-
Gesamte Inhalte
4.889 -
Benutzer seit
-
Letzter Besuch
-
Tagessiege
122
Inhaltstyp
Profile
Forum
Galerie
Glossar
Magazin
Alle erstellten Inhalte von wilbo
-
Interessanter Einwand! Eigentlich bräuchte man eine hydrophile Innenschicht als unterste Lage am Laminat, damit möglichst viel Wasser an die Membran herangeführt wird. Ich glaube, es kommt vor allem auf eine ausreichende Temperatur-Differenz von Außen- und Innenklima an, um den Diffusionsvorgang am Laufen zu halten. Dampfdruck von innen und eine geringe Luftfeuchtigkeit außen würden die Diffusion sicher zusätzlich verbessern. Wie all diese Faktoren einen vernünftigen Abtransport meiner Körperfeuchtigkeit gewährleisten, kann ich schwer beurteilen. Da bleibe ich lieber bei low-tech, das kann ich wenigstens halbwegs überblicken ... VG. -wilbo-
-
So wie ich heute Membran-Kleidung verstehe, geht es um die Kombination einer windundurchlässigen Jacke, die bei trockenem Wetter eine ausreichende Atmungsaktivität ausweist, mit einer Regenjacke, die richtig dicht sein soll. Leider werden auch bei teuren Jacken diese Leistungseckpunkte nicht immer erreicht. Ich würde versuchen, vor dem Kauf herauszufinden, wie gut und wie viel Wasserdampf die Membran durchlässt. Hier gibt es extrem große Unterschiede und selten wird der Laborwert auch Outdoors wirklich erreicht. Von der richtigen Pflege ganz zu schweigen. Da ist es für mich einfacher, mich für eine leichte Windjacke und eine richtig dichte Regenjacke zu entscheiden. Ich bin aktuell allerdings nicht auf dem Laufenden, welche Regenjacken es mit ca. 40.000g/qm/24h Dampfdurchlass so gibt. VG. -wilbo-
-
Abnehmender Nutzen bei Ultraleicht-Wandern: Wann ist weniger nicht mehr?
wilbo antwortete auf theuol's Thema in Philosophie
Na ja, wenn ich Gewicht reduzieren möchte, setzte ich mich mit dem auseinander, was ich persönlich als überflüssig erachte. Ich finde es absolut nicht verwerflich, mit wenigen „schweren Gegenständen“ unterwegs zu sein, wenn die Funktion auch wirklich genutzt wird. Bei Deinem Lowe Rucki, (der übrigens ein hervorragendes Tragesystem hat) würde ich mich bei leichteren Lasten fragen, ob ich wirklich die beiden Alustreben im Rückenteil brauche. (Bei meinem Alten konnte ich die einfach herausziehen). Brauche all die Gurtbänder und Schnallen? usw. Wenn ich viel Wasser transportieren möchte, in welchem Container mache ich das? In einem leichten Großen oder in zwei, drei Kleineren? Bin ich alleine unterwegs, finde ich es Abends sogar ganz nett mir zu vergegenwärtigen, was aktuell brauche und welche Sachen einfach nur mit dabei sind. Ich hatte zum Beispiel grundsätzlich immer zu viel Kleidung eingepackt. Da das Optimum für die jeweilige Jahreszeit zu finden, braucht einfach Zeit und ändert sich auch hin und wieder. Eine kleine Liste zu pflegen, was auf Tour gut funktioniert hat und wo es Nachbesserungsbedarf gibt, ist für mich sehr hilfreich. Das muss nicht zwingend in Ausrüstungswahn oder absoluten Minimalismus enden, sondern kann z. B. das Bewusstsein für die unterschiedlichen Jahreszeiten schärfen, in denen ich unterwegs bin. VG. -wilbo- -
OT: Eher im Gegenteil ...
-
Wie man das Diffusions-Prinzip von Gore-Tex (und anderen semipermeablen Membranen) auf Schuhe und sogar auf Lederschuhe anwenden kann, ist mir ein Rätsel. Ich denke, dass es bei diesen Produkten nur darum geht irgendwas Neues auf den Markt zu bringen. Mit „wasserdichter“ Baumwolle, Wolle und einer normalen Regenjacke / einem Poncho kommt man schon ziemlich weit. Zusätzlich wird weniger Sondermüll produziert, der nicht mehr getrennt werden kann und irgendwann final verbrannt werden muss. VG. -wilbo-
-
Moin, ein Teil unserer Familie schläft inzwischen seit einigen Wochen gerne draußen im Garten. (Warum auch immer ... ) Angefangen hat es kurz vor Ostern, als es noch letzte Nachtfröste gab. Obwohl Kinder einen sehr viel aktiveren Stoffwechsel haben und der Kleine eigentlich immer genug Wärme erzeugt, hat er für die Frostnächte einen von unseren Daunenschlafsäcken bekommen. Es kommt halt am Ende immer auf den Loft an. Egal ob bei Daune oder Kunstfaser. VG. -wilbo-
-
Moin! Dass Gore-Tex nur unter bestimmten Bedingungen „optimal“ funktionieren kann, ist schon recht lang bekannt. Nichtsdestotrotz koppelt sich das Marketing gerne aus der physikalischen Welt komplett aus und stellt Behauptungen auf, die leider kaum, bis gar nicht hinterfragt werden. Nach vielen Jahrzehnten im Outdoor-Leben ist meine Erkenntnis: Bei Regen wird man nass! Die Aufgabe von guter Kleidung ist, dabei nicht auszukühlen. Hier gibt es einige klassische Konzepte, die in Kombination von Windjacken, Wärmekleidung aus Kunstfaser oder Wolle und einer richtig wasserdichten Schicht hervorragend funktionieren. Da braucht es nicht zwingend irgendwelche Membranstoffe. Von zu Hause ist man gewohnt, nasse und kalte Kleidung sofort zu wechseln. Man muss sich nur einmal damit auseinandersetzten, wie die Kleidung effektiv am Körper getrocknet werden kann, ohne dass einem dabei kalt wird. Und das funktioniert auch ganz ohne Marketing ... VG. -wilbo-
-
Hast Du den selber mal in Händen gehabt und den Loft beurteilen können? VG. -wilbo-
-
Selber bauen ist keine Option? Den besten A-Frame Verbinder gibt es leider nur myog. https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/5205-trekkingstock-verlängerungen-tent-pole-improvisationen/?do=findComment&comment=198343 Bei jedem Connector wackeln die konisch zulaufenden Spitzen der Trekkingstöcke in den Rohren. Da kann man sich nur selbst Abhilfe mit zwei Kartuschen-Tüllen schaffen. Also am besten gleich myog. VG. -wilbo-
-
Durch ein leichtes Gurtband (mit Schnalle) das überschüssige Fußteil einfach in der Fläche zusammenziehen. Der Rest hängt dann noch dran, stört aber im Liegen nicht wirklich. Das Schöne daran ist, den wirklich benötigten Raum exakt einstellen zu können. Das haben wir zu Anfang mit unseren großen Schlafsäcken genauso gemacht.
-
Mir ist gerade noch eingefallen, dass @derray extrem leichte, warme Kunstfasersäcke näht. Sprich Rainer doch mal an, ob er was Kürzeres für Euch nähen würde. Oder Du reduzierst die Länge einfach mit einem Gurtband und hast gleich einen Schlafsack, der mitwächst. VG. -wilbo-
-
Nope, leider nicht. Unsere Kufa-Säcke sind leider alle oberhalb der 1 kg. Wir haben allerdings noch einen Kinder-Daunenschlafsack von Yeti. Bei Interesse könnte ich den mal rauskramen und wiegen. VG. -wilbo-
-
Enlightened Equipment Revelation Quilt - Lieber 20F oder lieber 30F?
wilbo antwortete auf Breitengrad66's Thema in Ausrüstung
Moin! Ich würde das nicht so kompliziert machen. Was nervt Dich mehr, wenn eine Decke zu knapp oder zu groß ist? Die Daunenfüllung bleibt "on tour" nicht im Laborzustand. Sobald es mehrere Tage mit hoher Luftfeuchte gibt, geht der Loft deutlich zurück. Klar kommt der nach dem Trocknen wieder hoch, in der Zwischenzeit kann man die fehlende Isolation durch zusätzliche Kleidung kompensieren oder es macht einem gar nichts aus, da man eh einen sportlichen Metabolismus hat. Am Ende vom Tag hat 100 g Daune (mehr) immer noch das beste Isolations-Gewichtsverhältnis. VG. -wilbo- -
Solltet Ihr Keks-Freunde sein, probiert mal den Klassiker Guld-Mariekex. Das ist seit Jahrzehnten sowas wie der Standard-Trekking-Keks in Schweden. Da wenig Zuckeranteil geht der mit unterschiedlichsten Aufstrichen weg. Wenn es knallen soll, am besten mit Erdnussmus. Und für uns Daheimgebliebenen, hier das Dänische Pendant: https://www.dänemark.shop/essen/suess-salzig/gebaeck/first-price-marie-kiks-3er-pack VG. -wilbo-
-
Moin! Zu dem, von Dir erwähnten Material kann ich im Detail nichts sagen. Auch nutze ich DCF nicht als Bodenmaterial, da es mir vom Preis-Leistungs-Verhältnis vollkommen unangemessen erscheint. Die kleine Testreihe hast Du sicher schon im DCF-Faden entdeckt? https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/8855-dcf-dyneema-composite-fabric-vor-und-nachteile/?do=findComment&comment=183058 Wenn hauptsächlich um Durchstichfestigkeit geht, würde ich eine dünne Evazote unter die Luftmatte und das Bodenmaterial als zweitrangig betrachten. Oder komplett auf Blasematten verzichten und nur auf Schaummatten liegen ... VG. -wilbo-
-
Eigentlich kommt das nur bei ausgeleierten Gummis oder extrem niedrigen Temperaturen vor. Ich würde eher auf einen ungeduldigen Kunden tippen, der das Zelt vorher aufgebaut hatte. Wenn es sich zuerst nur um einen Haar-Riss handelt, bemerkt man den Schaden beim Auf- und Abbau nicht sofort.
-
Moin! Sowas ist ärgerlich und wenn kein Anwendungsfehler vorliegt, dürfte so ein Defekt nicht vorkommen. Ich habe selber einmal genau so einen Schaden verursacht, indem ich die Stangen im Winter nicht komplett zusammen geschoben hatte. Beim Biegen kam dann unangemessen viel Druck auf den Rand des Rohrs. Wenn du unten an der Stangenhalterung flexibel nachspannen kannst, um die Verkürzung auszugleichen, würde ich den schadhaften Teil einfach absägen. Mit einem Rohrschneider geht das zwar eleganter, aber auch da muss man den Grad im Innern abfeilen. Langfristig würde ich die beschädigte Stange einfach austauschen. Erklär dem Händler doch die Situation und frag nach Ersatz. Eine Austausch-Stange mit und ohne Hülse kann man eh immer gut auf Lager haben. VG. -wilbo-
-
Mit Aceton verdünnt, reicht eine kleine Tube. Es geht ja nur um die durchgenähten Raupen. Ich habe mir eine (andersfarbige) Abspannschnur so abgemessen, dass ich sie als Maßband für einen Stock nutzen kann. So schnappe ich mir kurz vorm Aufbau ein Söckchen am Wegesrand und bekomme ein solides Set-up. Bei den geringen Durchmessern, die hier im Forum vorgeschlagen werden, bin ich raus. Für mich fängt es ab 13 mm an sinnvoll zu werden. https://www.extremtextil.de/dac-zeltgestaenge/dac-pressfit/13-2mm.html VG. -wilbo-
-
Wenn die Nähte getaped sind und es nur um die durchgenähten "Raupen" zum Versiegeln geht, könntest Du dafür auch (mit Benzin) verdünntes seamgrip + sil nehmen. Das rubbelt sich nur mit der Zeit auf der Oberfläche, zu weißlichen Krümeln ab und sieht nicht besonders schön aus. Möchtest Du den Wiederverkaufswert nicht mindern, würde ich ein wenig in Seam-Grip+WP investieren. Eine kleine Tube macht sich übrigens auch im Reparatur-Set nicht so schlecht ... VG. -wilbo-
-
Ich gehe jetzt vom Lanshan-1 mit separatem inner aus. Also, (du fauler Sack!) Wenn du beim Aufbauen einen Blick auf die Innenfläche des Außenzeltes wirfst, dann siehst du wahrscheinlich abgeklebte Nähte. Die Nähte sind also größtenteils schon versiegelt und nur an einzelnen Stellen, die zu Schluss durchgenäht wurden, müsstest du vielleicht nacharbeiten. Da die Innenseite somit PU-Beschichtet ist, kann hier mit Seam-Grip+WP gearbeitet werden. Ich würde diesen Nahtdichter mit etwas Aceton verdünnen und von innen mehrfach auf die durchgenähten "Raupen" auftragen. Meist zieht die Flüssigkeit relativ flott in die Naht, sodass man bei einem am Boden ausgebreitetem Zelt immer im Kreis, von Punkt zu Punkt arbeiten kann. Möchte man die Trocknungszeit beschleunigen, kann der Mischung zwei/drei Tropfen Cotol-240 beigegeben werden. Sollte dann immer noch etwas durchtropfen, würde ich die "Raupen" nochmal von Außen versiegeln. Das kannst du ebenfalls mit Seam-Grip+WP erledigen, da die Naht ja auf dem unbeschichtetem Gurtband und nicht auf der Zeltfläche liegt. Alle Klarheiten beseitigt ...? VG. -wilbo-
-
Moin Marten! Das Tarp wurde von der chinesischen Firma Knot / Ice-River hergestellt. Wird aber bei Ali von anderen Händlern verkauft. Ich bin da aktuell nicht ganz auf dem Laufenden, könnte bei Interesse aber mal schauen, wer es gerade vertreibt. Das Beak, das eingefaltete Heck und die Abspannpunkte sind allerdings Custom-made aus eigenem Hause. Wenn Du das Tarp selber nähen möchtest, könnte ich Dir auch den Schnitt zukommen lassen. VG. -wilbo-
-
Holz für Hobokochertest im Backofen trocknen?
wilbo antwortete auf DerLandstreicher's Thema in Küche
Ein Küchen-Holzofen mit Koch- und Backmöglichkeit. Testet auch, ob und wie sich die Verbrennung mit aufgesetztem Topf verändert. Nach meinen Erfahrungen laufen, mit richtig trockenem Holz, auch die kleinen Hobos ganz anständig. Sobald ich aber einen Topf aufsetze, beginnt die Rauchentwicklung zuzunehmen. Bei Nutzung von feuchtem Holz ist dann irgendwann ganz Schluss. Im Winter, als alles Holz mit Eis bedeckt war, bin ich mit dem Pico-85 kläglich gescheitert. Viel Spaß, beim Zündeln! VG. -wilbo- -
Holz für Hobokochertest im Backofen trocknen?
wilbo antwortete auf DerLandstreicher's Thema in Küche
OT: Möchte man keinen Glanzruß im Schornstein und einen mit diesen Ablagerungen verbundenen Schornsteinbrand riskieren, würde ich nur Holz unterhalb von 20 % Restfeuchte verbrennen. Mein Test mit dem „Trocknen“ des Holzes in der Hexe endete übrigens mit einem fast verstopften Schornstein. Also für Ofenanwendungen eindeutig nicht empfehlenswert! -
Holz für Hobokochertest im Backofen trocknen?
wilbo antwortete auf DerLandstreicher's Thema in Küche
Moin! Wenn das Holz im Kern ausreichend trocken ist, macht ein wenig Feuchtigkeit an der Oberfläche nichts aus. Das war nach vielen Tests, besonders mit Holzvergasern, ebenfalls eine grundlegende Erkenntnis. Ist man bei richtig nassem Wetter auf ein Kochfeuer angewiesen, kommt nicht immer an optimal trockenes Kernholz. Zum Trocknen der Restfeuchte braucht es ein gewisses Volumen der Brennkammer. Bei mir beginnt das so ab Größe Pico-239. Kleinere Brenner, wie zum Beispiel das Brennerle, hatten im feuchten Winter schon ihre Schwierigkeiten genügend Hitze zu entwickeln. Ich habe mir einmal so einen kleinen Lüfter in ein rundes Döschen gebaut. Funzt wie beschrieben, ist aber wie das Blasröhrchen für mich nicht sinnvoll. Ein ausreichend großzügig konstruierter Hobo entwickelt genug Zug, um die Verbrennung zu forcieren. Dafür braucht es kein fancy Design, ein simpler Blechring reicht allemal. VG. -wilbo- -
Holz für Hobokochertest im Backofen trocknen?
wilbo antwortete auf DerLandstreicher's Thema in Küche
Ich hatte beim letzten Holzkocher-Workshop einiges an Totholz im Kern durchgemessen. Waagerechtes Holz, was mit reichlich Abstand zum Boden lag, hatte noch 35 % Restfeuchte. Totholz, ist also nicht immer gleich trocken. Eine grobe Einschätzung bekommt man übrigens mit einem einfachen Feuchtigkeitstest. Frisch gespaltetes Holz direkt an die Lippen halten. Richtig trockenes Holz hat keinen kühlenden Effekt, feuchtes Holz fühlt sich entsprechend kälter an. Das kann man vergleichsweise mit einem richtig trocknen Stück einmal testen. Der Effekt ist verblüffend. VG. -wilbo-