziemlich alle Rucksäcke, die ich so anbringe, obenrum unbequem, selbst meine beiden Huckepacks/Laufburschen, Phoenix Lite und PackRAUM (sorry, Mateusz). Einzig meinen Montane Ultra Tour 22l findet sie bisher bequem, weil der so weiche reine Mesh-Schultergurte hat. Alles andere empfindet sie im Vergleich zu dem als extrem störend. Aber der ist mit 22l natürlich zu klein (wobei ich immer wieder erstaunt bin, wieviel im Endeffekt doch da reinpasst).
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Ich glaube, das ist eine optische Täuschung. Das, was Du da in weiß siehst, ist die Seite. Auf der Tarptent-Seite sind beide Innenzeltvarianten, das Netz-Inner und das Solid-Inner, gezeigt. Beide haben in der nicht DCF-Variante den schwarzen Boden.
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Ach ja, ein Nachteil fällt mir noch ein: DCF mag es nicht so gerne, gestopft zu werden, also keine starke Kompression, es mag gerollt werden. Dadurch ist es vom Packmaß her tatsächlich etwas schlechter als andere Stoffe. Sollte man wissen, mein Notch Li ist für das Gewicht relativ voluminös und mit den Stangen vorne und hinten nicht ganz leicht im Rucksack verstaubar. Dafür auch noch ein Vorteil des DCF, der mit der Wasseraufnahme zusammen hängt: DCF muss man nicht so oft nachspannen, es dehnt sich nicht bei Wasseraufnahme.
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Hallo erstmal im Forum. Und nur der guten Form halber: es gibt auch einen Vorstellungsfaden, in dem Du Angaben zu Dir und Deiner Motivation etc. machen könntest. Aber jetzt zu Deiner Frage: Ganz auf die Schnelle sind die Gewichtsersparnis und das Material die einzigen Unterschiede der beiden Zelte. DCF, das Material des Li, hat Vor- und Nachteile, die man kennen sollte, wenn man die beiden Zelte vergleicht. Hauptvorteil des Li ist eben das Gewicht sowie die Tatsache, dass DCF kein Wasser aufnimmt, wenn es nass wird. Dadurch ist es beim Einpacken morgens leichter und es trocknet schneller, wenn man es zwischendurch mal schnell zum Trocknen rausholt. Außerdem ist die Weiterreißfestigkeit und die Durchstichfestigkeit bei DCF deutlich höher als bei vergleichbaren anderen Stoffen. Nachteil ist angeblich, dass DCF nicht so abriebfest ist und eben die von Dir erwähnte leichte Transparenz. Und natürlich der Preis. Ich selbst hab mich für das Li entschieden, weil die Nachteile meiner Meinung nach nicht so zum Tragen kommen bei mir. So extrem transparent ist das Zelt nicht und außer am Boden gibt es meiner Meinung nach bei einem Zelt keinen nennenswerten Abrieb, und auch am Boden könnte man mit einer leichten Unterlegplane (Polycro oder Fensterfolie von Tesa) für Abhilfe sorgen, was ich auch tue- auch, um den Boden sauber zu halten. Woran siehst Du das? Auf der Seite von Tarptent sehe ich auf den Bildern auch nur das schwarze Material am Boden des Innenzeltes. Ansonsten liebe ich mein Notch und kann es sehr empfehlen. Allerdings hatte ich bei meinen Touren bisher auch nur relativ gutes Wetter, mehr als einen leichten Nieselregen hatte ich bisher noch nicht.
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@fatrat Super! Viel Spaß bei der Tour! Wasser war tatsächlich überhaupt kein Problem in der Ecke. Da sind relativ viele Brunnen und durch Ortschaften kommt man auch immer wieder. Die in den ODS und bei Komoot beschriebenen Brunnen bei Döbraberg und Rehwiese zum Beispiel hab ich auf der Karte entdeckt, aber nicht aufgesucht, weil wir immer genug Wasser hatten. In Döbra zum Beispiel war eben der in der Beschreibung oben genannte Friedhof an der Kirche, der einen Wasserhahn hatte. Und zwischen Döbra und Rehwiese sind wir über Schwarzenbach (wenn Du da zwei Euro dabei hast kannst Du am Wohnmobilstellplatz Schützenstraße/Ecke Türkengrundstraße Wasser tanken, zumindest gab es da eine Abfüllstation) nach Bernstein am Wald grob dann über die Vordere und Hintere Schnaid gegangen, der erwähnte Extra-Schlenker, da war dann auch ein kleiner Friedhof am Weg in Bernstein, wo ich Wasser für's Camp getankt habe, wenn ich mich richtig erinnere. Wenn die Kiste bei Rehberg noch da steht mit dem Wasser, bist Du eh fein raus. Ansonsten haben die Betreuer bei Rehwiese zusätzlich die bei Komoot erwähnten Brunnen genannt und bei LocusMaps hab ich, außer den erwähnten Max-Marien-Brunnen, wo wir am nächsten Morgen waren, noch den Eichendorffbrunnen gesehen, der einen kleinen Umweg (ca. 1,2km ein Weg) entfernt sein müsste. Verdursten wirst Du also nicht.
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Hallo fatrat, bitte, gern geschehen mit dem Bericht. Freut mich, dass er Dir gefällt. Zum Döbraberg: ich hatte in der Nacht den Platz 4, den bei der Bank, wie man ja am Photo erkennen kann. Den fand ich relativ am ebensten. Der Kollege hatte zuerst einen der oberen Plätze, weil wir den gebucht hatten (Platz 3). Als niemand kam, ist er auf den unteren umgezogen, das war Platz 1, weil der noch etwas gerader erschien. Mit Luftmatte (Billo-Teil von Amazon) direkt auf Fensterfolie ging das nicht, mit dem Trick Silikonpunkte auf der Unterseite der Matte oder in einem Zelt wäre es eventuell gegangen. Bei den Outdoorseiten gibt es übrigens auch einen kleinen Bericht bzw. einen Link auf einen Bericht bei Komoot zu den zwei Plätzen. Klick zu ODS. Klack zu Komoot.
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Tag 1: Hinter Hof Ein Päusken auf der neuen EXPED Flexmat mit Füße hoch. Die Zehensocken bewähren sich jetzt schon die zweite Tour- keine Blasen mehr! Zeltplatz Döbraberg Abendessen und Feuer am Zeltplatz Döbraberg Tag 2: Aussicht am Zeltplatz Döbraberg am nächsten Morgen Der Kumpel darf auch mal einen leichten Rucksack tragen... Jetzt hat er wieder den 'Schweren' 'Trail Magic' am Lagerplatz Rehwiese Zeltplatz Rehwiese Tag 3: Kurz vor Nordhalben Mittags-Rast kurz nach Nordhalben. Wenn man Obatzden doch nur dehydrieren könnte... Wer findet das Reh? Nein, das ist kein falsch eingeordnetes Bild des Zeltplatzes 'Rehwiese' Auf dem Rennsteig/Kolonnenweg Bei so einem Boden kann man schon mal kurz vor Brennersgrün Barfuß gehen Trekkingplatz Kobach Abendstimmung am TP Kobach Tag 4: Abmarschbereit Der Bahnhof Ludwigsstadt Sonntag mittag um 12
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Trekking-Lagerplätze Frankenwald oder: Drei Tage Frankenwald kreuz und quer Prolog: Mein Boulder-Kumpel ist letztes Jahr auf eigene Faust auf dem Forststeig unterwegs gewesen. Und Trekking hat ihm gleich gut gefallen, aber der schwere Rucksack weniger. Was lag also näher, als eine gemeinsame Tour mit vorherigem Rucksack-Shakedown zu planen? Gedacht, gesagt, getan, es sollte also nach etwas Hin- und Herdenken im Juni 2020 der Skåneleden SL1 in Südschweden werden. Fähr-Tickets und Zugfahrkarte waren schon gebucht, dann kam so ein komischer Virus und ein schwedischer Sonderweg mit der Folge der Quarantäne nach einem Schweden-Aufenthalt dazwischen. Was also tun? Flugs alle Tickets zurückgeben und sich nach einer Alternative in Deutschland umschauen. Dann kamen mir die neu errichteten Lagerplätze im Frankenwald über den Weg. Eine grobe Tour war auch schnell gebastelt, die Zeltplätze wurden gebucht (Tipp: man kann sich einzelne Plätze in den Warenkorb legen, dann muss man nicht alle 6 Plätze einzeln buchen und zahlen, sondern nur drei Paare- das habe ich leider erst im Nachhinein kapiert), Zugtickets gekauft, Shakedown gemacht bzw. einfach mal meinen Ausrüstungs-Schrank entrümpelt und die Sachen zum Ausprobieren dem Kumpel geliehen, und dann ging es los. Tag 1: Hof nach Döbraberg zum Trekkingplatz (TP), ca.23,3 km Was jetzt nochmal genauer der Grund für die Abfahrtszeit des gebuchten Zugs von München nach Hof um 5:15 Uhr war, wusste ich nicht mehr, als ich um 4:45 Uhr in der Früh an der Tramhaltestelle stand und feststellen musste, dass die nächste Tram zum Bahnhof erst in 22 Minuten kommt. War es ein Sparpreis? Oder die Idee, am ersten Tag einen Zeit-Puffer zu haben? Aber egal welcher Grund es war, es erschien mir auf einmal nicht mehr so clever. Naja, zum Glück brauche ich zu Fuß nur 20 Minuten zum Bahnhof, also hab ich gleich mal die Tageskilometer ordentlich hochgejuckelt mit meinem Stechschritt zum Bahnhof. Die Zugfahrt mit Maske war dann auch nicht so erholsam, wie ich das sonst kenne. Und dass die Bahn mich in einem leeren Abteil mit einem Nachbarn (wohlgemerkt: nicht der Wanderkumpan) beglückt, fand ich auch nur so semi toll. Aber Umsetzen war dann kein Problem. Von Hof Richtung Döbraberg folgten wir dem praktischen Webersteig, der uns die Orientierung durch relativ gute Beschilderung stark erleichterte. Aber wenn ich die Tour nochmal machen würde, würde ich schauen, ob ich einen Stadtbus finde, der mich an den Stadtrand von Hof bringt. Das hat sich doch ziemlich gezogen, 4,3 km an bebauten Straßen entlang sind nicht meine Lieblingsform des Wanderns… Der Rest des Tages war ohne große Höhe- oder Tiefpunkte. Wandern in typischer deutscher Kulturlandschaft, ab und an durch kleine Wäldchen und Örtchen, die oft die Bezeichnung ‚-grün‘ im Namen tragen. In Döbra (ausnahmsweise ohne ‚-grün‘) auf dem Friedhof dann noch Wasser fassen für das Camp, dann erstaunlicherweise den Aussichtsturm nicht sehen, den es aber nach der Beteuerung von Einheimischen wirklich geben soll, und schon sind wir am Nachmittag am Camp angekommen, das deutlich einsehbar mehr oder minder direkt an einem Wirtschaftsweg liegt. Das Camp ist toll ausgestattet, mit einem versenkten Feuerring aus Stahl, Sitzbänken drum herum und einer nagelneuen Komposttoilette, innen sogar mit Desinfektions-Spender sowie einer Brauchwasser-Tonne, die vom Regenwasser des Klohäuschens gespeist wird. Was man aber wissen muss: das Camp liegt an einer Ski-Piste bzw. im Sommer an einer Mountainbike-Abfahrt. Was natürlich bedeutet, dass die zugewiesenen Liegeplätze (zugewiesen damit einen kein Mountainbike-Fahrer im Dämmerlicht über den Haufen fährt) leider ein ziemlich starkes Gefälle haben. Für mich im Notch Li mit der neuen EXPED Flexmat Plus, die sich regelrecht in den Untergrund reinkrallt, kein großes Problem. Für den Kumpel mit seiner Luftmatte auf der Fensterfolie ging die Nacht so gut wie gar nicht, er rutschte sogar unten aus seinem Tarp raus. Da müsste der Betreiber noch einmal nachjustieren und die Plätze einebnen. Tag 2: TP Döbraberg- TP Rehwiese, ca. 23 km Die Nacht war angenehm (für mich) bzw. unangenehm (für den Kumpel, der wohl kein Freund von Quilts werden wird) bzw. sehr unangenehm (für das arme Mäuschen, das sich in selbstmörderischer Absicht in den Stahl-Feuerring geworfen hat, dann zwar von uns gerettet wurde aber nach der Rettung immer noch lethargisch dasaß, bis wir es nicht mehr aushielten und es fast leblos im Wald aussetzten). Der zweite Tag war von der direkten Wanderdistanz her deutlich zu kurz. Auf mehr oder minder direktem Weg knapp 10 km würde bedeuten, dass wir noch vor Mittag am Platz Rehberg ankommen. Also bauen wir diverse Schlenker und Abstecher mit ein, um am Ende doch noch auf fast 23 km Etappenlänge zu kommen. Das ist dann erstaunlicherweise doch etwas anstrengend, vielleicht auch wegen Bummel-Laune, aber doch gut machbar. Ein Abstecher zu beiden Metzgereien in Schwarzenbach am Wald, einmal für zwei lecker Wurst-Weckla, einmal für einen halben Liter Fanta, springt aber auch noch dabei heraus. Die Fanta musste sein aus Frust, weil die bei LocusMaps eingezeichnete Wasserstelle auf dem Wohnmobil-Stellplatz ist und nur gegen Bezahlung von 2 Euro, die ich in klein nicht dabeihatte, Wasser ausspuckt. Zum Glück lag dann aber später am Tag noch ein Friedhof am Weg, bei dem ich Wasser fürs Camp holen konnte. War dann aber gar nicht unbedingt nötig, weil es tollerweise am Camp Rehwiese eine große Plastik-Box gab mit 1,5l Wasserflaschen zu 50 Cent und einer Sparbüchse, in die man die 50 Cent werfen konnte. Das hab ich natürlich gleich ausgenutzt und mir eine 1,5l Mineralwasser-Flasche für das Abendessen gekauft. Der Platz liegt wieder einmal sehr exponiert an einer Wegkreuzung von sage und schreibe 6 Wanderwegen. Aber außer Mitarbeitern vom Frankenwald, die sich nach unserem Befinden erkundet haben und nicht mal die Buchungen sehen wollten, hatten wir keinerlei Besuch. Die Liegewiese ist toll, sehr weiches gepflegtes ebenes Gras. Da hätte es fast keine Matte gebraucht. Das extra Anzünde-Holz in einer gekennzeichneten Tonne war leider nass, mit einem Mini-Victorinox Anzündespäne schnitzen ist nicht gerade sehr leicht, aber da die zwei Nachbarinnen ein vernünftiges Messer dabeihatten, bekamen wir das Feuer trotz feuchtem Holz doch noch zum Laufen. So wurde der Abend dann sehr gemütlich, wenn auch kurz, weil wir wegen dem relativ anstrengenden nächsten Tag doch sehr früh in die Zelte gekrochen sind. Tag 3: TP Rehwiese – TP Kobach, ca. 38 km: Aufgrund der großen Entfernung der zwei Lagerplätze entschieden wir uns in der Früh zu einem Notstart: Kram zusammenpacken und gleich los, ohne Frühstück. Hintergedanke war, keine Zeit am Lagerplatz zu vertrödeln. Hat ganz gut geklappt. Nur dass der Kollege sein Wasser dann an der Max Marien Quelle gezapft hat, die als Heilquelle extrem eisenhaltig und gesund geschmeckt hat, gab dem Frühstück dann doch einen komischen Beigeschmack. Das Frühstück gab es dann an der kleinen Hütte an ‚Hopperles Kohlstatt‘, die direkt am E3 und E6 liegt, denen wir heute die Hälfte des Tages folgen. Als nächstes ging es nach Nordhalben Markt rein, und als wir uns bei einer gärtnernden Dame nach den Öffnungszeiten des örtlichen kleinen Supermarktes erkundigen, gibt sie uns den Supertipp, dass gerade mal die Straße runter eine Bäckerei im Keller ist, die frisches Holzofen-Gebäck herstellt (gerade bei Google Maps nachgeschaut, das müsste ‚Thomas Backwelt‘ in der Blumenstraße 27a gewesen sein). Das lassen wir uns nicht zweimal sagen, kaufen direkt superleckere Dinkel-Stängla ein und ziehen zum Supermarkt weiter, um den Belag für die Stängla, Obst und Kaltgetränk zu kaufen. Lustigerweise gab es genau dieses Gebäck auch im Supermarkt, aber wer weiß, ob wir es so zu schätzen gewusst hätten, wären wir nicht kurz vorher im Erzeugerkeller gestanden. Kurz hinter Nordhalben dann die wohlverdiente Mittagsrast, bevor es auf den langen Nachmittags-Weg zum Lagerplatz geht. Anfangs noch einem netten kleinen Weg folgend, geht es bald sehr langweilig auf Forststraßen Richtung ‚Hohe Tanne‘ bzw. Brennersgrün, wo wir auf den Rennsteig treffen. Und der ist, zumindest in dem Abschnitt, den wir gehen, sehr schön auf kleinen Pfaden an der ehemaligen Mauer entlang angelegt und eines der Highlights der vergangenen Tage. In Brennersgrün auf dem Friedhof tanken wir nochmal Wasser, nach Brennersgrün an einem sich sehr gut als Übernachtungsplatz eignenden Rasthütte plündern wir unsere Rucksäcke und gönnen uns einen Kaffee, um den letzten Teil der Wanderung in Angriff zu nehmen. Nach Steinbach geht es auf Forstwegen weiter, und wir nähern uns dem Abzweig zum Ölschnitzsee. Der Kumpel ist fest entschlossen, die zwei Extra-Kilometer in Kauf zu nehmen, um in den See zu hüpfen. Ich zweifle noch, ob mir das den Umweg wert ist, vor allem, weil beim Lagerplatz eine Quelle sein soll und ich mich da waschen wollte. Als der Kollege dann tatsächlich abbiegt, gebe ich mir einen Ruck und gehe mit. Dass die Zufahrt zum See gesperrt ist, macht mich zwar kurz stutzig, aber wir gehen trotzdem weiter. Als wir uns dem See dann nähern, trauen wir unseren Augen kaum: Der See ist abgelassen! Aber am Einlauf des Sees gibt es ein kleines Kneipp-Becken, und die dort kneippende Frau erklärt, dass der See umgestaltet wird. Sie macht dann bald bereitwillig Platz, so dass wir am Becken mal kurz untertauchen können. Die Wäsche wird auch kurz gewaschen. Dermaßen erfrischt fallen die letzten ca. 3km nicht mehr schwer, und so kommen wir gegen 19 Uhr relativ frisch zuerst bei der Quelle an. Zwar steht an der Quelle ein ‚Kein Trinkwasser‘ Schild, aber wozu hat man denn einen Filter dabei? Der Lagerplatz liegt dann etwas versteckt, aber da die Nachbarn mit Kindern schon da sind, können wir den Lagerplatz akustisch leicht orten, obwohl wir den eigentlichen Einstieg zum Platz verpassen. Der Platz ist schön ruhig etwas abseits vom Rennsteig, die Zeltplätze (oder was wir dafür halten) sind sehr eben, aber etwas steinig. Die Nachbarn sind zwei Onkels mit ihren Patenkindern, die den kleinen einmal etwas Camping-Abenteuer bieten wollen und mit dem Auto angereist sind. Da sie dermaßen gut mit Verpflegung ausgerüstet sind müssen wir ständig angebotenes Essen ablehnen. Beim Bierchen schaffen wir es aber nicht, abzulehnen. Wir kriechen zwar relativ früh in die Zelte, aber die Nachbarn lassen es sich noch etwas am Lagerfeuer bei Stock-Hot-Dogs gut gehen. Tag 4: TP Kobach – Ludwigsstadt Bahnhof, ca. 8 km: Eine wunderbare Nacht und viel Zeit am Morgen verleiten mich zu einer ausgiebigen Wäsche, inklusive Haaren, an der nahen Quelle. Dabei zeigt es sich, dass der CNOC-Beutel mit den Sport-Trink-Verschlüssen der Adelholzener Naturell 0,75l Mehrweg-Flaschen eine sehr gute Kombination zum Waschen abgeben: gut dosierbar, beim Ablegen relativ dicht und mit den 2 Litern eine super Menge Wasser zum ausgiebig Waschen. Danach überlassen uns die netten Nachbarn einen Kaffee und sogar noch Brote zum Belegen für die Zugfahrt. Vorbildliche Zeltnachbarn! Der restliche Wandertag ist dann relativ ereignislos. Erwähnenswert wäre nur, dass uns in Ebersdorf ein Landwirt von seinem Hof verscheucht hat, über den wir gehen wollten, weil uns LocusMaps dort einen Weg vorgegaukelt hat. Hab ich bisher eher selten erlebt, aber naja, wo er Recht hat… Und dass in Ludwigsstadt an einem Sonntag der Hund begraben ist. Lediglich ein Dönerladen, bei dem die Besitzer vor dem Lokal saßen, der aber noch zu hatte, hat uns ein Ziel-Bier und ein Ayran verkauft. Aber wir hatten ja zum Glück die Brote der Nachbarn. Fazit: Großartige Lagerplätze; schöne, relativ einsame Gegend, aber ohne viel Highlights; kann man durchaus machen, schöner wäre es mit noch einem Lagerplatz zwischen Rehwiese und Kobach, dann könnte man nettere Wege mit Umwegen aussuchen. Ach ja, kurze Kritik der Ausrüstung: Der Huckepacks Phoenix Lite war wieder enmal ein Traum! Meine Modifikation mit dem abgenommenen Hüftgurt und den Schnallen, um ihn an den Gurt der Hüfttasche zu schnallen, hat hervorragend und wie geplant funktioniert. Das hab ich eigentlich jeden Abend gemacht, wenn die Schultern doch etwas müde wurden. Das TT Notch Li werde ich wohl erst hergeben, wenn es in Fetzen hängt. Perfekt! Die Neuerwerbung EXPED Flexmat Plus ist hervorragend und die gebastelte Halterung hat super funktioniert. Ich schlafe kaum schlechter als auf der NeoAir und die Sorglosigkeit beim Aufbauen sowie der Umstand, dass ich jetzt eine prima Pausen-Matte stets griffbereit habe könnte dazu führen, dass ich die NeoAir nur noch mitnehme, wenn ich SUL anpeile. Ach ja, ich hatte aber noch zusätzlich, wie im EXPED Flexmat-Faden beschrieben, eine kurze leichte Torso-Matte von Decathlon dabei, um die Druckpunkte durch die Knubbel zu vermeiden. Da könnte ich beim nächsten Mal probieren, ob ich die wirklich brauche. Insgesamt merke ich, dass ich meinen Ausrüstungs-Sweet-Spot erreicht habe. So ziemlich alles, was ich dabei hatte, hab ich gebraucht, und nichts davon würde ich verbessern wollen. Ein komisches Gefühl nach den vielen Jahren des Experimentierens und Ausprobierens. Aber auch irgendwie beruhigend. Anschließend noch ein paar Bilder...
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Cool! Funzt bei mir super und spuckt 11,5-12 aus. Also jetzt nicht direkt eine Neuigkeit für mich, aber zum nochmal bestätigen, wo man gerade liegt, eventuell nicht verkehrt.
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Schau mal alternativ im DM nach 'Deotüchern'. Da hab ich meist eins dabei, wenn am Ende eine Zugfahrt droht. Die sind einzeln verpackt, halten jahrelang und die wiegen weniger als dein Deo (<10g, wenn ich mich richtig erinnere).
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Sh-Sh-Shakedown! Packliste Westweg
Trekkerling antwortete auf konstantin's Thema in Tourvorbereitung
Für den Westweg würde ich auf jeden Fall eher mit Jogging- als mit schwereren Schuhen losgehen! Mach Dir keinen Kopp. Ist eh größtenteils Feld-/Waldweg, und die paar Pfad-Abschnitte gehen für mich auf alle Fälle mit Joggingschuhen. Meine Schuhe damals hatten auch nicht mehr das beste Profil und sind nach der Tour direkt im Müll gelandet, weil das Rest-Profil komplett weg war, ging aber prima damit.Viel Spaß auf Tour! -
Neues zum Thema UL aus dem weltweiten Internetz
Trekkerling antwortete auf Trekkerling's Thema in Leicht und Seicht
Hat nichts mit UL zu tun, aber ich wüsste nicht, wo sonst hin damit als Info für alle, die gerade im Schwarzwald bei Oppenau unterwegs sind: Im Kreis Oppenau ist ein vermutlich Irrer mit Schußwaffen im Wald untergetaucht (link zur Polizei Oppenau). Die Polizei warnt ausdrücklich vor Aufenthalten im Wald. Obacht, da geht der Westweg grob entlang! Allen Anderen, die gerade unterwegs sind (so wie ich auch vermutlich ab Mittwoch): gute Träume im Wald die nächsten Tage. Bitte, gern geschehen. -
Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung
Trekkerling antwortete auf Stromfahrer's Thema in Ausrüstung
Das Cutogain ist heute angekommen. Erster Eindruck der Bauweise ist ordentlich. Die 90 g Gewicht stimmen. Die vorgefertigten Metall-Ösen gefallen mir schon mal deutlich besser als die Selbstbohr-Geschichten. Aber der Gesamt-Zustand des Panels ist etwas ernüchternd, es sieht insgesamt etwas gebraucht aus. Gut, nach zwei Tagen auf Tour sieht es wahrscheinlich genauso aus. Trotzdem schade. Jetzt (12 Uhr) hängt es gerade aktuell vertikal (also schlechter aber realistischer Winkel zur Sonne) am Fenster außen an einem Ostfenster, die Sonne scheint also sogar noch seitlich drauf, und lädt das Smartphone direkt recht flott von 80% auf 95% in knapp einer Stunde. Da mein Durchschnittsverbrauch täglich bei 25-30% des Smartphone-Akkus liegt, sieht das schon mal gar nicht so schlecht aus, selbst mit Ladeverlusten zur Powerbank. Vielleicht kommt das Cutogain sogar auf die nächste kleine Tour mit anstelle der 10.000er Powerbank, die ich eigentlich angedacht hätte.- 446 Antworten
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Linkliste Trekking Lagerplätze Deutschland
Trekkerling antwortete auf Trekkerling's Thema in Tourvorbereitung
Auf dieser Seite werden auch Plätze gelistet Schöne-Aussicht. Im Grunde die, die schon oben stehen, aber auf Schöne-Aussicht noch mehrere Bootslagerplätze, die man als Wanderer meist auch nutzen kann.- 58 Antworten
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Linkliste Trekking Lagerplätze Deutschland
Trekkerling antwortete auf Trekkerling's Thema in Tourvorbereitung
In Hessen/Sauerland auf dem Diemelsteig und Uplandsteig sind anscheinend für 2021 neue Lagerplätze geplant: Trekkingplätze Diemelsteig/Uplandsteig Nix Genaueres weiß man aber noch nicht...- 58 Antworten
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Ein Wochenende am Funtensee (mal wieder)
Trekkerling antwortete auf BitPoet's Thema in Reiseberichte
Sehr schöner Bericht! Aber schnell noch eine Frage: Eventuell habe ich es ja überlesen, aber Du bist jetzt nach Variante B vorgegangen, oder? Also Du bist spontan da aufgekreuzt und hattest Glück. Wie sah denn die gesamte Belegung aus? Hattest Du wirklich so viel Glück, hat jemand abgesagt oder ist es doch nicht so schlimm mit der Hüttenbelegung? -
Wenn ihr alle so fleißig links postet, will ich nicht faul sein. Das hier sind die Nylofume Säcke bei Hikerhaus, gerade aber nicht lieferbar. https://hikerhaus.de/products/nylofume®-pack-liner-wasserdicht-sack Ich hab sie bei ebay aus den USA hier bestellt. Sehe aber gerade, dass sie dort auch ausverkauft sind. Und das hier ist das Mini Stativ für die Osmo Pocket auf ebay.
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Vorsicht mit WD 40. Hab ich blöderweise auch mal probiert und danach klemmten die Stöcke nicht mehr. Das Zeug kriecht überall hin, was normalerweise genial ist, bei Stöcken katastrophal.