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Ultraleicht Trekking

izi

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Alle erstellten Inhalte von izi

  1. izi

    Leichter E-Book Reader

    Ist halt für die Augen viel anstrengender. Da ein Smartphone nicht wie das e-Book mit e-ink die Seite einmal aufbaut und dann bleibt sie sondern mit, ich glaub 24 Bildern pro Sek, die Seite immer wieder lädt. Ausserdem, will man die gleiche Schriftgröße haben wie am ebook muss man andauernd blättern. Als Schnellleserin nur noch Anstrengend. Lesen am ebook ist deutlich entspannter. Fürs Wandern nehm ich meinen Tolino Shine 3 mit. Der hält ca. 5-7 Bücher mit Hintergrundbeleuchtung durch bevor ich neu laden muss. Er wiegt 167 g ohne Hülle. Die bleibt zu Hause. Da hab ich inzwischen auch einen Kindle 7", denn über Prime Reading hol ich mir doch immer wieder Bücher. Und leider ist da auch die Verwaltung besser. Denn das finde ich als größtes Manko beim Tolino.
  2. Tag 8 Landsend nach Lamorna Bis Landsend hatte ich für mich ja die Route fix geplant gehabt, dh diese wollte ich auch genauso laufen. Für den weiteren Teil war ich variabel, denn die Strecke von Landsend nach Treen wären nur 10 km gewesen. Letztendlich bin ich an diesem Tag dann doch bis Lamorna gegangen. Hier die Route im Detail. Beim Campingplatz in Landsend gab es auf dem Parkplatz davor eine kleine Kafferösterei in einem Container. Daran musste ich in der Früh vorbei und es roch so gut. Also gleich mal die erste Pause gemacht, mit einem Chai Latte und dazu einen Brownie. Die eine Möglichkeit wäre gewesen, nochmal zurück nach Lands End zu gehen, um wirklich alles auf dem Southwestcoastpath gegangen zu sein. Ich habe mich aber für die zweite etwas kürzere Variante entschieden, von Sennen aus direkt zum Path zu gehen und ein Stückchen auszulassen. Denn evtl wollte ich ja weiter als bis nach Treen gehen. Dadurch durfte ich dann ein Stück auf einem typischen englischen Footpath gehen, der quer über ein Feld führt. Das ist bei uns eher nicht denkbar. Nachdem ich dann zurück auf dem Path war, sind mir auf einmal so kleine Schilder aufgefallen. Weiss, mit einem roten Pfeil drauf. Solche hatte ich vorher noch nicht gesehen. Zu dem Zeitpunkt dachte ich, dass die vielleicht ein Wegweiser zum nächsten Rettungsring sein sollen. Denn diese sind manchmal am Weg angebracht, v.a. dort, wo es unten kleine Sandbereiche gibt und einen mehr oder wenig ziemlich steilen Weg nach unten. Diese Türme sind zwei Wegweiser, sogenannte Daymarks. Das waren Hinweise für die Seefahrer, dass diese Stelle gefährlich ist. Sie mussten schaun, dass sie in einer Linie sind. Dann konnten sie sicher dem Runnel Stone ausweichen, der die Ursache für einige Schiffsunglücke war. In Porthgwarra hab ich im dortigen Cafe ein Pastie genossen, auch wenn es erst zwölf war. Ich war mir nicht sicher, wie lange es denn noch bis zum Minack Theater dauern würde. Auch wenn die Entfernung nicht so weit ist, kann es auf dem Path zeitlich doch sehr unterschiedlich sein. Also muss man die Gelegenheit nutzen. Kurz danach kam mir ein Läufer entgegen, mit einer Startnummer. Und dann gleich noch einer. Schliesslich eine Frau. Das kam mir schon komisch vor. Warum laufen da welche auf dieser schmalen Strecke. Auf dem Parkplatz des Minack Theaters in Porthcurno war ein Stand, der Getränke und Essen ausgegeben hat. Die habe ich dann gefragt. Danach wusste ich auch, was die Pfeile auf den Schildern waren – Wegweiser für die Läufer, damit sie wissen, wo sie langmüssen. Es ist der Lauf von Lizard nach Landsend – 66 km auf dem Southwestcoastpath. Die Läufer können sich die Strecke entweder zu viert oder zu zweit aufteilen oder sie ganz alleine machen. Die zwei Männer waren Halbläufer, die Frau dagegen hat die ganze Strecke alleine gemacht. 7 h war sie zu dem Zeitpunkt unterwegs und ca 10 km hatte sie noch vor sich. Das heisst, sie lag weit in Führung (und hat auch mit weitem Abstand gewonnen in etwas über 8 h). Und das hat noch eine ganze Zeit gedauert, bis die nächsten gekommen sind. Für mich unvorstellbar, das laufenderweise zurück zu legen (obwohl ich selber viel laufen gehe). So viel Steine auf den Wegen, z.T. sind die Wege keine 50 cm breit weil links und rechts die Ginsterbüsche hoch gewachsen sind und sehr kratzen. Das Foto oberhalb zeigt einen sehr leichten Teil. Das Minack Theater wollte ich mir dann doch anschaun, auf den Bildern macht es einen tollen Eindruck. An dem Tag hat es „nur“ 8 Pfund Eintritt anstelle der sonst üblichen 10 Pfund gekostet, da die Bühne wegen Proben gesperrt war. Das ist schon ein toller Ort für eine Aufführung – lustigerweise sind die Sitzflächen mit Gras bewachsen – wie das wohl ist, wenn es vorher geregnet hat ? Es gibt auch ein kleines Museum wo die Geschichte des Theaters und der Bau erklärt wird. Nachdem es nach meiner Besichtigung erst halb zwei war habe ich mich dann entschlossen doch bis zum nächsten Campingplatz in Lamorna zu gehen. Denn bis nach Treen hätte ich nur noch 30 min gebraucht und das war mir zu früh zum Ankommen. Hier hatte das Meer mal so eine richtig tolle Farbe. Allerdings wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass meine Route so wie geplant nicht möglich sein würde. Den ganzen weiteren Weg sind mir dann Läufer entgegen gekommen. Das war teilweise ganz schön lästig. Man musste dauernd in die Büsche ausweichen, denn von Porthcurno nach Lamorna waren es eher enge Wege. Allerdings waren manche Läufer auch froh, wenn sie ausweichen konnten, dann hatten sie einen Grund für eine kleine Pause. Das hatte nicht nur einer zu mir gesagt….. Es gab auch so gut wie keine Möglichkeit eine Pause zu machen, ausser man hätte sich mitten auf den Weg gesetzt. Keine Steine, kein Platz zur Seite, keine befestigten Aussichtspunkte. Einen Stein hab ich dann gefunden, wo es zum hinsetzen ging und er nicht mitten im Weg war. Die Läufer haben teilweise schon ganz schön fertig aussgeschaut. K.O., Beine zerkratzt und oder blutig, voller Schlamm. Denn dieser Teil der Strecke war stellenweise wirklich schlammig. Da war ich so froh um meine Treckingstöcke. Mit denen hab ich es geschafft, von einem Stein zum nächsten zu balancieren ohne im Schlamm zu landen. Die vielen Fussabdrücke in diesem zeigten, dass das vielen im Läufern nicht gelang. Die steilen Berg auf und Bergabstrecken sind dann viele auch nur gegangen. Mit den hohen Stufen ist das auch als nicht Läufer schon sehr anstrengend. Auch über die ganzen Felsen ging die Laufstrecke. Auf dem Foto wirken sie eher wie Steine, diese waren im Schnitt aber 1 m gross. Die Strecke, die ich mir geplant hatte, wären 15,2 km gewesen. Der Campingplatz ist ein gutes Stück weg vom Pfad. Wie ich dann an meine gewünschte Abzweigung kam, stand dann ein Schild „Durchgang nicht mehr erlaubt“. Karte geprüft und festgestellt, dass nicht allzuweit dann wieder ein Weg zur Seite weg geht. Dort das gleiche Spiel: Durchgang nicht mehr erlaubt, Betreten verboten. Da taten mir die Füsse dann doch schon ziemlich weh. Also musste ich bis nach Lamorna laufen und wieder ein Stück zurück marschieren. Dann waren es fast 3 km mehr wie ursprünglich geplant. Und wenn man platt ist, dann kennt man diese zusätzliche Strecke schon ganz schön. Der Campingplatz Boleigh Farm Camping war dann mein schlechtester Campingplatz. Vor allem wegen der sanitären Anlagen. Ich war mit meinem Zelt alleine auf grosser Wiese, ein Dauercamper war noch da. Den hab ich dann gefragt, ob die Toiletten immer so dreckig sind. Er hätte dann gemeint, sie würden das ja noch alles Putzen wenn mehr Leute kämen, sie hätten ja gerade erst aufgemacht. Aber so dick wie die Spinnweben waren kann ich mir nicht vorstellen, dass die nur einen Winter alt waren. 2 einzelne Toiletten und 1 Dusche. Keine richtige Waschmöglichkeit, da das Waschbecken in der Toilette Miniaturformat hatte. Das Waschbecken fürs Geschirr war auch nicht richtig einladend. Wenigstens gab es dort eine gut zugängliche Steckdose und USB Ports zum laden. Und dann hat das ganze 15 Pfund die Nacht gekostet. Das fand ich überhaupt nicht gerechtfertigt. Worüber ich froh war, war, dass der ganze Platz mit Bäumen und Hecken umgeben ist, das war meine windstillste Nacht. Und es gab eine Tischbankkombi, so dass ich mich zum Essen hinsetzen konnte. Das einzig wirklich gute an diesem Platz war, dass vor diesem ein Thaiimbissstand ist, der von Di – So geöffnet hat und das Essen wirklich lecker war. Allerdings war da do viel los, dass ich 1,5 h auf mein Essen warten musste.
  3. Für Salzburg-Triest. Das hier ist die Homepage des "Erfinders" der Route. Da hat er auch auf viele Berichte verlinkt und gibt einige Tips dazu.
  4. Der 7. Tag von Pendeen nach Lands End war auch wieder eine längere Distanz,aber deutlich leichter wie das steinige Auf und Ab vom Vortag. 18 km waren zu bewältigen. Hier die genaue Route. Ganz am Anfang, wenn man vom North Inn aus wieder den Southwestcoastpath erreicht hat, kommen wieder einige ehemalige Mienen. Die erste, Levant Mine ist auch als Museum ausgebaut, dort gibt es den ältesten noch funktionierenden Beam Engine zu sehen. Dafür muss man aber Eintritt zahlen. Man muss aufpassen, dass man nicht den Wegweisern zum anderen Museum folgt (wie mir und noch drei anderen passiert) und erst nach einiger Zeit das merkt. Sondern nach dem Engine hält man sich einfach in Küstennähe auf dem Trampelpfad, dann bleibt man auf dem SWCP. Kurz danach kommt auch eine Arsenmiene. Das war man hier sieht sind die Überbleibsel der Öfen mit denen das Arsen abgeschieden wurde. Diese war noch bis 1983 in Betrieb. Auf der offiziellen Karte ist der SWCP ohne das Eck am Cape Cornwall ausgeschildert – ich hatte zu dem Zeitpunkt aber nicht auf die Karte geschaut sondern bin den Wegweisern nachgegangen. Und der führt noch rauf zum Leuchtturm. Und eigentlich sollte es hinten runter gehen – ein Stück bin ich dem Weg gefolgt, aber es war sehr steil und sehr sehr windig. Wie dann ein schmales Stück mit steil links rauf und steil rechts runter ohne Sicherung gekommen ist bin ich wieder umgedreht. Das war mir mit diesem starken Wind, der an der Stelle von hinten kam einfach zu gefährlich. Also den gleichen Weg wieder zurück. Danach wurde es wieder einfacher. Eigentlich hätte dort ein Cafe sein sollen, da war aber nichts, so dass die nächste Essensmöglichkeit erst wieder in Sennen Cove war. Gottseidank hatte ich noch eine Rosinensemmel und einen Müsliriegel. Landschaftlich war es einfach nur wieder schön. Und vor allem blauer Himmel mit Sonne. Auch wenn es nicht so warm war und ziemlich windig, das tat einfach gut. Hier konnte man endlich mal gut Pause direkt am Meer machen. Es gab genügend Sitzmöglichkeiten, was sonst bei den reinen Strandabschnitten schwierig ist. Und die meiste Zeit geht man ja oben auf den Klippen. Ein paar Kletterstellen gab es auch wieder zu bewältigen, aber insgesamt konnte man viel besser dahin gehen wie am Vortag. Kurz vor Sennencove gab es dann dieses schöne Blumenmeer zwischen dem Pfad und dem Meer. Bei Sennen Cove gab es dann schon einen Vorgeschmack, dass auch viele Leute ausserhalb der Feriensaison auf dem Swcp unterwegs sein können, da hat es schon richtig gewurlt. Ich war froh, dass gleich am Anfang ein Stand mit Pasties kam, da hatte ich schon einen Riesenhunger. Und als Nachspeise noch ein leckere Cornish Ice Cream. Die Preise für die Eiskugeln sind schon was anderes wie bei uns. Mit ca 3 Euro musste man mindestens rechnen und viel grösser sind sie nicht. Von Sennen Cove bis LandEnd ist es dann eine richtige Spazierautobahn. Das meisste sogar asphaltiert. Dementsprechend sehr viele Leute. Dafür findet man wenigstens leicht jemand, der ein Foto von einem macht. In Landsend selbst ist eher schon ein kleiner Vergnügungspark. Ein grosses Andenkengeschäft und dann so Sachen wie 3 D Kino oder … Übernachtet hab ich bei Landsend Camping, der zwar schon seit 3 Jahren existiert, aber jetzt erst, nach Corona so richtig in Betrieb genommen wurde. Die Sanitäranlagen war dadurch super in Schuss, da quasi niegelnagelneu. Eine Dusche pro Tag ist frei, dafür bekommt man eine Münze, die Zeit sind 6 min. Jede weitere kostet 50 Cent. Die Übernachtung ist für 11 Pfund zu haben. Für die Zelter gibt es eine USB Ladestation, einen Wasserkocher, eine Microwelle und einen Toaster. Nachdem es dort sehr windig war, habe ich um einen möglichst geschützten Platz gebeten, da mein Zelt einfach doof bei viel Wind ist. Ich mag es nicht, wenn ich die ganze Nacht einen Luftzug im Gesicht habe. Und das ist dort nicht so einfach, weil es eine grosse Wiese ist, die am Rand etwas Hecke hat. Aber bei Landsend kommen ja quasi von drei Seiten die Luftströmungen. Da aber nicht so viel los war habe ich eine Platz bekommen, der von zwei Seiten etwas geschützt war, obwohl der eigentlich für Campingmobile wäre. Aber da nicht so viel los war, meinte er, das geht schon. Zum Essen ging es dann zum First Inn in Sennen, ca. 10 minuten vom Campingplatz entfernt. Dort habe ich dann ein richtig gutes Curry gegessen. Das hat mir viel besser geschmeckt wie das im North Inn. Und man hat auch gemerkt, dass in Landsend das Meer wirklich von drei Seiten sehr nah ist. Schon um 18:00 hatte ich trotz Sonnenschein schon Kondensfeuchtigkeit an der Zeltinnenwand. In der Früh ist es dann nur so runtergelaufen. Ist auch nicht so schnell getrocknet, so dass ich es feucht einpacken musste.
  5. Zoll zumindest sollte hier nicht anfallen, da die Atompacks in den UK gefertigt werden, und es dann die Ausnahmeregelung mit der EU gibt.
  6. Ich näh mir so gut wie alles selber beim Anziehen, dh zum Schlafen hab ich mir eine Merino Leggins und auch ein Merinolangrmshirt genäht. Aktuell ist die Hose rein Merino und das Shirt ein Mischgewebe. Genauso hab ich mir ein Kopfkissen genäht, ca. 30 auf 20 cm und gefüllt. Das wiegt 85 g. Deo: Da find ich die auf Natronbasis sehr gut. Z.B. von Wolkenseifen. Da reicht eine Minifingerspitze und somit kommt man mit einer mini minikleinen Dose schon 2 Wochen weit.
  7. Was ist denn da der Unterschied ? Ich hätte gedacht, das wäre das gleiche.
  8. Ich finde sie schon sehr optimiert. Was mir selber abgehen würde: Ersatzsocken und Ersatzunterhose. Hast du schlafen in den Alphas schon ausprobiert ? Ich hab es einmal gemacht und mir knistert das dann einfach zu viel, dh die Spannung die sich zumindest bei mir durch die Reibung beim Drehen auf der Matte aufbaut. Und du hast ja auch einen Quilt.
  9. Auf Youtube gibt es ein Vido von MYLifeOutdoors wo er so das Volumen mehrere Rucksäcke miteinander vergleicht. Allerdings hat er einen Volumenzähler am Wasserschlauch, so dass er sie nur gefüllt hat und danach einfach umkippen konnte.
  10. auf jeden Fall. Mit dem Rad kommt man auch nicht so nah an die Küste ran bzw sind die Strassen so eng, dass ich da als Radfahrer zusammen mit Autos nur ungern unterwegs wäre. das mit den Rätselreimen sagt mir gar nichts.
  11. izi

    Rad für Reisen

    Das find ich preislich wirklich sehr gut. Gefahren täglich. Im Jahr wohl um die 2.000km. Gepflegt, nun ja, das ist auf jeden Fall ausbaufähig. Aber unsere Chemieluft kennt man auf jeden Fall. Und eben diese Unmengen an Salz. Wir haben auch ganz oft im Winter Industrieschnee.
  12. Am Tag 6 stand die Königsetappe auf dem Programm. 22,5 km von St. Yves nach Pendeen. Überall heisst es: wunderschön aber sehr schwierig besser gesagt anstrengend. Die Details zu Route sind hier. Erst mal ein kurzer Rückblick auf St. Yves. Kann ich nur unterschreiben. Ich bin leider erst um kurz vor neun losgekommen (zu sehr das Hotel Frühstück genossen….) und war am Abend um 1910 am Ziel. Aber der Reihe nach. Ganz am Anfang war ich ziemlich erstaunt. Denn der Weg ist erst mal asphaltiert. Könnte fast 1 km gewesen sein. Doch dann geht es in ein stetiges auf und ab über. Gar nicht so steil aber eben viel rauf und runter. Und kein so einfaches dahin gehen sondern viele Felsen. Und man muss schon genau hinschauen, wo man steigt, denn sonst steckt man leicht im Schlamm. Denn zwischen den Felsen war es so gut wie überall matschig. Nur ab und zu kam mal ein einfacherer Weg. Ich war sehr oft sehr froh dass ich meine Stöcke hatte. Denn mit vier Beinen war man da deutlich stabiler. Denn es bestand immer wieder mal die Gefahr, dass man von den Steinen abrutscht und im Dreck landet. Diese Strecke möchte ich nicht an einem regnerischen Tag gehen müssen. Nasse Steine sind einfach sehr rutschig. Und da gibt es auf dieser Strecke so viele auf die man steigen muss. Und es hat auch sehr lange gedauert, bis der erste typische SWCP Wegweiser mit der Eichel kam. Allerdings hatte man hier auch keine Alternativen, es gibt nur diesen Weg und nur ganz selten kam von der Seite ein kaum benutzter Trampelpfad rein wo aber klar war, da geht es nicht lang. Auf dieser Strecke bin ich auch das erste Mal länger mit welchen während dem Gehen ins Gespräch gekommen. Unter anderem mit zwei Österreichern aus Salzburg, also gar nicht so weit weg von mir. An einer Stelle haben wir uns auch kurz mal zu 6. gestaut, alle, die länger auf dem Pfad unterwegs waren und ihr Gepäck selber getragen haben. Längere Pausen hab ich nur 2 gemacht, dazwischen schon immer wieder stehen geblieben zum Trinken, Fotografieren oder die Landschaft geniessen. Aber man kommt einfach nicht schnell voran. Das war so ein typischer Abschnitt wo man eher leicht kraxeln musste als das man drüber gehen konnte. Ziemlich genau die Halbzeit war dann an dem Wegweiser nach Zennor. Ursprünglich hatte ich in Erwägung gezogen dorthin einen Abstecher zu machen – ca- 1 km vom Pfad entfernt. Nachdem ich aber schon 5 h unterwegs war fiel das flach. War mir zeitlich zu riskant. Auf der Strecke hab ich auch das erste Mal was „gekocht“ während ich unterwegs war, ansonsten immer nur auf dem Campingplatz. Aber ich hatte bei der Anstrengung einfach Lust auf was warmes. Gegen 1830 war ich dann endlich am Leuchturm von Pendeen. „Pendeen Watch“ . Und erst mal glücklich es gut geschafft zu haben. Da wusste ich allerdings noch nicht, dass ich noch über eine halbe Stunde bis zum North Inn Pub zu gehen habe. Es gab auf der Strecke auch paar Minenüberbleibsel zu sehen. Am Leuchtturm kam ich ins Gespräch mit einem Mann, weil dessen Hund so lustig rumgetobt ist. Er ist dann mit mir eine Abkürzung über die Felder gegangen – die Alternative wäre Strasse gewesen oder ein Eck auszugehen. Die Wegweiser vom Leuchtturm aus fand ich nicht so gut sichtbar. Hätte er es mir nicht gezeigt, hätte ich erst mal nicht gewusst, dass ich da lang muss. Handy hätte wohl schon weitergeholfen, aber so war es einfacher. Es gäbe auch noch einen zweiten „Camping“platz in der Nähe vom Leuchtturm, den fand ich aber im Vorbeigehen gar nicht einladend. Direkt an der Strasse, nur durch einen niedrigen Zaun getrennt und ein Sanitärcontainer. Später hab ich wieder die Augsburgerin vom dritten Zeltplatz getroffen, die mir dann sagte, dass war das einzigste Mal, wo sie sich in der Nacht gefürchtet hat. Um kurz nach 1900 war ich dann endlich am Ziel. Nach 10 h und 20 Minuten. Der Campingplatz hinter dem North Inn war in Ordnung. Die Übernachtung kostete auch nur 10 Pfund. Ausser mir war dann noch ein anderer Longdistancehiker dort und ein paar Wohnmobile. Fürs WC und zum Duschen muss man ins Pub gehen. Der Wasserhahn war mal wieder so ein schrecklicher, wo nur Wasser kommt, wenn man drauf drückt, einer für kalt und einer für warm. Und kein Stöpsel fürs Waschbecken. Da ist das Waschen nicht so einfach. So heisst es, dass man unbedingt das Curry probieren muss, da es schon einige Auszeichnungen bekommen hat. Meine Wahl, das Ananascurry, hat mich jetzt nicht vom Hocker gehaut, war schon ok, aber nicht so dass ich sage, muss du gegessen haben. Das Northinn ist anscheinend eine beliebte Anlaufstelle für Hiker – wir waren dann an zwei Tischen 8 Leute die mehrere Tage unterwegs waren. Zwei davon sogar den ganzen Pfad. Im Gastraum gibt es genügend Steckdosen zum Handyaufladen. Die zwei Österreicher waren auch wieder dort – diese haben ein anderes Curry gegessen, dass sie beide sehr gut fanden. Hinter dem Pub gibt es einen überdachten Bereich für Raucher – in der Früh war da aber keiner, so dass ich es genossen habe, mich zum Frühstück an einen Tisch setzen zu können und mein Porridge nicht auf dem Boden verspeisen musste.
  13. izi

    Rad für Reisen

    Auch wenn die Pinion teuer ist, ich möchte sie nicht mehr missen. Sie hat eine gigantische Übersetzung, auch schon die C12 mit 600 %. Die 18er schafft sogar 634. Da kann Roloff nicht mithalten. In Kombi mit dem Riemen ist das einfach klasse. Endlich keine Schmierflecken mehr an den Hosen. Und keine rostige Kette mehr. Bei uns wird sehr viel gesalzen (mein Arbeitgeber hat ein eigenes Salzbergwerk, so dass am gesamten Werksgelände nicht geräumt sondern alles mit Umengen an Salz zugeklatscht wird). Und die Ketten waren spätestens nach 1 Jahr vor Rost strozend. Ich hab mein Pinion seit 5 Jahren und seitdem damit keine Probleme mehr.
  14. izi

    Jordan Trail

    Ich finde, dass es ein hilfreicher Übersichtsbericht ist. Das mit den Hunden finde ich schon abschreckend. Was mir noch fehlt sind Fotos 😀.
  15. Das ist ja cool. Wie hast du die drei in der Mitte verbunden ? kannst du das noch etwas näher erklären ? Und unten, sind das einfach Gurtbänder ins Dreieck genäht ? Das schaut auf jeden Fall so aus, dass ich es mir auch zutrauen würde nachzumachen. Und ist doch noch mal einen Schwung leichter als mein 250 g Kaufhocker.
  16. welche Seite hast du denn aussen ? Ich bin hinsichtlich jucken auch sehr empfindlich - ist die wuschelige auf der Haut geht es gar nicht, mit der glatten Seite aber schon. Super leicht und dehnbar und nicht Alpha fällt mir nicht recht was ein. Die ganzen super leichten Stoffe haben ja alle keinen Stretch. Zumindest kenn ich keinen.
  17. izi

    Brille

    Kann ich genauso unterschreiben. Nur dass ich sie auch im Alltag nutze, nicht nur für Touren. Zwei hochwertige Gleitsicht sind mir einfach zu teuer. Entweder ich drehe meine Displaybeleuchtung für diesen Fall ganz hoch oder ich muss dann doch die Brille hochschieben. Das was sein muss, erkenn ich auch ohne Brille, denn meistens geht es mir ums Foto machen. Muss ich so was lesen, dann dreh ich mich so, dass ich mir selber Schatten mache und dann geht es auch mit Brille.
  18. zum Ausprobieren eignen sich die Schnittmuster von Pattydoo auch ganz gut, da sie mit 2,99 Euro keine grosse Investition darstellen. Und gerade für Anfänger gibt es (wenn man das mag) auch sehr ausführliche Videoanleitungen.
  19. Ich habe immer eine Wechselgarnitur (bei den Unterhosen sogar 2) und Schlafkleidung dabei. Bei den Schuhen bin ich auch ein Altra Lone Peak Fan. Oder die Olympus. Fürs Essen: Mit dem Kochbuch von Little Red Hiking Rucksack für "trockene" Gerichte habe ich bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht. Alles was ich ausprobiert habe, hat mir geschmeckt. Was hast du denn für einen Schlafsack ?
  20. Tag 5 meiner Wanderung war ein einfacher – der war nämlich hauptsächlich als Pausentag vorgesehen, denn von der nächsten Etappe hiess es, dass diese mit die anstrengenste auf dem ganzen Küstenpfad ist. Und die Strecke von Hayle nach St. Yves geht hauptsächlich an einer Strasse entlang bzw durch Wohngebiete. Dh sie soll nicht sonderlich schön sein. Es war ziemlich windig in der Früh … Deswegen war die reine Wandderroute mit den bekannten Wegweisern nur knapp 4 km lang – nämlich vom Campingplatz zur Bushaltestelle. Allerdings nicht der nächstgelegenen sondern noch ein Stück am Pfad entlang bis es zum Fluss geht. Bei der Parish Church of St. Elywn. Im Hintergrund ist schon St. Yves zu sehen. Wenn sich allerdings jemand zum grösstenteil selbst verpflegt, dann ist es sicherlich ratsam, erst noch über die Brücke zu gehen und anschliessend beim Asda Superstore einzusteigen. Das ist ein riesiger Supermarkt. In St. Yves gibt es nur kleine Geschäfte, die zwar alles haben, aber die Auswahl an Tütengerichten doch etwas eingeschränkt ist. Vor allem wenn man möchte, dass diese nicht zu viel Platz wegnehmen. Denn die allermeisten waren in diesen grossen Bechern, wo man das Wasser direkt reinfüllt, abgepackt. Die Busse fahren ca. alle 20 min nach St. Yves, so dass man sich keinen grossen Kopf machen muss, wann man denn losgeht. Und das hat mich überrascht: Im Linienbus gab es USB-Stecker, damit man sein Handy aufladen kann. Das hab ich bei uns noch nicht gesehen. In St. Yves hatte ich mir schon von Deutschland aus ein Hotel gebucht, das The Western, schön zentral gelegen. Gleich beim Aussteigen aus dem Bus sieht man auf den Hafen runter und zu diesem Zeitpunkt bot sich das Bild, für das es so bekannt ist, wenn die Boote alle auf dem Sand liegen. Gleich konnte ich nicht im Hotel einchecken, ich war schon um 11:00 da, aber für 12:00 war es dann möglich. Also erst einmal das Gepäck dortgelassen und etwas umgeschaut. Und Essen gekauft: wieder ein Cornish Pastie, die es in grosser Auswahl gab. Einfach lecker und sehr sättigend. Im Hotel, ganz wichtig: Einmal alles durchwaschen. Da bin ich echt froh um meine Wäscheleine, dadurch trocknet es einfach schneller. Am Nachmittag bin ich dann noch etwas weiter in St. Yves herumspaziert – nachdem es dann ziemlich zum Regnen angefangen hat, bin ich ins St. Yves Museum. Für eine halbe Stunde reicht es, so typisch Bauernhofmuseumsmässig, alles mögliche hingestellt. Leider nur spärlich beschriftet, was denn das ist bzw was man damit gemacht hat. Es hat dann immer noch leicht geregnet und es war ziemlich frisch und windig, da war die Lust aufs weiter Anschauen nicht richtig vorhanden. Noch kurz wo eingekehrt um endlich mal Scones mit Cream zu mir zu nehmen, dazu einen Chai Latte und dann ab aufs Zimmer, die Wärme genossen und gelesen. Nachmittag war dann wieder die Flut da. Direkt gegenüber vom Hotel ist ein Coop, daneben das Kino. Auf der anderen Seite Lokale. Ich war in dem Inder direkt daneben, der war richtig gut. Und auch preisslich für einen Touristenort in Ordnung.
  21. Ich trink den veganen Mount Hagen Cappucino sehr gerne. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich ihn ganz anders dosiere. Nicht wie vorgeschlagen 3-4 TL auf ca 200 - 250 ml sondern 2 TL auf 500 ml.
  22. Tag 4 von Tehidy nach Hayle Nach der langen Etappe am Vortag tat es gut, dass sie diesen Tag nur 14 km lang war. Und auch recht einfach. Nicht so viel auf und ab. Am vierten Tag geht es bis nach Hayle. Die detaillierte Route ist hier. Aber erst mal musste man ja die 30 min an Kuhweiden entlang zurück zur Küste gehen. Anfangs war es auch richtig schön sonnig. Da war sogar eine zeitlang das Wandern im T-Shirt drin. Und ich hab es auch ohne was über den Ohren ausgehalten. Das war auch ungewöhnlich. Denn durch den vielen Wind hatte ich oft das Stirnband auf. Denn ohne in Kombination mit Wind bin ich sehr kopfwehanfällig. Es stehen immer wieder Schilder am Weg, dass man sich von bestimmten Klippen fernhalten muss, da diese jederzeit abbrechen können. Auf dem nächsten Bild sieht man ganz gut warum. Ein grosser Riss im Fels. Weiter unten lagen viele runtergefallene Steine rum. Das war so ein einfacher Weg des Wandertages. Im Mai / Juni gibt es sehr viele blühendes zu sehen. Ganz hatte der Ginster noch nicht seine volle Pracht erreicht. Vor allem der Geruch hätte mich interessiert, wenn er in kompletter Blüte steht. An der Halbinsel die vorne beim Leuchtturm, dem Godrevy Lighthouse ins Meer ragt, soll man gut Robben beobachten können. Noch war die Welt in Ordnung Der Gwyhtian Beach aus der Ferne. Grade noch dieses Foto gemacht, kurz vor dem Robbenbeobachtungspunkt (bei den Felsen unten sollen sie sitzen) und dann fing es an zu tröpfeln. Ich hab kurz überlegt ob ich die Jacke überhaupt anziehe, denn für mich hat es nicht so schlimm ausgeschaut. Tja, da ging mir eindeutig die Wetter / Segler / Wolkenleserfahrung ab. Denn am übernächsten Tag haben mir zwei erzählt, dass der Seglermann gesagt hat: Komm, zieh Regensachen an, die Wolken schaun nicht gut aus. Denn kaum hatte ich die Jacke an, haben sich die Schleusen geöffnet. In kürzester Zeit war ich pitschepatsche nass. Nur da wo die Jacke war nicht. Keine Chance meine Regenhose rauszuholen. Sonst wäre da noch mehr nass geworden. Deswegen wurde es auch nichts mit dem Ausschauhalten nach Robben. Denn man hat nicht richtig viel gesehen. Ich war nicht die einzigste, die überrascht worden ist. Zu dem Leuchtturm sind sehr viele unterwegs gewesen. Und die meisten hatten nicht einmal eine Jacke dabei …. War ich froh, wie nach ca. 1 km das Godrevy Cafe vor mir auftauchte. Und dann auch noch ein Platz frei war. Dort habe ich dann 3 h verbracht, abgewartet bis der Regen endlich aufhörte. Denn so nass hatte ich einfach keine Lust zum weitergehen. Zu dem Zeitpunkt stellte ich auch stark in Frage ob das eine gute Entscheidung war, mit Schuhen zu wandern die nicht wasserdicht sind. Nach dem Cafe ging es nur noch durch Dünenlandschaft. Für den Teil der Strecke trug ich meine wasserdichten Socken. Das war dann schon angenehmer wenn man die quatschnassen Schuhe nicht gespürt hat. Das sind die Wegweiser, die einem durch Uptown Towans führen sollen. Man könnte auch die ganze Strecke am Strand entlang gehen, zumindest bei Ebbe. Nachdem ich das aber in Porthreath eher anstrengend und langweilig fand hatte ich darauf keine Lust. War ja auch wieder so lang. Allerdings war es nicht so leicht, diesen zu folgen. Da gehen so viele Wege durch die Dünen, dass ich schon nach relativ kurzer Zeit keine Wegweiser mehr gesehen habe. Aber das ist relativ egal, hauptsache das Meer ist rechts von mir und ich bin nicht zu nah an der Kante. Denn trotz Dünen ist es am Rande dieser steil abgefallen. Schon fast in Hayle, der Blick zurück Richtung Gwythian. Noch sind die Surfer nicht zurückgekehrt, deswegen konnten die Safeguards noch die Sonne geniessen. Aber nicht lange. Nachdem es aufgeklart hat, waren auch wieder viele Surfer im Wasser. Für den Campingplatz Beachside Holiday Park gibt es wenigstens „Hinweise“ auf dem Southwestcoastpath direkt wo man ihn findet. Das war bei den anderen nicht der Fall. Kommt man an diesem Schild vorbei, dann muss man einfach nur nach links oben gehen, dann steht man auf dem Gelände. Durch die ganzen Mobilhomes durch, dann ist dort die Rezeption. Da hatte ich von meinem Zeltplatz aus das erste (und auch insgesamt einzigste) Mal Blick auf das Meer Es ist halt auch wieder so ein grosser Luxus Mobil Home Park wo Zelter eher nur gedultete Gäste sind. Entsprechend teuer ist er. 26 Pfund die Nacht. Nachdem alles aufgebaut war bin ich noch etwas Meer geniessen gegangen. Wenn man Glück hat, dann hat das Lokal am Campingplatz geöffnet. War bei mir nicht der Fall. Einen Shop gibt es. Bei mir gab es ein Essen aus meiner Campingküche und anschliessend bin ich noch zu einem Pub, Bucket of Blood, das ca. 15 min vom Platz entfernt war. Dort gibt es aber nur Snacks wie Nüsse oder Chips. Die Nacht war nur mässig. Der Wohnwagen gegenüber hatte in seinem Vorzelt Besuch für den leise reden ein Fremdwort war. Die haben eher gebrüllt. War ja auch so windig…. Um 23 Uhr war ich auf der Toilette und wollte auf dem Rückweg drum bitten, dass sie leiser reden. Kurz vor dem Zelt steht der Besuch auf und geht zur Tür und bleibt dort stehen. Deswegen dachte ich, er geht eh, dann passt das schon und bin wieder in den Schlafsack geklettert. Pustekuchen. Der hat dann stehend noch bis halb eins weitergeratscht. Ich konnte mich aber einfach nicht mehr aufraffen, aus meinem warmen Schlafsack rauszugehen. Draussen war es doch recht kalt. Wenigstens konnte ich in der Früh etwas liegen bleiben, denn für den nächsten Tag stand nur ein kurzes Stück mit anschliessender Busfahrt auf dem Programm.
  23. Tag 3 St. Agnes nach Tehidy Der dritte Tag war die erste „Prüfung“ denn 21 km sind zumindest für mich schon eine Länge. Und diesmal geht es auch deutlich mehr bergauf und ab. Da war es gut, dass die ersten zwei Tage sich langsam gesteigert haben. Hier die Route im Detail. Wichtig ist für diese Strecke, dass man für den Abend unbedingt Verpflegung dabei haben muss. Denn da gibt es keine Möglichkeit irgendwo Essen zu gehen. Das Wetter war erst mal nicht so toll. Nach einiger Zeit hat es aufgeklart. Es gibt oft so tolle Farben zu sehen, im Mai hat auch viel geblüht. Und wenn es dann noch so ein schöner Wanderweg ist, dann macht es einfach noch mehr Spass. An dem Tag habe ich, zwei Frauen getroffen die in Landsend gestartet sind und den Weg quer durch England machen, dh der ganz oben in Schottland endet und für den man ca. 3 Monate braucht. "JoGLE SN"Die beiden machen das ganze mit Wildcampen. Das hab ich mich einfach (noch ?) nicht getraut. Und was ich so gesehen habe, ist das auch nicht so einfach einen richtig guten, ebenen Platz zu finden, zumindest in unmittelbarer Nähe des Pfades. Entweder das Zelt wäre von weit her sichtbar oder es ist kein Platz. Auch in diesem Abschnitt gibt es wieder einige ehemalige Mienen. Das ist mal ein etwas besseres erhaltenes Objekt. Es hat dann gepasst, dass zur Mittagszeit Porthtowan Beach auf der Route lag. Dort bin ich im Strandcafe eingekehrt. Das tat gut, da es bis dahin immer wieder genieselt hat. Bei Regen macht es nicht so richtig Spass sich irgendwo hinzusetzen und die Aussicht zu geniessen. So ein schönes Wetter und kein einziger Surfer für die Lifeguards zum Aufpassen. Nach Porthtowan kommt dann wieder ein Gebiet, wo man an einem hohen Zaun mit Stacheldraht langlaufen muss, ein Militärübungsgebiet. Aber ob das wirklich so genutzt wird, bin ich mir nicht sicher, denn der Zaun war an einigen Stellen eingerissen oder hatte Löcher. Und die Gebäude schauten auch aus, als ob sie ihre beste Zeit schon lange hinter sich haben. Kurz nach dem Zaun war ein Graffitikünstler gerade dabei, eine ganz wichtige Frage zu stellen. Hab ihm viel Erfolg gewünscht. In Porthreath hätte es auch nochmal die Möglichkeit gegeben einzukehren, aber die Zeit wollte ich mir sparen. Denn da geht doch mehr drauf, als wenn man sich einfach wo hinsetzt. Auch wenn diese Etappe schon gut anstrengend ist. Nicht nur die Länge sondern es gibt auch einige richtig steile An,- und Abstiege. Wenn man sich für diese Etappenlänge entscheidet, dann hat man nur eine Möglichkeit auf einem Zeltplatz unterzukommen, der Magorfarm in Tehidy. Da freut man sich schon, dass man die Abzweigung erreicht hat und dann muss man doch noch mal eine halbe Stunde ins Landesinnere laufen bis man endlich dort ist. Es war keiner am Platz, man soll zwar anrufen, aber es ging jemand ans Telefon. Allerdings waren zwei Dauercamper dort und die meinten, dass die jeden Abend eine Kontrollfahrt machen und dann kassieren. 8 Pfund verlangen sie für eine Person mit Zelt. Es ist einfach eine riesengrosse Wiese die komplett von Bäumen umgeben ist. Da konnte man meinen man ist am Meer, denn man hört die ganze Nacht ein Rauschen. Was ich ziemlich doof fand: Nach den vielen km taten mir meine Füsse schon weh und die einzigste Sitzmöglichkeit die es auf diesem Campingplatz gab, war eine klitzekleine Kinderschaukel. Da hab ich mich zwar fürs Essen kurz draufgequestscht, aber angenehm ist was anderes. Auf dem Boden musste ich eh noch die restliche Zeit hocken. Eine Steckdose zum Laden ist im Waschraum über dem Kühlschrank zu finden. Die Dusche war zwar auch nur mit einer Temperatur, aber diese war schön kräftig und die Temperatur angenehm.
  24. Ich geh auch zu 90 % mit Stöcken. Denn ohne kenn ich die Knie, sobald es bergauf bergab geht, schon viel schneller. Und wie oben schon jemand schrieb, dann schwellen meine Hände nicht an, da sie nicht runterhängen. Auf dem SWCP wär ich eingegangen ohne Stöcke. Durch die extrem vielen Stufen in den unterschiedlichsten Höhen (von 10 - 40 cm) die man dort zurücklegt waren die Stöcke eine enorme Entlastung.
  25. 2. Tag Hollywell bis St. Agnes In der Nacht hat es noch einige Male geregnet – da aber der Wind auch recht stark war, war das Zelt in der Früh schon fast komplett trocken. In dem Campingplatz war das Waschen ein Glücksspiel. Ich hatte ja gehofft, dass sich in den 20 Jahren, wo ich das letzte Mal in England war, etwas mit den Wasserhähnen getan hat. Nur sehr rudimentär. Hier war so ein typisches Beispiel: einen Hahn für heiss, einen Hahn für Kalt. Nur durch Drücken bedienbar. Bei diesem am Campingplatz ist das Wasser zumindest gelaufen, wenn man gedrückt hat. Die noch schlimmere Variante ist ja die, dass man dauernd drücken muss und nur dann kommt Wasser. Dafür ist das mit einem Tempo aus dem Hahn geschossen, dass alles gespritzt hat. Den Stöpsel hat man gar nicht reintun können, weil da so viel Wasser kam, dass das Waschbecken gleich übergelaufen ist. Denn Sicherheitsablauf gab es nicht. Ausserdem hat man die Wahl zwischen „Verbrühen“ oder „kalt ertragen“. Denn das heisse Wasser ist so richtig heiss. Die heutige Etappe geht bis kurz vor St. Agnes – ca 14 km mit mehr Höhenmetern wie am 1. Tag. So heisst es in den Führern, dass man am Anfang an hochgesichertem Gelände vorbei muss (Radaranlage)– mei, da ist halt ein Zaun, an dem man entlang geht. Aber im Normalfall schaut man nach vorne oder nach rechts, da bekommt man nicht viel mit davon Und es ist auch nicht sonderlich lang. Nach kurzer Zeit kam der zweitlängste Strand meiner geplanten Strecke, der von Perran Beach. Viele Surfer waren unterwegs. Und auch ein paar Reiter. Nachdem Ebbe war bin ich die ganze Strecke über den Strand gegangen – da können sich dann 3,2 km doch ganz schön ziehen. In der Mitte hatte ich keine grosse Lust mehr auf Strand, ist doch anstrengender, wenn der Sand weich ist, aber da musste ich durch. Denn hoch ging es nur hinten oder vorne. Dafür war dann in Perranporth Mittagspause angesagt, mit schönen Blick über den Strand und das alkoholfreie Bier (Lucky Saint) hat mich doch etwas überrascht. Schliesslich gibt es in England auch viele Brauereien und dann bekomme ich ein Bier serviert, dass im englischen Auftrag in Bayern gebraut wird. Gut gestärkt ging es weiter. Nach Perranporth kamen dann die ersten Wegweiser auf Mienenschächte. Die Menschen früher haben einfach Maulwurf gespielt und an ganz vielen Stellen Mienenschächte geschlagen. War es nichts oder leer, dann kam der nächste dran. Da man da gefährlich abstürzen kann,gibt es viele Warnhinweise und sie sind auch alle mehr oder weniger abgesperrt. Landschaftlich war der Teil schon schön, aber der Rest…… Es war Wochenende und es gibt das stillgelegte Perranporth Airfield. Und das wird für Motorradrennen / Rumfahrerei etc genutzt. Das ist schon kilometerweit zu hören, das Motorgeräusch trägt sehr weit. Vor allem wenn der Wind vom Land kommt. Hat nicht lange gedauert, dann kam Kopfweh. Bald hat man auch die Abgase gerochen, einfach schrecklich. Mittags war es noch schön doch gegen 1500 hat es wieder leicht zum Regnen angefangen. Immer wieder kommen die Wegweiser für den Southwestcoathpath. Oder die für gefährliche Klippen. Ursprünglich wollte ich bei der Trevellas Farm über Nacht bleiben, aber da ich vom Fehler vom Tag davor gelernt habe, wusste ich dann schon, dass das nicht geht. Die hatten genau diese Woche Betriebsurlaub, davor und danach wieder ganz normal auf. Doch gar nicht weit davon, sogar etwas näher am Pfad gibt es den Bluehill Campingplatz (nur dass der näher war, hat mir nichts genützt, bin nämlich dran vorbeigelaufen und beim Trevellas gelandet und musste wieder zurück). Der Platzwart wohnt dort in einem Wohnmobil und kommt, wenn er jemand auf den Platz sieht. Die Nacht kostet für ein Zelt mit einer Person 12,50 Pfund. Das ist ok. Ausserdem ist der Campingplatz etwas unterteilter, es gibt windgeschützte Orte. Beim Trevellas ist es nur eine grosse Wiese ohne grössere Umrandung. Wer abkürzen will, der kann direkt hinterm Airfield landeinwärts gehen und kommt am Blue Hill vorbei. Sonst geht man noch ein Stück, dann runter und wieder rauf. Das war meine Variante. Das heisst, wenn man kurz vor dem hohen Hügel ist, zu dem es nach St. Agnes geht, und man dann ein Schild mit Blue Hills sieht, dann folgt man dieser Strasse links rauf (nicht den Weg beim Schild rein, das geht nur zu einem Kiosk). Es hat leider wieder stärker geregnet, so dass ich das Zelt möglichst schnell aufgebaut habe. Bei den Sanitäranlagen gibt es einen Raum mit Waschmaschine und wichtiger, Wasserkocher bzw Mikrowelle zum benutzen. Dort habe ich dann gleich eine Steckdose zweckentfremdet und mein Handy geladen. Ausserdem einen kleinen Hocker gefunden, das war ganz angenehm, mein Essen nicht auf dem Boden sitzend einnehmen zu müssen. Will man Abends essen gehen, muss man leider etwas weiter, nämlich ca 25-30 min nach St. Agnes. Ich hatte mir was „gekocht“, hatte aber keine Lust den Abend nur im Zelt zu hocken. Deswegen bin ich trotzdem dorthin, auf einem Stuhl liest es sich doch gemütlicher und wärmer war es auch. Wenn man KO ist, ist der Weg dorthin etwas anstrengender, so typisch Southwestcoastpath mässig. Erst wieder bergab, dann ziemlich steil bergauf und dann wieder bergab. Das Pub, die Driftwood Spars Brewery ist aber gleich wenn man vom Path runter auf die Strasse kommt auf der linken Seite. Und sie servieren auch Mahlzeiten. Da war es echt von Vorteil, dass es so lange hell ist. Im Dunklen hätte ich diesen Weg nicht gehen wollen. Am Heimweg war es dann endlich trocken, so war die Nacht doch etwas ruhiger.
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