Hallo,
ich hoffe, dass ich hier im richtigen Bereich gelandet bin und würde mich riesig freuen, wenn Ihr mir mit Eurem Wissen aushelfen könntet, denn ich habe die Möglichkeit dieses Jahr im Anfang Juli nach Norwegen zu kommen.
Ein Freund von mir möchte mit mir nämlich gerne den Femundsmarka Trek laufen.
Ich bin überhaupt nicht sportlich, habe im Internet mir Videos dazu angesehen und mir schossen ziemlich schnell Fragezeichen durch den Kopf, denn:
A Ist das überhaupt machbar sechs Tage für einen Anfänger?
und B ich muss meine Ausrüstung anpassen, sonst schaffe ich das nie!
Auf der Suche nach etwas Unterstützung bin ich auf dieses Forum gestoßen und dachte mir, dass Ihr mich bestimmt mit Rat und Hinweisen unterstützen könnt. 🤗
Ich habe minimale Campingerfahrung, so würde ich das mal sagen. Bisher bin ich mit meinem, zugegeben, sehr schweren Zelt (3,5kg) an Ort X gefahren, habe es aufgestellt, dort habe ich meine Isomatte und meinen Daunenschlafsack reingeworfen und war damit dann zufrieden.
Nun muss ich also von ultra-schwer auf ultra-leicht wechseln und das mit wenig Moneten in der Tasche.
Im Prinzip suche ich daher alles... Zelt, Kleidung ect.
In Puncto Zelt suche ich daher ein möglichst leichtes, idiotensicheres Zelt, dass für eine Person ausreicht. Platz ist für mich nicht wichtig, in meinem alten Zelt hatte ich schließlich auch nicht viel Freiraum. Wenn ich mich hinsetzen kann an einer Ecke, ohne den Kopf einzuziehen, bin ich schon glücklich. Ich bin 1,68cm groß. Die Größenangabe ist bestimmt hilfreich.
Mein altes Zelt wurde mit acht Heringen und einer Mittelstange aufgestellt. Ich hätte daher auch kein Problem mit Stangen bzw. Stöcken.
Das Budget ist leider stark begrenzt. Gibt es da etwas, was max. 200 Euro kostet? Es darf natürlich auch gebraucht sein. Bis Juni hätte ich noch Zeit zu suchen.
Im Internet hatte ich die Firma Trekkertent gesehen. Da gibt es eins, dass Stealth 1 heißt. Ist das brauchbar? Leider weiß ich nicht wie hoch die Importkosten sind.
Mein Freund meint, dass ich unbedingt eine aufblasbare Isomatte brauche, die er mir sogar leihen würde, doch bei meinem Glück ist die nach kürzester Zeit hin. Deswegen würde ich mir lieber eine eigene kaufen.
Gibt es da Empfehlungen?
Ich habe bisher auf einer EPA-Matte mit unbekanntem R-Wert gelegen.
Diese aufblasbaren Matten waren mir irgendwie damals suspekt und waren unbequem als ich mal in einem Laden Probe gelegen hatte.
Ich bin wohl eher jemand, der lieber hart liegt. Meine Matratze ist auch hart, kurz vor Holzbrett, würde meine Familie sagen.
Ich bräuchte noch Schuhe, da ich in normalen Schuhen nicht laufen kann und auf sogenannte Barfußschuhe angewiesen bin. Gibt es da Empfehlungen Eurerseits?
Im Internet konnte ich von Xero Shoes und von Vivobarefoot Wanderschuhe entdecken, die mehr oder weniger oft in Kleinanzeigen zu finden sind. Nur Schuhgröße 42 ist mal wieder schwer zu finden... Die meisten Damen ist diese Größe zu groß und den meisten Herren ist diese Größe zu klein. Und wenn man dann wie ich zwischen 42 bis 44 liegt (je nach Model), ist es die Suche etwas verzwickt.
Für mich muss es keine ultradünne Sohle sein, der Schuh muss sich falten können und eine große Zehenbox haben, dann dürfte das auch passen.
Wasserdichte Schuhe brauche ich persönlich nicht, da ich wasserdichte Socken besitze und mir gerne in wasserdichten Schuhen zu warm wird.
Barfußschuhe, wo jeder Zeh einzeln liegt (wie Handschuhe nur für Füße), sind so gar nicht meins.
Am liebsten würde ich mit meinen jetzigen Tretern laufen, doch die haben eine spiegelglatte Sohle, das hat in Norwegen nichts zu suchen. Das ist etwas für die Arbeit und fürs platte Land.
Thema Socken: Welche günstigen Wandersocken gibt es? Mir wurden die Socken von der Firma Falke vorgeschlagen. Taugen auch Wandersocken von dem großen A? Dort gibt es ja wirklich günstig angebotene Modelle. Die Frage ist nur, ob ich dann nicht auch billig kaufe..., denn wer billig kauft, kauft zweimal.
Wieviel Spiritus sollte man für sechs Tage mitnehmen? Seinerzeit hatte ich mir den X-Boil gekauft und war damit zufrieden. Den würde ich gerne wieder mitnehmen.
Bei meinen Campingausflügen hatte ich einfach immer eine 1l-Flasche aus dem Baumarkt mit und gut war. Da musste ich nur nicht auf das Gewicht achten.
Einen Titantopf mit Becher habe ich und Besteck vom Bund (klappbar) habe ich auch. Dahingehend bin ich wenigstens leicht unterwegs.
Das "allwissende" Internet besagt, dass man ungefähr, grob ein Kilo pro Tag an Essen benötigt. Das wäre ja für die sechs Tage pi mal Daumen sechs Kilo. Käme das ungefähr hin?
Was nimmt man anstelle des hochangepriesenen Haferschleims?
Ich bekomme das Zeug einfach nicht runter... Egal was ich dazu mische. Es ist einfach nicht meins. Müsli ist einfach, egal in welcher Form, nicht mein Ding.
Kartoffelbrei und Nudeln werden in den sechs Tagen wohl meine neuen Freunde werden. 🤣
Meine Idee wäre mir Instantfutter selber zu kredenzen, mitzunehmen und mit heißem Wasser anzurühren. Ich nehme an, dass das am praktikabelsten ist.
Macht es gewichtstechnisch einen Sinn die Eigenkreationen in Zippbeuteln zu transpotieren oder sie doch lieber zu vakuumieren?
Ab welchem Preis wären fertige EPAs ein günstiges Angebot?
Bei mir in der Nähe gibt es einen Armeeladen, der vieles auch besorgen kann.
Von dort habe ich Mückenschutzhemden, die richtig genial sind (werden leider nicht mehr hergestellt) und auch Kälteschutznetzhemden. Eine der besten Investitionen, die ich je gemacht hatte.
Im Sommer waren die Mückenhemden bei 30 Grad im Schatten meine Rettung (super luftig und komplett blickdicht) und im Winter als die Heizung bei meinem Arbeitgeber bei - 5 Grad Außentemperatur über Wochen ausgefallen war, war das auch Gold Wert.
Achja, Thema Wäsche. Wieviel nimmt man an Wechselkleidung mit? Meine Begleitung sagte, dass er eine einzige Garnitur mit nimmt. Mir kommt das etwas wenig vor.
Und an die Frauen unter Euch: Nehmt Ihr einen Sport-BH für solche Wanderungen mit?
Ich war noch nie in den Bergen. Dort wo ich wohne ist die höchste Erhebung - übertrieben gesagt - ein Maulwurfshügel. Ich habe daher keine Ahnung wie anstrengend das sein wird.
Einen Wanderrucksack habe ich mir gestern über Kleinanzeigen gekauft: Ein Moorhead 55 +10. Es ist ein Damenmodel, was mir persönlich wichtig war. Ich hoffe, dass der brauchbar ist.
Anstelle einer Regenhose, würde ich gerne einen Regenrock mitnehmen und hoffe, dass der dann auch bei Wind einigermaßen funktioniert.
Genug Wind und Regen habe ich bei mir an der Küste, um das ausgiebig zu testen.
Ein Regenrock sieht zwar seltsam aus, finde ich, doch auf dieses An- und Ausplünnen der Regenhose habe ich keinen Nerv.
Vielen Dank, dass Ihr bis hierher gelesen habt.
Viele Grüße
Hannah